Die Rose ist eine anspruchsvolle Pflanze und benötigt sorgfältige Pflege. Als Ursprungsort dieser bezaubernden Blume gilt das antike Rom, wo die Winter mild und warm waren und die Lufttemperatur nie unter 3 Grad Celsius fiel. Daher ist es im russischen Klima wichtig, sie entsprechend zu pflegen. Rosen für den Winter abdeckenUm Frostschäden vorzubeugen. Einige Sorten sind widerstandsfähiger und überstehen den Winter ohne zusätzlichen Schutz, während andere eine Isolierung benötigen.

Schutzbedürftige Sorten
Um Rosen optimal auf den Winter vorzubereiten, ist es wichtig, die Sorte, ihre Winterhärte und das Klima der Anbauregion zu berücksichtigen. Auch das Alter und der allgemeine Zustand der Pflanze spielen eine Rolle.

Parkrosen benötigen aufgrund ihrer hohen Frosthärte selten zusätzlichen Winterschutz. Wildrosen wie Glauca, Nitida und Rugosa sind ebenso winterhart. Scabrosa-, Jens-Munk-, John-Davis- und Hansa-Rosen sowie einige Hybriden benötigen überhaupt keinen Schutz.
Das könnte Sie auch interessieren:Strauchrosen, Bodendeckerrosen, Edelrosen sowie Kletter- und Stammrosen benötigen Winterschutz. Edelrosen erfrieren oft bis zum Frühjahr. Wurde der Strauch jedoch gut angehäufelt, bleiben genügend Triebe erhalten.
Optimaler Zeitpunkt

Der optimale Zeitpunkt zum Abdecken von Rosensträuchern ist Ende Oktober. Wird dies früher getan, können zu hohe Temperaturen dazu führen, dass junge Triebe bis in den Winter hinein wachsen, was sehr unerwünscht ist. Außerdem ist der Boden im Herbst oft feuchter, was Wurzelfäule begünstigen kann. Die allgemein anerkannte Empfehlung lautet, Rosensträucher abzudecken, wenn die Temperatur auf -5 °C sinkt und dort eine Woche lang bleibt.
Die ersten Fröste schaden den Blumen nicht nur nicht, sondern bringen sogar Vorteile. Sie ermöglichen es den Pflanzen, ordnungsgemäß in die Winterruhe zu gehen, und die Triebe und Wurzeln werden zusätzlich abgehärtet.
Vor Rosen für den Winter schließenEine Vorbereitung ist notwendig. Im Sommer entzieht eine blühende Pflanze dem Boden viele Nährstoffe. Daher sollte sie vor dem Einsetzen der kalten Jahreszeit gedüngt werden. Verwendet man Sommerdünger, bildet der Strauch zu viel Laub und kann sich nicht ausreichend auf den Winter vorbereiten. Für die Herbstfütterung werden spezielle Zusammensetzungen verwendet:
- Mineralische Düngemittel – Kalzium, Kalium, Phosphor. Zur Zubereitung einen Eimer Wasser nehmen und 16 g Kaliummonophosphat und 15 g Superphosphat hinzufügen.
- Man kann 10 g Kaliumsulfat, 2,5 g Borsäure und 25 g Superphosphat mischen.
- Hausmittel zur Fütterung umfassen Holzasche oder Bananenschalen.
- Komplexdünger „Herbst“.
Erforderliche Materialien
Rosensträucher können im Winter mit künstlichen oder natürlichen Materialien abgedeckt werden. Unabhängig vom verwendeten Material muss die Abdeckung trocken sein. Werden die Triebe mit feuchter Erde oder Laub bedeckt, kann dies zu Fäulnis, Schimmel oder Schädlingsbefall führen.

Jegliches Abdeckmaterial für Rosen im Winter muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Wasserdampfdurchlässigkeit – die Pflanze sollte unter der Schutzschicht nicht verrotten;
- Beständigkeit gegenüber allen Witterungsbedingungen;
- mechanische Festigkeit und Haltbarkeit;
- Benutzerfreundlichkeit;
- wirtschaftliche Zugänglichkeit.
Synthetische Folien und Flaschen
Diese Abdeckungsmaterialien sind bei Gärtnern sehr beliebt und werden am häufigsten in Gartenbeeten verwendet. Die günstigste Variante ist transparente Polyethylenfolie. Sie ist in Baumärkten erhältlich. Wichtigste Vorteile:
- Fähigkeit, Licht zu übertragen;
- Schutz vor Feuchtigkeit und Niederschlag;
- Haltbarkeit.

