Gummibaum: Pflege der Zimmerpflanze zu Hause

Blumen

Ficus-Pflanzen sind für ihre Vielfalt bekannt. Eine der interessantesten und beliebtesten Arten ist die Elastica, auch bekannt als Gummibaum, die aus Indien eingeführt wurde.

Diese Pflanze erfreut sich bei russischen Gärtnern seit vielen Jahren großer Beliebtheit, und das aus gutem Grund: Ihre glänzenden, fleischigen Blätter verschönern und erfrischen jeden Raum. Zudem ist der Gummibaum äußerst anspruchslos und gedeiht prächtig in Innenräumen, sodass seine Pflege selbst für Anfänger weder viel Zeit noch Mühe erfordert.

Merkmale der Kautschukpflanze und ihrer Artenvielfalt

Diese Ficusart unterscheidet sich in ihrem natürlichen Lebensraum deutlich von ihrer Zierform. Während der Baum in freier Natur bis zu 60 Meter hoch werden kann, erreicht er in Innenräumen selten mehr als zwei Meter.

Der Baum zeichnet sich durch seine ledrigen, fleischigen, ovalen Blätter mit einer deutlich hervortretenden Mittelrippe aus, die eine recht große Größe erreichen. Die spitz zulaufenden Blätter sind dunkelgrün oder panaschiert und wechselständig angeordnet.

Die jungen Blätter des Baumes sind bräunlich-rot, ebenso wie die gleichfarbigen Nebenblätter, die später abfallen. Der Baum zählt zu den Blütenpflanzen, blüht aber nur in freier Natur, da er ausschließlich von einer bestimmten Insektenart bestäubt wird. Aus der Blütezeit entwickeln sich kleine, ungenießbare Früchte, sogenannte Sykonien.

Es gibt verschiedene Ficus-Arten, von denen die folgenden am beliebtesten sind:

  1. Melanie. Eine synthetisch gezüchtete Sorte, die sich durch ihre Miniaturgröße und ihr dichtes Laub auszeichnet.

    Melanie
    Melanie
  2. Belize. Zu den Erkennungsmerkmalen gehören weiße und rosa Streifen entlang der Blattränder.

    Belize
    Belize
  3. Robusta. Ein hoher, verzweigter Baum mit dunkelgrünem Laub.

    Robusta
    Robusta

Die Feinheiten der häuslichen Pflege von Gummipflanzen

Der Ficus ist eine anspruchslose Pflanze, aber um einen gesunden und schönen Baum zu ziehen, müssen einige Pflegehinweise beachtet werden.

Beleuchtung

Der Baum gedeiht gut an hellem, gefiltertem Licht, verträgt aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Ficus kann auch im Halbschatten wachsen, jedoch deutlich langsamer, und die unteren Blätter werden schlaff und fallen schließlich ab.

Bitte beachten Sie!
Bunte Sorten benötigen intensiveres Licht, sonst verlieren ihre Blätter ihre dekorative Farbe.

Temperatur

Der Ficus ist eine wärmeliebende Pflanze, die Kälte und Zugluft schlecht verträgt. Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 18 und 25 °C. Im Winter, wenn die Luft durch Heizungsanlagen austrocknet, kann die Pflanze jedoch auch bei 15 °C gedeihen, sofern der Boden mit Schaumstoff isoliert ist.

Unterkunft

Der Baum verträgt weder häufige Umplatzierungen noch plötzliche Veränderungen der Umgebungsbedingungen. Berücksichtigen Sie dies daher bei der Standortwahl. Stellen Sie die Pflanze an einen hellen Ort, fern von Heizkörpern und Zugluft. West- und Ostfensterbänke eignen sich hervorragend für den Ficus.

Bewässerung und Besprühung

Gießen Sie die Pflanze erst, wenn die oberste Erdschicht vollständig ausgetrocknet ist. In der Regel reichen ein bis zwei Wassergaben pro Woche aus. Verwenden Sie gut abgestandenes, warmes Wasser.

Im Sommer sollten die Blätter des Baumes besprüht werden, um eine optimale Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Im Winter hingegen ist es ratsam, auf das Besprühen zu verzichten und die Blätter stattdessen mit einem feuchten, weichen Tuch oder Schwamm abzuwischen.

Düngemittel und Düngemittelarten

Die aktive Wachstumsperiode der Pflanze dauert von April bis Mai, und während dieser Zeit benötigt der Baum alle 14 Tage eine zusätzliche Düngung.

