Eine fachgerechte Pflanzung von Kiefern im Herbst stärkt den Boden, reichert die Luft mit nützlichen Substanzen – Phytonziden – an und setzt einen optischen Akzent. Ein Spaziergang im Kiefernwald wirkt sich positiv auf das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System aus. Menschen mit Atemwegserkrankungen wird empfohlen, eine Kiefer in ihrem Garten zu pflanzen. Die Setzlinge erhält man in Baumschulen; dabei sollte man Jungpflanzen mit geschlossenen Wurzeln bevorzugen. Die Sorte ist frei wählbar. Landschaftsarchitekten empfehlen jedoch die niedrig wachsende Sorte „Bergkiefer“.
Auswahl des Saatguts
Es wird empfohlen, Setzlinge ab drei Jahren im Frühjahr oder Frühherbst zu pflanzen. Dreijährige Setzlinge gedeihen auch auf kargen Böden besser. Alternativ kann man im Herbst eine im Wald ausgegrabene Kiefer pflanzen. Botaniker raten Anfängern jedoch von dieser Methode ab, da man den Gesundheitszustand junger Bäume nicht selbst beurteilen kann.
Verpflanzen eines Sämlings aus dem Wald
Die empfohlene Baumhöhe beträgt 60 bis 120 cm. Überschreiten Sie diese Höhe nicht, da Sie sonst keine Kiefer aus dem Wald pflanzen können. Graben Sie einen Baum mit geradem Stamm aus. Verwenden Sie einen Spaten mit Klauenspitze, der das Wurzelsystem nicht beschädigt. Die weitere Vorgehensweise ist wie folgt:
- Um den Baum herum wird ein Graben mit einem Radius von 50 cm ausgehoben – dies ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Kiefer aus dem Wald verpflanzt wird, ohne das Rhizom zu beschädigen;
- Gehen Sie so tief wie möglich vor, um den Boden samt Wurzelsystem zu entnehmen;
- Bis zu 20 kg Erde müssen zusammen mit den Wurzeln entfernt werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Gärtner, die eine Kiefer aus dem Wald entnehmen möchten, sollten aus zwei Gründen vermeiden, wurzelnackte Bäume zu nehmen. Erstens wurzelt der Sämling nicht. Zweitens benötigt er vier- bis fünfmal so viel Dünger.
Selbstvermehrung von Kiefernnadeln
Das Selberpflanzen einer Kiefer im Herbst erfolgt mithilfe bereits vorhandener Bäume. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
- Die Samen werden nur von gesunden Bäumen entnommen;
- Sie werden 2 Monate lang im Kühlschrank aufbewahrt (nicht im Gefrierschrank);
- Legen Sie sie in einen Behälter mit Wasser, dessen Temperatur +35 + 40 °C beträgt;
- Dauer der Wasserbehandlung – 30 Minuten;
- Die Samen werden in eine vorbereitete Schachtel gepflanzt;
- Im Inneren des Behälters muss ein ständiger Luftaustausch stattfinden;
- Stellen Sie sie an einen Ort, wo sie ausreichend Sonnenlicht erhalten;
- Vom Zeitpunkt der Aussaat bis zum Erscheinen der ersten Triebe werden die Töpfe mit Folie abgedeckt;
- Eine Mischung aus Erde, Torf und Schwarzerde im Verhältnis 1:1 wird in die Kiste gefüllt;
- Die Samen dringen bis zu 3 cm tief in den Boden ein;
- Die Samen werden in einem Abstand von bis zu 2 cm zueinander gepflanzt.
Sobald die Kiefer ausgetrieben hat, wird sie ins Freiland verpflanzt.
Auswahl eines Standorts
Ein Gärtner, der eine Kiefer richtig pflanzen möchte, achtet auf die Bodenbeschaffenheit. Ein überwiegend sandiger Boden ist ideal. Weitere Anforderungen sind:
- Eine gute Drainage ist unerlässlich, sonst trocknet das Wurzelsystem aus.
