
Die Japanische Zierquitte (Chaenomeles) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Es handelt sich um einen dornigen, sommergrünen Strauch, der bis zu zwei Meter hoch werden kann. Die Pflanze besitzt eine sehr dichte, runde Krone. Im Mai blüht die Pflanze üppig mit wunderschönen roten, orangen oder rosafarbenen Blüten. Die Früchte duften und ähneln kleinen Äpfeln. Japanische Quitten lassen sich durch Samen, Absenker oder Stecklinge vermehren.
Standort und Bedingungen: Die Japanische Zierquitte (Chaenomeles) bevorzugt sonnige Standorte mit guter Luftzirkulation, gedeiht aber auch im Halbschatten. Ihr Wurzelsystem ist sehr tief, daher sollte sie nicht umgepflanzt werden. Sollte beim Umpflanzen ein Wurzelrest zurückbleiben, keimt dieser. Die Japanische Zierquitte bevorzugt nährstoffreiche, gut durchlässige Böden, wächst aber auch auf weniger nährstoffreichen Böden. Sie verträgt nur alkalische Böden.
Pflege. Die Pflanze reagiert gut auf eine Frühjahrsdüngung. Regelmäßiges Gießen ist für einen optimalen Ertrag erforderlich, der Strauch verträgt aber auch Trockenheit. Um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkrautwuchs zu verhindern, empfiehlt sich Mulchen. Die Japanische Quitte verträgt einen Rückschnitt gut und eignet sich daher für niedrige Hecken. Durch den Rückschnitt wird die Bildung einer dichten, buschigen Krone gefördert. In sehr strengen Wintern kann die Pflanze erfrieren, erholt sich aber in der Regel gut.
Japanische Quitten werden verwendet. Die Früchte sind schwer und fest, gelb und säuerlich. Sie werden roh oder gekocht gegessen und seltener getrocknet verwendet. Chaenomeles-Früchte werden nach dem Kühlen etwas weicher und können als Zitronenersatz verwendet werden.
Interessanterweise enthalten 100 Gramm Saft 124–182 mg Vitamin C, also nur ein Drittel der Menge in Zitronen. Japanischer Quittensaft enthält außerdem Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Natrium und Kalzium und ist reich an Fruchtsäuren.
Früchte enthalten viel Pektin und werden daher häufig zur Herstellung von Marmelade verwendet. In Japan beispielsweise wird aus japanischen Quitten, Zucker und Alkohol ein köstlicher Likör hergestellt.
Die japanische Quitte ist sehr gesund und besitzt heilende Eigenschaften. Sie hilft bei der Bekämpfung von Atemwegserkrankungen, wirkt immunstimulierend und wird als entzündungshemmendes Mittel bei Gelenk- und Muskelschmerzen eingesetzt.

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