Fuchsien zu Hause anbauen und pflegen

Fuchsie

Fuchsien auf der DatschaWer eine pflegeleichte Blume mit leuchtenden Blüten sucht, sollte Fuchsien in Betracht ziehen. Diese Pflanze gedeiht sowohl drinnen als auch draußen prächtig. Fuchsien blühen fast das ganze Jahr über mit großen, grammophonartigen Blüten. Die leuchtenden Farben ziehen alle Blicke auf sich und lassen garantiert niemanden kalt. Der Anbau dieser Pflanze ist recht einfach und bereitet auch einem Gartenneuling keine Schwierigkeiten.

Wie man die richtigen Setzlinge im Geschäft auswählt

Fuchsia ruht sich ausVor dem Kauf einer Pflanze ist es wichtig, ihren Zustand zu überprüfen. Eine gesunde Fuchsie hat eine dicht belaubte Krone mit mattgrünen Blättern. Am besten kauft man die Pflanze während der Knospenbildung oder in der Ruhephase. Eine blühende Fuchsie hält nicht lange; sie kann ihre Blüten abwerfen, während sie sich an ihren neuen Standort gewöhnt.

Beim Kauf von Jungpflanzen sollte das Wurzelsystem sorgfältig geprüft werden. Weiße, pilzfreie Wurzeln eignen sich zum Einpflanzen. Ist das Wurzelsystem bereits gewachsen, sollte es am Pflanztag auf 10 Zentimeter zurückgeschnitten werden.

Landung

Fuchsien pflanzenIm Freien werden die Sämlinge in den wärmeren Monaten verpflanzt. Dies kann im späten Frühjahr der Fall sein, wenn der Boden ausreichend erwärmt ist, um Frost zu vermeiden. Vor dem Einpflanzen werden die Sämlinge eine Stunde lang in einer Kaliumpermanganatlösung eingeweicht und anschließend in die Erdmischung gesetzt. Die Fuchsien gewöhnen sich schnell an ihre neue Umgebung und wachsen prächtig.

Aufmerksamkeit!

Um die aktive Wurzelbildung zu fördern, tauchen Sie die Blütenwurzeln für ein paar Stunden in eine wässrige Kornevin-Lösung.

Fuchsien gedeihen problemlos in durchlässigem, nicht saurem Boden. Geben Sie beim Pflanzen pro Quadratmeter Erde einen Eimer Torfmoos und Kompost hinzu. Lockern Sie die Erde gründlich auf, machen Sie ein Pflanzloch und setzen Sie die Wurzeln der Fuchsie hinein. Bedecken Sie sie mit Erde und gießen Sie anschließend mit warmem Wasser.

Pflege

FuchsienpflegeFür eine üppige Blüte im Frühling und Sommer benötigen Fuchsien die richtige Pflege. Dazu gehören die richtige Bewässerung und die Aufrechterhaltung der Luftfeuchtigkeit sowie die Wahl des passenden Standorts und der richtigen Temperatur.

Standort

Da Fuchsien wärmeliebende Pflanzen sind, bevorzugen sie gefiltertes Sonnenlicht. Sie können an einem Ostfenster platziert werden, sollten aber direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Im Freien gedeihen sie am besten an einem ebenen, hellen Standort oder im Halbschatten von Bäumen. Tiefer Schatten ist ungeeignet. Zu wenig Sonne führt zu schlechter Knospenbildung und verminderter Farbintensität der Blütenstände und Blätter.

Temperatur

Blühende FuchsienDie Blütezeit beginnt Mitte Mai und endet im Herbst. Während der Blütezeit sollte die Temperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius liegen. Dieser Bereich ist optimal für die Blütenbildung. Sobald die Pflanze in die Ruhephase eintritt (Mitte Oktober/November), kann sie in einen kühlen Raum mit einer Temperatur von 20–22 Grad Celsius gestellt werden.

Bewässerung

Fuchsien gießenGießen Sie die Pflanze während der Blütezeit mindestens einmal wöchentlich. Nach der Blütezeit reicht es, zweimal im Monat zu gießen. Bei heißem Wetter kann die Gießfrequenz auf alle drei bis vier Tage erhöht werden. Verwenden Sie zum Gießen kühles, abgestandenes Wasser. Fuchsien reagieren empfindlich auf Trockenheit und können bei unzureichender Bewässerung Knospen und Blätter abwerfen.

Luftfeuchtigkeit und Blumenbesprühung

Im Sommer, besonders an heißen Tagen, können Blätter und Stamm mit klarem Wasser aus einer Sprühflasche besprüht werden. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Knospen nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Luftbefeuchter werden mitunter eingesetzt, um die Luftfeuchtigkeit auf 60–80 % zu erhöhen und konstant zu halten. Dies schafft optimale Bedingungen für eine üppige Fuchsienblüte.

