Ein Gewächshaus wiegt um ein Vielfaches weniger als ein Haus. Daher ist seine Konstruktion sehr leicht, und in vielen Fällen muss das Fundament verstärkt werden. Dies geschieht durch den Bau eines Fundaments. Wie wird es richtig gebaut? Welchen Fundamenttyp sollte man beim Bau eines Gewächshauses wählen?
Wozu dient es?
Ein Fundament während des Baus gewährleistet die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Stabilität des Gewächshauses. Da ein Gewächshaus eine Leichtbaukonstruktion ist, gilt es als temporär. Ist ein Fundament für ein Gewächshaus notwendig?
- Es trägt dazu bei, dass das Gewächshausgerüst auch bei starkem Wind, Regen und anderen widrigen Wetterbedingungen an Ort und Stelle bleibt.
- Die Materialien, aus denen das Gewächshaus besteht, sind vollständig vor negativen Umwelteinflüssen geschützt.
- Es verbessert die Wärmedämmeigenschaften des Gewächshauses. Gewächshäuser, die damit ausgestattet sind, halten die Wärme 15 Prozent länger als solche ohne.
- Bietet zuverlässigen Schutz vor Nebel und kalten Luftströmungen.
- Direkt beteiligt am Schutz der Pflanzen und der Gewächshauskonstruktion selbst vor Schädlingen.
- Es wird nun deutlich, dass jede Gewächshauskonstruktion langlebig und witterungsbeständig sein und den Konstruktionsvorgaben entsprechen muss.
- Dadurch wird die Konstruktion stabiler. Das ist besonders im Spätwinter wichtig, wenn der Schnee schwer wird und Schmelzwasser das Gewächshaus beschädigen kann. Das nennen wir Zuverlässigkeit.
- Wer beim Aufbau des Gewächshauses an Baumaterialien spart und improvisierte, minderwertige Werkzeuge verwendet, riskiert, dass das Fundament schnell unbrauchbar wird. Die Folge: ein kaputtes Gewächshaus.
- Es muss hinsichtlich Größe, Form und Material zum Gewächshausaufbau passen. Bei erheblichen Materialunterschieden verzieht sich die Konstruktion und bricht schließlich vollständig zusammen.
Fundamentarten
Das Fundament ist die Grundlage jeder Konstruktion. Seine Wahl hängt vom Baumaterial des Gewächshauses ab. Polycarbonat beispielsweise ist ein leichter Baustoff und erfordert für seine Montage weniger starre Materialien als Glas.
Das Fundament kann verschiedener Art sein:
- Aus Holzbalken gefertigt.
- Auf einem Sockel aus Beton und Ziegeln.
- Beton, Streifen.
- Basierend auf Blöcken.
- In Form einer säulenförmigen Basis.
- Monolithische Platte.
Das könnte Sie auch interessieren:Aus Holzbalken gefertigt
Dieses Baumaterial eignet sich für die Errichtung des Fundaments eines Gewächshauses, das nur im Sommer genutzt wird. Um seine Langlebigkeit zu gewährleisten, sollten Sie einige einfache Regeln beachten:
- Vor der Verwendung der Balken diese sorgfältig prüfen;
- Sie müssen einen trockenen, sauberen Baum auswählen, der nicht von Insekten oder Nagetieren beschädigt und frei von Fäulnis ist;
- Bevor Sie mit dem Bau des Fundaments beginnen, behandeln Sie die Balken mit Schutzmitteln.
Ein Holzfundament ist leicht und ein kostengünstiger Baustoff. Fensterrahmen können mit diesem Fundamenttyp verwendet werden, jedoch nur nach sorgfältiger Behandlung. Holz hat einen entscheidenden Nachteil: Seine Lebensdauer ist bei Einwirkung widriger Umwelteinflüsse begrenzt. Verschiedene Holzschutzmittel können seine Lebensdauer verlängern.
Auf einem Sockel aus Betonziegeln
Es eignet sich für Gewächshäuser, die vom Frühjahr bis zum Spätherbst betrieben werden. Diese Fundamentart ist leicht und einfach zu errichten. Ein Fundament aus Beton und Ziegeln hält erhöhten Belastungen und Verformungen gut stand. Es eignet sich auch für den Bau einer beheizten Winterversion.
Zu den Nachteilen zählt die Neigung zur Feuchtigkeitsansammlung. Ziegelsteine verschleißen schnell. In kälteren Klimazonen ist eine zusätzliche Dämmung erforderlich.
Beton, Streifen
Ein Streifenfundament aus Beton kann ein Ziegelfundament ersetzen. Es eignet sich besonders für die Errichtung von Gewächshäusern, die im Winter betrieben werden. Ein Streifenfundament bietet im Vergleich zu Ziegeln eine höhere Stabilität, ist zudem einfach zu bauen und kann selbstständig errichtet werden.
Die Vorteile dieser Fundamentart liegen in ihrer Langlebigkeit sowie ihrer Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und anderen schädlichen Witterungsbedingungen.
Zu den negativen Eigenschaften zählen die mangelhafte Wärmedämmung und das hohe Gewicht. Die Produktionskosten werden recht hoch sein.
Auf Blockbasis
Diese Fundamentart eignet sich für Bauvorhaben in Gebieten mit sehr feuchtem Boden. Allerdings ist für den Bau zusätzliches Spezialgerät erforderlich. Zu ihren Vorteilen zählen die einfache Konstruktion und die geringen Kosten. Sie ist zudem relativ unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und Umwelteinflüssen.
