Wie man Wacholder zu Hause durch Stecklinge und Absenker vermehrt

Bäume

Wacholder ist eine beliebte Pflanze unter Hobbygärtnern und wird häufig in Hausgärten angepflanzt. Um neue Setzlinge zu erhalten, entscheiden sich viele Gärtner dafür, den gesamten Prozess selbst durchzuführen.

Die Vermehrung von Wacholder durch Stecklinge im Herbst ist zulässig. In mancher Hinsicht erzielt man in diesem Zeitraum sogar bessere Ergebnisse als im üblichen Frühjahr und Sommer. Frühjahr und Sommer sind für Wacholder oft zu heiß und trocken, was die Anwachsrate der Stecklinge verringert.

Wacholderarten für Stecklinge

Oftmals möchten Menschen nach dem Pflanzen einer einzelnen Konifere neue Pflanzen ziehen, ohne Geld auszugeben. Für diesen Zweck sind Wacholderstecklinge eine beliebte Option. So kann eine einzige ausgewachsene Pflanze genügend Sämlinge produzieren, um ein ganzes Grundstück zu bepflanzen. Wacholder lassen sich jedoch nicht nur durch Stecklinge, sondern auch auf andere Weise vermehren:

  • Saatgut;
  • das Buschland teilen;
  • Schichtung.

Stecklinge sind die einfachste Methode, um eine Jungpflanze mit allen Eigenschaften der Mutterpflanze zu erhalten. Allerdings lassen sich nicht alle Wacholderarten und -sorten durch Stecklinge vermehren; bei manchen ist die Teilung des Strauchs oder das Absenken natürlicher. Stecklinge eignen sich gut zur Gewinnung von neuem Pflanzgut für die folgenden Nadelbaumarten:

  1. Häufig – ein 5–10 m hoher Strauch oder Baum mit einem Stammdurchmesser von etwa 20 cm. Die Krone ist dicht, buschig oder bei Sträuchern eiförmig. Die Rinde ist bräunlich-grau. Die Nadeln sind dreieckig, spitz und sattgrün. Zu den beliebtesten Sorten zählen Green Carlet, Montana und Depressa.
  2. Verginsky – die Krone ist eiförmig und verjüngt sich mit zunehmendem Alter, wobei sie buschiger wird. Die Rinde ist anfangs grünlich und dunkel, nimmt aber mit dem Alter eine bräunlich-scharlachrote oder dunkelbraune Farbe an. Die kleinen, schuppigen oder nadelförmigen Nadeln sind dunkel smaragdgrün. Beliebte Sorten sind Robusta Green, Grey Owl und Glauca.
  3. Kazatskyi ist ein kriechender Strauch. Er erreicht nie eine Höhe von mehr als 1,5 Metern, wächst aber kräftig und schnell. Die Nadeln sind dunkeltürkis, bei jungen Pflanzen nadelförmig und bei älteren Exemplaren schuppig. Es gibt auch baumartige Varianten von Kazatskyi, die bis zu 4 Meter hoch werden.
  4. Horizontalis ist ein kriechender Strauch. Die Zweige sind langgestreckt, die Triebe dunkel türkis und tetraedrisch. Die Nadeln sind blaugrün. Im Winter verfärben sie sich oft braun. Die Früchte sind blauschwarz mit bläulichem Belag. Beliebte Sorten bei Gärtnern sind unter anderem 'Andorra Compacta', 'Lime Glow', 'Prince of Wales' und 'Plumosa'.
  5. Der Chinesische Rhododendron ist ein baumartiger Strauch, der 8–10 m hoch wird. Seine Krone ist pyramidenförmig, seltener wächst er jedoch buschig und ausladend. Die Rinde ist graurot und schuppig. Die Nadeln sind nadelförmig und schuppig. Zu den beliebtesten Sorten zählen Olympia, Gold Coast (mit grün-goldenen, nadelförmigen Blättern), Japonica und Stricta.
  6. Die mittlere Sorte ist eine Kreuzung aus kasachischen und chinesischen Sorten. Sie wächst buschig mit bogig überhängenden Trieben. Ausgewachsene Exemplare erreichen eine Höhe von 3–5 m. Die beliebtesten Sorten sind Gold Star und Mint Julep.
  7. Der Schuppenstrauch erreicht eine Höhe von bis zu 1,5 m. Seine Rinde ist dunkelbraun, die Nadeln sind hart und spitz. Die Beeren sind schwarz. Zu den beliebtesten Sorten zählen Blue Star, Roderi und Meyeri.
  8. Die Felsen-Esche ist ein strauch- oder baumartiger Baum, der bis zu 18 m hoch wird. Seine Krone ist rundlich und beginnt fast am Stammfuß. Junge Triebe erreichen einen Durchmesser von 1,5 cm und sind hellgrün oder helltürkis gefärbt. Die Blätter sind nadelförmig, meist jedoch schuppig. Gängige Sorten sind Skyrocket, Springbank und Relens.

