Die Geranie, auch Pelargonie genannt, ist eine beliebte Zimmerpflanze, die im Sommer im Freien gut gedeiht. Im Winter benötigt sie eine Ruhephase, die der Gärtner ihr im Haus ermöglichen sollte.
Die Pflanze überwintert nicht im Freien; Pelargonien vertragen nur leichten Frost; starke Kälte ist tödlich. Geranien im Winter in Innenräumen zu halten, ist recht schwierig; die Temperaturschwankungen im Freien nach dem Herbst führen oft dazu, dass die Pflanze erkrankt und einen Großteil ihres Laubs abwirft. Die größten Herausforderungen beim Anbau lassen sich jedoch bewältigen, wenn man die Wohnung richtig auf den Winter vorbereitet.
Beschreibung der Pflanze
Die Geranie gehört zur Familie der Geraniengewächse (Geraniaceae). In freier Natur wächst sie in Südafrika. Die Gattung umfasst derzeit über 250 Arten, und jährlich kommen neue, von Züchtern entwickelte Sorten hinzu. Ihre Blüte unterscheidet sich deutlich von der üblichen Kugelform; die Sträucher wachsen natürlich und strecken sich nicht aufgrund von Lichtmangel, sondern bilden auch die übliche Form. Geranien können beschnitten werdenwodurch die Bildung eines schönen Busches gewährleistet wird.
Pflanzen dieser Gattung lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
- blühende Pflanzen – geschätzt wegen ihrer üppigen Blüte, die den Gärtner fast das ganze Jahr über erfreut;
- Duftend – auch diese Pflanze blüht, allerdings im Vergleich zur vorherigen Art kaum; geschätzt wird sie wegen des Aromas, das von ihren Blättern ausgeht; diese können nach Zitrone, Minze, Fichte und sogar Coca-Cola riechen.
Das Wurzelsystem der Pflanze ist weitverzweigt. Der Stängel ist aufrecht, bei manchen Arten niederliegend. Die Blätter sind gelappt und fein behaart. Die Blüten bilden eine traubenförmige Blütenstandsform mit bis zu 40 Knospen.
Die Pflanze blüht ganzjährig, sofern die richtige Temperatur, ausreichend Tageslicht und regelmäßige Düngung mit Mineraldünger gewährleistet sind. Nach der Reife des Blütenstands bildet sich eine kapselartige Frucht, die kleine Samen enthält.
Wachstums- und Ruhephasen
Die Pflanze durchläuft eine kurze Ruhephase, die im Dezember beginnt. Der neue Wachstumszyklus startet Ende Februar/Anfang März. Diese Ruhephase ist durch langsameres Wachstum und ausbleibende Blütenbildung gekennzeichnet. Bei ausreichend Tageslicht kann die Pflanze blühen, es wird jedoch empfohlen, die Knospen zu entfernen, da die Geranie Ruhe benötigt. Ein Mangel an Ruhe beeinträchtigt die Sommerblüte und führt zu einer weniger üppigen Blütenpracht. Die Wachstumsperiode beginnt im März und dauert bis Ende September. Während dieser Zeit sollte die Pflanze mit einem Dünger versorgt werden, der einen moderaten Anteil an Stickstoff und Phosphaten enthält.
Das könnte Sie auch interessieren:Um eine schöne Krone zu formen und maximale Fülle zu erzielen, empfiehlt sich ein Rückschnitt während der Wachstumsperiode. Dies geschieht am besten nach der Blüte, damit die Pflanze ihren Besitzer erneut mit dichtem Laub und üppiger Blütenpracht erfreut. Bei Zonalpelargonien wird ein Rückschnitt empfohlen, um die Verzweigung anzuregen. Efeublättrige oder hängende Geranien sollten nach dem Erscheinen des siebten Blattes an jedem Zweig zurückgeschnitten werden.
Pflege von Geranien zu Hause
Die Geranie ist eine sonnenliebende Pflanze, die auf einer nach Osten oder Süden ausgerichteten Fensterbank prächtig gedeiht. Ihre Blätter sind zart, daher sollte sie vor der heißen Mittagssonne geschützt werden; andernfalls vergilben sie und fallen ab.
Sollte sich der Strauch nicht optimal entwickeln, lässt sich dies durch längere Tageslichtstunden korrigieren. Die Ergebnisse sind bereits im ersten Monat sichtbar, da die Triebe gerader und dicker werden. Wird die Geranie im Winter im Haus gehalten, benötigt sie einen kühlen Standort – die optimale Temperatur liegt bei 12–16 Grad Celsius. Die Pflanze profitiert von frischer Luft, daher sollte der Raum regelmäßig gelüftet werden. Heizkörper trocknen die Luft aus, weshalb die Anschaffung eines Luftbefeuchters empfehlenswert ist.
