So pflegen Sie Kakteen zu Hause: Gießen und Umtopfen

Blumen

Zimmerpflanzen schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Viele Menschen meiden sie jedoch aufgrund ihres vollen Terminkalenders. Weniger erfahrene Gärtner empfehlen als Alternative Kakteen, da diese pflegeleicht sind. zu Hausebereitet keine größeren Schwierigkeiten.

Die vermeintliche Anspruchslosigkeit von Kakteen ist ein weit verbreitetes Klischee, das jedoch weit von der Wahrheit entfernt ist. Die natürliche Lebenskraft dieser Pflanzen ist nicht unerschöpflich, wie viele vielleicht annehmen.

Merkmale von Kakteen

Heute sind etwa 300 Arten und Varietäten dieser Pflanze bekannt. Das Besondere an Kakteen ist ihre Vielfalt im Aussehen. So besitzen beispielsweise die Mitglieder der Unterfamilie Pereskiaceae vertraute Blätter und Stängel. Opuntiaceae (Schlangenfrüchtler) hingegen haben Laub nur an jungen Trieben, während Cereus spp. Kakteen im herkömmlichen Sinne mit Stacheln sind.

Experten weisen außerdem auf folgende Merkmale hin:

  • Der Stängel dieser Pflanze ist für die Photosynthese verantwortlich, und der gesamte Prozess der aktiven Freisetzung von Kohlendioxid und Sauerstoff findet nachts statt;
  • Wie man auf dem Foto sehen kann, unterscheiden sich Kakteen nicht nur durch ihre Namen, sondern auch durch ihre Stacheln. Diese können haarähnlich, borstig, nadelförmig, pfriemenförmig oder keulenförmig sein.

Im Gegensatz zu vielen Zimmerpflanzen produzieren Kakteen Beeren, deren Größe zwischen 2 Millimetern und 2 cm variiert. In jeder Beere befinden sich zwei bis drei oder sogar Hunderte von Samen.

Interessant!
Einige der Früchte sind essbar.

Kakteen werden meist zu Dekorationszwecken in Wohnungen gehalten. Das bedeutet, dass sie nicht als Lebensmittel verwendet werden sollten.

Wichtige Punkte beim Anbau von Kakteen

Viele halten Kakteen für relativ pflegeleicht. Das liegt vor allem an den natürlichen Bedingungen, unter denen diese Pflanzen optimal gedeihen. Ihre einfache Pflege erfordert jedoch gewisse Kenntnisse seitens des Züchters. Kakteen haben eine Ruhephase und eine Wachstumsphase, die Einfluss auf Bewässerung, zusätzliche Beleuchtung und Temperaturanpassungen haben.

Gute Beleuchtung

In freier Natur wachsen Kakteen in sonnenreichen Gebieten. Entsprechend müssen ähnliche Bedingungen geschaffen werden, wenn sie in Innenräumen kultiviert werden. Bei unzureichendem Licht gedeiht die Pflanze nicht, der Stamm verformt sich und bleibt im Wachstum zurück.

Die meisten Kakteen, die in Innenräumen kultiviert werden, gedeihen im Winter. Ausreichend natürliches Licht ist in dieser Jahreszeit nicht möglich. Um Verformungen und das Absterben der Pflanzen zu verhindern, empfehlen erfahrene Züchter die Verwendung von Beleuchtungskörpern. Diese sollten mit Beginn des Herbstes, sobald die Tage kürzer werden, eingesetzt werden.

Natrium- oder Halogenlampen eignen sich zur Pflege von Kakteen in Innenräumen. Eine Leistung von 300 bis 500 Watt ist ausreichend. Idealerweise verfügen die Lampen über ein Reflektorgehäuse, um das Licht auf die Pflanze zu bündeln.

Im Zentrum des Lichtflecks herrschen ideale Bedingungen für kleine, junge Pflanzen, an den Rändern hingegen für größere Kakteen.

Wichtig!
Kombiniert man beispielsweise drei Lampen, so wird keine einzige Lampe einseitig beleuchtet.

Luftfeuchtigkeit

Für eine gleichmäßige und gesunde Blüte zu Hause ist die richtige Luftfeuchtigkeit für Kakteen entscheidend. Erfahrene Züchter empfehlen, diese niedrig zu halten. Während der Wachstumsperiode können Kakteen, insbesondere bei feuchtem Wetter, ins Freie gestellt werden. Um Krankheiten vorzubeugen, sollte die Pflanze vorab mit einer Fungizidlösung behandelt werden.

