Hibiskus (Chinesische Rose) für drinnen – Pflegehinweise und warum er nicht blüht?

Blumen

Hibiskus ist eine große Gattung immergrüner Pflanzen aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Die meisten Arten wachsen wild in den Tropen Asiens, nur wenige wurden erfolgreich domestiziert. Eine dieser Arten ist Hibiscus sinensis, die Chinesische Rose. Es handelt sich um einen immergrünen Strauch mit einer dichten Krone, der während der Blütezeit prächtige, leuchtende Knospen hervorbringt.

Dank seiner üppigen Blütenpracht erfreut sich dieser Strauch großer Beliebtheit bei russischen Gärtnern und ist mittlerweile ein häufiger Gast in Wohnungen und Büros. Der farbenfrohe und pflegeleichte Hibiskus wird seit vielen Jahren erfolgreich in Innenräumen kultiviert, da er äußerst anspruchslos ist und selbst unerfahrene Gärtner ihm die richtigen Wachstumsbedingungen bieten können.

Beschreibung von Hibiskus für den Innenbereich

Die Chinesische Rose ist ein wunderschön blühender, immergrüner Zimmerhibiskus mit einem glatten, aufrechten Stamm und einer dichten Krone. Die Zweige des Strauchs sind mit einer graugrünen Rinde bedeckt. In seinem natürlichen Lebensraum kann der Hibiskus eine Höhe von 3 Metern erreichen. Die Triebe sind vollständig mit bis zu 15 cm langen, länglich-ovalen Blättern mit spitzer Spitze bedeckt.

Die Ränder der glänzenden Blätter sind gesägt. Hibiskusblätter sind überwiegend sattgrün, es gibt aber auch panaschierte Sorten. Zur Blütezeit erscheinen leuchtende, große, trichterförmige Blüten an langen Stielen, die jeweils aus fünf glatten oder gefüllten Blütenblättern bestehen. Jede Blüte kann bis zu 16 cm groß werden. Es gibt auch Sorten mit rosa, orangefarbenen, gelben und roten Knospen.

Der Chinesische Hibiskus ist die Elternpflanze vieler Hybridsorten, die sich in Blatt- und Blütenfarbe unterscheiden. Zu den beliebtesten Hybridsorten der Chinesischen Rose gehören:

  1. Reiz. Die Blume zeichnet sich durch ihre üppigen, gefüllten Knospen in Rosa oder Orange aus.

    Gang
    Gang
  2. Dunkle Nacht. Diese Sorte besticht durch ihre einzigartige Färbung. Ihre Blütenblätter sind burgunderrot oder grauviolett. Die Blütenblattbasis ist rot.

    Dunkle Nacht
    Dunkle Nacht
  3. Borias. Ein Strauch mit großen weißen oder zitronengelben Knospen. Die Basis der Blütenblätter ist bordeauxrot.

    Borias
    Borias
  4. Purple Majestic. Eine Sorte mit panaschierten Knospen. Die gewellten Ränder der purpurfarbenen Blütenblätter sind mit weißen Streifen und Sprenkeln verziert, die die Schönheit der Blume noch unterstreichen.

    Purpur Majestic
    Purpur Majestic
  5. Carmen Keene. Eine der farbenprächtigsten Hibiskussorten, die sich durch ihre ungewöhnliche Blütenfarbe auszeichnet. Leuchtend rosa Blütenblätter enden in einem weißen, gewellten Rand.

    Carmen Keene
    Carmen Keene

Alle Hybridsorten sind genauso pflegeleicht wie ihre Elternpflanzen.

Hibiskuspflege zu Hause: Geheimnisse und Herausforderungen

Die Pflanze ist völlig anspruchslos und bildet unter nahezu allen Wachstumsbedingungen weiterhin Blätter. Ungünstige Luftfeuchtigkeit, Temperatur und unsachgemäßer Rückschnitt können jedoch die Blüte verhindern.

Beleuchtung

Dieser sonnenliebende Strauch bevorzugt einen hellen Standort. Bei der Standortwahl ist jedoch zu beachten, dass direkte UV-Strahlung seine dekorativen Eigenschaften beeinträchtigen kann. Daher eignet sich ein nach Osten oder Westen ausgerichtetes Fensterbrett am besten.

