Viele Blumenliebhaber kennen die „Zauberblume“ namens „Frauenglück“. Nur wenige wissen jedoch, dass damit die gewöhnliche Einblatt (Spathiphyllum) gemeint ist. Ihr werden viele mystische Kräfte zugeschrieben: Unverheiratete Frauen sollen mithilfe dieser Blume schnell ihren Seelenverwandten finden, verheiratete Frauen ihre Beziehung zu ihrem Partner verbessern und kinderlose Frauen bald die Nachricht von einem neuen Familienmitglied erhalten.
Merkmale der Vielfalt und Artenvielfalt mit Fotos
Spathiphyllum ist eine wärmeliebende Zimmerpflanze. Sie hat keinen Stängel; ihre ovalen Blätter wachsen direkt aus dem Boden. Auch die Blüte entspringt direkt aus der Erde, an einem langen Stiel, und ähnelt einem kleinen Blütenbündel.
Die Zimmerpflanze Spathiphyllum gibt es in verschiedenen Sorten, die auf dem Foto unten abgebildet sind, jede mit ihren eigenen Pflegeansprüchen.
Wallisblume
Diese ursprünglich aus Kolumbien stammende Art wird am häufigsten im Hausgarten kultiviert. Sie gilt als eine der anspruchslosesten und ist daher bei Anfängern im Blumenanbau sehr beliebt.
Die Pflanze ist klein, nicht höher als 35–40 cm, mit länglichen, ovalen Blättern. Sie blüht üppig und lange. Die längliche Blüte, bis zu 9 cm lang, ragt über den Hauptteil des Laubs hinaus. Diese Sorte dient als Grundlage für die Züchtung.
Helikonienblätter
Diese Art ist im brasilianischen Regenwald beheimatet. Es handelt sich um eine hohe Pflanze, die bis zu einem Meter hoch werden kann. Ihre ovalen, grünen Blätter erreichen eine Breite von bis zu 25 cm und laufen an den Spitzen zu.
Die Blüte ähnelt einem Blütenkolben, der von einem weißen Blättchen umhüllt ist, welches etwa doppelt so hoch ist wie der Blütenkolben selbst. Moderne Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich nicht um eine eigene Art, sondern um eine Varietät der löffelförmigen Blüte handelt.
Löffelförmig
Es handelt sich um einen prächtigen Strauch, der bis zu einem Meter hoch wächst. Die Blätter sind, ähnlich denen der Sonnenhüte (Heliconiaceae), oval, länglich, an den Spitzen zugespitzt und eher schmal.
Sie wachsen an bis zu 7 cm hohen Blattstielen. Die Blüte selbst ist ein Kolben, der von einem weißen Blatt – einer Spatha – umhüllt ist.
üppig blühend
Eine beliebte Zimmerpflanze, die ursprünglich aus Kolumbien stammt. Wie ihr Name schon sagt, blüht sie üppig und lange. Ihre grünen Blätter sind oval, und die Blüte ist von einer weißen Spatha umgeben. Diese Sorte ist klein und erreicht eine Höhe von bis zu 25 cm.
Angenehm oder charmant
Sie wächst langsam, blüht aber von April bis Juni üppig und ununterbrochen. Sie ist in den tropischen Wäldern des amerikanischen Kontinents beheimatet.
Die Spatha der Blüte hat einen grünlichen Schimmer und ist wie eine kleine Flagge geformt, was ihr den gebräuchlichen Spitznamen „Flagolista“ eingebracht hat. Die Blätter der Pflanze sind dunkelgrün, farbintensiv, länglich und erreichen eine Höhe von etwa 30 Zentimetern.
Cannolistny
Diese Sorte verdankt ihren Namen ihrer Ähnlichkeit mit Canna-Blättern. Sie zeichnet sich durch ihren angenehmen, intensiven Duft aus. Die Blüten sind weiß, bis zu 23 cm hoch und fast doppelt so groß wie der Blütenkolben. Die Blätter sind groß und erreichen eine Länge von 40 Zentimetern.

