Dracaena fragrans, auch bekannt als Glücksbaum, ist ein beeindruckend großer, immergrüner Strauch, der ursprünglich aus Afrika stammt und seit vielen Jahren als Zimmerpflanze kultiviert wird. Dracaena ist eine exotische Pflanze, die in den Tropen Afrikas beheimatet ist. In ihrer Heimat wird sie wegen ihres Holzes und des medizinisch wirksamen Blattextrakts angebaut. Anderswo dient sie ausschließlich Zierzwecken.
Geschichte des Anbaus des Glücksbaums und seine Vorzeichen
Die erste botanische Beschreibung der Pflanze stammt von Carl von Linné aus dem Jahr 1767, der sich dabei auf die Arbeiten des italienischen Wissenschaftlers Domenico Vandelli stützte. Laut einer Beschreibung von Seeleuten wurde 1942 auf der Insel Teneriffa ein alter, hoher, exotischer Baum gesichtet. Er galt den Einheimischen als heilig und wurde als Gottheit verehrt. Bereits im 19. Jahrhundert begann man, die Dracaena in Innenräumen zu kultivieren, und seither ist sie bei Gärtnern sehr beliebt.
Um den Ursprung der Drachenbaum-Gattung ranken sich mehrere Legenden, die den Namen der Pflanze erklären. Einer Legende zufolge wuchs die erste Drachenbaum-Gattung aus Erde, die mit dem Blut eines Drachen und eines Elefanten während eines Kampfes getränkt war. In Lateinamerika ist sie als Glücksbaum bekannt, da eine Legende besagt, dass die Drachenbaum-Gattung einem jungen Liebespaar Glück und Freude brachte.
Man glaubt, dass dieser Baum Familienglück und Liebe in das Haus bringt, in dem er wächst. Daher ist er ideal für Singles, die sich ein glückliches Familienleben wünschen. Auch die Wachstumsgeschwindigkeit der Blätter soll Aufschluss über die Qualität einer romantischen Beziehung geben. Wachsen die Blätter stetig und schnell, bedeutet dies Frieden und Liebe in der Familie, während langsames Wachstum darauf hindeutet, dass die Beziehung noch etwas Arbeit benötigt.
Die duftende Drachenbaumart verdankt ihren Namen dem süßen Duft ihrer weißen Blüten. Laut Aberglauben verheißen die Blüten des Baumes finanziellen Erfolg oder beruflichen Aufstieg, doch blüht er in Innenräumen nur selten.
Merkmale der Art
Die Dracaena ist eine beliebte Zierpflanze aus der Familie der Spargelgewächse. In ihrem natürlichen Lebensraum erreicht der Strauch eine Höhe von bis zu 6 Metern, während er in Innenräumen selten mehr als 2 Meter hoch wird. Er besitzt einen dicken, aufrechten, verholzten, hellbraunen Stamm mit mehreren Verzweigungen. Der Stängel einer in Innenräumen gezogenen Pflanze ist jedoch recht instabil und benötigt zusätzliche Unterstützung.
Die gebogenen, glänzenden Blätter des Strauchs sind wechselständig in der Krone angeordnet und bilden eine Rosette. Die lanzettlichen, steifen Blätter können bis zu 60 cm lang werden, ihre Breite beträgt typischerweise 1–10 cm. Die Blätter können einfarbig grün oder zweifarbig sein. Zweifarbige Blätter weisen deutliche weiße, gelbe oder dunkelgrüne Längsstreifen auf. Mit zunehmendem Alter verliert der Strauch seine unteren Blätter, und sein Stamm wird kahl.
In freier Natur erfreut eine ausgewachsene Dracaena mit üppiger jährlicher Blütenpracht, doch erwarten Sie bei einer Zimmerpflanze keine weißen und grünen Blüten. Die Blüten des Strauchs verströmen einen angenehmen Duft, der an frisch gemähtes Gras erinnert – daher der Name. Aus der Blütezeit entwickeln sich kleine, runde, orangefarbene Früchte.
Besonderheiten beim Anbau des Glücksbaums zu Hause
Die Dracaena ist eine ideale Zierpflanze, die selbst von Gartenneulingen und Gelegenheits-Zimmerpflanzenliebhabern problemlos kultiviert werden kann. Trotz ihrer Pflegeleichtigkeit benötigt die Blume jedoch etwas Aufmerksamkeit. Wird sie vernachlässigt, entwickelt sie sich kaum zu einer gesunden und schönen Pflanze.
Beleuchtung
Die Pflanze bevorzugt helles Licht, gedeiht aber auch im Halbschatten. Wichtig zu wissen: Bunte Drachenbäume benötigen mehr Licht als einfarbige Arten. Bei der Standortwahl ist darauf zu achten, dass direkte Sonneneinstrahlung zu Blattverbrennungen führt. Wählen Sie daher einen hellen, aber nicht direkt besonnten Platz.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Dracaena, eine in den Tropen beheimatete Pflanze, gedeiht am besten in warmem, feuchtem Klima. Im Sommer bevorzugt sie Temperaturen zwischen 19 und 25 °C. Im Winter kann der Strauch in einem kühleren Raum gehalten werden, die Temperatur sollte jedoch nicht unter 10 °C fallen. Zugluft sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden.
Um Staunässe zu vermeiden, kann der Untersetzer mit einer Drainage, typischerweise Blähton oder Kieselsteinen, versehen werden. Staubbedeckte Blätter können nicht richtig atmen, daher empfehlen erfahrene Gärtner, den Staub regelmäßig mit einem leicht feuchten, weichen Tuch abzuwischen.
Bewässern, Düngen, Auflockern des Bodens
Der Baum bevorzugt mäßiges Gießen. Im Sommer reicht zweimal wöchentliches Gießen, im Winter kann man die Häufigkeit auf einmal alle 7 Tage reduzieren. Achten Sie jedoch darauf, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Normalerweise zeigt das Austrocknen der obersten 2–3 cm der Erde an, dass der Baum Wasser benötigt. Gießen Sie die Pflanze nur mit gut abgestandenem, zimmerwarmem Wasser.
Die oberste Bodenschicht, in der der Baum wächst, sollte regelmäßig aufgelockert werden. Dies verbessert die Bodendurchlüftung und reguliert die Bodenfeuchtigkeit, was dem Wurzelsystem zugutekommt.