- Zur Gewährleistung der Drainage werden am Pflanzort 20 cm Schotter aufgeschüttet;
- Nadelbäume werden nur an Hängen gepflanzt;
- In den Boden des Pflanzlochs, in das die Setzlinge gesetzt werden sollen, werden 450-500 g Mist gegeben;
- Auf den Mist werden 5 cm Erde gegeben.
Einpflanzen eines Setzlings
In gemäßigten Klimazonen erfolgt die Pflanzung im Frühherbst, in südlichen Regionen im Spätherbst. Diese Empfehlung ist jedoch nicht verbindlich. Der Pflanzzeitpunkt kann je nach Witterungsbedingungen angepasst werden. Ein weiteres Kriterium ist die Bodenqualität. Je schlechter die Drainage, desto früher sollte gepflanzt werden. Gärtner beachten folgende Empfehlungen:
- Ein halber Eimer Wasser wird in das vorbereitete Loch gegossen;
- Senken Sie den Sämling vorsichtig ab;
- Wenn die Abmessungen der Wurzeln mit dem Erdklumpen größer oder kleiner als der Durchmesser des Lochs sind, wird dieser vergrößert oder verkleinert;
- Der Wurzelhals darf nicht tief vergraben werden – er befindet sich strikt oberhalb der Erdoberfläche.
- Sobald der Sommergast einen Kiefernbaum aus dem Wald eingepflanzt hat, mulcht er die Erde um den Stamm herum;
- Zum Mulchen werden alte Kiefernnadeln verwendet;
- Nachdem die Setzlinge gepflanzt wurden, werden sie gegossen.
Kiefernsetzlinge sollten nur mit einer Gießkanne gegossen werden. Wenn Sie mehrere Kiefern in Ihrem Garten pflanzen möchten, empfiehlt sich die Verwendung eines Messbechers oder einer Messlatte. Botaniker sind sich einig, dass ein Pflanzabstand von 3,5 bis 4 Metern für Kiefern optimal ist.
Pflegehinweise
Nadelbäume benötigen keine regelmäßige Kontrolle. Sie wachsen natürlich, sofern der Gärtner die richtigen Pflegehinweise befolgt. Junge Bäume müssen jedoch auf ihren Gesundheitszustand hin überwacht werden.
- Eine Pflanzung im Spätherbst erhöht das Risiko von Sonnenbrand. Setzlinge sollten mit Plastikfolie geschützt werden. Wird die Pflanzung von Kiefern in Ihrer Region bis zum Frühjahr verschoben, sollten sie mit einer Schutzhülle abgedeckt werden, um sie vor der Sonneneinstrahlung zu schützen. Auch die Bewässerung ist wichtig.
- Eine mäßige Bodenfeuchtigkeit fördert das gesunde Wachstum der Bäume. Der Boden sollte leicht feucht, aber nicht nass sein. Außerdem sollte man darauf achten, dass sich keine Blätter oder Pflanzenreste um die Wurzeln ansammeln. Diese können Krankheiten übertragen, und Erde bietet Schädlingen stets einen idealen Nährboden.
Das könnte Sie auch interessieren:Der Rückschnitt ist unerlässlich. Sobald die Nadeln gepflanzt sind, überwacht der Gärtner den Zustand der Zweige. Sie dürfen weder trocken sein noch Anzeichen von Krankheiten aufweisen. Treten solche Anzeichen auf, werden sie umgehend zurückgeschnitten. Hier darf keine Zeit verloren werden.
Die Kiefer ist ein immergrüner Baum, der häufig in Gärten angepflanzt wird. Samen erhält man in Baumschulen, wo die Qualität gewährleistet ist. Eine weitere Möglichkeit bietet der Wald, allerdings nur für erfahrene Gärtner. Kiefern werden schrittweise verpflanzt, wobei die Erde um den Wurzelstock herum verteilt wird; andernfalls steigt das Risiko des Absterbens. Außerdem sollten Sämlinge, die älter als drei bis fünf Jahre sind, vermieden werden – dies ist in jeder Hinsicht ein schlechtes Zeichen. Je älter der Baum, desto empfindlicher reagiert er auf das Umpflanzen. Wenn ein Gärtner eine Kiefer innerhalb des Gartens verpflanzen möchte, sollte dies im zeitigen Frühjahr geschehen.

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