Die Kaninchenzucht ist ein faszinierender, aber arbeitsintensiver Prozess, der besondere Verantwortung und Sorgfalt erfordert. Diese langohrigen Tiere benötigen artgerechte Ernährung, ständige Pflege und geeignete Lebensbedingungen. Und falls Sie das noch nicht wussten… Was man Kaninchen füttern sollte Im Winter, zu Hause, kann man nicht einmal von gesunden und glücklichen Nachkommen träumen.

allgemeine Informationen
Der Wintereinbruch kann für Haustiere, insbesondere Kaninchen, eine echte Herausforderung darstellen. Sie reagieren empfindlich auf Kälte, werden krank und können sogar sterben. Um dies zu verhindern, ist es wichtig zu wissen, was man Kaninchen im Winter füttern kann, wenn kein Heu verfügbar ist, und wie man das richtige Futter für diese langohrigen Tiere auswählt.
Es ist kein Geheimnis, dass Temperaturen unter -25 Grad Celsius für Kaninchen tödlich sein können, da ihre Gliedmaßen erfrieren und sich tödliche Krankheiten entwickeln können. Daher sollten die Käfige dieser Haustiere mit Beginn des Winters windgeschützt in einem warmen Stall oder einem anderen warmen Raum aufgestellt werden.

Sie müssen außerdem innen und außen mit Stroh isoliert werden, wobei der Boden mit Stroh ausgelegt sein muss. Das Kaninchenhaus sollte zudem dreiseitig mit dickem Holz verkleidet sein. Bei zunehmendem Frost werden die Käfige auf die Veranda, in ein Gewächshaus oder einen Schuppen gestellt. Ist ein solcher Transport nicht möglich, sollte der Züchter einen geeigneten, warmen Platz für die Kaninchen im Winter bereitstellen.
In dieser Zeit benötigen Tiere nicht nur Schutz vor Kälte, sondern auch eine ausgewogene Ernährung. Eine gesunde Ernährung versorgt Kaninchen mit den notwendigen Nährstoffen, um natürliche Wärme zu erzeugen. Das Futter sollte nahrhaft und gesund sein und das Immunsystem stärken, damit die Tiere verschiedenen Krankheiten abwehren können. Es ist wichtig, mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichertes Futter zu wählen.
Wer sich frühzeitig Gedanken über das beste Winterfutter für Kaninchen macht, vermeidet später den Ärger mit gefährlichen Krankheiten. Eine sorgfältig ausgewählte Ernährung mit nährstoffreichen und gesunden Zutaten ist der beste Weg, gesundes Wachstum und hohe Fruchtbarkeit in Ihrer Kaninchenzucht zu fördern.
Feinheiten der Fütterung
In den wärmeren Monaten müssen sich Kaninchenzüchter keine Gedanken um die Fütterung ihrer Lieblinge machen. Eine große Auswahl an frischem Grünfutter steht dann zur Verfügung und bildet den Hauptbestandteil ihrer Ernährung. Doch mit dem Winter und dem ersten Schnee wird die Aufgabe komplexer. Um die Kaninchen vor Kälte und Hunger zu schützen, ist es wichtig, die grundlegenden Fütterungsprinzipien in dieser herausfordernden Zeit zu verstehen. Daher ist es zunächst wichtig, die gängigsten Futtermittel für die Kaninchenzucht zu Hause kennenzulernen. Folgende Gruppen werden unterschieden:

- Saftige Futtermittel, darunter Silage, Rüben, Steckrüben und Melonen.
- Raufutter. Dazu gehören Stroh und Heu, Zweige von Nadel- und Laubbäumen sowie Rinde.
- Grünfutter. Dabei handelt es sich um ein nahrhaftes Futter, das aus Luzerne, Brennnessel, Klee, Klette und allerlei anderen Pflanzen hergestellt wird, die auf Feldern oder Wiesen vorkommen.
- Konzentratfutter. Zu dieser Gruppe gehören Mais, Kleie, Getreide und Presskuchen. Auch Fertigfutter zählt dazu.
- Tierische Produkte. Dazu gehören Fischöl, Magermilch und Molke.
- Lebensmittelabfälle wie getrocknetes Brot und übriggebliebene Getreide- und Suppenreste sollten ausschließlich zur Fütterung mit frischem, unverdorbenem Futter verwendet werden, da die Nachkommen sonst krank werden und an verschiedenen Verdauungsproblemen leiden könnten.
- Futterzusätze. Dazu gehören Kreide, Knochenmehl und Salz. Diese Zutaten helfen, bestimmte Mineralstoffmängel auszugleichen.
Nachdem Sie die wichtigsten Futterarten für die Kaninchenhaltung im Winter kennengelernt haben, müssen Sie die Fütterungsmethode festlegen. Es könnten zwei sein:

- Gemischt.
- Trocken.
Im ersten Fall erhalten die Kaninchen Futter aus den oben beschriebenen Futtergruppen. Im zweiten Fall besteht die Ernährung ausschließlich aus Trockenfutter. Häufig handelt es sich dabei um Mischfutter, das die richtige Kombination an Vitaminen und Nährstoffen enthält. Bei der Wahl der geeigneten Zusammensetzung müssen die Altersmerkmale der Tiere berücksichtigt werden, da für Tiere unterschiedlichen Alters spezielle Futterzusammensetzungen entwickelt werden.
Einzelheiten der Diät

Es ist bekannt, dass sich die Kaninchenernährung im Winter deutlich von der im Sommer unterscheidet. Sie kann entweder trocken oder gemischt sein, aber erfahrene Kaninchenzüchter bevorzugen Trockenfutter und kaufen fertiges Mischfutter mit der richtigen Kombination an essentiellen Nährstoffen und Vitaminen.
Eine Mischfütterung kann jedoch genauso vorteilhaft sein, insbesondere wenn verschiedene mineral- und vitaminreiche Futtermittel kombiniert werden. Diese geben den Vögeln die nötige Kraft, um ihre Körpertemperatur zu regulieren und gesund zu wachsen. Außerdem ist diese Fütterungsart kostengünstiger, da man das Futter selbst zubereiten kann und so teure Fertigfutter spart.
Natürlich ist die Fütterung von Kaninchen mit frischem Gras im Winter unumgänglich, Heu ist aber eine gute Alternative. Viele unterschätzen seinen Nährwert, dabei ist es fast genauso reich an Vitaminen und Mineralien wie frisches Gras. Wichtig ist nur, bei der Zubereitung einige Hinweise zu beachten, um den Nährwert zu erhalten. Steht kein Heu zur Verfügung, können Kaninchen auch Gemüse und Obst bekommen, die selbst bei starkem Frost unversehrt und gesund bleiben.
Im Winter, wenn kein frisches, feuchtes Gras verfügbar ist, sollte die Ernährung der Kaninchen mit nahrhaftem Futter ergänzt werden. Dieses sollte zu 80 % aus Wasser bestehen. Folgende Lebensmittel gelten als solche:

- Alle Arten von Wurzelgemüse.
- Vertreter des Melonenanbaus.
- Silage.
Diese Art von Futter verbessert die Verdauung, steigert die Fruchtbarkeit und stabilisiert den Stoffwechsel. Saftiges Futter ist für säugende Ziegen unerlässlich, da es die Milchproduktion anregt. Es enthält Kohlenhydrate, die schnell verdaut werden und für die normale Entwicklung des Nachwuchses wichtig sind.
Karotten sind das beliebteste Gemüse. Durch den Verzehr von Karotten gleichen Tiere ihren Vitamin-A-Mangel aus und werden widerstandsfähiger gegen verschiedene Krankheiten.
Ballaststoffe
Zu den Ballaststofffuttermitteln zählen pflanzliche Lebensmittel, die zwar wenig Feuchtigkeit enthalten, aber einen hohen Anteil an wertvollen Ballaststoffen aufweisen. Sie sättigen hungrige Tiere schnell und fördern so eine verbesserte Verdauung. Der Anteil solcher Futtermittel in der täglichen Ernährung sollte jedoch 30 % nicht überschreiten.
Heu ist eine wichtige Raufutterquelle und eine hervorragende Alternative zu frischem Gras. Sowohl Wiesen- als auch Feldpflanzen eignen sich dafür, sofern sie vor der Blüte gemäht und getrocknet werden. Entgegen der landläufigen Meinung enthält hochwertiges Heu genauso viele Vitamine und Nährstoffe wie frisch geerntetes Grünfutter. Daher kann ein erheblicher Anteil des Futters im Winter aus diesem Material bestehen.

