Gardenie jasminoides – Pflegehinweise für die Zimmerpflanze zu Hause

Blumen

Gardenia jasminoides gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Unter den Zimmerpflanzen besticht diese Pflanze sowohl durch ihr dekoratives Laub als auch durch ihre üppige, wunderschöne Blütenpracht. Der kompakte Strauch besteht aus zahlreichen glänzenden, dunkelgrünen Blättern und erfreut während der Blütezeit mit üppigen, cremefarbenen oder weißen Knospen.

Diese Pflanze wurde erstmals 1761 beschrieben und ihr Name von G. Ehret vorgeschlagen, der die Ähnlichkeit ihres Duftes mit Jasmin bemerkte. Sie wird manchmal auch Gardenia augusta genannt, was heute als gebräuchlicher Name gilt. In freier Natur kommt die Blume in Südchina, Indien, Japan und Vietnam vor.

Gardenia jasminoides benötigt vom Gärtner einiges an Aufmerksamkeit und sorgfältige Pflege zu Hause, da die Wachstumsbedingungen der Blume so nah wie möglich an ihrem natürlichen Lebensraum liegen müssen, was in modernen Wohnungen nicht einfach zu realisieren ist.

Beschreibung und Vorteile der Jasmin-Gardenie für den Innenbereich

In freier Natur können Jasmin-Gardenien eine Höhe von zwei Metern erreichen. Zimmerpflanzen bleiben kompakt, die Sträucher werden maximal etwa 50 cm hoch. In wärmeren Klimazonen kultivieren manche Gardenienliebhaber sie im Freien, doch diese wärmeliebende Pflanze gedeiht am besten im Haus.

Auf dem Foto kann man erkennen, dass die Gardenie einem kleinen Busch ähnelt, der dicht mit dunkelgrünem Laub bedeckt ist.

Gardenie
Während der Blütezeit erblühen üppige weiße Blüten mit einem angenehmen Jasminduft vor einem grünen Hintergrund. Die Blume besticht zudem durch ihre lange Blütezeit, die vom Hochsommer bis Oktober andauert.

Gardenien mit ihren schneeweißen Knospen gelten als Familienpflanzen und bringen Frieden, Glück und eine behagliche Atmosphäre ins Haus. Feng Shui lehrt, dass die Blume nicht nur die Luft reinigt, sondern auch die Energie des Hauses positiv beeinflusst. Dies soll dazu beitragen, dass Familienmitglieder weniger streiten und Schwierigkeiten gemeinsam überwinden. Hausfrauen stellen gerne einen Topf Gardenien in die Küche, da man ihnen nachsagt, die Kochkünste zu verbessern.

Es ist recht schwierig, die Pflanze zum Blühen zu bringen. Doch wenn sie mit üppiger Blütenpracht erfreut, ist dies ein sicheres Zeichen für wundersame Veränderungen im Leben ihres Besitzers. Man sagt, dass ein Blumentopf in einer Gardenie nicht nur in der Küche, sondern auch im Kinderzimmer wohltuend ist. Die Blume hilft dem Kind, Schwierigkeiten zu bewältigen und schützt vor negativer Energie. Manche glauben sogar, dass eine Gardenie die Bewohner vor dem bösen Blick bewahren kann.

Wie man Jasmin-Gardenien zu Hause pflegt

Die Anzucht und Blüte einer Gardenie in Innenräumen ist recht anspruchsvoll, da sie ein spezifisches und konstantes Mikroklima benötigt. Schon die geringste Abweichung von der Pflege kann zu Blattfall, Vergilbung und Verblassen der Blüten führen.

Beleuchtung

Gleichbleibende Bedingungen sind beim Anbau unerlässlich, da plötzliche Temperatur- oder Lichtveränderungen zum Abfallen der Knospen führen. Die Pflanze sollte immer am selben Standort stehen; das Umstellen oder Drehen des Topfes ist verboten.

Beratung!
Ein nach Süden oder Südwesten ausgerichtetes Fensterbrett wäre ein guter Standort. Denken Sie nur daran, im Sommer für Schatten vor der sengenden Sonne zu sorgen.
Sie können den Pflanzkübel auf einer Loggia oder einem offenen Balkon aufstellen. Mit abnehmenden Tageslichtstunden ist zusätzliche Beleuchtung erforderlich. Am häufigsten werden hierfür LED- oder Leuchtstoffröhren für Pflanzen verwendet.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die Temperaturkontrolle ist für Gardenien (Gardenia jasminoides) entscheidend, da selbst geringe Abweichungen ihr schaden können. Während der Wachstumsphase sollte die Raumtemperatur zwischen 22 und 24 °C liegen. Steht der Topf im Freien, sollte er vor der Blütephase ins Haus geholt und die gewünschte Temperatur konstant gehalten werden.

Mit Beginn des Winters beginnt die Blume, Blütenknospen zu bilden, daher sollte die Temperatur auf 16-18˚C gesenkt werden.