Dies ist eine allgemeine Liste von Arten, die erfolgreich durch Stecklinge vermehrt werden können.

Beliebte Sorten für Stecklinge

Je nach Sorte lässt sich Wacholder leicht durch Stecklinge vermehren, einige gängige Sorten erzielen jedoch bessere Ergebnisse durch Teilung oder durch Absenker. Folgende Sorten sind bei Gärtnern beliebt:

  • Mint Julep;
  • Meyeri;
  • Träume Freude;
  • Holger;
  • Schlag;
  • Limettengrün;
  • Wiltoni;
  • Goldküste;
  • Gold Mordigan;
  • Kurivao Gold;
  • Goldener Stern.

Für eine erfolgreiche Vermehrung durch Stecklinge eignen sich Wacholder der folgenden Sorten:

  1. Meyeri besitzt dichte, türkisfarbene oder dunkelstahlgraue Nadeln. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von 30 bis 100 cm. Neben Stecklingen ist auch die Vermehrung durch Samen möglich.
  2. Holger – Höhe bis zu 80 cm, blattnadelartige Platten sind in einem bläulich-grauen Farbton bemalt.
  3. Kurivao Gold ist eine wüchsige Sorte, die nur durch Stecklinge mit allen Eigenschaften der Mutterpflanze gewonnen werden kann.
  4. Schlager – Höhe bis zu 25 cm, Kronendurchmesser bis zu 150 cm. Vermehrung durch Samen, Absenker und Stecklinge ist zulässig.
  5. Mint Julep – mintgrüne Kronenfarbe, neue Exemplare können nur vegetativ – durch Absenker und Stecklinge – gewonnen werden.
  6. Der Wiltonia-Wacholder besitzt eine bläulich-silberne Krone. Bei der Vermehrung aus Samen verliert die Jungpflanze die Merkmale der Mutterpflanze. Daher eignen sich nur vegetative Vermehrungsmethoden zur Anzucht neuer Wiltonia-Wacholder.
  7. Lime Glow ist eine Zwergrose mit einer leuchtend grünlich-gelben Krone. Im Herbst färbt sich das Laub bronzefarben bis kupferfarben. Neue Exemplare werden durch Stecklinge vermehrt.

Zu Beginn des Herbstes und fast im Winter – am Ende der Herbstsaison – verläuft die Vermehrung des Wacholders nicht anders als im Frühjahr und Sommer.

Pflanzzeit und Ernteregeln

Stecklinge sind eine kostengünstige Methode, um junge Nadelbäume zu vermehren. Diese Methode hat viele Vorteile:

  • Erhaltung der Sorteneigenschaften;
  • Ausbildung starker Wurzeln;
  • hohe Lebensfähigkeit;
  • weniger anfällig für Schädlinge;
  • schnellere Reifung;
  • schnelles Überleben und aktive Entwicklung;
  • Die Überlebensrate von Stecklingen ist doppelt so hoch wie die von Sämlingen.

Es ist möglich, vom Frühling bis zum Winteranfang durch Stecklinge neue Nadelbäume zu gewinnen.