Regeln für die Pflege von Blumen zu Hause
Spathiphyllum ist eine Zimmerpflanze, die in tropischen Wäldern beheimatet ist. Ihre Herkunft bestimmt maßgeblich ihre Pflege- und Wartungsanforderungen für die Verwendung in Innenräumen.
Temperatur
Diese Pflanze liebt Wärme. Für ein optimales Wachstum benötigt sie Temperaturen von mindestens 18 Grad Celsius, vorzugsweise sogar höher.
Direkte Sonneneinstrahlung ist für die Pflanze eher ungünstig. Sie benötigt diffuses Licht. Daher ist ein Platz in der Nähe eines Fensterbretts ideal, da dies ausreichend Licht bietet. Steht der Topf auf einem Fensterbrett, sollte das Fenster bei starker Sonneneinstrahlung abgeschirmt werden.
Licht
Sie benötigt keine besonderen Lichtverhältnisse und gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Allerdings kann das Aussehen der Pflanze auf Lichtmangel hinweisen: Werden die Blätter kleiner und länglicher, sollte sie an einen helleren Standort umgestellt werden.
Bewässern, Düngen und Besprühen
Spathiphyllum benötigt ganzjährig Wasser. Im Winter sollte etwas weniger gegossen werden, um ein Einfrieren der Wurzeln zu verhindern. Im restlichen Jahr sollte reichlich gegossen werden, idealerweise mit abgestandenem Wasser.

Sie benötigt außerdem regelmäßiges Besprühen – als tropische Regenwaldpflanze braucht sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ist dies nicht möglich, kann man den Topf in eine Schale mit feuchtem Moos oder Sand stellen.
Regelmäßiges Gießen ohne zusätzliche Düngung reicht nicht aus. Ideal ist ein spezieller Blühpflanzendünger, ein Universaldünger ist aber auch ausreichend. In den wärmeren Monaten empfiehlt es sich, einmal wöchentlich zu düngen; im Winter kann die Düngermenge reduziert werden.
Schädlinge, Krankheiten und deren Bekämpfung
Typische Schädlinge für Zimmerblumen sind:
- Spinnmilben spinnen Gespinste auf der Blattunterseite, wodurch sich die Blätter einrollen und gelb werden. Um diese Schädlinge zu bekämpfen, verwenden Sie ein Fungizid, entfernen Sie vorher die Gespinste und topfen Sie die Pflanze anschließend um.

Spinnmilbe - Zu viel Wasser kann zu Wollläusen führen. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen Gärtner, die Blätter mit Zitronensaft abzuwischen.

Wollläuse - Rußtaupilze können auf der Blattoberfläche sichtbar sein. Zur Behandlung wird empfohlen, die Blätter mit Seifenwasser zu waschen.
- Wenn dunkle Flecken auf den Blättern erscheinen, werden diese von Blattläusen befallen. Zur Bekämpfung hilft eine Mischung aus Seife und Petroleum.
Sie sollten auf jeden Fall immer ein Mittel zur Parasitenbekämpfung im Haus haben, um die Schädlinge so schnell wie möglich bekämpfen zu können.
Neben Parasiten werden Aussehen und Zustand der Blume auch maßgeblich von den Pflege- und Haltungsbedingungen beeinflusst:
- Wenn die Blattspitzen austrocknen, erhält die Blume nicht genügend Feuchtigkeit;
- Wenn die Blätter gelb werden und an Spannkraft verlieren, wird die Pflanze durch helles Sonnenlicht geschädigt;
- Die Verkürzung und Verlängerung der Blätter ist ebenfalls eine Folge von Lichtmangel;
- Das Ausbleiben von Blüten über einen längeren Zeitraum ist in der Regel eine Folge mehrerer der oben genannten Gründe.
Wie man Blumen zu Hause vermehrt und umpflanzt
Wie jede andere Zimmerpflanze muss auch die Spathiphyllum von Zeit zu Zeit umgetopft werden. Am besten geschieht dies im zeitigen Frühjahr, indem man die Pflanze in einen größeren Topf setzt. Die Erde sollte aus einer Mischung von Torf, Laubkompost, Humus und Sand im Verhältnis 2:1:1:1:1 bestehen. Die Zugabe von Holzkohle zur Erde ist ebenfalls empfehlenswert.

Bei der Wahl des neuen Pflanzgefäßes sollte darauf geachtet werden, dass es nicht wesentlich größer als das Rhizom ist. Andernfalls blüht die Spathiphyllum nicht schnell – ihre gesamte Energie wird in das Wurzelwachstum und nicht in die Blütenbildung investiert. Die Vermehrung kann auf verschiedene Weise erfolgen.
Stecklinge
Trennt man die Blattrosetten einer ausgewachsenen Friedenslilie ab, erhält man Stecklinge. Haben die Stecklinge bereits kleine Wurzeln, können sie direkt in Erde gepflanzt werden. Andernfalls müssen sie erst Wurzeln bilden. Dafür eignen sich verschiedene Substrate, beispielsweise feuchter Sand mit Aktivkohle. Auch spezielle Substrate wie Torf oder Moos können verwendet werden.

