Es kommt häufig vor, dass Johannisbeersträucher umgepflanzt werden müssen. Dies liegt daran, dass sie von zu großen Bäumen bedrängt werden oder der Boden unter ihnen ausgelaugt ist und die für gesundes Wachstum und Fruchtbildung notwendigen Nährstoffe verloren hat. In diesem Artikel erfahren Sie, wann und wie Sie Johannisbeersträucher am besten umpflanzen.
Erfahrene Gärtner empfehlen, Johannisbeersträucher im Herbst, drei bis vier Wochen vor dem ersten Frost, umzupflanzen. So wurzeln die Pflanzen an ihrem neuen Standort besser an und bringen in der folgenden Saison eine kleine Ernte.
Zunächst benötigen Sie die notwendigen Werkzeuge und Dünger. Sie brauchen eine Schaufel, einen Gießeimer und eine Gartenschere.
Wenn es darum geht, Johannisbeeren im Herbst an einen neuen Standort zu verpflanzen, achten Gärtner besonders auf die Wahl des Pflanzplatzes und die Bodenvorbereitung. Johannisbeeren sind sonnenliebende Pflanzen, daher sollte man bei der Standortwahl Schatten vermeiden. Der Abstand zwischen den Sträuchern sollte so berechnet werden, dass keine Pflanze die andere beschattet.
Der Boden sollte vor allem mäßig feucht sein. Liegt der Standort in der Nähe von Grundwasser oder in einem sumpfigen Gebiet, empfiehlt sich eine Drainage mit Schotter und Sand. Vor der Bepflanzung sollte der Boden umgegraben werden, um Unkrautwurzeln und alte Pflanzen zu entfernen.
Der nächste Schritt beim Umpflanzen von Johannisbeersträuchern ist die Vorbereitung des Pflanzlochs. Das Loch sollte so groß sein, dass es dem Wurzelsystem der Pflanze ausreichend Platz bietet, aber mindestens 30–40 cm tief sein. Dies fördert die Entwicklung von Seitenwurzeln. Ein gut entwickeltes Wurzelsystem ermöglicht es der Pflanze, mehr Feuchtigkeit und Nährstoffe aus dem Boden aufzunehmen.
Um ein schnelles und vollständiges Pflanzenwachstum zu gewährleisten, sollte der Boden zusätzlich zur bereits erwähnten Drainage mit Humus, Holzasche und Sulfatdünger angereichert werden. Johannisbeeren benötigen für optimales Wachstum große Mengen der in Sulfatdüngern enthaltenen Nährstoffe; daher sollten mindestens 150 Gramm in das Pflanzloch gegeben werden.
Vor dem Einpflanzen sollte der Boden großzügig gewässert werden. Die Pflanze jedoch nicht ins Wasser setzen; warten Sie, bis das Wasser eingezogen ist und der Boden gut durchfeuchtet ist. Anschließend die Pflanze vorbereiten, indem Sie vorsichtig Schädlingslarven und verfaulte Wurzelteile entfernen.
Um sicherzustellen, dass der Strauch nach dem Umpflanzen ausreichend Nährstoffe und Feuchtigkeit erhält, sollte er auf eine Höhe von 45–50 cm zurückgeschnitten werden. Nach dem Einpflanzen sollte er erneut großzügig gegossen werden. Es empfiehlt sich, einen Graben um den Strauch anzulegen, da er nach dem Einpflanzen trotz kühler Temperaturen 2–3 Wochen lang reichlich gegossen werden muss, danach aber nicht mehr. Andernfalls kann es zu Wurzelfäule kommen.
Achten Sie nach dem Einpflanzen besonders auf den vegetativen Teil der Pflanze. Entfernen Sie alle kranken Zweige und Triebe. Schneiden Sie verdrehte und verflochtene Zweige ab. Nur gesunde Triebe mit klarer Aufwärtsrichtung sollten stehen bleiben; andernfalls kann die Pflanze nur schwer anwachsen, was wiederum ihr Wachstum beeinträchtigt. Selbst bei reichlicher Bewässerung und Düngung sollten nicht mehr als 8–10 Triebe verbleiben. Erfahrene Gärtner empfehlen, einige Knoblauchzehen um den Strauch herum zu pflanzen. Der Knoblauch treibt im Frühjahr aus und schützt den Strauch vor Insektenbefall.
Im ersten Jahr nach dem Pflanzen benötigen Johannisbeersträucher sorgfältige Pflege. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht austrocknet und düngen Sie die Pflanze. Für eine erfolgreiche erste Ernte ist es wichtig, der Pflanze viel Aufmerksamkeit zu widmen.
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