Ein Nachteil ist, dass sich Feuchtigkeit unter der Folie ansammelt und die Pflanze dadurch faulen kann. Um dies zu verhindern, können Sie kleine Löcher in die Schutzfolie stechen oder sie bei wärmerem Wetter entfernen.
Vliesstoffe erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dazu gehören Agrospan, Spinnvlies und Lutrasil. Sie sind hoch atmungsaktiv, bieten zuverlässigen Kälteschutz und sind sehr strapazierfähig. Rosensträucher werden oft mit mehreren Lagen dieser Isolierung abgedeckt. Weiß ist die ideale Farbe, da schwarze Vliesstoffe sich bei Tauwetter schnell erwärmen und Feuchtigkeit speichern.

Sie können den Busch bis zum ersten Frost mit Polycarbonat abdecken. Sollte die Temperatur jedoch auf 0 Grad Celsius sinken, sollten Sie ihn mit Agrofaser abdecken und so eine Art Schutzdach errichten.
Pappe eignet sich als Unterstandgerüst. Sie ist atmungsaktiv und schützt vor Wind. Darüber wird eine Schicht Spinnvlies oder Polyethylen aufgebracht. Allerdings wird eine solche Konstruktion bei Schneeschmelze schnell feucht.
Gewebter Sackleinen
Jute ist heutzutage ein seltenes Material. Neben Naturfasern werden auch mit Polyethylen ausgekleidete Varianten verwendet. Der Nachteil dieser Kombination ist die geringe Atmungsaktivität. Traditionelle Jute ist ebenfalls keine ideale Lösung, da sie schnell Wasser aufnimmt und gefrieren kann.

Fichtenzweige und Stroh

Eine beliebte Methode, Pflanzen vor Frost zu schützen, ist die Verwendung von Fichtenzweigen. Diese schaffen einen Luftspalt und schützen Rosen vor direkter Sonneneinstrahlung und Nagetieren. Verwenden Sie zum Abdecken nur Zweige von gesunden Bäumen. Vergilbte Nadeln oder kranke Triebe sollten entfernt werden. Dieses Abdeckmaterial isoliert Rosensträucher zuverlässig und verhindert das Umfallen der Rosen. Fichtenzweige können auch als Ergänzung zu einer Konstruktion aus Folie oder Vliesstoff verwendet werden.
Stroh besitzt eine gute Wärmedämmwirkung. Allerdings ist dieses Material Es gibt viele Nachteile:
- Wenn die Temperatur steigt, wird das Material feucht, beginnt zu verklumpen, zu faulen und zu schimmeln.
- Stroh lässt kein Licht durch. Ein Mangel an Sonnenlicht führt zu einer langsamen Erwärmung des Bodens und verzögertem Pflanzenwachstum.
- Bei kaltem Wetter siedeln sich Nagetiere in den abgebrochenen Ästen an und schädigen das Wurzelsystem der Rosen.
Regeln für die Abdeckung verschiedener Sorten

Für Standardrosensorten ist Winterschutz absolut notwendig. Sie benötigen fast keinen Schnitt, nur Entfernen Sie abgestorbene Triebe und Blätter.Junge Sträucher werden zum Boden gebogen und mit Stecknadeln oder Metallklammern fixiert. Sand, trockenes Laub oder Kiefernnadeln werden an den Triebansatz gestreut. Die Krone wird mit Fichtenzweigen ausgekleidet, und die gesamte Pflanze wird mit Plastikfolie oder einem anderen wasserdichten Material abgedeckt.
Ausgewachsene Pflanzen können brechen, daher sollten sie nicht gebogen werden. Man baut ein tipiartiges Gerüst um die Exemplare oder umwickelt sie mit Dachpappe (lufttrocknend). Die so entstandene Konstruktion wird mit Sägemehl, Fichtennadeln oder trockenem Laub gefüllt. Anschließend wird die Oberseite mit Frischhaltefolie abgedeckt und mit Bindfaden fixiert.
Buschsorten
Bevor Sie eine Strauchrose für den Winter abdecken, entfernen Sie alle grünen Triebe und Blätter. Schneiden Sie die Sträucher auf eine Höhe von 40 cm zurück und behandeln Sie sie mit einem Fungizid. Anschließend kann es auf eine der drei folgenden Arten abgedeckt werden:

- Sie bauen eine spezielle Hütte aus zwei zusammengeschlagenen Brettern und bedecken diese mit Folie.
- In einem milden Winter kann man den Strauchfuß mit Mulch oder Erde bedecken und Fichtenzweige oder getrocknete Blätter darauflegen.
- Die Trockenmethode zum Abdecken von Rosen wird für die teuersten Sorten verwendet. Die Rose wird bis zum Ansatz zurückgeschnitten oder auf den Boden gelegt und mit Klammern fixiert. Darauf werden Fichtenzweige gelegt und anschließend Laub oder Sägemehl darüber gestreut. Um den Strauch herum werden Heringe eingeschlagen und die Plastikfolie darüber gespannt. Die Ränder werden mit schweren Gegenständen beschwert. An einer Seite bleibt eine Öffnung zur Belüftung.
Kletterrosen