Bei korrekter Temperaturregelung bilden sich recht schnell Wurzeln. Anschließend wird der Steckling in einen Topf gepflanzt und weiter nach allgemeinen Pflegeprinzipien gepflegt.
Indem man den Busch teilt
Die Vermehrung durch Teilung ist eine hervorragende Methode, um das Wachstum zu beschleunigen, da diese Methode die Sträucher ausdünnt und so ein schnelleres Wachstum der ausgewachsenen Pflanze ermöglicht. Die Teilung sollte im Frühjahr, vor Beginn der Wachstumsperiode, erfolgen.
Vor dem Eingriff sollte die Pflanze großzügig gewässert werden. Dadurch werden die Wurzeln weniger brüchig. Nachdem der Strauch aus der Erde genommen wurde, sollte das Rhizom gründlich gewaschen werden, um Erdreste sowie trockene oder verfaulte Teile zu entfernen.

Die Wurzelstecklinge sollten mit zerstoßener Aktivkohle bestreut und zum Trocknen aufgehängt werden. Am besten wählt man Stecklinge mit einem Vegetationspunkt und drei Blättern.
Die abgeschnittenen Sträucher werden in einzelne kleine Töpfe gepflanzt. Die Erde ist dieselbe wie beim Umtopfen einer ausgewachsenen Pflanze: eine Mischung aus Laubkompost, Torf, Sand und Humus. Zur Verbesserung der Drainage kann man etwas Ziegelbruch untermischen. Alternativ kann man auch fertige Blumenerde kaufen, idealerweise eine Mischung speziell für Aronstabgewächse (Araceae).
Samen
Um eine Blume aus Samen zu vermehren, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können fertige Samen kaufen oder sie selbst aussäen. Fertige Samen sind in Fachgeschäften erhältlich. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf das Verfallsdatum auf der Verpackung, da in der Praxis nur etwa die Hälfte aller Samen keimt.
Um Samen für den Eigenanbau zu gewinnen, muss die Blume künstlich bestäubt werden. Nach der Bestäubung reifen die Samen zu grünen Erbsen heran. Diese müssen schnell geerntet und sofort ausgesät werden, da sie nicht lange haltbar sind.
Säen Sie die Pflanze in einen kleinen, flachen Topf mit einem Torf-Sand-Gemisch. Halten Sie die Temperatur konstant bei 24–25 °C und besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit Wasser. Decken Sie den Topf mit Frischhaltefolie ab und lüften Sie ihn regelmäßig. Wird die Erde nicht ausreichend belüftet und ist sie zu nass, bildet sich Schimmel unter der Folie und die Pflanze stirbt ab.
Geschichte des Blumenanbaus und Zeichen
Die Entdeckung der Pflanze geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Damals wurde sie erstmals von dem deutschen Wissenschaftler Gustav Wallis beschrieben. Nach ihrer Ankunft in Europa erregte sie die Aufmerksamkeit von Pflanzenzüchtern nicht nur wegen ihrer Blütenstände, sondern auch wegen der Eigenschaften ihrer Blätter. Dies markierte den Beginn umfangreicher Züchtungsarbeit, die zur Entwicklung zahlreicher Sorten dieser Pflanze führte.
In seiner ursprünglichen Form findet man Spathiphyllum in den Ländern Südamerikas: Brasilien, Kolumbien, hauptsächlich in sumpfigen Gebieten oder an den Ufern von Süßwasserkörpern.

Um diese mittlerweile beliebte Zimmerpflanze ranken sich viele Legenden und Aberglauben. Man glaubt, sie bringe nicht nur Singles und Unverheirateten Glück, sondern auch Familien und Kinderlosen. Dank ihrer magischen Kräfte könne man bald einen Partner finden und heiraten, familiäre Beziehungen verbessern und Konflikte lösen sowie die lang ersehnte Freude der Mutterschaft erleben.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Die Einblattpflanze (Spathiphyllum) ist relativ pflegeleicht. Wie jedes Lebewesen benötigt sie jedoch Aufmerksamkeit und Pflege. Beachtet man ein paar einfache Regeln, wird sie Ihr Zuhause verschönern und vielleicht sogar Ihr Liebesleben bereichern.

























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