Wie und womit sollten Sämlingskisten behandelt werden?

Gartengeräte

Beim Anbau von Obst- oder Zierpflanzen beginnen Gärtner und Gartenbauexperten oft mit Sämlingen. Dafür verwenden sie verschiedene Anzuchtgefäße – Torfquelltöpfe und -becher, abgeschnittene Plastikflaschen, Einwegbehälter, Kassetten, Anzuchtschalen und sogar Kunststoff- oder Holzkisten. Die beiden letztgenannten Optionen werden am häufigsten gewählt, da diese Gefäße Jahr für Jahr wiederverwendet werden können. Werden jedoch wichtige Regeln für die Vorbereitung und Behandlung der Sämlinge vor dem Auspflanzen nicht beachtet, können die gekeimten Pflanzen krank werden, schwach werden oder sogar absterben.

Arten von Behältern für Sämlinge

Die Qualität von Sämlingen hängt maßgeblich vom Anzuchtgefäß ab. Daher wählen Gärtner Gefäße, die nicht nur günstige Wachstumsbedingungen für die Jungpflanzen bieten, sondern auch ein optimales Anwachsen gewährleisten. Die Keimung von Samen ist in nahezu jedem Gefäß möglich, doch jede Art hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, darunter die folgenden:

Verarbeitung von Setzlingskisten
  1. Torftabletten, -becher und -kartons haben den Nachteil, dass sie nur einmal wiederverwendbar sind und zudem teuer. Ihr Vorteil liegt in der direkten Einsatzmöglichkeit.
  2. Eine Kiste aus Kunststoff oder Holz kann mehrere Jahre hintereinander verwendet werden, muss aber jedes Mal gründlich mit Desinfektionsmitteln behandelt werden.
  3. Plastiktöpfe für Sämlinge und Plastikkanister und -becher – diese können mehrmals wiederverwendet werden und sind recht preiswert. Allerdings müssen sie gereinigt werden und eignen sich nur für kleine Sämlinge.
  4. Anzuchtschalen oder -kassetten sind relativ teure Behälter für die Keimung von Saatgut und müssen zudem jedes Jahr vor der ersten Verwendung behandelt werden.
  5. Zurechtgeschnittene PET-Flaschen sind preiswert, müssen aber vorher zugeschnitten, gründlich ausgespült und desinfiziert werden, um alle Getränkereste zu entfernen. Insgesamt ist dies eine gute Option; bei entsprechender Vorbereitung können sie zwei- bis dreimal wiederverwendet werden.
  6. Eierschalen sind eine gute und preiswerte, aber arbeitsintensive Option. Sie müssen vorsichtig zerbrochen werden, und man benötigt eine große Menge. Diese Behälter sind Einwegbehälter und halten nicht lange – der Gärtner muss die Setzlinge bald umpflanzen.
  7. Dicke Papp- oder Plastikbehälter für Milchprodukte und Säfte benötigen viel Zeit, um alle Flüssigkeitsreste vollständig zu entfernen. Sie müssen außerdem zusätzlich desinfiziert werden, obwohl sie Einwegbehälter sind.
  8. Dicke Plastiktüten sind eine günstige Option, aber alle Plastiktüten müssen neu und sauber sein. Es empfiehlt sich außerdem, sie zu desinfizieren, indem man sie innen mit einer Kaliumpermanganatlösung besprüht oder ein anderes pflanzliches Desinfektionsmittel verwendet.

Verarbeitung von Setzlingskisten

Aufmerksamkeit!
Papp- oder Torftöpfe bzw. Torftabletten müssen vor dem Pflanzen nicht behandelt werden. Lediglich die Erde muss desinfiziert und das Saatgut entsprechend vorbehandelt werden.

Zellophantüten, aufgeschnittene PET-Flaschen und Kartonverpackungen von Milchprodukten und Säften müssen gewaschen werden. Es ist wichtig, sie frei von Essensresten und anderen Verunreinigungen zu halten, da diese einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien bieten. Nach dem Trocknen empfiehlt es sich, die für die Anzucht von Setzlingen vorbereiteten Behälter mit einer tiefrosa Kaliumpermanganatlösung zu desinfizieren. Andere im Garten- und Blumenhandel erhältliche Desinfektionsmittel sind ebenfalls geeignet.

Eine der besten Behälterarten für die Anzucht von Sämlingen ist jedoch die Herstellung eines Pflanzgefäßes. Kasten Diese Anzuchtgefäße bestehen aus Kunststoff oder Holz. Gärtner verwenden sie häufiger als andere und können sie mehrmals nutzen. Um Pflanzenkrankheiten durch unzureichende Vorbereitung vorzubeugen, sollte das Gefäß vor der Aussaat unbedingt behandelt werden.

Wie man eine Sämlingsbox behandelt

Wiederverwendbare Behälter erfordern höchste Hygienestandards – Pflanzenreste oder Erdreste können einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze bilden. Um dies zu verhindern, ist eine Desinfektion unerlässlich. Neue Kassetten oder Boxen müssen nicht desinfiziert werden – Abspülen mit warmem Wasser genügt.

Wenn die Baumschulen wiederverwendet werden, können hierfür verschiedene Substanzen und Mischungen verwendet werden:

  • Weiß;
  • Kaliumpermanganat;
  • Essig;
  • Salz-Soda-Lösung.

In manchen Fällen wird die Anwendung des medizinischen Produkts Chlorhexidin empfohlen. Eine solch strenge Maßnahme ist jedoch nur bei Parasitenbefall, Pilzinfektionen oder einer schweren Infektion aus der vorangegangenen Saison notwendig.

Um unangenehme Gerüche zu beseitigen, empfiehlt es sich, die Behälter zusätzlich mit warmem Wasser und ätherischen Ölen auszuspülen und gründlich zu trocknen. Die geeignete Lösung sollte je nach Material des Behälters ausgewählt werden.

Aufmerksamkeit!
Zusätzlich zur spezifischen Desinfektionsbehandlung ist es unerlässlich, vor der Bepflanzung jährlich eine Spülung mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung durchzuführen – dies ist unabhängig vom Material des Behälters.

Plastikboxen

Besteht der Anzuchtbehälter aus Kunststoff oder einem anderen Polymermaterial, wird er werkseitig vorbehandelt. Zu Hause können die Wände mit einer Kaliumpermanganatlösung abgewaschen oder 2–3 Stunden in einer Bleichlösung eingeweicht werden. Anschließend unbedingt mit klarem Wasser abspülen und vollständig trocknen lassen.

Holzkisten

Anzuchtkästen aus Holz sind genauso verbreitet wie solche aus Kunststoff. Diese Behälter sind in Gartencentern erhältlich oder können individuell an die Gegebenheiten angepasst werden. Unabhängig vom Material sollten sie vor Gebrauch mit dicker Plastikfolie ausgelegt werden. Wiederverwendbare Behälter aus Naturmaterialien werden mit Fungiziden behandelt und gedämpft, um Schwarzbeinigkeit vorzubeugen.

Die Vorbereitung von Pflanzgefäßen ist unerlässlich. Unabhängig vom Material müssen die Oberflächen des Gefäßes desinfiziert werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Schädlinge, Pilze und Infektionskrankheiten die Sämlinge befallen. Pflanzgefäße aus Naturmaterialien erfordern besondere Aufmerksamkeit – ihre Struktur bietet den meisten Krankheitserregern ideale Wachstumsbedingungen. Unbehandelte Töpfe sind anfälliger für Probleme.

Verarbeitung von Setzlingskisten
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