
Dahlien sind wärmeliebende Blumen; ihre Knollen sind frostempfindlich und vertragen kalten Boden nicht. Daher werden sie erst gepflanzt, wenn der Boden bereits gut erwärmt ist. Dies ist üblicherweise Ende Mai oder Anfang Juni der Fall. In südlicheren Regionen ist der ideale Zeitpunkt etwa einen Monat früher. Dahlien werden jedoch ausschließlich im Frühjahr gepflanzt. Im Herbst werden die Knollen nicht im Boden belassen oder für den Winter umgepflanzt. Die Blütezeit beträgt etwa 60 Tage. Bis zum ersten Frost erfreut die Pflanze mit ihren farbenfrohen Knospen.
Auswahl eines Standorts und Vorbereitung des Bodens
Möchten Sie sich lange an der Blütenpracht Ihrer Dahlien erfreuen? Dann achten Sie auf den richtigen Standort. Halbschatten ist ideal, das heißt, das Beet sollte die Hälfte des Tages Sonne abbekommen und nachmittags im Schatten liegen. So blühen die Dahlien zwar voll auf, aber die Blütezeit verlängert sich. Wichtig ist auch, die Pflanzen vor Wind zu schützen, da sie Zugluft nicht vertragen.
Die Bodenvorbereitung für zukünftige Dahlienpflanzungen sollte im Herbst beginnen: Den Boden umgraben und mit Kompost düngen. Im Frühjahr Dünger und Holzasche hinzufügen. Dahlien sind zwar im Allgemeinen anspruchslos, was die Bodenbeschaffenheit angeht, aber fruchtbare, neutrale oder leicht saure Böden gelten als optimal. Durch die Zugabe von Torf kann der Boden angesäuert werden, während gelöschter Kalk den gegenteiligen Effekt hat und übermäßige Säure reduziert. Dahlienknollen vertragen keine Staunässe.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verträglichkeit von Dahlien mit anderen Pflanzen. Der Vorteil dieser Eigenschaft liegt darin, dass ein Beet mit diesen prächtigen Blumen meist unkrautfrei bleibt. Der Nachteil ist, dass man bei der Auswahl der Nachbarpflanzen sorgfältig vorgehen muss. Ringelblumen, Gladiolen, Salbei, Kosmeen, Cleome und Rudbeckien gedeihen prächtig neben diesen Schönheiten des Blumenbeets. Auch verschiedene Dahliensorten vertragen sich gut.
Vorbereitung von Dahlienknollen zum Pflanzen
Bereits im April sollten Dahlienknollen geprüft und für die Pflanzung vorbereitet werden. Dazu werden sie von Erde, Sand und Sägemehl befreit. Trockene Stängelteile sowie verrottete Wurzeln werden entfernt. Beschädigte Stellen an den Knollen können mit Brillantgrün behandelt werden. Um die Blüte zu beschleunigen, empfiehlt es sich, die Dahlienknollen vor dem Pflanzen keimen zu lassen. Dazu werden sie an einen warmen Ort gebracht, in mit Erde, Torf oder Sägemehl gefüllte Kisten gelegt und leicht befeuchtet.
Dahlien im Freiland pflanzen
Um Dahlien zu pflanzen, graben Sie an der gewünschten Stelle Pflanzlöcher. Der Abstand zwischen den Pflanzen hängt von der Sorte ab. Bei Zwerg- und niedrig wachsenden Sorten reichen 50 cm Abstand, während mittelgroße und hohe Sorten mindestens 75 cm benötigen. Das Pflanzloch für die Knollen sollte etwa dreimal so groß sein wie der Wurzelballen. Füllen Sie das Loch mit Kompost, sodass die Knollen ausreichend Platz haben und noch etwas Erde zum Bedecken übrig bleibt. Die Wurzeln werden so eingepflanzt, dass der Wurzelhals einige Zentimeter über der Erdoberfläche liegt.
Dahlien - Pflege
Merkmale der Bewässerung
Diese Könige des Herbstgartens vertragen weder extreme Trockenheit noch Staunässe. Regelmäßiges, aber mäßiges Gießen ist wichtig. Bei fehlendem Niederschlag zweimal wöchentlich wässern, sodass der Boden bis in eine Tiefe von 30 Zentimetern durchfeuchtet ist. Beim Mulchen erst gießen, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist.
