Die Gerbera ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie stammt aus den Tropen und hat ihren Weg in viele Zimmerpflanzen gefunden. Um ihren Ursprung rankt sich eine wunderschöne Legende. Sie erzählt von einem Mädchen, dessen Schönheit nicht nur von Menschen, sondern auch von Tieren und Vögeln bewundert wurde. Eine neidische Hexe versuchte, das Mädchen zu entstellen, doch die Götter kamen ihr zuvor: Sie verwandelten die Schönheit in eine Gerbera und bewahrten sie so für immer.
Entgegen der weitverbreiteten Annahme, dass die Pflanze einjährig ist, kann die Blütezeit und Schönheit der Gerbera bis zu vier Jahre verlängert werden. Dafür ist es wichtig, die Pflegehinweise und Empfehlungen von Experten zu befolgen. Gerbera benötigen eine Ruhephase, daher sollte man im Voraus überlegen, wie man die Temperatur im Haus senken und gegebenenfalls für zusätzliches Licht sorgen kann.
Merkmale der Arten und Zimmerpflanzensorten der Gerbera
Die Zimmergerbera unterscheidet sich von der Gartengerbera in Höhe und Blattgröße. Sie erreicht eine Höhe von 30 cm und gilt als Zwergsorte. Ihre Blätter sind um ein Vielfaches kleiner als die ihrer Gartenverwandten. Die Blüten hingegen sind ähnlich groß – bis zu 15 cm im Durchmesser. Dadurch wirken die Zimmergerbera deutlich attraktiver als ihre Gartenverwandten.
Die Blätter sind gefiedert und in einer grundständigen Rosette angeordnet. Der Blütenstand ist dicht und blattlos. Je nach Sorte können die Blüten einfach oder gefüllt sein, mit breiten oder schmalen, spitzen oder runden Blütenblättern. Die Blütenfarbe variiert von einfarbig bis zweifarbig.
Fotos von Gerbera sind häufig in Katalogen von Hochzeitsausstattern zu finden. Diese Blumen sind in dieser Branche besonders beliebt. Da sie lange frisch bleiben, werden sie häufig in Brautsträußen und für die gesamte Hochzeitsfeier verwendet.
Das könnte Sie auch interessieren:Es gibt verschiedene Klassifizierungen von Gerbera. Eine der gängigsten ist die Klassifizierung nach Blütenblattfarbe. Nach dieser Klassifizierung werden folgende Gerbera-Typen unterschieden:
- Rosa und Lila.
- Orange.
- Rot.
- Weiß und cremefarben.
Die häufigsten Vertreter der rosa-violetten Hybriden sind folgende Sorten:
- Süße Überraschung.
- Jasmina.
- Pam.
Unter den Orangensorten sind folgende Hybriden sehr beliebt:
- Die süße Caroline.
- Orangina.
- Süßer Honig.
Die beliebtesten roten Gerbera zählen zu den folgenden Sorten:
- Süßer Glanz.
- Sophie.
- Rachel.
Unter den weißen und cremefarbenen Hybriden sind folgende Sorten hervorzuheben:
- Sylvana.
- Valerie.
- Catherine.
Alle Zimmerhybriden stammen von der Gerbera jamesonii ab. Manche Blumenläden verkaufen leuchtend blaue oder marineblaue Gerberas. Diese Farben kommen in der Natur nicht vor. Tatsächlich handelt es sich um Blumen mit farbigen Blütenblättern.
Pflege einer Topfgerbera zu Hause
Für die Anzucht von Gerbera im Topf sind weder besondere Vorkenntnisse noch spezielle Ausrüstung erforderlich; die Wachstumsbedingungen entsprechen denen wärmeliebender Pflanzen. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, zwei Pflegezyklen einzuhalten: die Wachstumsphase und die Ruhephase.
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Gerbera lieben viel Licht und vertragen sogar etwas direktes Sonnenlicht. Sie profitieren davon, sich morgens und nachmittags in der Sonne zu sonnen.
Gerbera gedeihen am besten auf einer Fensterbank. Nur dort erhalten sie ausreichend Licht. Ein Fenster mit West- oder Ostausrichtung ist ideal. Bei einem Südfenster sollte die Blume mittags mit einem Vorhang abgedeckt werden. Eine Nordfensterbank ist aufgrund des Lichtmangels ungeeignet; hier ist zusätzliches künstliches Licht erforderlich.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Während ihrer Wachstumsphase gedeihen Gerbera am besten bei Temperaturen zwischen 18 °C und 20 °C. Diese Bedingungen zu schaffen, ist besonders bei heißem Wetter eine Herausforderung. Die Pflanze kann in einem klimatisierten Raum stehen, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass kein kalter Luftstrom direkt auf den Blumentopf gerichtet ist.
Die Pflanze wuchs unter hohen Luftfeuchtigkeitsbedingungen und musste daher regelmäßig besprüht werden. Einige Gärtner sind jedoch der Ansicht, dass diese Maßnahme den Blättern schadet.

Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, ohne die dekorativen Eigenschaften der Blume zu beeinträchtigen, befolgen Sie diese Sprühempfehlungen:
- einen feinen Sprühnebel verwenden;
- Mit weichem Wasser bei Raumtemperatur besprühen;
- Besprühen Sie die Blätter nicht so sehr mit Wasser, sondern die Luft um die Blume herum.
Die Spritzung erfolgt nur während der Vegetationsperiode.
Bewässerung und Düngung
Im Gartenbau gilt die ungeschriebene Regel, dass Gerbera lieber austrocknen gelassen als übergossen werden sollten. Staunässe kann Fäulnis verursachen. Gießen Sie sie daher während der Wachstumsperiode alle 3–4 Tage.
Gießen Sie die Pflanze mithilfe eines Untersetzers. Schütten Sie nach einiger Zeit überschüssiges Wasser ab. Das Wasser sollte weich sein und die Temperatur der Raumtemperatur entsprechen, in der die Pflanze steht. Leitungswasser sollte gefiltert und mindestens 24 Stunden lang abgestanden werden.
Düngen Sie die Pflanze von März bis August alle zwei Wochen. Im Herbst reduzieren Sie die Düngerhäufigkeit auf einmal im Monat. Verwenden Sie einen mineralischen Komplexdünger für blühende Zimmerpflanzen. Geben Sie den Dünger beim Gießen hinzu. Flüssigdünger ist vorzuziehen. Gerbera vertragen keinen Mist, daher sollten Sie organische Düngemittel vermeiden.
Pflege während der Blütezeit
Die meisten Zimmergerbera blühen im Herbst, seltener im Frühling, und einige Sorten können sogar zweimal im Jahr blühen. Unter günstigen Bedingungen kann die Blütezeit bis zu sechs Wochen dauern. Sobald sich Knospen bilden, ändert sich die Pflege der Gerbera leicht. Sie sollte häufiger gegossen werden; die Erde sollte alle zwei Tage leicht angefeuchtet werden.
Während der Blütezeit ist es wichtig, alle Pflegehinweise genau zu befolgen. Die Pflanze sollte in dieser Zeit nicht durch Umtopfen, Beschneiden oder Versetzen gestört werden. Um die Knospen zu erhalten, ist es wichtig, die Raumtemperatur zu überwachen: Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht sollte 5 Grad nicht überschreiten.