Während der Wachstumsphase in den wärmeren Monaten benötigt der Baum alle zwei Wochen zusätzliche Düngung. Im Winter wächst die Pflanze langsamer, sodass eine Düngung nur alle 30 Tage ausreicht.
Zur Düngung empfiehlt sich die Verwendung von Mehrnährstoffdüngern für Palmen und Drachenbäume, die im Fachhandel erhältlich sind. Achten Sie darauf, Dünger mit einem hohen Phosphorgehalt zu vermeiden.
Beschneiden und Formen
Dracaena-Arten benötigen keinen zwingenden Rückschnitt. Das Kappen der Triebspitze dient dazu, ihre dekorative Wirkung zu erhalten. Mit zunehmendem Alter ähnelt die Pflanze nämlich einer Palme. Sie wächst in die Höhe, und der Stamm verliert nach und nach alte Blätter, die nicht mehr durch neue ersetzt werden. Ein kahler, blattloser Stamm beeinträchtigt das Erscheinungsbild der Blüten.

In diesem Fall wird die Spitze des Baumes mit 5–7 Blättern abgeschnitten, sodass nur noch 4 Blätter am Stamm verbleiben. Die Schnittstelle wird mit heißem Wachs behandelt und mit einer Plastiktüte abgedeckt. Die Hitze regt die Knospen zum Austreiben an und fördert das Wachstum zusätzlicher Seitentriebe. Sobald diese erscheinen, kann die Plastiktüte entfernt werden. Nach dieser Behandlung wird die Dracaena üppiger wachsen und einem Strauch ähneln.
Krankheiten, Schädlinge und Bekämpfungsmethoden
Falsche Pflanzenpflege kann zu verschiedenen Krankheiten führen. Beispielsweise bilden sich bei Verwendung von minderwertigem Wasser fleckige Stellen auf der Blattunterseite. Daher sollte man zum Gießen am besten nur abgestandenes oder gefiltertes, weiches Wasser verwenden.
Zu viel Bodenfeuchtigkeit führt zu Stängelfäule, Welke und dem Auftreten nasser, brauner Flecken auf den Blättern. Zu wenig Feuchtigkeit hingegen führt zu trockenen, braunen Flecken auf den Blattspreiten und deren Welke. Die einzige Lösung für dieses Problem ist eine optimierte Bewässerung.