Ficus düngen
Ficus düngen

Ficus verträgt eine abwechselnde Düngung mit mineralischen und organischen Düngemitteln gut. Nitrophoska, in Wasser verdünnt, kann als mineralischer Dünger verwendet werden (1 Teelöffel pro Liter Wasser). Um dem Baum organische Substanz zuzuführen, düngen Sie den Boden mit einem Königskerzenaufguss. Dünger sollte immer auf vorgefeuchteter Erde ausgebracht werden. Achten Sie beim Düngen darauf, dass kein Dünger auf Blätter und Triebe gelangt.

Krankheiten, Schädlinge und Behandlungsmethoden

Der Feigenbaum (Ficus) ist eine recht robuste Pflanze und resistent gegen Krankheiten und Schädlinge. Unsachgemäße Pflege kann jedoch seine Abwehrkräfte schwächen.

Typischerweise reagiert eine Pflanze auf mangelnde Pflege mit Blattfall. Dies kann durch ungeeignete Raumtemperaturen, Zugluft, zu hohe Luftfeuchtigkeit oder unzureichende Nährstoffe oder Licht verursacht werden.

fallende Blätter
fallende Blätter

Zu viel Wasser verursacht braune Flecken auf den Blättern und Blattfall. In schlimmeren Fällen kann überschüssige Feuchtigkeit Wurzelfäule verursachen. Um dem entgegenzuwirken, topfen Sie die Pflanze um, entfernen Sie alle faulen Wurzeln und passen Sie den Gießrhythmus an.

Rote Flecken auf den Blättern deuten darauf hin, dass die Pflanze direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Stellen Sie den Baum einfach an einen Standort mit indirektem Licht, dann löst sich das Problem von selbst.

Verformte Blattränder deuten auf eine Beschädigung des Wurzelsystems beim Umtopfen hin. Gießen mit Kornevin-Lösung und Blattdüngung können das Problem beheben.

Das Auftreten silbriger Flecken auf den Blättern, die später braun werden, deutet auf einen Thripsbefall hin. Thripslarven leben in den Blättern des Baumes und ernähren sich von ihnen. Thripse lassen sich bekämpfen, indem man den oberirdischen Teil der Pflanze mit einer Aktara-Lösung behandelt und anschließend den Boden damit gießt. Diese Behandlung wird viermal im wöchentlichen Abstand wiederholt. Floristen empfehlen außerdem, alle Zimmerblumen zu behandeln, da Thripse durch die Luft übertragen werden.

Thrips
Thrips

Bei einem Spinnmilbenbefall bilden sich weiße Flecken und feine Gespinste auf den Blättern. Um die Spinnmilben zu bekämpfen, waschen Sie den Baum unter warmem Wasser ab und behandeln Sie ihn 3-4 Mal im Abstand von 10 Tagen mit Fitoverm.

Hygiene

Staub setzt sich oft auf den fleischigen Blättern der Pflanze ab, was ihr Aussehen deutlich beeinträchtigt. Gärtner empfehlen daher, den Ficus einmal im Monat unter warmem Wasser abzuduschen, nachdem die Erde mit einer Plastiktüte abgedeckt wurde.

Pflege eines Ficusbaums
Pflege eines Ficusbaums

Sobald sich der Staub gelegt hat, können die Blätter mit einem feuchten Schwamm oder einem weichen Tuch abgewischt werden. Auch das Abwischen der Blätter mit einem in alkoholfreiem Bier getränkten Tuch verleiht ihnen einen strahlenden Glanz.

Welche Art von Boden wird benötigt?

Der Baum bevorzugt fruchtbaren, durchlässigen Boden. Sie können die Erde selbst mischen oder eine fertige Ficus-Erde im Fachhandel kaufen. Alternativ können Sie auch handelsübliche Blumenerde mit Flusssand mischen.

Zur Vorbereitung des Bodens müssen Flusssand, Laub, Torf und Rasenerde im Verhältnis 1:1:1:1 gemischt werden.

Vermehrung und Umpflanzen von Blumen zu Hause

Am besten topft man die Pflanze in den wärmeren Monaten um; Frühling oder Frühsommer eignen sich dafür hervorragend. Junge Ficusbäume müssen jährlich umgetopft werden, ältere Exemplare hingegen nur alle paar Jahre, da sich die Erde im Topf mit der Zeit auslaugt. Der neue Topf sollte 5 cm größer im Durchmesser und 6 cm tiefer sein als der vorherige.