Schneiden, Stutzen und Vorbereiten auf den Winter
Nach der Blüte wird ein hygienischer Rückschnitt durchgeführt. Dabei werden alle verblühten Blüten entfernt. Trockene Blätter werden nach Bedarf abgeschnitten. Gerbera benötigen keinen Formschnitt; sie wachsen als kompakter Strauch. Manche Gärtner regen die Bildung neuer Knospen an, indem sie überschüssige Blätter abknipsen.
Ab Mitte Herbst tritt die Pflanze in eine Ruhephase ein, die den ganzen Winter über andauert. Die Pflege während dieser Zeit unterscheidet sich in folgenden Punkten von der regulären Pflege:
- Die Bewässerung auf einmal pro Woche reduzieren;
- Einstellung der Zufütterung;
- Absage der Sprühmaßnahmen;
- Temperaturbereich 12-14 ℃;
- Beleuchtung mit Pflanzenlampen nach Bedarf.
Krankheiten und Schädlinge von Zimmergerbera
Gerbera in Innenräumen sind sehr anfällig für Infektionskrankheiten und Schädlinge. Häufig wird die Erkrankung der Pflanze durch Pflegefehler verursacht.
Pflegefehler
Gerbera können durch falsche Pflege geschwächt und krank werden. Die häufigsten Fehler sind in der Tabelle aufgeführt. Werden die Ursachen umgehend behoben, erholt sich die Pflanze wieder.
| Symptome | Gründe |
|---|---|
| Vergilbende Blätter | Falsch organisierte Bewässerung. |
| Hängende Blätter | Niedrige Luftfeuchtigkeit. |
| Blasse Blütenblattfarbe und kleine Blätter | Die Beleuchtung ist nicht hell genug. |
| Trocknende Blätter | Ungeeignete Substratzusammensetzung oder Nährstoffmangel. |
| Trockene beige Flecken auf Blättern | Verbrennungen durch längere Einwirkung direkter Sonneneinstrahlung. |
| fehlende Blüte | Ungeeigneter Topf, zu viel Stickstoff im Boden oder zu viel Tageslicht. |
| Schwarzer und schleimiger Stielansatz | Entwicklung von Wurzelfäule aufgrund von Staunässe im Boden. |
Infektionskrankheiten
Am häufigsten wird die Blume von folgenden Krankheiten befallen:
- Echter Mehltau. Er zeigt sich als weißer, pudriger Belag auf den Blättern. Mit der Zeit verdickt sich der Belag und verfärbt sich von weiß zu braun.
- Grauschimmel. Symptome sind feuchte, dunkle Flecken an Blättern und Stängeln. Mit der Zeit überzieht sich auf diesen Flecken ein grauer, flockiger Belag. Aus dem Topf strömt ein starker, fauliger Geruch.
- Krautfäule. Sie befällt sowohl die Wurzeln als auch die oberirdischen Pflanzenteile. Die Pflanze „springt“ leicht aus dem Topf, und es bilden sich kleine braune Flecken auf Blättern und Stängeln, die allmählich größer werden und sich violett verfärben. Die befallenen Teile verformen sich und faulen.

Krautfäule - Fusariumwelke. Sie äußert sich durch Welken von Stängel und Blättern. Auf der Schnittfläche kann ein schwarzer Ring sichtbar sein. An den Wurzeln bildet sich ein rosafarbener, schimmeliger Belag.
Alle oben genannten Krankheiten sind sehr gefährlich für Zimmerpflanzen. Im Frühstadium sollten befallene Pflanzenteile entfernt, die Pflanze mit einem Fungizid behandelt und in frische Erde umgetopft werden. Der Topf sollte sterilisiert werden.
Schädlinge
Gerbera kann von folgenden Schädlingen befallen werden:
- Schildläuse. Im Frühstadium ist der Befall an braunen, wachsartigen Flecken auf der Blattunterseite erkennbar. Später breiten sich unansehnliche beigebraune Flecken über die gesamte Blatt- und Stängeloberfläche aus und vergrößern sich allmählich. Um die Flecken herum bilden sich rötliche Streifen.

Schildlaus - Blattläuse. Ein Befall mit diesen Schädlingen lässt sich an einem klebrigen Belag auf den Blättern erkennen. Mit der Zeit werden alle oberirdischen Pflanzenteile mit kleinen, sich bewegenden beigen Punkten – Blattläusen – bedeckt. Befallene Blütenteile verformen sich und trocknen aus.
- Spinnmilben. Dieser Schädling ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Man erkennt sie an den feinen Fäden ihrer Gespinste und den gelblichen Flecken auf den befallenen Blättern.
- Weiße Fliege. Diese winzigen weißen Fliegen heben sich deutlich von grünen Blättern ab. Unbehandelt werden die Blätter durchscheinend und sterben bald ab.
Schädliche Insekten sollten mit speziellen Präparaten bekämpft werden: Insektizide vernichten Schildläuse, Blattläuse und Weiße Fliegen, während Akarizide gegen Spinnmilben wirksam sind.
Methoden der Blumenvermehrung
Im Hausgarten lassen sich Gerbera durch Samen, Stecklinge oder Teilung vermehren. In der Praxis werden die beiden letztgenannten Methoden am häufigsten angewendet, da die Vermehrung durch Samen aufwendiger ist und die Erhaltung der Sorteneigenschaften nicht garantiert.
Gerbera aus Samen zu Hause ziehen
Die Vorgehensweise zur Anzucht einer Blume aus Samen umfasst folgende Schritte:
- Die Samen werden in ein feuchtes Sand-Torf-Gemisch gesät.
- Streuen Sie etwas Sand darüber.
- Der Behälter wird mit Glas abgedeckt und an einen warmen, dunklen Ort gestellt.
- Sobald nach 10 Tagen Keimlinge erscheinen, wird der Behälter an einen warmen Ort mit hellem, diffusem Licht gestellt.