Wann und wie man gießt

Die Pflege von Kakteen zu Hause erfordert Kenntnisse über die richtige Bewässerung. Die genaue Wassermenge hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Vielfalt;
  • Haftbedingungen.
Wichtig!
Bei der Bestimmung der benötigten Wassermenge ist die Größe des Pflanzgefäßes zu berücksichtigen. Je kleiner es ist, desto mehr Wasser wird benötigt.

Exemplare, die in einem Raum mit niedriger Luftfeuchtigkeit und gleichzeitig hoher Temperatur gehalten werden, benötigen reichlich Wasser. Wie?Wasser richtigWie auf dem Foto zu sehen.

Im Sommer empfiehlt es sich, Kakteen täglich, am besten morgens, zu gießen. So kann die Pflanze das Wasser optimal aufnehmen und Krankheiten vorbeugen. Steht die Pflanze in einem kleinen Topf, sollte sie mindestens alle zwei Tage besprüht werden.

Bei der Festlegung der Bewässerungszeiten sind bestimmte Regeln zu beachten:

  1. Die erste Bewässerung zu Beginn des Frühlings erfolgt, sobald junge Dornen und Stellen mit frischer Blatthaut an der Pflanze erscheinen.
  2. Ab Anfang September wird die Bewässerung deutlich reduziert.

Die meisten Kakteen fallen zwischen November und März in eine Ruhephase. Daher sollte die Erde höchstens einmal im Monat und nur mit geringen Mengen Wasser befeuchtet werden.

  1. Der Wasserverbrauch von Kakteen sinkt im Krankheitsfall.
  2. Bei der Kakteenzucht im Gewächshaus ist die Temperaturkontrolle wichtig. Zeigt das Thermometer weniger als 10 °C an, sollte das Gießen eingestellt werden.

Ein Anzeichen für zu viel Feuchtigkeit sind vertikale Risse an der Stammoberfläche. Kakteen können zwar von Natur aus Wasser speichern, diese Fähigkeit ist jedoch begrenzt.

Müssen Kakteen gedüngt werden?

Wissenschaftler und Züchter sind sich uneins darüber, ob Kakteen gedüngt werden sollten. Einige sind überzeugt, dass SukkulentenPflanzen, die mit Düngemitteln angebaut wurden, weisen deutlich schlechtere Eigenschaften auf als solche, die nicht gedüngt wurden.

Andere argumentieren, dass Pflanzen auf natürliche Weise mit den notwendigen Nährstoffen versorgt werden, ausreichend für die gesamte Wachstumsperiode. Daher sei zusätzliche Düngung nicht erforderlich. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt.

Es gibt Regeln für die richtige Fütterung:

  1. Düngemittel werden nicht während der Zeit ausgebracht, in der sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereitet oder bereits in diese eingetreten ist.
  2. Es ist nicht ratsam, Kakteen in einem unerklärlichen Zustand zu düngen. Das Wurzelsystem ist so stark geschädigt, dass die Nährstoffe nicht mehr vollständig aufgenommen werden.
  3. Unmittelbar nach dem Umpflanzen oder während der Bewurzelungsphase darf kein Dünger verwendet werden.
  4. Vermeiden Sie zu häufiges Düngen, da dies zu Bodenfäule und Schädlingsbefall führen kann.
  5. Nur Kakteen, die in saurem Boden gepflanzt sind, sollten gedüngt werden. Zu viel Kalk kann das Pflanzenwachstum hemmen.

Die erste Düngung nach der Winterruhe sollte im zeitigen Frühjahr erfolgen. Dies fördert die Vitalität des Wurzelsystems. Natriumhumat, Huminsäuren und Kaliumsalze sind am wirksamsten. Um Verbrennungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Dünger abends oder an einem bewölkten Tag auszubringen.

Wichtig!
Die Norm für jede Mineralstoffzusammensetzung beträgt 2 Gramm pro 1 Liter Wasser.

Organische Düngemittel eignen sich am besten für Rhipsalis und Epiphyllum. Diese Kakteen sollten einmal wöchentlich mit einer Ammoniumnitratlösung gegossen werden. Das Mischungsverhältnis beträgt 1 g Ammoniumnitrat pro Liter Wasser.

Auswahl eines Topfes

Die Größe des Pflanzgefäßes ist wichtig. Kakteen werden meist in kleinen Töpfen verkauft, daher empfiehlt es sich, sie direkt nach dem Kauf umzutopfen. Achten Sie bei der Pflanzenauswahl auf die Größe der Pflanze. Ist sie klein, sollte auch das Gefäß klein sein. Bleiben die Wurzeln zu lange in der Erde, können sie faulen.