Nur mal so als Information!
Manche Pflanzenzüchter bevorzugen für die Vermehrung die Frühjahr-Sommer-Saison, da sie diese aufgrund des Beginns der aktiven Wachstumsperiode der Pflanze für besser geeignet halten.

Erfahrene Gärtner bevorzugen den Herbst. Sie erklären dies damit, dass die Wasserverdunstung mit dem Einsetzen der kalten Witterung praktisch aufhört, was sich positiv auf den Zustand des Pflanzguts und dessen Entwicklung auswirkt.

Bei der Wahl des optimalen Pflanzzeitpunkts ist das lokale Klima zu berücksichtigen. Für eine optimale Bewurzelung sollte die Raumtemperatur zwischen 5 und 25 °C liegen. Niedrigere oder höhere Temperaturen beeinträchtigen die Vermehrung und können zum Absterben der Jungpflanze führen.

Um keimfähige und robuste Sämlinge zu erhalten, werden ausschließlich ausgewachsene Wacholdersträucher verwendet. Der Wacholder sollte mindestens 8 Jahre alt sein. Ein Alter von über 10 Jahren ist jedoch unerwünscht.

Je nach Standort des Stecklings kann sich ein junger Nadelbaum unterschiedlich entwickeln. Wird die Triebspitze eines Wacholders abgeschnitten, wachsen die Ausläufer tendenziell nach oben, während Seitentriebe seitlich wachsen. Bei aufrecht wachsender Krone werden die Zweige für Stecklinge ebenfalls senkrecht geschnitten, während bei buschigen Nadelbäumen Seitentriebe verwendet werden.

Anleitung für einen Pflanzenzüchter

Eine aus Stecklingen gezogene und ins Freiland gepflanzte Pflanze akklimatisiert sich leichter und passt sich besser an ungewohnte Bedingungen an. Um jedoch sicherzustellen, dass die Pflanze nicht nur die Eigenschaften des Mutterbaums, sondern auch alle Vorteile der Stecklingsvermehrung beibehält, bedarf es eines sorgfältig abgestimmten Vorgehens und der strikten Einhaltung bewährter Anbaumethoden.

Materialvorbereitung

Vor der Vermehrung von Wacholder ist die Auswahl des richtigen Pflanzmaterials entscheidend. So wird sichergestellt, dass die Stecklinge zu kräftigen, gesunden Nadelbäumen heranwachsen. Die wichtigsten Regeln für die Vorbereitung des Pflanzmaterials lauten wie folgt:

  1. Um alle Eigenschaften der Spenderstecklinge zu erhalten, verwenden erfahrene Pflanzenzüchter 8 Jahre alte Wacholder.
  2. Bei buschigen Sorten wird der Trieb für den Steckling oft aus der Mitte des Mutterbaums geschnitten. Bei säulenförmigen Sorten werden nur die Triebspitzen verwendet.
  3. Wählen Sie nicht verholzte Triebe. Halbverholzte Triebe sind ebenfalls akzeptabel, jedoch werden junge, noch grüne Zweige häufiger als Pflanzmaterial verwendet.
  4. Der Trieb wird in den frühen Morgenstunden in Stecklinge geschnitten, wenn alle Bereiche des Wacholders mit Feuchtigkeit gefüllt sind.
  5. Beim Beschneiden eines Triebes muss man einen Teil des Zweiges greifen, an dem der Steckling zuvor gewachsen ist, um eine „Ferse“ zu bilden. Dies erleichtert und beschleunigt die Bewurzelung.
  6. Die optimale Länge des abgeschnittenen Triebes beträgt 12 cm, längere sind aber auch zulässig – bis einschließlich 25 cm.
  7. Alle Arbeiten werden mit scharfen, sterilen Gartengeräten durchgeführt.
Aufmerksamkeit!
Beim Transport die Stecklinge direkt nach dem Schneiden in ein feuchtes Naturtuch und anschließend in einen Plastikbeutel legen. Die Lagerfähigkeit beträgt bis zu 2 Tage.