Überweisen

Fuchsien verpflanzenFuchsien können 8–10 Jahre alt werden, doch ältere Pflanzen (ab 5 Jahren) blühen mit der Zeit immer seltener. Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Pflanze umzutopfen. Ein Standortwechsel regt die Blüte an und verlängert die Lebensdauer. Umtopfen sollte etwa alle 4–5 Jahre erfolgen. Für Zimmerpflanzen empfiehlt sich ein größerer Topf, damit die Wurzeln ausreichend Platz zum Wachsen haben.

Topdressing

Fuchsien düngenDüngen sollte nur bei Bedarf erfolgen. Anzeichen dafür können eine plötzliche Vergilbung selbst neuer Blätter, langsames Triebwachstum oder ein anhaltendes Ausbleiben der Blüte sein. Beim Einpflanzen junger Sämlinge sollte zwei Wochen nach dem Pflanzen mit dem Düngen begonnen werden. Um eine schnelle Wurzelentwicklung und ein kräftiges Blattwachstum zu fördern, eignen sich Stickstoffdünger wie Ammoniumnitrat oder Harnstoff. Verdünnen Sie das jeweilige Produkt in 10 Litern Wasser und gießen Sie die Pflanze. Wiederholen Sie die Düngung nach zwei Wochen.

Um die Knospenbildung bei Zimmer- und Gartenpflanzen einzuleiten, düngen Sie sie mit Kaliumsulfat. Lösen Sie einen Teelöffel des Pulvers in 5 Litern Wasser auf und gießen Sie die Pflanzen direkt an die Wurzeln. Während der Blütezeit sind maximal 2–3 Anwendungen erforderlich.

 

Beschneiden und Stutzen

Fuchsien beschneiden und stutzenDer rechtzeitige Rückschnitt der Triebe ist für diese Blume besonders wichtig. Dieser Schnitt erfolgt während der Ruhephase der Fuchsie – vor und nach der Blüte. Seitentriebe werden vollständig entfernt und junge Zweige um die Hälfte ihrer Länge gekürzt. Die Schnittstellen müssen mit einer rosa Kaliumpermanganat- oder Wasserstoffperoxidlösung behandelt werden. Die Krone des Hauptstamms wird eingekürzt. So entsteht ein schöner Strauch mit einer ausladenden Krone. Die Entwicklung kann bis zu zwei bis drei Jahre dauern.

Fuchsien profitieren vom Rückschnitt, da er die Pflanze verjüngt und stärkt. Sie vertragen das Entfernen überschüssiger Triebe sehr gut, sind nicht gestresst und ihr Wachstum wird nach einem fachgerechten Rückschnitt merklich beschleunigt.

Wichtig!

Der Rückschnitt erfolgt mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer.

Winterpflege

Fuchsien im Winter lagernIn gemäßigten Klimazonen werden Fuchsien im Winter im Freien entweder ausgegraben oder der Boden um die Pflanzen herum mit Stroh oder Torf gemulcht und mit Agrofaser abgedeckt. Fuchsien gelten als frosthart, vertragen aber keine plötzlichen Temperaturschwankungen.

Nach dem Winter, wenn der Schnee schmilzt und die Temperatur auf 15 Grad Celsius steigt, wird die Abdeckung entfernt. Sollten an den Sträuchern vertrocknete, über den Winter erfrorene Triebe erscheinen, werden diese abgeschnitten. Nach einiger Zeit treiben die Fuchsien wieder aus und bald darauf bilden sich Knospen.

Reproduktion

Die Blume vermehrt sich leicht; junge Triebe wurzeln gut in neuer Erde und blühen sofort. Die Vermehrungsmethoden sind vielfältig und umfassen Stecklinge, Blätter und Samen.

 

 

Vermehrung durch Stecklinge

FuchsienstecklingeDie gängigste Vermehrungsmethode wird von Gärtnern häufig zur Anlage großer Blumenbeete genutzt. Im Herbst, nach der Blüte, wird ein ausgewachsener, zwei- bis dreijähriger Strauch ausgegraben. Das Rhizom wird von Erde befreit und einige Stunden in Wasser eingeweicht. Neue, junge Triebe mit Wurzeln werden vom Mutterstrauch getrennt. Der Trieb wird einige Tage in Wasser gestellt, bis er Wurzeln schlägt, und dann umgetopft. Man kann die Pflanze zunächst in einem Torfquelltopf vorziehen und sie dann, sobald sie angewachsen ist, in Blumenerde umpflanzen.

Herbsternte der Stecklinge

WurzelfuchsiaDiese Methode dient der Überwinterung von Sämlingen. Nach der Überwinterung werden die Pflanzen ins Freiland verpflanzt. Ein 15–20 cm langer Steckling wird von der Mutterpflanze abgetrennt und direkt in fruchtbare Erde gepflanzt. Der Sämling wird im Keller oder Untergeschoss gelagert. Im Frühjahr wird der Steckling ausgegraben und in Wasser gestellt, damit er Wurzeln schlägt. Nach 2–3 Wochen ist er bereit zum Auspflanzen ins Freiland.