Gerbera aus Samen - Sobald die Keimlinge zwei echte Blätter gebildet haben, werden sie vorsichtig in separate Gefäße pikiert. Glas wird nicht mehr benötigt.
- Die Samen werden täglich besprüht und belüftet. Sobald die Sämlinge vier Blätter entwickelt haben, werden sie wie ausgewachsene Pflanzen verpflanzt.
Stecklinge
Die Vermehrung von Blumen durch Stecklinge erfolgt wie folgt:
- Vom Mutterstrauch wird ein etwa 10 cm langer Trieb schräg abgeschnitten. Der Steckling sollte mindestens zwei Blätter haben.
- Der Steckling wird in feuchten Sand (Perlit, Vermiculit) gelegt und mit einer transparenten Kappe abgedeckt.

Für eine erfolgreiche Bewurzelung sollte die Raumtemperatur etwa 25 °C betragen. Auch eine hohe Luftfeuchtigkeit ist wichtig. Für den Steckling wird Bodenwärme empfohlen. Sobald der Steckling Wurzeln gebildet hat, kann er wie eine ausgewachsene Pflanze umgetopft werden.
Das Buschland teilen
Die einfachste Methode, eine Pflanze zu vermehren, ist die Teilung des Strauchs. Schneiden Sie dazu mit einer Gartenschere ein Stück mit zwei oder drei Triebspitzen vom Mutterstrauch ab. Die Gartenschere sollte desinfiziert werden. Die Schnittstellen müssen mit einem Antiseptikum behandelt werden. Zerkleinerte Aktivkohle oder Holzkohle eignen sich dafür.

Nur ausgewachsene Pflanzen eignen sich zur Teilung. Mindestens zwei Triebknospen müssen an der Mutterpflanze verbleiben. Die abgetrennten Teile werden in normaler Gerbera-Erde bewurzelt. Sie benötigen keine weitere Pflege oder besondere Zuwendung. Durch Teilung gewonnene Gerbera blühen innerhalb eines Jahres.
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Als optimaler Zeitpunkt für eine Transplantation gilt der Zeitraum vor und nach der Stagnation. Das Transplantationsverfahren umfasst folgende Schritte:
- Am Boden des Blumentopfs wird eine Drainageschicht aus Blähton oder Schaumstoff platziert.
- Füllen Sie den Topf zu einem Drittel mit einer Mischung aus Rasenerde (1/4), grobem Sand (1/4) und Torf (1/2).
- Die Blume wird zusammen mit dem alten Erdklumpen auf die Erde gelegt.
- Die verbleibenden Hohlräume im Topf werden mit frischem Substrat aufgefüllt.
- Der Wurzelhals bleibt etwa 3-4 cm tief auf der Bodenoberfläche.

Die Lebensdauer dieser Pflanze beträgt 3–4 Jahre. In dieser Zeit wird sie maximal zweimal umgetopft: einmal direkt nach dem Kauf und ein Jahr nach dem ersten Umtopfen. Nach dem Umtopfen empfiehlt es sich, die Pflanze 3–5 Tage lang an einen halbschattigen Platz zu stellen. Die erste Düngung sollte frühestens 3 Wochen nach dem Umtopfen erfolgen.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Die Zimmergerbera ist eine wunderschöne, prächtige Blume. Züchter haben viele Hybriden dieser Pflanze entwickelt. Sie ist pflegeleicht, doch falsche Pflege kann zu typischen Zimmerpflanzenkrankheiten führen.




















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