Die Vorbereitung eines Stecklings umfasst 3 Schritte:

  1. Die Nadeln werden mit einer scharfen Klinge abgeschnitten – die Rinde darf dabei nicht beschädigt werden. Nur die apikalen Nadeln, die für den normalen Gasaustausch notwendig sind, bleiben erhalten.
  2. Der untere Schnitt wird mit einem Präparat behandelt, das das Wachstum des Wurzelsystems anregt.
  3. Nach einem Tag wird der Steckling in das vorbereitete Substrat eingesetzt.

Es wird nicht empfohlen, Wacholder in Wasser zu bewurzeln. In feuchter Umgebung beginnt sich die Rinde dieser Konifere abzulösen, was die Keimfähigkeit des Pflanzguts beeinträchtigt.

Substrat

Eine erfolgreiche Bewurzelung hängt maßgeblich von der Bodenmischung ab, in die das Wacholder-Pflanzgut eingesetzt wird. Das Substrat sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • hohe Luftdurchlässigkeit;
  • hohe Feuchtigkeitsaufnahmekapazität;
  • gute Lockerheit.

Bereiten Sie zunächst ein nährstoffreiches Erdgemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand vor. Um die Wasserspeicherfähigkeit und Luftdurchlässigkeit des Substrats zu verbessern, geben Sie etwas Perlit und Holzkohle hinzu.

Anregung der Wurzelbildung

Gärtner können dieses Produkt verwenden, um die Bewurzelung von Stecklingen zu verbessern und zu beschleunigen. Es ist eine breite Palette solcher Formulierungen erhältlich:

  1. Kornevin ist ein Produkt auf Basis von Indolbuttersäure. Die Lösung wird mit einem Verhältnis von 1 g pro 1 Liter Wasser hergestellt.
  2. Epin stärkt das Immunsystem und fördert die Wurzelbildung. Zur Anwendung werden 0,5 ml des Produkts mit 1 Liter Wasser vermischt.
  3. Heteroauxin ist ein Phytohormonpräparat. Seine Grundlage ist β-Indolessigsäure. Eine Tablette benötigt 1 Liter Wasser.
  4. Zircon ist ein komplexes, vielseitig einsetzbares Produkt auf Basis von Hydroxyzimtsäuren. Die Gebrauchslösung besteht aus 1 ml des Produkts und 1 Liter Wasser.

Es ist verboten, die vom Hersteller angegebenen Dosierungen zu überschreiten, da dies den gegenteiligen Prozess auslöst – die Hemmung der Wurzelbildung und des gesamten Pflanzguts.

Es ist aber auch möglich, auf Volksheilmittel zurückzugreifen:

  • schwache Honiglösung;
  • Zusammensetzung auf Basis von Kartoffelknollen;
  • Weidenwasser;
  • Produkt auf Hefebasis.

Die Stecklinge werden zu einem Drittel in eine Lösung eines im Handel erhältlichen oder eines volksmedizinischen Heilmittels getaucht, um den Bewurzelungsprozess zu beschleunigen. Der verbleibende Teil wird dem Wasser für die spätere Bewässerung beigemischt.

Nur mal so als Information!
Die Geschwindigkeit des Wurzelbildungsprozesses hängt maßgeblich von der jeweiligen Art und Sorte ab.

Stecklinge in die Erde pflanzen

Der Vorgang des Einpflanzens eines Stecklings in ein Erdgemisch ist folgender:

  1. Graben Sie ein 3–4 cm tiefes und 1 cm breites Loch. Setzen Sie den Steckling hinein, drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie ihn an. Wenn Sie mehrere Stecklinge in einen Topf pflanzen, lassen Sie zwischen ihnen einen Abstand von 6–8 cm.
  2. Halten Sie die Raumtemperatur zwischen 18 und 23 °C. Bei niedrigeren Temperaturen faulen die Stecklinge, bei höheren Temperaturen trocknet die Erde aus und die Wurzeln verfaulen.
  3. Es ist notwendig, einen Treibhauseffekt zu erzeugen - dazu werden die Behälter mit den Stecklingen mit Frischhaltefolie oder durchsichtigem Glas abgedeckt.