Beleuchtung
Unzureichendes Licht kann zu spärlicher Blüte oder deren vollständigem Ausbleiben führen.

Daher benötigt die Pflanze auch im Winter ausreichend Licht. Um dies zu gewährleisten, kann der Strauch mit Phytolampen zusätzlich beleuchtet werden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Während der aktiven Wachstumsphase in den wärmeren Monaten gedeiht der Strauch am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 24 °C. Mit Einbruch der Kälte empfiehlt es sich, der Pflanze eine Ruhephase zu gönnen und die Raumtemperatur auf 14–16 °C zu senken. Diese Überwinterung wirkt sich positiv auf die spätere Blüte aus.

Notiz!
Eine Überwinterung in der Kälte ist jedoch keine zwingende Regel, sondern lediglich eine Empfehlung. Der Strauch kann auch in einem warmen Raum überwintern.

Die Blume bevorzugt ein feuchtes Klima. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich erhöhen, indem man einen Behälter mit feuchtem Blähton in die Nähe der Pflanze stellt. Der Strauch verträgt tägliches Besprühen gut, besonders im Sommer und Winter, wenn die Raumluft durch Heizungsluft trocken wird. Während der Blütezeit sollte man vorsichtig sprühen und darauf achten, dass kein Wasser an die Knospen gelangt.

Bewässerung und Düngung

Diese feuchtigkeitsliebende Pflanze benötigt häufiges und reichliches Gießen, besonders während der Wachstumsphase. Vermeiden Sie jedoch Staunässe im Topf oder Untersetzer. Gießen Sie am besten, sobald die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist. Im Herbst und Winter benötigt die Pflanze nicht so viel Wasser. In diesen Zeiten kann die oberste Erdschicht vollständig austrocknen.

Bewässerung
Zum Bewässern und Besprühen ist es wichtig, nur weiches Wasser bei Zimmertemperatur zu verwenden.

Regelmäßiges Düngen im Frühling und Sommer ist für die Blüte des Strauchs unerlässlich. Nährstoffmangel im Boden kann dazu führen, dass der Strauch ungeöffnete Knospen abwirft. Zur Düngung eignen sich flüssige Komplexdünger für blühende Zierpflanzen. Düngen Sie alle zwei Wochen.

Beschneiden und Stutzen

Der Rückschnitt spielt eine entscheidende Rolle für die Blüte eines Strauchs. Knospen bilden sich ausschließlich an jungen Trieben, und der Rückschnitt regt deren Bildung an. Es empfiehlt sich, diesen Eingriff im Frühjahr nach dem Umtopfen der Pflanze durchzuführen.

Hibiskus beschneiden
Hibiskus beschneiden

Beim Rückschnitt werden die Triebe um ein Drittel ihrer Gesamtlänge gekürzt. Schwache, kranke und nach innen wachsende Triebe werden vollständig entfernt. Es empfiehlt sich, die Schnittstellen mit Gartenpech zu behandeln oder mit Holzkohle zu bestreuen. Das Auskneifen der Triebe direkt nach der Blüte fördert zudem die Bildung neuer Seitentriebe.

Vorbereitung auf den Winter

Ein kalter Winter wirkt sich positiv auf die Üppigkeit und Dauer der zukünftigen Hibiskusblüte aus. Die Pflanze muss jedoch auf die Ruhephase vorbereitet werden, um Schäden durch drastische Veränderungen zu vermeiden. Dazu kann man direkt nach der Blüte die Raumtemperatur schrittweise senken.

Außerdem ist es notwendig, die Häufigkeit und Menge des Gießens zu reduzieren, da die Feuchtigkeit in einem kühlen Raum deutlich langsamer aus dem Boden verdunstet. Des Weiteren wird empfohlen, das Düngen ganz einzustellen oder auf einmal alle paar Monate zu beschränken.

Warum blüht meine chinesische Zimmerrose nicht?

Viele Gärtner kennen das Problem: Der Hibiskus will einfach nicht blühen, obwohl er auf den ersten Blick kerngesund aussieht.