Brennnesseln sind eine wahre Delikatesse für diese langohrigen Tiere. Sie reagieren positiv auf diese Leckerei, sowohl frisch, was besonders in den wärmeren Monaten beliebt ist, als auch getrocknet, was im Winter besonders wichtig ist. Um Ihre Kaninchen mit diesem schmackhaften Futter zu verwöhnen, sammeln Sie die Brennnesseln im Frühjahr und trocknen Sie sie anschließend an einem schattigen, gut belüfteten Ort. Getrocknete Brennnesseln können in jedem geeigneten Behälter aufbewahrt werden, da die empfindlichen Blätter der Pflanze abfallen. Das Ernten dieses Futters ist einfach.
Kaninchen sollten täglich Zweige fressen. Dazu pflücken Sie im Frühjahr frische Zweige von Sträuchern und Gartenpflanzen und trocknen diese anschließend (samt Blättern). Einzelne Triebe sollten Sie jedoch vermeiden, da diese Gerbstoffe und andere für die Tiere giftige Substanzen enthalten.

Um eine vollwertige Winterernährung zu gewährleisten, sollten Kaninchen mit Samen und Körnern aus dem Garten gefüttert werden. Dies gilt insbesondere für Ölsaaten, die ganz oder geschrotet verfüttert werden.
Bei der Fütterung mit Getreide und Hülsenfrüchten werden diese vorzerkleinert, um die Verdauung für Kaninchen mit ihrem empfindlichen Verdauungssystem zu erleichtern. Vor dem Verfüttern sollte das Futter mit Wasser angefeuchtet werden, um mögliche Reizungen der Atemwege durch Staubpartikel zu vermeiden. Um ein gesundes Wachstum des Nachwuchses während der kalten Jahreszeit zu gewährleisten, sollte eine vorbereitete Getreidemischung mit verschiedenen Futtersorten angeboten werden.
Pflege einer Zierrasse
Bei der Haltung von Zierkaninchen gelten im Prinzip die gleichen Fütterungsprinzipien wie bei normalen Kaninchen. Da Kaninchen jedoch anfällig für verschiedene Verdauungsprobleme sind, ist bei der Zusammenstellung ihres Futters äußerste Sorgfalt geboten. Zierpflanzen bevorzugen folgende Nahrungsmittel:

- Heu.
- Getreide, Futtermittelzubereitungen und Getreideprodukte.
- Grün- und Wurzelgemüse.
Morgens bekommt dieses wählerische Kaninchen Trockenfutter, abends Wurzelgemüse. Frisches Heu sollte rund um die Uhr im Futtertrog bereitstehen, da Kaninchen immer etwas knabbern möchten.
Hilfreiche Tipps
Professionelle Züchter behaupten, dass jeder unerfahrener Kaninchenzüchter Sie werden herausfinden können, was sie Kaninchen im Winter füttern müssen. Um jedoch eine ausgewogene und korrekte Fütterung zu gewährleisten, Sie sollten folgende Empfehlungen befolgen:

- Wenn Nahrung für den Verdauungstrakt der Ohrfledermaus schwer verdaulich ist, sollte sie 2–3 Tage in Wasser eingeweicht werden. Dies gilt insbesondere für hartes Getreide, das einen wichtigen Bestandteil ihrer Winternahrung ausmacht.
- Beim Ernten von Zweigen für den Winter sollten Sie Traubenkirsche, Aprikose, Holunder und Faulbaum meiden. Der Verzehr dieser Pflanzen kann bei Tieren zu schweren Vergiftungen führen. Auch Tomaten- und Kartoffeltriebe sollten Kaninchen nicht verfüttert werden. Tomatentriebe sind besonders während der Blütezeit gefährlich.
Bei der Kaninchenhaltung ist es wichtig zu bedenken, dass diese Tiere zwar nicht wählerisch beim Fressen sind, aber aufgrund falscher Ernährung anfällig für verschiedene Krankheiten sind. Ihr Verdauungssystem ist so beschaffen, dass ein Mangel an ausgewogener Ernährung zu einer Reihe von Problemen führen kann, darunter schwere Erkrankungen und sogar der Tod der Jungtiere.
Um dies zu verhindern, ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu handeln und alle Bedürfnisse dieser niedlichen, pelzigen Tiere zu berücksichtigen. Bei der Planung der täglichen Kaninchenernährung sollten Sie Alter, Größe und allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Tiere einbeziehen. Der Rat erfahrener Züchter und Kollegen ist ebenfalls unerlässlich, da er helfen kann, Fehler zu vermeiden und Ihre Familie vor gefährlichen Krankheiten zu schützen.
In jedem Fall hängt der Erfolg der Kaninchenzucht direkt vom Engagement des Züchters ab. Die richtige Winterfütterung ist einer der wichtigsten Schritte bei der Haltung dieser liebenswerten Tiere und erfordert besondere Aufmerksamkeit.