Phasen der Transplantation:

  1. Legen Sie eine 3–4 cm dicke Drainageschicht auf den Boden des Behälters. Als Drainagematerial eignen sich Ziegelbruch, kleiner Schotter oder Kieselsteine.
  2. Legen Sie eine Schicht Erde auf die Drainage.
  3. Nehmen Sie den Ficus vorsichtig aus dem alten Behälter, ohne die Wurzeln zu beschädigen, und setzen Sie ihn zusammen mit dem alten Erdklumpen in einen neuen Topf (Umtopfmethode).
  4. Füllen Sie den Topf mit neuer Erde auf, um alle Hohlräume zu füllen.
  5. Gieße die Pflanze.

Ficus schlägt in der Regel schnell Wurzeln in einem neuen Substrat, was sich durch sein aktives Wachstum bemerkbar macht.

Der Baum wird durch Stecklinge und Absenker vermehrt. Man glaubt zwar, dass sich die Blüte durch Blattstecklinge vermehren lässt, doch das ist ein Mythos; diese Vermehrungsmethode führt niemals zu neuen Trieben.

Die Vermehrung durch Stecklinge ist die gängigste Methode, da sie am zuverlässigsten und einfachsten ist. Ein 10–15 cm langer Steckling wird schräg vom Stängel oder der Spitze abgeschnitten, wobei ein Zentimeter bis zum nächsten Knoten stehen bleibt. Fast alle Blätter bis auf die beiden obersten werden entfernt.

Ficus-Stecklinge
Ficus-Stecklinge

Der Steckling sollte unter fließendem Wasser abgespült werden, bis der gesamte Milchsaft ausgetreten ist. Es empfiehlt sich, die restlichen Blätter des Stecklings zu einer Röhre zu rollen und zu fixieren, um die Wasserverdunstung zu verringern.

Stecklinge können entweder in Wasser oder in Erde bewurzelt werden, Gärtner empfehlen jedoch die Bewurzelung in Erde. Dazu stülpt man eine Plastiktüte über den oberirdischen Teil der Pflanze. Normalerweise bilden sich innerhalb von zwei bis fünf Wochen Wurzeln und neue Blätter.

Häufig gestellte Fragen zum Anbau

Ficus ist eine anspruchslose Pflanze, doch während ihrer Kultivierung tauchen immer wieder Fragen auf, insbesondere bei Gartenneulingen.

Das Blatt hat im Wasser Wurzeln geschlagen, aber im Boden nicht mehr weitergewachsen. Was soll ich tun?
Diese Ficusart vermehrt sich nicht über Blätter. Zwar können die Blätter in Wasser Wurzeln schlagen, doch das ist das Endergebnis; es bilden sich keine Triebe, egal wie gut die Pflege ist. Der Baum sollte durch Stecklinge oder Absenker vermehrt werden; nur so erhält man eine neue Pflanze.
Wie kann man das Breitenwachstum eines Ficus fördern?
Um das Wachstum von Seitentrieben anzuregen, genügt es, die Baumspitze regelmäßig mit einem scharfen, sterilen Messer abzuschneiden. Der frühe Frühling ist der ideale Zeitpunkt dafür, da dies das Wachstum aus den Seitentrieben und nicht aus der Spitze fördert. Sie können auch mehrere Pflanzen in einen Topf setzen und diesen an einen halbschattigen Platz stellen. Durch regelmäßiges Drehen der Pflanze verhindern Sie, dass die Triebe in eine Richtung wachsen, und sorgen so für einen üppigen, buschigen Wuchs.
Kann man die Luftwurzeln einfach entfernen?
Es ist nicht nötig, die Luftwurzeln der Pflanze zu entfernen. Zu lange Wurzeln, die das Aussehen beeinträchtigen, können einfach in die Erde eingegraben werden. Dadurch erhält der Ficus zusätzlich Nährstoffe. Das Entfernen der Luftwurzeln schwächt die Schutzfunktion der Pflanze.
Auf den Blättern erscheinen braune Flecken – was ist das?
Das Auftreten brauner Flecken deutet auf einen Thripsbefall hin. Braune Flecken können auch ein Anzeichen für Überwässerung sein; in diesem Fall treten die Flecken jedoch nur an den Blatträndern auf.

Ficus elastica ist eine Zierpflanze, die bei richtiger Pflege jeden Raum aufwertet, sei es eine Wohnung, ein Haus oder ein Büro.

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