Die Hauptgründe, warum eine Pflanze nicht blüht:

  1. Mangel an Licht und Feuchtigkeit.
  2. Mangel an Nährstoffen im Boden, insbesondere an Phosphor.
  3. Die Pflanze wird mit stickstoffhaltigen Düngemitteln überdüngt.
  4. Unzeitgemäßer oder fehlender Rückschnitt.
  5. Der Busch wurde in einen zu breiten Container gepflanzt.
  6. Der Pflanze wurde keine Ruhephase gewährt.
  7. Krankheiten und Schädlinge.
Hibiskus
Unsachgemäße Pflege ist die Ursache dafür, dass Hibiskus nicht blüht.

Blütezeit und Verletzung von Pflegeregeln

Bei richtiger Pflege kann der Hibiskus mehrere Monate lang blühen. Die Blütezeit liegt typischerweise im Sommer und dauert von Juni bis September. Jede Blüte hält ein bis maximal zwei Tage. Wird ein blühender Hibiskus nicht richtig gepflegt, können die ungeöffneten Knospen abfallen oder die Blüten schnell verwelken.

  1. Unzureichende Bewässerung, Nährstoffmangel im Boden, die Aufbewahrung des Strauchs in einem kalten Raum und Zugluft führen zum Verlust von Knospen, die noch keine Zeit hatten, sich zu öffnen.
  2. Der Hibiskus reagiert ähnlich auf einen plötzlichen Standortwechsel, daher sollten Sie den blühenden Strauch nicht umstellen.
  3. Lichtmangel während der Blütezeit verkürzt deren Dauer erheblich.
  4. Man sollte außerdem bedenken, dass kein Wasser mit den Blüten des Strauchs in Berührung kommen sollte, da diese sonst verfärbt werden und abfallen.

Krankheiten, Schädlinge

Manche Krankheiten verhindern auch die Blüte der Pflanze:

  1. Das Gießen von Pflanzen mit hartem Wasser, das einen hohen Chlorgehalt aufweist, verursacht Chlorose. Dadurch fallen alte Blätter ab, und neue vergilben. Abhilfe schafft das Umtopfen der Pflanze und die Verwendung von weichem Wasser mit Eisenchelat.
  2. Zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen, wodurch der Hibiskus kahl wird. Wird das Problem nicht umgehend behandelt, kann die Pflanze absterben.

    Hibiskus
    Die Situation lässt sich nur beheben, indem man alle verfaulten Wurzeln entfernt und die Pflanze in neue Erde umpflanzt.
  3. Ein trockenes Raumklima bietet ideale Brutbedingungen für Spinnmilben. Die Schädlinge lassen sich an den feinen Gespinsten auf der Blattunterseite erkennen. Die Behandlung der Pflanze mit einer Seifenlösung oder einem Akarizid hilft, die Schädlinge zu beseitigen.
  4. Hibiskus kann auch von Blattläusen befallen werden. Diese Insekten befallen vorwiegend Knospen und junge Blätter. Dieser Schädling lässt sich nur mit systemischen Insektiziden bekämpfen.

Vermehrung von Hibiskuspflanzen im Innenbereich durch Stecklinge und Umpflanzen

Junge Hibiskuspflanzen lassen sich aus Samen oder Stecklingen ziehen, wobei die Aussaat aufgrund ihrer Komplexität kaum Anwendung findet. Die Vermehrung durch Stecklinge hingegen ist eine relativ schnelle und einfache Methode, um eine neue Pflanze zu erhalten. Zudem kann eine aus einem Steckling gezogene Pflanze bereits im ersten Jahr blühen.

  • Zur Bewurzelung eignen sich am besten junge, frisch geschnittene Stecklinge, die nach dem Frühjahrsschnitt des Strauchs übrig bleiben:
  • Stecklinge von 10 bis 15 cm Länge sollten 2 bis 4 Internodien aufweisen.
  • Stecklinge wurzeln sowohl in Erde als auch in Wasser gleichermaßen gut:
    • Zum Bewurzeln im Boden entfernen Sie alle Blätter des Pflanzguts bis auf das oberste Blättchenpaar. Die Stecklinge werden in ein mit einem feuchten Substrat aus Torf und Sand gefülltes Gefäß gestellt und mit einem Glas- oder Plastikgefäß abgedeckt, um Gewächshausbedingungen zu schaffen; die Bewurzelungszeit beträgt 1,5-2 Monate;