Temperatur und Beleuchtung im Sommer und Winter
Pflanzen benötigen nach der Sommerblüte eine Pause, um im nächsten Jahr den Vorgarten mit ihrer prächtigen Blütenpracht neu zu verschönern. Die optimale Temperatur für die Zimmerkultur liegt im Sommer bei 22–26 Grad Celsius, im Winter empfiehlt sich eine Senkung auf 12–18 Grad Celsius. Geranientöpfe sollten ganzjährig vor Zugluft geschützt werden, da die Pflanze ein empfindliches Wurzelsystem hat.
Geranien sind anspruchsvoll, was Tageslänge und Licht angeht. Ohne Sonnenlicht strecken sie sich, verlieren ihre dekorativen Eigenschaften und der Stängel verliert teilweise Blätter. Im Sommer können Geranien im Garten gehalten werden, entweder indem man den Topf nach draußen stellt oder die Pflanze direkt ins Beet pflanzt. Sie benötigen einen halbschattigen Platz. Die Blume braucht die sanften Strahlen der Morgensonne; die Mittagshitze kann ihr schaden.
Wie oft sollte ich meine Wohnung gießen?
Pelargonien sind keine Pflanzen, die viel Feuchtigkeit benötigen; sie vertragen keine Staunässe, und zu viel Bodenfeuchtigkeit ist schädlich. Im Haus sollten sie erst gegossen werden, wenn die Erde leicht angetrocknet ist; vorübergehende Trockenheit vertragen sie besser als Staunässe. Im Winter gießt man die Pflanze alle 10–14 Tage, im Sommer alle 2–5 Tage.
Substrat und Dünger auswählen: So düngen Sie richtig
Bei der Pflege einer Pflanze muss man bedenken, dass sie … richtige Pflege zu Hause und Jährliches Umtopfen bedeutet, den Wurzelballen komplett auszutauschen. Die Pflanze kann in jede nährstoffreiche Erde mit Perlit und Vermiculit gepflanzt werden. Achten Sie auf eine ausreichende Drainageschicht am Topfboden. Die Pflanze bevorzugt geräumige Töpfe und wächst darin schnell. Für eine üppige Blüte sollte die Topfgröße jedoch dem Wurzelsystem angepasst sein. Ein zu großer Topf führt dazu, dass die Pflanze ein ausgedehntes Wurzelwerk entwickelt und die Blüte vernachlässigt.
Bei regelmäßiger Düngung von Anfang März bis Ende September wächst die Pflanze schnell. Für eine üppige Blüte empfiehlt sich ein kaliumreicher Dünger, der zweimal monatlich in der empfohlenen Dosierung ausgebracht wird. Bei Mehrnährstoffdüngern ist auf den Stickstoffgehalt zu achten, da zu hohe Dosen zu schnellem Blattwachstum führen und die Blüte hemmen.
Trimmen
Das Beschneiden ist einer der schwierigsten Schritte bei der Pflege jeder Pflanze, aber Gärtner, die einen ordentlichen Geranienstrauch ziehen und sich an seiner Blüte erfreuen wollen, können auf diese Maßnahme nicht verzichten.
Das Wachstum hängt von der Sorte und der Qualität des Rückschnitts ab. Während des Wachstums strecken sich die Triebe und werden kahl. In diesem Fall wird die Triebspitze abgeschnitten und neu bewurzelt. Der verbleibende, kahle Trieb mit Wurzel kann so wiederbelebt werden. Der Topf benötigt gute Pflege und ausreichend Licht, damit aus dem freigelegten Stumpf junge Knospen für zukünftige Zweige austreiben können.
Um kahle Stängel zu vermeiden, empfiehlt sich ein jährlicher Rückschnitt nach der Wachstumsperiode. Die Pflanze wird so weit wie möglich zurückgeschnitten, um die ruhenden Knospen zu wecken. Da Geranien nicht vollständig aufhören zu wachsen, müssen sie im März, nach der Zunahme der Tageslichtstunden, erneut zurückgeschnitten werden.
Vorbereitung auf den Winter: Winterlagerung
Im Herbst sollte die Pflanze so stark wie möglich zurückgeschnitten werden, sodass nicht mehr als sieben Blätter am Stängel verbleiben. Entfernen Sie alle Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, da diese der Mutterpflanze alle Nährstoffe entziehen, die sie für einen erfolgreichen Winter benötigt. Um eine üppige Blüte zu gewährleisten, sollten Pelargonien im Winter kühl gehalten werden; sie können beispielsweise auf einer Fensterbank oder im Keller gelagert werden.
