Die Maulbeere (auch Maulbeerbaum genannt) ist bei Gärtnern als fruchttragende und dekorative Pflanze sehr beliebt. Im Allgemeinen benötigt sie nur wenig Pflege, die lediglich ein regelmäßiger Rückschnitt umfasst. Der Schnitt wird zweimal durchgeführt: im Frühjahr und im Herbst, gemäß der Abbildung und dem Diagramm. Die Schnittanweisungen variieren je nach Sorte. Ein Video mit Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger zeigt, wie man Maulbeeren richtig schneidet. Jeder kann diese Arbeit erledigen. Wichtig ist nur, die Anweisungen und den Zeitplan einzuhalten.
Ziele des Maulbeeranbaus
Der Maulbeerbaum ist eine pflegeleichte Pflanze. Er stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Allerdings ist ein rechtzeitiger Rückschnitt erforderlich. Die Ziele dieses Vorgehens sind:
- Verjüngung;
- Gesundheitsverbesserung;
- Entstehung einer wunderschönen Krone.
Das könnte Sie auch interessieren:Die fachgerechte Verjüngung und der Rückschnitt von Maulbeerbäumen im Herbst sind nur bei Bäumen ab sechs Jahren möglich. Alte Äste werden entfernt. Dadurch gelangen mehr Nährstoffe und Licht an die jungen Triebe. Diese wachsen schnell, die Krone verdichtet sich, und das Ergebnis ist eine reiche und üppige Ernte. Maulbeerbäume werden auch zu Zierzwecken geschnitten. Die Erziehung von Maulbeerbäumen beginnt bereits im ersten Jahr. Die Baumhöhe ist auf 3 m (in südlichen Regionen) bzw. 2 m (in nördlichen Regionen) begrenzt. Zu den südlichen Anbaugebieten für Maulbeerbäume zählen die Region Rostow und die Region Krasnodar, während die nördlichen Regionen alle Gebiete nördlich von Woronesch, einschließlich Moskau und des Urals, umfassen.
Beim Auslichten ist es wichtig, nicht nur die Verfahrensregeln, sondern auch den richtigen Zeitpunkt zu beachten. Ein falscher Schnitt kann die Pflanze schädigen. Am besten formt man Maulbeerbäume im zeitigen Frühjahr, bevor der Saftfluss einsetzt. Im Frühjahr erfolgt der Verjüngungsschnitt gleichzeitig mit dem Formungsschnitt. Im Sommer werden nur grüne Triebe entfernt. Der Maulbeerschnitt erfolgt im Herbst nach dem Laubfall. Dadurch wird der Baum auf die Winterruhe vorbereitet, der Saftfluss verlangsamt sich und die Schnittstellen können vor dem ersten Frost verheilen. Jeder Schnitt, ob im Frühjahr oder Herbst, sollte bei Temperaturen über 8 °C durchgeführt werden. So wird verhindert, dass der Maulbeerbaum später erfriert. Bei korrekter Durchführung erholt sich der Maulbeerbaum schnell, ist frostresistent und für den Winter gerüstet.
Verwenden Sie für diese Arbeit immer Werkzeuge mit scharfen Klingen: eine Gartenschere und eine Gartensäge. Die Gartenschere eignet sich für dünne Triebe bis zu einem Durchmesser von 2,5 cm. Für dickere Äste verwenden Sie eine Gartensäge. An schwer zugänglichen Stellen verwenden Sie eine Astschere.
Vor Arbeitsbeginn werden die Werkzeuge mit Alkohol oder durch Feuer desinfiziert. Beschädigte, trockene und krumme Äste werden zuerst beschnitten, anschließend die nach innen wachsenden Äste. Falls im Sommer neue Triebe in der Nähe des ausgewachsenen Baumes erschienen sind, werden auch diese entfernt. Die Äste werden sorgfältig auf Pilzbefall untersucht; falls Pilze gefunden werden, werden diese zuerst entfernt.
Beschneiden von Obstbäumen unterschiedlichen Alters
Junge Maulbeerbäume wachsen sehr schnell, daher beginnt die Kronenbildung bereits im Alter von unter zwei Jahren. Frisch gepflanzte Bäume werden beschnitten, um den Stamm und die Äste für das zukünftige Wachstum in die richtige Form zu bringen. Alle Äste werden bis zu einer Höhe von 1,5 m über dem Boden entfernt. Dadurch wird verhindert, dass ältere Äste herabhängen und auf dem Boden liegen bleiben. Der Hauptstamm kann 5–6 m lang werden. Alle konkurrierenden Triebe werden entfernt. Soll der Baum kleiner bleiben, wird die Spitze auf 1,4–1,7 m Höhe zurückgeschnitten. So entsteht ein Gerüst aus 8–10 Stützästen. Herabhängende Äste werden nicht beschnitten, sondern mit Stützen fixiert. Die so entstandene Form wird anschließend durch das Entfernen überflüssiger Triebe erhalten.