Pflege
Bei erhöhten Lufttemperaturen während dieser Periode beginnt die Pflanze aktiv grüne Masse zu bilden.

Pflanzen aus subtropischen Klimazonen benötigen feuchte Luft. Zur Pflege gehört regelmäßiges Besprühen der Blätter, wobei Knospen und geöffnete Blüten nicht benetzt werden sollten. Sie können einen Luftbefeuchter verwenden oder Wasserbehälter neben den Topf stellen. Auch ein Tablett mit feuchten Steinen, auf dem der Topf steht, erhöht die Luftfeuchtigkeit.

Bewässerung und Düngung

Der Boden sollte regelmäßig mit zimmerwarmem Wasser befeuchtet werden. Im Sommer sollte er stets leicht feucht gehalten werden, im Winter hingegen einige Zentimeter antrocknen dürfen. Verwenden Sie zum Gießen und Besprühen weiches Wasser, um Flecken auf den Blättern und die Ansammlung schädlicher Salze im Boden zu vermeiden.

Notiz!
Erfahrene Gärtner empfehlen, alle zwei Wochen ein paar Tropfen Zitronensaft ins Gießwasser zu geben. Es ist außerdem vorteilhaft, die Pflanze mit torfhaltigem Wasser zu gießen. Dazu wickelt man den Torf in ein Stück Gaze und stellt ihn in ein Gefäß mit Wasser. Der Torf sollte regelmäßig ausgetauscht werden.

Gardenien reagieren gut auf Düngung. Am häufigsten werden sie mit mineralischen Blühpflanzendüngern versorgt. Diese Nährstoffe sollten während der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) in den Boden eingearbeitet werden. Es ist hilfreich, mehrmals pro Saison Eisenchelat zu geben und es auch dem Sprühdünger beizufügen. Der Dünger sollte kein Magnesium oder Kalzium enthalten, da diese Elemente den Boden für das weitere Wachstum der Gardenie ungeeignet machen.

Krankheiten und Schädlinge

Empfindliche Pflanzen werden häufig von Spinnmilben, Blattläusen, Schildläusen und Thripsen befallen. Befallene Blüten verlangsamen oder stellen ihr Wachstum ein, und das Laub vergilbt. Befallene Blätter und Knospen fallen oft ab. Die Behandlung sollte unmittelbar nach Feststellung des Schädlingsbefalls beginnen.

Thrips
Thrips

Bei einem Befall der oberirdischen Pflanzenteile mit Thripsen entfernen Sie diese zunächst mit einem in Alkohol getauchten Wattestäbchen von den Blüten. Waschen Sie anschließend die Blätter mit warmem Seifenwasser, bevor Sie sie mit einem Insektizid behandeln. Ähnliche Insektizide (z. B. Inta-Vir, Fitoverm, Decis) sind auch gegen andere Schädlinge wirksam. Bei starkem Befall wiederholen Sie die Behandlung 3- bis 4-mal im Abstand von 7 bis 10 Tagen.

Chlorose
Chlorose

Die häufigste Krankheit von Jasmin-Gardenien ist Chlorose. Sie wird durch zu hartes und kalkhaltiges Wasser verursacht. Bei Chlorose verfärben sich die Blätter, insbesondere die jungen, gelblich, während die Blattadern grün bleiben. Zur Behandlung sollte die Pflanze mit Eisenchelat gegossen und ausschließlich weiches, kalkfreies Wasser verwendet werden.

Grundierung

Für Gardenien (Gardenia jasminoides) benötigt man einen sauren Boden. Ein Substrat, das für den Anbau von Azaleen geeignet ist, genügt.

Sie können Ihre eigene ideale Erdmischung aus folgenden Komponenten herstellen:

  • Rasenboden;
  • Hochmoortorf (rot);
  • Nadelwaldboden;
  • Laubboden;
  • grober Sand.
Boden
Blähton, der zuvor in Wasser gekocht wurde, kann als Drainagematerial verwendet werden.

Dieses Verfahren wird durchgeführt, um für die Pflanze schädliche Salze aus ihren Poren zu entfernen.

Hygiene

Die richtige Pflege ist für Gardenien unerlässlich, da sie anfällig für verschiedene Krankheiten sind. Entfernen Sie verwelkte Knospen und trockene Blätter umgehend und besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit warmem Wasser. Wischen Sie die Blätter zusätzlich zum Besprühen regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab, um Staub zu entfernen.

Wichtig!
Nach dem Gießen sollte überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer abgelassen werden, da dies zu Wurzelerkrankungen führen kann.

Wie man Gardenia Augusta vermehrt und umpflanzt

Wie alle Zimmerpflanzen benötigen auch Gardenien regelmäßig neue Erde und einen neuen Topf. Dabei ist zu beachten, dass die Pflanze genauso anspruchsvoll in Bezug auf die Bodenbeschaffenheit ist wie in Bezug auf die allgemeine Pflege.