Zur Vorbereitung auf den Winter gehören die Reduzierung der Bewässerung, der Verzicht auf Düngemittel und der Rückschnitt mit obligatorischer Entfernung der Blütenstängel.
Bei der Lagerung im Keller sollten Sie die Pflanzen zurückschneiden, aus der Erde nehmen und in einen luftdichten Behälter stellen. Dieser muss mindestens alle zwei Wochen gelüftet werden. Der Keller muss trocken sein und die Temperatur darf nicht unter 10 Grad Celsius (50 Grad Fahrenheit) fallen, da die Pflanze sonst abstirbt.
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Folgende Bedingungen sind für die Überwinterung geeignet:
- verglaster Balkon oder Loggia, vorausgesetzt, die Temperatur sinkt nicht unter 8-10 Grad;
- Fensterbank, wenn die Raumtemperatur nicht mehr als 17 Grad beträgt;
- Keller oder Souterrain - Pflanzen in Töpfen werden an den hellsten Ort gestellt; wenn kein natürliches Licht vorhanden ist, wird diese Methode nicht angewendet;
- Kühlschrank - ohne Erde und Wurzeln, sodass nur noch der oberirdische Teil in Form eines Stängels übrig bleibt, muss der Zustand der Pflanze regelmäßig überprüft werden.
Um ein erfolgreiches Überwintern zu gewährleisten, müssen ausgewachsene Pflanzen gesund in die Winterruhe eintreten. Ende August sollten im Freien gepflanzte Pflanzen auf Schädlinge untersucht werden.
Vermehrung und Transplantation
Es gibt zwei Methoden, Kalachi zu vermehren: Stecklinge und Aussaat. Die Stecklingsvermehrung hat einen Nachteil: Die Wahl des richtigen Saatguts ist entscheidend. Von Schädlingen oder Krankheiten befallene Stecklinge wurzeln nicht. Die Schwierigkeit bei der Aussaat liegt in der Pflege der Jungpflanzen. Wichtig ist, die Pflanzen nicht zu übergießen und das Gewächshaus regelmäßig zu lüften.
Samen: Wie man sie pflegt
Kalachik lässt sich gut aus Samen vermehren, die man von einem blühenden Strauch sammeln oder im Handel erwerben kann. Gekaufte Samen sollten auf ihr Verfallsdatum überprüft werden; sind sie erst kürzlich gesammelt, ist die Keimrate hoch.
Die Samen werden in lockere, leicht angefeuchtete Erde gesät, die zuvor mit Kaliumpermanganatlösung desinfiziert wurde, und 2 cm tief eingegraben. Der Topf mit den frischen Samen wird mit Glas oder Plastikfolie abgedeckt und bei einer Temperatur von 18–22 °C gehalten. Nach der Keimung wird die Abdeckung entfernt. Die Sämlinge werden nach dem Erscheinen des fünften Blattes gestutzt. Anschließend werden sie vorsichtig mit einer Sprühflasche besprüht, wobei darauf geachtet werden muss, die Sämlinge nicht zu berühren.
Nach der Ausbildung großer Sträucher mit 2-4 Paaren echter Blätter werden sie in einen separaten Topf umgepflanzt.
Vermehrung durch Stecklinge
Die Anzucht einer ausgewachsenen Pflanze aus einem Steckling ist recht einfach. Verwenden Sie die Reste des Herbst- oder Frühjahrsschnitts. Am besten eignen sich Stecklinge mit verholzten Trieben. Es gibt verschiedene gängige Bewurzelungsmethoden:
- Wasser. Geben Sie eine Aktivkohletablette in ein kleines Gefäß mit Wasser und stellen Sie den Steckling hinein. Stellen Sie das Gefäß auf eine helle Fensterbank und warten Sie, bis sich Wurzeln bilden. Im Frühling dauert dieser Vorgang etwa eine Woche, im Herbst über einen Monat. Das größte Risiko bei dieser Methode ist Fäulnis.
- Perlit oder Vermiculit. Der Steckling wird in feuchtem Perlit oder Vermiculit bewurzelt und leicht schräg gestellt – so muss die Jungpflanze weniger Energie für ihre Stützfunktion aufwenden. Die Pflanze wird an einen sonnigen Platz oder unter eine Pflanzenlampe gestellt.
- Torf. Die Verwendung einer Torftablette ist praktisch. Weichen Sie diese vor Gebrauch in Wasser ein. Sobald sie auf die Größe eines Glases aufgequollen ist, setzen Sie den schräg angeschnittenen Steckling mittig hinein. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass sie ein späteres Umsetzen ermöglicht, anstatt neu gepflanzt werden zu müssen. Außerdem sind die Torftabletten desinfiziert, wodurch das Risiko des Absterbens des Stecklings minimal ist.