Nach vier bis sechs Jahren verlangsamt sich das Wachstum. Baumschulen verkaufen üblicherweise fünf- bis sechsjährige Sämlinge. Zu diesem Zeitpunkt ist die Krone bereits ausgebildet, sodass die Pflanze nur noch einen hygienischen Rückschnitt benötigt. Je jünger der Baum, desto sorgfältiger wird dieser durchgeführt. Junge Bäume werden im Herbst nur in südlichen Regionen geschnitten, wo die Temperaturen den ganzen Winter über über 5 °C bleiben. Auch ältere Bäume können im Herbst geschnitten werden.
Bäume jeden Alters werden so beschnitten, dass das Gerüst und die Fruchtäste nicht beschädigt werden. Die Triebe werden 0,5–1 cm oberhalb der Knospe in einem Winkel von 50 Grad gekürzt. Wird ein ganzer Ast entfernt, wird die Klinge exakt senkrecht dazu angesetzt, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten.
Schnittmaßnahmen bei verschiedenen Sorten: Merkmale
Verschiedene Maulbeersorten werden für unterschiedliche Zwecke angebaut, daher variiert auch ihr Schnittverhalten. Bäume, die zur Beerenernte gepflanzt werden, werden als Obstbäume erzogen. Um eine reiche Ernte zu erzielen, werden mehrere Fruchtetagen angelegt. Der Abstand zwischen den Etagen beträgt 50–60 cm. Zierbäume werden so geschnitten, dass sie die gewünschte Kronenform erhalten. Ziersorten sind nicht nur bei Hobbygärtnern, sondern auch bei Landschaftsarchitekten beliebt. Durch den speziellen Schnitt tragen sie weniger Früchte, behalten aber eine schöne Krone. Die wichtigsten Sorten sind:
- weinend oder standardisiert;
- pyramidenförmig (Formation des Maulbeerstrauchs);
- sphärisch (in Form einer Kugel, eines Balls).
Diese Sorten zeichnen sich durch ihre ungewöhnlichen Kronen aus. Ihr großes, leuchtend grünes Laub verfärbt sich im Herbst gelb. Bei der Parkgestaltung werden diese Bäume oft neben immergrünen Nadelbäumen gepflanzt.
Die am häufigsten verwendete Ziermaulbeersorte ist die Hänge- oder Hochstammmaulbeere. Sie zeichnet sich durch ihren kompakten Wuchs aus und wurde vorwiegend zu Zierzwecken gezüchtet. Ihre schlanken Triebe, ähnlich denen einer Weide, hängen kaskadenartig bis zum Boden herab. Eine Hängemaulbeere schmückt sowohl kleinste Gärten als auch große Parks. Die Ausbildung eines Hochstamms beginnt im ersten oder zweiten Jahr nach der Pflanzung. Alle Seitenzweige werden vom Stamm entfernt, sodass nur die oberen Zweige stehen bleiben. So entsteht ein 1,5 bis 2 Meter hoher Hochstamm ohne Seitenzweige. Junge Triebe werden oberhalb der dritten oder vierten Knospe zurückgeschnitten. Die verbleibende oberste Knospe sollte vom Stamm nach außen wachsen. Die oberen Zweige wachsen dann kaskadenartig nach unten und bilden eine kuppelförmige Struktur um den Stamm. Dieser Vorgang wird im dritten oder vierten Jahr wiederholt. Im vierten Jahr sollte der Baum seine endgültige Form erreicht haben. Im vierten und fünften Jahr wird er durch Formschnitt gleichmäßig geformt.
Diese Sorte benötigt regelmäßiges Auslichten der Krone, da die vielen Äste das Laubwachstum behindern. Überschüssige Äste werden entfernt, die Kronenform bleibt jedoch erhalten. Selbst ein starker Rückschnitt schadet der Hängemaulbeere nicht. Die Äste werden auf 25–30 cm gekürzt. Sie wachsen schnell nach und tragen weiterhin Früchte.
