
Weibliche Wachteln gelten als gute Brüterinnen. Eine sachgemäße Brut zu Hause erhöht jedoch die Chancen auf eine erfolgreiche Entwicklung der Wachtelküken. Die Brut von Wachteleiern zu Hause hängt maßgeblich von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung des Brutkastens ab.
Weibliche Wachteln eignen sich gut als Glucken. Dennoch ist es ratsam, die Küken künstlich auszubrüten. Die Brut im eigenen Haus ermöglicht es, die Entwicklung der Wachteln zu beobachten. Das Ausbrüten von Wachteleiern zu Hause garantiert eine gesunde und produktive Herde.
Besonderheiten bei der Auswahl von Wachteleiern
Die Auswahl der richtigen Wachteleier ist sehr wichtig. Am besten orientiert man sich dabei an den eigenen Bedürfnissen:
- Das Gewicht sollte 8-15 Gramm betragen;
- glatte Oberfläche der Eierschale ohne jegliche Mängel;
- matte Eierschalenfarbe;
- korrekte Form.
Es wird empfohlen, jedes Ei mit einem speziellen Instrument, dem Ovoskop, zu untersuchen. Diese Untersuchung soll das Fehlen von Defekten bestätigen, die für ein erfolgreiches Wachstum der Wachtel notwendig sind.
Für eine gute Schlupfrate der Wachteln werden frische Bruteier verwendet.
Merkmale einer erfolgreichen Bebrütung von Wachteleiern
Für eine erfolgreiche Inkubation von Wachteleiern ist die Einhaltung bestimmter Richtlinien erforderlich.
- Die korrekte Platzierung der Eier im Brutkasten ist entscheidend. Dies kann vertikal oder horizontal erfolgen. Wichtig zu beachten: Die vertikale Platzierung erhöht die Schlupfrate. Die Eier werden mehrmals täglich gewendet, um eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten.
- Die Temperaturkontrolle ist unerlässlich. Hierfür werden herkömmliche Thermometer oder spezielle Thermostate verwendet. Thermometer eignen sich für einfache Inkubatoren, Thermostate hingegen für automatische Geräte.
- Aufrechterhaltung von Luftfeuchtigkeit und Belüftung. Die Brut zu Hause erfordert die Aufrechterhaltung einer optimalen Luftfeuchtigkeit und das regelmäßige Lüften der Wachteleier.
Die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen garantiert eine erfolgreiche Ausbrütung von Wachteleiern zu Hause.
Welche Luftfeuchtigkeit wird empfohlen?
Bei der Lagerung von Eiern ist eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 Prozent erforderlich. Während der Brutzeit liegt der optimale Wert in den ersten 15 Tagen bei 53–60 Prozent und am 16. und 17. Tag bei 47–49 Prozent. Zum Zeitpunkt des Schlüpfens beträgt der optimale Wert 65–90 Prozent.
Luftfeuchtigkeit Dies ist ein wichtiger Faktor bei der Heimbrut von Wachteleiern. Er trägt dazu bei, dass der Embryo nicht austrocknet. Trockene Luft führt dazu, dass die Eihaut austrocknet und das Küken nicht schlüpft.
Optimale Temperaturbedingungen
Die maximal zulässige Temperatur beträgt 40 Grad Celsius. Es wird empfohlen, zur genauen Überwachung ein Alkoholthermometer mit einer 0,1-Grad-Skala im Inkubator zu installieren.
Druckregelung
Bei sachgemäßer Heimbrut schlüpfen die Küken innerhalb von 5–6 Stunden am gewünschten Tag. Bei einigen Wachtelküken kann sich das Schlüpfen um 1–2 Tage verzögern. Sollten alle Fristen verstrichen sein und die Schlupfrate nicht den Erwartungen entsprechen, verbleiben die Eier eine Woche im Brutkasten. Anschließend kann eine abschließende Beurteilung des Ergebnisses der Heimbrut von Wachteleiern vorgenommen werden.