Diese Rosensorte benötigt besondere Pflege zur Überwinterung. Die langen Triebe sind sehr empfindlich. Vor dem Einwintern sollten die Triebe eingeknipst, Blätter und Blattstiele entfernt und die Triebe vorsichtig von ihren Stützen gelöst werden. Beschädigte oder verletzte Triebe können mit Holzkohle bestreut werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Kletterrose im Winter abzudecken.
Beim ersten Arbeitsschritt wird der Strauchfuß mit Erde bedeckt, mit Kiefernnadeln bestreut und anschließend mit Sand und Fichtenzweigen bedeckt. Die Rosenranken werden vorsichtig entfernt. unterstützt und werden auf Fichtenzweigen ausgelegt. Zusätzlich werden sie von oben mit Zweigen bedeckt und in Plastikfolie eingewickelt.
Die zweite Methode ist aufwendiger. Alle Triebe werden zu einem dichten Bündel zusammengebunden und auf einem Drahtgestell befestigt, sodass die Rose den Boden nicht berührt. Über die Triebe wird ein Baldachin aus Holzplanken errichtet, und anschließend wird das Ganze mit Plastikfolie abgedeckt.
Parkblick
Parkrosen benötigen keinen Winterschutz, da sie Kälte gut vertragen. Dennoch ist es ratsam, junge Sträucher zu schützen, insbesondere wenn Rosen in der Wolgaregion und anderen Gebieten mit langen Wintern überwintert werden müssen. So wird sichergestellt, dass die Pflanze gesunde, kräftige Wurzeln entwickelt und im folgenden Frühjahr üppig blüht. Der Formationsschnitt wird im Herbst durchgeführt.Ab August müssen Parkrosen nicht mehr aufgelockert oder gegossen werden. Vor dem ersten Frost werden die Sträucher angehäufelt und mit Erde oder Torf 15 cm tief bedeckt.

Floribunda-Gattung und Bodendecker
Floribunda-Pflanzen müssen im Winter zurückgeschnitten und abgedeckt werden. Triebe von maximal 25 cm Höhe sollten über der Erde bleiben. Diese werden mit Torf oder Erde bedeckt.

Bodendeckerrosen benötigen im Allgemeinen keinen zusätzlichen Schutz. Eine Ausnahme bilden Winter mit niedrigen Temperaturen und ohne Schnee. Am einfachsten lässt sich dies beheben, indem man niedrige Sträucher mit Fichtenzweigen oder Lutrasil abdeckt.
Arten von Schutzstrukturen
In gemäßigten Klimazonen können Rosen im Winter sowohl mit Rahmenkonstruktionen als auch mit rahmenlosen Überdachungen geschützt werden. Rahmenkonstruktionen sind zwar arbeitsintensiver, aber deutlich effektiver. Dank eines Luftpolsters schützen sie die Rosen vor Fäulnis.
Sie können ein Gestell selbst aus Metallstangen, dünnen Rohren, Holzlatten oder Draht bauen. Diese „Hütte“ wird mit Sperrholz oder Brettern verkleidet. Alte Körbe eignen sich ebenfalls. Das Gestell kann verschiedene Formen annehmen – kugelförmig, rechteckig, pyramidenförmig oder kegelförmig. Buschige Sorten gedeihen im Winter am besten in einem kugelförmigen Schutz, während ein kegelförmiger Schutz für kleinere Pflanzen praktisch ist.
Die Vorgehensweise zum Bau eines Rahmens aus Metallstangen:

- Der Busch wird im Voraus vorbereitet – er wird abgeschnitten oder bis zum Boden gebogen.
- Die Befestigungspunkte für die Halterungen sind rundum markiert.
- Mehrere Stäbe werden über die Pflanze gebogen und bilden so Bögen. Ihre Enden werden 10 cm tief in die Erde eingegraben.
- Im Bereich der Kuppel des zukünftigen Bauwerks sind alle Bögen mit einer Stange gesichert.
- Die Oberseite mit Material abdecken – Lutrasil, Folie, Jute usw.
- An den Rändern wird das Dämmmaterial mit Steinen und Ziegeln im Boden verankert.
Rahmenlose Überdachungen eignen sich ideal für ältere Sträucher, die nicht bis zum Boden gebogen werden können, ohne die Triebe zu brechen. Für den Aufbau werden weder Rohre noch Draht benötigt. Sie brauchen lediglich das Abdeckmaterial und schwere Gegenstände zur Befestigung.

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