Die weitere Pflege umfasst ausreichend Licht und regelmäßiges Gießen. Das Licht sollte diffus sein, direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Regelmäßige Belüftung ist notwendig, um Kondenswasserbildung unter der Abdeckung zu verhindern, da diese die Pflanzen schädigen würde.

Nur mal so als Information!
Vor dem Auspflanzen ins Freie sollte die Pflanze 2-3 Monate im Topf bleiben. Die ersten Wurzeln bilden sich jedoch bereits nach 25-30 Tagen.

Vermehrung durch Schichtung

Wacholder lässt sich recht einfach durch Absenker vermehren. Diese Methode zur Gewinnung junger Nadelgehölze wird vor allem bei kriechenden Sorten angewendet. Die Wacholderzweige werden zum Boden gebogen und sorgfältig daran befestigt. Dies geschieht häufig mit speziellen Stiften oder Klammern.

An den Stellen, an denen der Wacholdertrieb im Boden verankert ist, sollte dieser regelmäßig angehäufelt und befeuchtet werden. Um eine erfolgreiche Bewurzelung zu gewährleisten, sollten für die Vermehrung durch Absenken nur junge, noch nicht verholzte Triebe verwendet werden.

Um die Wurzelbildung von Wacholderstecklingen zu beschleunigen, muss der Boden im Voraus vorbereitet werden. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  • Die Erde wird umgegraben;
  • Der ausgehobene Boden wird gelockert;
  • Dem Boden werden Torf und grober Sand beigemischt.

Der Steckling benötigt sechs Monate bis ein Jahr zum Bewurzeln. Das Abtrennen des Stecklings von der Mutterkonifere ist erst zulässig, wenn der Wacholder sich gut entwickelt hat und aktiv wächst. Der abgetrennte Steckling wird zusammen mit seinen Wurzeln an einen separaten, dafür vorbereiteten Standort verpflanzt.

Pflege

Die aktive Bewurzelung von Stecklingen beginnt erst 2–4 Monate nach dem Einpflanzen. Dieser Zeitraum ist jedoch eher ungenau, da er von der Wacholderart abhängt. Im Sommer kann sich die Wurzelbildung bis zum Einsetzen der kühleren Herbsttemperaturen verzögern. Während dieser Zeit kann das Wurzelsystem nicht ausreichend Kraft für die Anzucht im Freien entwickeln. Daher empfiehlt es sich, die Stecklinge bis zur nächsten Warmperiode im Gewächshaus zu belassen.

Um Staunässe im Wurzelbereich des Wacholders zu vermeiden, sollte sparsam gegossen werden, sodass der Boden unter der Pflanze abtrocknen kann. Verwenden Sie zum Gießen abgestandenes Wasser mit der Umgebungstemperatur. Um Pilzkrankheiten vorzubeugen, geben Sie mehrmals jährlich Fungizide ins Gießwasser.

Aufmerksamkeit!
Da die Sämlinge mindestens ein Jahr lang im Gewächshaus bleiben, ist die Transparenz der Kuppel unerlässlich. Dies liegt am Bedarf an hellem, diffusem Licht, welches die Produktion des für die Wurzelentwicklung und -bildung verantwortlichen Phytohormons anregt.

Sobald die Stecklinge ein weitgehend ausgebildetes Wurzelsystem gebildet haben und neue Triebe entstehen, werden sie abgehärtet. Dazu muss das Gewächshaus kurz geöffnet und gründlich belüftet werden. Im Winter empfiehlt es sich, die Jungpflanzen mit Jute, synthetischen Abdeckmaterialien oder Laub abzudecken.

Im Frühjahr müssen junge Wacholdersträucher an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden. Dazu werden die Pflanzen zusammen mit einem Erdklumpen in vorbereitete Pflanzlöcher gesetzt, wobei jeder Arbeitsschritt beachtet wird.