Pyramidenförmige und kugelförmige Maulbeerbäume sind bei Landschaftsarchitekten beliebt. Der Pyramidenmaulbeerbaum zeichnet sich durch seine hohe, schlanke Krone aus, die bis zu 8 m hoch werden kann. Der Kugelmaulbeerbaum hingegen ist ein kleiner Baum mit einer dichten, kugelförmigen Krone. Beide Sorten benötigen einen regelmäßigen Rückschnitt, der jedes Jahr zur gleichen Zeit erfolgen sollte. Um ihre Form zu erhalten, werden Zierformen in den Sommermonaten geschnitten. Pyramidenförmige Bäume vertragen den Rückschnitt gut und werden daher auch in skulpturalen Landschaftsgestaltungen eingesetzt. Die einfachste und beliebteste Form des Pyramidenmaulbeerbaums ist der Strauchschnitt. Man nimmt einen Baum mit bereits ausgebildeten Trieben und lässt im ersten Jahr 2–4 kräftige Triebe stehen, die in einem Winkel von 45° zum Stamm wachsen und mehr als 15 cm über dem Boden sind. Die Triebe werden oberhalb der dritten oder vierten Knospe von der Basis aus abgeschnitten. Der Haupttrieb wird auf die gleiche Länge wie der Spitzentrieb belassen. Im darauffolgenden Jahr werden die Triebe um das Ein- bis Dreifache ihrer Länge gekürzt. Im dritten Jahr sollte der Baum 4 bis 9 skelettartige Äste aufweisen.
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Die Schnittmethoden für Maulbeerbäume variieren je nach Verwendungszweck. Man unterscheidet drei Methoden:
- prägend;
- verjüngend;
- Hygiene.
Bei der Wahl des richtigen Schnittschemas ist das Alter des Baumes zu berücksichtigen. Ein Erziehungsschnitt ist für Bäume bis zu einem Alter von sechs Jahren notwendig. Bis dahin befinden sich Maulbeerbäume in der aktiven Wachstumsphase. Ältere Bäume verändern ihre Krone nicht mehr so stark. Die Pflege in den ersten Jahren bestimmt die spätere Wuchsform des Baumes. Diese Wuchsform hängt vom Verwendungszweck ab. Daher werden Maulbeerbäume als Sträucher, Besensträucher, Trauerbäume oder Hochstämme kultiviert.
Der Verjüngungsschnitt hingegen wird bei Bäumen ab sechs Jahren durchgeführt. Er dient der Ertragserhaltung und erfolgt entweder im Frühjahr oder Herbst. Je älter der Maulbeerbaum ist, desto weniger Früchte trägt er. Der Verjüngungsschnitt hilft, diesem Problem entgegenzuwirken und eine reiche Ernte in jeder Saison zu sichern. Der Pflegeschnitt wird alle drei Jahre durchgeführt. Beschädigte Äste werden entfernt. Zu dünne Triebe am Stamm werden entfernt. Triebe, die in Richtung Kronenmitte wachsen, werden zurückgeschnitten. Dieses Verfahren dient der Vorbeugung verschiedener Krankheiten und Schädlinge. Es stellt sicher, dass der Baum gesund und somit ertragreich bleibt. Daher ist der Pflegeschnitt unerlässlich, während der Erziehungsschnitt erforderlich ist, wenn ein Baum zu Zierzwecken gezogen werden soll.
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Der Rückschnitt von Maulbeerbäumen ist notwendig. Bei korrekter Durchführung zum richtigen Zeitpunkt ist er erfolgreich. Der Baum bleibt dann viele Jahre gesund und trägt reichlich Früchte. Der Herbstschnitt ist der vorletzte Schritt der Wintervorbereitung. Maulbeerbäume werden im Herbst mit Superphosphat gedüngt, um sich vor dem Winter zu stärken. Der Dünger wird direkt um den Stamm herum auf die Erde ausgebracht.
Der Boden wird zunächst aufgelockert und nach der Düngung mit einer Kompostschicht („Mulch“) bedeckt. Stickstoffhaltige Düngemittel werden nicht verwendet, da sie die Wurzeln schädigen können. Alle abgeschnittenen Äste werden sofort eingesammelt und verbrannt, um die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen zu verhindern. Der Stamm wird mit Kalk bestrichen.
Von den drei Schnittarten ist der hygienische Rückschnitt unerlässlich. Er wird im Herbst durchgeführt, ist aber in der Regel nicht jährlich notwendig. Ein merklicher Ertragsrückgang macht ihn bedeutsam. Normalerweise genügt ein Rückschnitt alle drei Jahre. Neben dem hygienischen Rückschnitt benötigen ältere Obstbäume auch einen Verjüngungsschnitt. Der Formationsschnitt von Maulbeerbäumen dient dekorativen Zwecken.

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