Vermehrung durch Blätter

Die Bewurzelung von Blättern geht schnell, sodass Sie rasch eine ausgewachsene Pflanze ziehen können. Schneiden Sie ein junges, gesundes Blatt von der Blüte ab und stellen Sie es in ein Gefäß mit Wasser. Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln. Sobald diese 5 Zentimeter lang sind, können Sie das Blatt in einen Topf mit Erde umpflanzen und als eigenständige Pflanze weiterziehen.

Vermehrung durch Samen

Vermehrung von Fuchsien durch SamenDiese Methode ist recht selten, da die Keimrate gering ist. Pflanzmaterial ist in großen Blumenläden und Gartencentern erhältlich. Ihr Hauptvorteil liegt im niedrigen Preis. Die Keimung dauert mehrere Jahre. Die Samen werden einige Stunden in einem Wachstumsstimulator eingeweicht. Anschließend werden sie unter Wasser abgespült und in ein Substrat aus Sand und Torf gesät. Das Gefäß wird mit Glas oder Plastikfolie abgedeckt, und man wartet, bis die Samen keimen. Nach 10–14 Tagen sprießen die Jungpflanzen und können innerhalb von zwei Wochen umgepflanzt werden. Die Sämlinge können ins Freiland gepflanzt werden, sobald sie eine Höhe von 10–15 Zentimetern erreicht haben.

Krankheiten

Fuchsia ist krankFäulnis ist eine der häufigsten Krankheiten. Sie entsteht durch falsche Bewässerung und Staunässe. Besonders abends begünstigt übermäßige Blattnässe die Krankheit. Dadurch bildet sich ein weißer Belag auf den Blättern, die schließlich zu welken beginnen. Nach und nach breitet sich die Fäulnis auf den gesamten Strauch und den Boden aus.

Um Infektionen vorzubeugen, muss der Boden vor dem Pflanzen auf 80–90 °C erwärmt und mit einer 2%igen Kupfersulfatlösung behandelt werden. Nach dem Pflanzen, im späten Frühjahr, sollten vorbeugende Maßnahmen durchgeführt werden: Der Boden und die Triebe werden mit Bordeauxbrühe gegossen. Die Behandlung wird nach zwei Wochen wiederholt.

Bei einer Infektion die befallenen Triebe oder Blätter sofort vom gesunden Teil der Pflanze abschneiden. Die Pflanze ausgraben und den Zustand der Wurzeln prüfen. Weisen diese einen weißen Belag auf, die befallenen Wurzeln abschneiden, eine Stunde lang in einer verdünnten Fitosporin-Lösung einweichen und anschließend in gesunde, vorbehandelte Erde pflanzen.

Schädlinge und wie man sie bekämpft

Spinnmilben auf FuchsienSchädlinge treten bei Zimmerpflanzen selten auf. Kriebelmücken können aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit ein Problem darstellen. Ein Aufguss aus Zwiebelschalen gilt als bewährtes Mittel gegen Trauermücken. Die Schalen von 3–4 Zwiebeln werden 3 Tage lang in 2 Litern Wasser eingeweicht. Anschließend wird die Mischung abgeseiht und auf die Pflanze gesprüht. Die Trauermücken vertragen den Zwiebelgeruch nicht und verschwinden.

Werden Fuchsien im Garten angebaut, steigt das Schädlingsrisiko deutlich. Die Blumen können von Spinnen, Raupen, Nematoden, Weißen Fliegen und Milben befallen werden. Zur Bekämpfung dieser Insekten werden spezielle Insektizide eingesetzt. Diese sind für die Schädlinge tödlich. Das Insektizid wird gemäß den Herstellerangaben auf der Verpackung in einem vorgeschriebenen Verhältnis verdünnt.

Wichtig!

Beim Umgang mit Insektiziden Handschuhe tragen. Die Substanz kann Giftstoffe enthalten und bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten allergische Reaktionen hervorrufen.

Ein beliebtes Insektenschutzmittel ist eine Mischung aus Waschmittel und Borsäure. Geben Sie 40–50 Gramm geriebenes Waschmittel und einen Esslöffel Borsäure in einen Eimer Wasser. Bestreichen Sie Blätter und Stängel morgens mit der Mischung. Wiederholen Sie die Behandlung nach zwei Wochen. Der optimale Zeitpunkt dafür ist Mitte bis Ende Frühling.

Fuchsien eignen sich hervorragend zur Verschönerung von Gärten oder Datschen. Auch auf der Fensterbank machen sie eine gute Figur. Ihre leuchtenden Farben und die üppige Blütenpracht werden Sie Jahr für Jahr erfreuen, und die Pflege ist minimal.

Fuchsien auf der Datscha
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