Landung an einem festen Standort

Es besteht keine Eile beim Pflanzen junger Wacholder. Dies sollte unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren und Richtlinien erfolgen:

  1. Der Pflanzzeitpunkt für bewurzelte Pflanzen richtet sich nach der Anpassungszeit. Wurden die Stecklinge im Spätwinter oder Frühjahr geschnitten, kann das Pflanzgut sofort ausgepflanzt werden – optimalerweise 70 Tage nach dem Einsetzen ins Gewächshaus. Bei späterer Ernte kann der Wacholder, sofern alle notwendigen Vorkehrungen getroffen werden, bis zum folgenden Frühjahr im Haus überwintern.
  2. Wenn Sie die Stecklinge einzeln in einem Topf bewurzeln, können Sie sie im Herbst auspflanzen. In diesem Fall müssen Sie die Pflanze jedoch mitsamt der Erde umsetzen und zusätzlich isolieren. Bis sich Wacholder vollständig an das Freiland gewöhnt haben, sind sie sehr frostempfindlich, was höchstwahrscheinlich zu ihrem Absterben führt.
  3. Die Schonung des Wurzelballens ist entscheidend, da die Wurzeln junger Pflanzen leicht beschädigt werden. Das Pflanzloch sollte etwa 1 m² groß sein und zwei- bis dreimal so groß wie der Wurzelballen. Am Boden des Lochs befindet sich eine Drainageschicht – diese wird bei der Bestimmung der Pflanztiefe berücksichtigt, um sicherzustellen, dass der Steckling bis zum Wurzelhals reicht.
  4. Auswahl eines Standorts für Wacholderpflanzung Es wird helles, diffuses Licht benötigt. Lediglich eine leichte Beschattung auf einer Seite ist akzeptabel. Diese Eigenschaft bestimmt auch den genauen Zeitpunkt des Eingriffs – bei zunehmender Tageslänge besteht die Gefahr, die Nadelbäume zu versengen.
  5. Solange die Pflanze noch jung ist, muss der Wacholder vor direkter Sonneneinstrahlung und Winterfrösten geschützt werden. Die Art des Schutzes hängt von den jeweiligen Bedingungen ab: Im Winter kann der Wacholder abgedeckt oder vollständig mit Isoliermaterial umwickelt werden, im Sommer genügt es, ihn an besonders sonnigen Tagen vorübergehend zu beschatten.

Unmittelbar nach dem Pflanzen müssen Wacholder gegossen werden – ein Eimer Wasser ohne Zusätze genügt. Anschließend sollte die Nadelpflanze höchstens einmal im Monat gegossen werden. Im Frühjahr empfiehlt sich die Düngung mit mineralischen Düngemitteln wie Nitroammophos. Die Aufwandmenge sollte dabei 45 g pro Quadratmeter nicht überschreiten. Im Sommer kann organisches Material wie Kompost oder verrotteter Mist verwendet werden. Düngen ist auch ratsam, wenn die Pflanze übermäßig langsam wächst.

Bewässerung

Unter normalen Bedingungen benötigen Wacholderstecklinge 60–80 Tage, um Wurzeln zu schlagen. Während dieser Zeit muss die Bodenfeuchtigkeit konstant gehalten werden. Wässern Sie mindestens 3–4 Mal täglich mit einem Agrofaservlies.

Der Steckling sollte auf keinen Fall austrocknen. Allerdings wird davon abgeraten, Nadelgehölze in sauberem Wasser zu bewurzeln, da dies zum Absterben der jungen Pflanze führen kann.

Beratung

Die wichtigste Regel bei der Auswahl von Stecklingen zur Vermehrung von Wacholder ist die Größe. Aufgrund der dichten Struktur dieser Konifere sollten die Stecklinge mindestens 25 cm lang sein.

Es ist außerdem wichtig, auf die Sorte zu achten – bei kriechenden und strauchartigen Arten wird die Pflanze in einem Winkel von 45° gepflanzt, und bei aufrechten (säulenförmigen) Sorten wird eine vertikale Position beibehalten.

Abschluss

Wacholder lässt sich am besten durch Stecklinge vermehren. Bei richtiger Pflege geht die Vermehrung schnell vonstatten. Das Ergebnis sind voll keimfähige Sämlinge, die sich für die Anpflanzung im eigenen Garten eignen.

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