Überweisen

Junge Gardenien werden in den ersten Jahren jedes Frühjahr umgetopft. Sind sie gut angewachsen, empfiehlt sich ein Umtopfen alle zwei Jahre. Beim Umtopfen ausgewachsener Pflanzen ist ein teilweiser Wurzelschnitt erforderlich. Dieser erfolgt am besten im Frühjahr oder nach der Blüte.

Der Ablauf der Transplantation ist wie folgt:

  1. Die Jasmin-Gardenie wird vorsichtig aus dem Topf genommen, das Wurzelsystem wird sorgfältig untersucht und beschädigte oder trockene Wurzeln werden abgeschnitten.

    Untersuchung des Wurzelsystems
    Untersuchung des Wurzelsystems
  2. Setzen Sie die Blume in die Mitte eines neuen Topfes, der zuvor mit einer Schicht hochwertigem Drainagematerial gefüllt wurde, und füllen Sie die Zwischenräume mit Blumenerde auf. Die Blumenerde sollte aus Torf, Rasensoden, Kiefernnadeln und Sand bestehen.
  3. Der Behälter mit der Blume wird geschüttelt, um die Erde gleichmäßig zu verteilen. Anschließend wird Erde hinzugefügt, leicht angedrückt und gegossen.

Nach dem Umtopfen wird der Topf an seinen endgültigen Standort gestellt und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Dieser Vorgang ist für die Pflanze mit einigem Stress verbunden, daher ist es normal, wenn Blätter abfallen. Die Eingewöhnungszeit nach dem Umtopfen beträgt drei Wochen.

Reproduktion

Die Pflanze lässt sich auf zwei Arten vermehren: vegetativ und durch Aussaat. Beide Methoden sind jedoch recht schwierig, da die Pflanze nur schwer Wurzeln schlägt. Bei der Auswahl des Saatguts ist es wichtig, auf dessen Frische zu achten. Sie können Samen im Blumenladen kaufen oder selbst sammeln. Beim Umgang mit den Samen ist Vorsicht geboten, da sie giftig sind. Die Aussaatmethode eignet sich eher für erfahrene Gärtner, da sie gewisse Fertigkeiten erfordert.

Stecklinge sind viel beliebter. Um Gardenien mithilfe von Stecklingen zu vermehren, müssen Sie sich mit dem Verfahren vertraut machen:

  • Gesunde Stecklinge werden von der Spitze des Strauchs geschnitten; ihre Länge sollte etwa 10 cm betragen.

    Gardenienstecklinge
    Gardenienstecklinge
  • Torf und Flusssand werden im gleichen Verhältnis in einen Behälter mit Abflusslöchern gefüllt;
  • Die Stecklinge werden in eine schwache Kaliumpermanganatlösung gelegt, anschließend wird die Schnittstelle mit einem Wachstumsstimulator behandelt;
  • Die Stecklinge tiefer in die Erdmischung einbetten und mit Glas oder Polyethylen isolieren;

    Isolierung von Stecklingen
    Isolierung von Stecklingen
  • Der Behälter wird an einen warmen Ort mit einer Temperatur von etwa 25˚C gebracht.

Das Pflanzmaterial sollte täglich gelüftet und der Boden mäßig feucht gehalten werden.

Häufig gestellte Fragen zum Anbau

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten beim Umgang mit der Pflanze getroffen werden?
Gardenienjasmin sind giftig, daher sollte der Topf am besten außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufgestellt werden. Beim Umgang mit der Pflanze (Einpflanzen, Schneiden, Vermehren) ist äußerste Vorsicht geboten; es empfiehlt sich, Gummihandschuhe zu tragen.
Warum verliert die Pflanze ihre Knospen?
Bei richtiger Pflege kann Knospenfall durch unzureichendes Licht oder das Drehen des Topfes verursacht werden. Auch plötzliche Temperaturschwankungen und extreme Hitze können zum Abfallen der Knospen führen. Während der Knospenbildung ist es wichtig, Zugluft zu vermeiden und mäßig zu gießen.
Warum werden Blätter schwarz?
Schwarzfärbung der Blätter kann durch Überdüngung, Staunässe im Topf oder Schädlinge verursacht werden. Auch Virus- oder Bakterieninfektionen können zu einer Schwarzfärbung führen. Schwarze Flecken auf den Blattspreiten können auf eine Pilzerkrankung hinweisen, die mit Fungiziden behandelt werden kann.

Gardenia jasminoides ist eine recht anspruchsvolle und pflegeintensive Blume. Doch mit der richtigen Pflege können ihre Blütenknospen selbst die bekannten Rosen in den Schatten stellen. Dank der langen Blütezeit kann man die zarten Blüten, die den süßen Jasminduft verströmen, lange bewundern.

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