      Vermehrung durch Stecklinge
      Vermehrung durch Stecklinge
    • Stecklinge können auch in ein Wassergefäß gestellt und dort belassen werden, bis sich Wurzeln bilden; normalerweise bewurzeln Stecklinge im Wasser innerhalb von 25–30 Tagen. Es empfiehlt sich, das Gefäß mit einem Glas abzudecken, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Sobald sich an den Stecklingen Wurzeln gebildet haben, werden sie in einen Topf mit bis zu 10 cm Durchmesser umgepflanzt und wie eine ausgewachsene Pflanze gepflegt.
Erinnern!
Junge Hibiskuspflanzen müssen jährlich umgetopft werden, ausgewachsene Sträucher hingegen nur alle paar Jahre. Der frühe Frühling ist der beste Zeitpunkt dafür.

Die Pflanze muss gemäß folgendem Aktionsalgorithmus neu gepflanzt werden:

  1. Legen Sie eine 2 bis 4 cm dicke Drainageschicht auf den Boden des neuen Behälters. Sie können dafür kleine Kieselsteine ​​oder Blähton verwenden.
  2. Die Drainageschicht wird mit dem vorbereiteten Erdgemisch gefüllt. Die Schichtdicke sollte 4–6 cm betragen.
  3. Nehmen Sie den Hibiskus vorsichtig aus dem alten Topf und untersuchen Sie seine Wurzeln auf Krankheiten oder Beschädigungen.
  4. Setzen Sie den Busch in die Mitte des neuen Gefäßes und füllen Sie die Zwischenräume des Topfes mit Erde auf.
  5. Den Boden um den Busch herum verdichten.
  6. Gießen Sie die Pflanze großzügig. Es wird empfohlen, überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer zu entfernen, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Zum Einpflanzen eignet sich am besten eine lockere, nährstoffreiche Erdmischung aus Rasensoden, Humus, Flusssand und Torf im Verhältnis 2:1:1:1. Beim Umtopfen sollte der neue Topf 2–4 cm größer sein als der vorherige.

Am besten eignet sich ein tiefer, schmaler Behälter, der ein schnelles Wurzelwachstum verhindert und die Blütenbildung anregt.

Häufig gestellte Fragen zum Anbau

Die Blume verliert ungeöffnete Knospen, was soll ich tun?
Abfallende, ungeöffnete Knospen deuten auf Nährstoff- oder Feuchtigkeitsmangel beim Hibiskus hin. Ein geeignetes Bewässerungssystem und die Zugabe von phosphorhaltigem Dünger können das Problem beheben. Auch Zugluft und plötzliche Veränderungen der Umgebungsbedingungen können zum Abfallen der Knospen führen. In diesen Fällen sollte der Hibiskus wieder an seinen vorherigen Standort zurückgebracht werden.
Wie lange muss Wasser stehen gelassen werden, damit das Chlor abgebaut wird?
Um Chlor aus dem Wasser zu entfernen, genügt es, es 6-8 Stunden stehen zu lassen.
Welcher Dünger wird für die Blüte benötigt?
Phosphor ist ein für alle blühenden Pflanzen essentielles Mikronährstoff, der für eine üppige und langanhaltende Blüte sorgt. Am besten wählt man Dünger mit einem hohen Gehalt an diesem Spurenelement. Spezielle Komplexdünger für blühende Topfpflanzen sind ideal.
Ist es notwendig, die Pflanze zu beschneiden, und wie sollte man dies tun, um sie nicht zu beschädigen?
Der jährliche Rückschnitt von Hibiskus ist unerlässlich, da sich die Knospen ausschließlich an den jungen Trieben bilden. Um die Pflanze beim Rückschnitt nicht zu beschädigen, empfiehlt sich die Verwendung einer scharfen, desinfizierten Klinge.

Der Chinesische Hibiskus (Hibiscus sinensis) ist ein wunderschöner, immergrüner Strauch, der häufig in Privathaushalten und sogar in Regierungsgebäuden zu finden ist. Seine üppigen, leuchtenden Blüten und die einfache Pflege machen ihn zu einer beliebten Zimmerpflanze. Wenn Sie die wichtigsten Aspekte des Gießens, der Beleuchtung und des Schneidens kennen, können Sie einen schönen, gesunden Strauch heranziehen, der Sie monatelang mit seiner Blütenpracht erfreut.

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