Fütterungsregeln
Wurde ausreichend Dünger in das Pflanzloch gegeben, sollte die erste Düngung erst erfolgen, wenn der Strauch ein üppiges, grünes Aussehen entwickelt hat. Andernfalls sollten die Pflanzen innerhalb der ersten Woche nach dem Einpflanzen gedüngt werden. Das ist ganz einfach: Nach dem Gießen und Auflockern der Erde um den Strauch herum kleine Mulden formen, in die der Dünger gegeben wird, oder mit Flüssigdünger gießen. Anschließend alle zwei Wochen düngen. Wächst ein Dahlienstrauch in fruchtbarem Boden, kann er seltener gedüngt werden – eine Düngung beim Erscheinen der ersten Knospen und während der gesamten Blütezeit ist ausreichend. Als Dünger für Dahlien eignen sich organische Dünger, Superphosphat und Holzasche.
Unterstützung für Dahlien
Hohe Dahliensorten benötigen eine Stütze. Selbst dicke und scheinbar stabile Stängel sind in Wirklichkeit sehr zerbrechlich und brechen leicht im Wind oder unter dem Gewicht der Blüten. Die Stütze sollte stabil sein; ihre Höhe hängt von der Sorte und der Wuchshöhe der Dahlie ab. Idealerweise wird die Stütze beim Pflanzen zusammen mit der Knolle eingegraben – so wird die Wurzel beim Einsetzen der Stütze nicht beschädigt.
Reproduktion
Dahlien lassen sich durch Samen, Teilung und Stecklinge vermehren. Einjährige Dahlien werden aus Samen gezogen, entweder durch Direktsaat ins Beet oder durch Anzucht von Sämlingen. Mehrjährige Dahlien werden im Frühjahr vor dem Auspflanzen geteilt oder durch Stecklinge vermehrt.
Teilung der Knollen
Während der Keimung bilden sich Knospen an den Dahlienknollen. Die Wurzel teilt sich in Abschnitte, sodass jede einzelne Knolle eine Knospe besitzt. Manchmal können mehrere solcher Triebe entstehen; in diesem Fall wird die Knolle in mehrere Abschnitte geteilt. Jeder Abschnitt mit einer Knospe bildet einen separaten Trieb für einen neuen Strauch.
Stecklinge
Während der Keimung, also vor dem Einpflanzen in Erde, kann sich aus der Knospe ein bis zu 10 cm hoher Trieb entwickeln. Diese Triebe werden vor dem Einpflanzen entfernt und zur weiteren Vermehrung verwendet. Dazu wird der Trieb in ein separates Gefäß eingepflanzt, an einen dunklen Ort gestellt und gegossen. Sobald der Steckling Wurzeln geschlagen hat, wird er ins Freiland gepflanzt und nach den üblichen Pflegehinweisen für Dahlien behandelt.
Mögliche Krankheiten und Schädlinge, Bekämpfungsmethoden und Kontrolle
Dahlien sind recht resistent gegen Viruserkrankungen. Sie können jedoch durch kontaminierten Boden mit dem Fleckenwelke- oder Mosaikwelkevirus infiziert werden. In diesen Fällen ist die Pflanze leider nicht mehr zu retten. Der befallene Strauch sollte so schnell wie möglich entfernt und vernichtet werden, um eine Ausbreitung des Virus auf benachbarte Pflanzen zu verhindern.
Die wichtigsten Schädlinge von Dahlien sind Schnecken, Blattläuse, Spinnmilben, Ohrwürmer und Blindwanzen. Sie lassen sich mit einer Seifenlauge oder einem Aufguss aus Wermut und Schöllkraut bekämpfen. Diese Aufgüsse können mit einer Seifenlauge gemischt werden. In hartnäckigen Fällen sollten Sie die Pflanzen gemäß der Gebrauchsanweisung mit speziellen Insektiziden besprühen.
Rezensionen
Ihre Eleganz, die Vielfalt an Formen und Sorten machen Dahlien seit Jahrhunderten zu einer beliebten Gartenpflanze. Die Meinungen reichen von begeistertem Lob für diese aus Mexiko stammende Pflanze bis hin zu Klagen über den Aufwand beim Anbau. Zu den unbestreitbaren Vorteilen des Dahlienanbaus gehören:
- anspruchslos im Boden,
- einfache landwirtschaftliche Verfahren
- die Möglichkeit, sich bis zum Frost an Blumen zu erfreuen.
- Eine vielfältige Palette an Farbtönen, Formen und Sorten.
https://youtu.be/WenN84Z93HU
Viele zögern jedoch, diese Blumen in ihren Gärten anzupflanzen, da die Überwinterung und Lagerung einige Herausforderungen mit sich bringen. Das Ausgraben und die Pflanzung im Frühjahr sind zeitaufwendig, und für die Lagerung wird ein geeigneter Standort benötigt.

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Richtige Lagerung von Dahlien im Winter zu Hause
Beschreibung der dekorativen Dahlie „Bohemian Spartacus“
Dahliengalerie: Sortenbeschreibung, Fotos