Zu den Nachteilen gehört die sehr schlechte Wärmedämmung. Es ist anfällig für mechanische Beschädigungen und verschleißt schnell.
Säulenfundament
Diese Fundamentart ist einfach und kostengünstig zu errichten. Die Pfosten werden 750–850 Millimeter tief in den Boden geschraubt. Bei kleinen Gewächshäusern ist ein vollständiges Eingraben nicht notwendig. Ein Abstand von 1,5–2 Metern zwischen den Pfosten ist empfehlenswert.
Die Hauptvorteile sind Zuverlässigkeit, Stabilität und Langlebigkeit. Sie sind kostengünstig. Der Nachteil besteht darin, dass die Installation zusätzlichen Aufwand erfordert. Dazu gehört die Montage eines stabilen Rahmens, und die Basis benötigt zusätzliche Dämmung.
Monolithische Platte
Bei niedrigem Grundwasserspiegel oder instabilem Boden ist eine monolithische Plattenfundamentierung die beste Wahl. Es gibt zwei Arten von Platten:
- Es schwimmt. Das heißt, der Betonsockel befindet sich auf dem darüber liegenden Boden.
- Eine Platte mit starren Rippen. Es handelt sich um eine Verbundkonstruktion aus Betonstreifen, an denen nur oben eine monolithische Platte befestigt ist.
Ein monolithisches Fundament bietet zahlreiche Vorteile, darunter Langlebigkeit und Stabilität. Auch die Gewächshauskonstruktion ist fest verankert, sodass sie auf jedem Bodentyp errichtet werden kann. Der Innenraum ist vollständig vor Witterungseinflüssen geschützt.
Der Bau eines solchen Fundaments ist recht kostspielig. Nach der Installation ist eine zusätzliche Dämmung erforderlich. Um das Pflanzenwachstum zu gewährleisten, sollte beim Bau eines monolithischen Fundaments unbedingt ein Drainagesystem eingeplant werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Welches Fundament sollte ich für ein Gewächshaus wählen?
Das Abdeckmaterial für Ihr Gewächshaus – beispielsweise Polycarbonat, Glas oder Polyethylenfolie – ist unerheblich; das Fundament kann beliebig sein. Wichtig ist, sowohl die Konstruktion als auch die Bodenqualität zu berücksichtigen. Am besten lassen Sie eine Bodenuntersuchung durchführen. So lässt sich die Bodenqualität auf Ihrem Grundstück bestimmen. Vergessen Sie dabei auch nicht Ihre Klimazone.
Für den Bau von permanenten Gewächshäusern, die ganzjährig genutzt werden sollen, ist ein Streifenfundament aus Beton eine hervorragende Option. Es eignet sich für alle Arten von Gewächshauskonstruktionen. Wenn Sie hingegen eine temporäre Konstruktion auf Ihrem Grundstück errichten, die nur im Sommer genutzt wird, ist ein Pfahlfundament eine sichere Wahl.
Fundament für eine Polycarbonat-Struktur
Eine Gewächshauskonstruktion aus Polycarbonat ist leicht, aber um ihre Lebensdauer zu verlängern, sollte sie am besten auf einem Fundament errichtet werden. Zur Auswahl des optimalen Fundamenttyps für Polycarbonat-Gewächshaus Es lohnt sich, Folgendes zu bedenken:
- Welche Abmessungen hat die Gewächshauskonstruktion? Die Stabilität des Fundaments hängt von der Fläche der Konstruktion ab.
- Welche Bodeneigenschaften weist Ihr Grundstück auf? Zu berücksichtigen sind unter anderem die Tiefe, bis zu der der Boden gefriert, das Vorhandensein von Grundwasser und die Bodenart.
Aus diesem Artikel lässt sich schließen, dass das Fundament eine solide Stütze sein muss, die die Pflanzen vor widrigen Einflüssen schützt. Es muss außerdem folgende Eigenschaften aufweisen:
- beständig gegenüber verschiedenen Naturphänomenen;
- haben eine erhöhte Festigkeit und bieten eine hochwertige Unterstützung für das gesamte Tragwerk der Konstruktion;
- den Parametern der Gewächshausstruktur entsprechen.
Im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, ist eine stabile Gewächshauskonstruktion unerlässlich, die der Schneeschmelze und dem Schmelzwasser standhält. Ein mangelhaft konstruiertes Fundament kann schwerwiegende Folgen haben. Wichtig ist auch, dass Gewächshaus und Fundament die gleichen Abmessungen haben – dies beeinflusst die Stabilität der Konstruktion. Ein stabiles Gewächshaus sieht zudem viel ansprechender und schöner aus.
Ein solides Fundament schützt nicht nur die Gesamtkonstruktion, sondern auch die Pflanzen. Es schafft zudem ein Mikroklima im Inneren, das sich positiv auf das Pflanzenwachstum auswirkt.
Unabhängig von der gewählten Fundamentart und den Baumaterialien für Ihr Gewächshaus besteht der Hauptzweck der gesamten Konstruktion darin, die Pflanzen vollständig vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Das Gewächshaus muss optimale Bedingungen für das gesunde Wachstum der Pflanzen bieten, damit Sie am Ende der Gartensaison mit einer reichen Ernte belohnt werden.
Nun können Sie selbst eine Schlussfolgerung ziehen: „Wo ist es besser, ein Gewächshaus zu errichten: auf einem Fundament oder im Boden?“