Wird die Pflanze in einem kalten Raum aufbewahrt, werden ihre Blätter weich, rollen sich ein und verfärben sich an den Spitzen schwarz. Entfernen Sie in diesem Fall die betroffenen Blätter von Hand und stellen Sie den Baum an einen wärmeren Ort.
Dracaena kann von Spinnmilben, Blattläusen, Schildläusen und Thripsen befallen werden. Diese Schädlinge lassen sich durch die Behandlung des Strauchs mit Insektiziden bekämpfen. Geeignete Insektizide sind beispielsweise Fitoverm und Actellic.
Wie man Blumen zu Hause vermehrt und umpflanzt
Es wird empfohlen, die Pflanze im zeitigen Frühjahr umzutopfen. Junge Pflanzen sollten alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden, ausgewachsene Pflanzen hingegen erst, wenn ihr Wurzelsystem den Topf vollständig durchwurzelt hat. Ansonsten genügt es, die oberste Erdschicht auszutauschen.
Beim Umtopfen sollte der neue Topf 3–4 cm größer sein als der vorherige. Als Erde eignet sich eine Mischung aus Torf, grobem Sand, Kompost, Laubhumus und Rasenerde, jeweils zu gleichen Teilen. Alternativ können Sie auch fertige Palmenerde kaufen.

Phasen der Transplantation:
- Gieße heißes Wasser über den Topf.
- Legen Sie eine 3–4 cm dicke Drainageschicht auf den Boden des Topfes. Als Drainagematerial eignen sich Blähton, Kieselsteine oder feiner Schotter.
- Nehmen Sie die Blume aus dem alten Topf und überprüfen Sie die Wurzeln. Verfaulte Wurzeln sollten mit einer scharfen Klinge entfernt werden.
- Setzen Sie den Strauch zusammen mit dem alten Erdklumpen in einen neuen Topf.
- Füllen Sie die Hohlräume des Behälters mit zuvor vorbereiteter Erde.
- Den Boden leicht verdichten.
- Gieße die Pflanze großzügig.
Das Foto wird Ihnen helfen, die einzelnen Phasen der Strauchverpflanzung besser zu verstehen.

Dracaena wird typischerweise durch Stecklinge vermehrt, da die Samenbildung bei der Anzucht in Innenräumen praktisch unmöglich ist. Die beste und einfachste Zeit für die Vermehrung des Strauchs ist im Frühling oder Sommer.
Die Stecklinge werden von der abgeschnittenen Baumkrone oder von Stammstecklingen gewonnen. Sie können in Wasser mit Aktivkohle oder in einem Gemisch aus feuchtem Sand und Torf bewurzelt werden. Manche Gärtner behandeln die Schnittstelle mit Pflanzenhormonen, um die Bewurzelung zu beschleunigen. Die Stecklinge sollten mit einem Glasgefäß oder einer Plastiktüte abgedeckt werden, um gewächshausähnliche Bedingungen zu schaffen.

Der im Gewächshaus gehaltene Steckling bildet innerhalb eines Monats Wurzeln. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, kann er in endgültige Erde gepflanzt werden.
Häufig gestellte Fragen
Obwohl Drachenbäume anspruchslose Zimmerpflanzen sind, haben manche Gärtner dennoch Schwierigkeiten beim Anbau.
Der Glücksbaum ist ein immergrüner Strauch, dessen exotisches Aussehen jede Inneneinrichtung wunderbar ergänzt und schmückt. Er ist pflegeleicht und benötigt wenig Pflege.








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