- Erde. Die Pflanze wurzelt in Erde, ähnlich wie in einem Torfquelltopf, aber das Substrat muss vorher vorbereitet werden. Es kann im Backofen gebacken oder zur Desinfektion mit Kaliumpermanganat besprüht werden.
Stecklinge werden nach sichtbarem Wachstum und der Bildung neuer Blätter in einen endgültigen Topf umgepflanzt. Am besten wartet man, bis die Wurzeln den gesamten Wurzelballen durchwurzelt haben.
Landung
Beim Umtopfen ist Vorsicht geboten, da die Pflanze ein empfindliches Wurzelsystem hat. Der neue Topf sollte zwei Zentimeter größer im Durchmesser sein als der vorherige. Verwenden Sie keinen zu großen Topf, da die Pflanze sonst nicht blüht. Geranien, die aus Stecklingen gezogen oder überwintert wurden, sollten idealerweise im April, während der Wachstums- und Entwicklungsphase, eingepflanzt werden.
Überweisen
Vor dem Umtopfen die Pflanze wässern. Dadurch lässt sich der Erdballen leichter aus dem Topf lösen. Umtopfen erfolgt im Frühjahr oder Herbst nach der Blüte. Nach dem Umtopfen sollte die Pflanze vier Monate lang nicht gedüngt werden. Das Substrat enthält alle Nährstoffe, die für Wachstum und Entwicklung notwendig sind.
Mögliche Probleme
Beim Anbau von Geranien zu Hause stehen Hobbygärtner vor folgenden Problemen:
- Die Blätter verfärben sich gelb;
- Schädlingsbefall;
- Die Blätter fallen;
- Der Stängel verfärbt sich schwarz oder verfault;
- Auf den Blättern bilden sich Flecken.
Das Auftreten der genannten Symptome deutet in jedem Fall auf einen Schädlingsbefall oder unsachgemäße Pflege hin.
Warum geht meine Zimmergeranie ein?
Die Hauptgründe für das Absterben einer Zimmerpflanze:
- unregulierte Bewässerung;
- übermäßige Trockenheit der Luft;
- hohe Raumtemperatur;
- Einwirkung von Sonnenlicht;
- Beschädigung des Wurzelsystems während der Transplantation.
Es gibt viele mögliche Ursachen, aber um die wahre zu ermitteln, muss man die Veränderungen, die die Pflanze durchgemacht hat, genau beobachten. Oft lässt sich das Problem durch einen Bodenwechsel beheben.
Krankheiten und Schädlinge: Wie man ein Brötchen haltbar macht
Geranien werden selten von Schädlingen befallen; daher stirbt die Pflanze meist, wenn der Besitzer die grundlegende Pflege vernachlässigt. Das Absterben älterer Blätter am Stängelansatz ist ein natürlicher Vorgang. Die Ursache sollte untersucht werden, wenn junge Triebe welken oder abfallen oder sich Rost an der Blattunterseite bildet.
- Wenn die Blattränder gelb werden, müssen Sie mehr gießen.
- Der Verlust des Turgors deutet auf überschüssige Feuchtigkeit hin.
- Laubfall – Mangel an Sonnenlicht.
Medizinische Eigenschaften und Nutzen der Blume
Die Blätter der Pelargonie geben ätherische Öle an die Raumluft ab und wirken antiviral und antibakteriell. Es wird empfohlen, die Pflanze im Kinderzimmer aufzustellen, da sie beruhigend wirkt und den Schlaf fördert. Die Blätter werden bei Ohrenentzündungen, Schnupfen und Rheuma eingesetzt. Ein Aufguss daraus wird zur Behandlung von Zahnfleisch- und Rachenbeschwerden verwendet.
Nach volkssprachlichem Glauben symbolisieren blühende rote Geranien in einer Wohnung Liebe und gegenseitiges Verständnis innerhalb der Familie. Die Pflanze soll die Atmosphäre ausgleichen und ein angenehmeres Wohnklima schaffen.
Abschluss
Die Pelargonie ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch Gartenneulinge problemlos pflegen können. Im Sommer verschönert sie Beete und Vorgärten – im Freien gedeiht sie prächtig. Für üppige Blüten sorgt ein kühles Winterklima und ein sorgfältiger Rückschnitt im Herbst. Ihre Geranie wird es Ihnen danken, wenn Sie diese Tipps befolgen.

Die Geranie ist nicht nur eine schöne Pflanze, sondern auch ein traditionelles Heilmittel gegen Krankheiten.