Die Verwendung von Tontöpfen für die Kakteenzucht hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Ihr Hauptmerkmal ist die poröse Beschaffenheit ihrer Wände. Dadurch verdunstet Feuchtigkeit schnell. Dieser Prozess wird zudem von der Luftfeuchtigkeit und der Lichtintensität beeinflusst.

Verdunstet Wasser, insbesondere hartes Wasser, bildet sich an den Topfwänden ein weißer, kalkhaltiger Belag. Dies führt zur Alkalisierung des Bodens und in der Folge zum Absterben der Wurzeln. Dieses Problem lässt sich leicht durch die Verwendung von abgestandenem Wasser beheben.

Neben Tontöpfen werden auch Kunststofftöpfe häufig für die Kakteenzucht verwendet. Ihr Vorteil liegt in den glatten Wänden, die eine einfache Reinigung und Wiederverwendung ermöglichen. Die Verdunstung durch die Wände wird vollständig verhindert. Für unerfahrene Gärtner kann dieser Vorteil jedoch schnell zum Nachteil werden.

Beim Gießen von Pflanzen in Plastiktöpfen benötigt man nur ein Drittel der Wassermenge, die man in Tontöpfen verwendet. Daher kann es bei unerfahrenen Gärtnern leicht zu Überwässerung kommen, was Wurzelfäule verursachen kann.

Tatsache!
Selbst wenn die Oberfläche des Substrats in einem Kunststoffbehälter trocken ist, können die tieferen Schichten feucht bleiben.

Plastiktöpfe bergen ein hohes Risiko von Sonnenbrand an den Wurzeln. Darüber hinaus kann die Sonneneinstrahlung dazu führen, dass der Topf schneller zersetzt wird.

Verpflanzen von ausgewachsenen Kakteen

Dieses Vorgehen empfiehlt sich nur im Frühjahr. Wichtig ist jedoch, dass die Pflanze vorher aktiv wächst und der Topf zu klein geworden ist. Stellen Sie das Gießen einige Tage vor dem Umtopfen ein – der wichtigste Schritt bei der Pflege von Zimmerkakteen. So lässt sich die Erde leichter abschütteln und von den Wurzeln entfernen. Da die Pflanze recht stachelig sein kann, wickeln Sie sie vor dem Auspacken in mehrere Lagen Papier oder Stoff ein.

Wichtig!
Junge Kakteen werden einmal jährlich umgetopft. Pflanzen im dritten und vierten Jahr werden alle paar Jahre umgetopft.

Der neue Topf sollte so groß sein, dass die Wurzeln ihn vollständig ausfüllen können. Eine Drainageschicht am Boden ist wichtig. Anschließend kommen etwas Blumenerde, die Pflanze und die restliche Erde hinein. Der Stängelansatz darf nicht mit Erde bedeckt werden, da er sonst fault.

Für Kakteen eignen sich am besten Pflanzsubstrate mit Laubkompost, Flusssand, Torf und Holzkohle. Um Mischfehler zu vermeiden, empfiehlt sich der Kauf einer fertigen Mischung.

Das Video zeigt den Vorgang des Umtopfens von Kakteen im Detail. Dies hilft unerfahrenen Kakteenzüchtern, Probleme zu vermeiden.

Probleme beim Anbau

Die größte Schwierigkeit, auf die unerfahrene Gärtner stoßen können, ist schlechtes Pflanzenwachstum. Dies kann verschiedene Ursachen haben:

  • Nährstoffmängel;
  • Lichtmangel;
  • Bewässerung mit Wasser niedriger Temperatur;
  • häufige Ortswechsel;
  • Verletzung der Transplantationsfristen.

Kakteen sollten auch vor Zugluft geschützt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Sowohl Anfänger als auch erfahrene Kakteenzüchter haben mit Schädlingen und Krankheiten an ihren Pflanzen zu kämpfen. Zu den Ursachen zählen:

  • Schwächung der Pflanze;
  • unzureichende Beleuchtung;
  • Über- oder Unterbewässerung;
  • Bodenerschöpfung;
  • Verstoß gegen die Temperaturvorgaben.

Spinnmilben gehören zu den häufigsten Schädlingen an Kakteen. Man erkennt sie leicht an kleinen Gespinsten an den Stängeln und trockenen, braunen Flecken. Wird nicht umgehend gehandelt, ist die Pflanze nicht mehr zu retten.

Zur Bekämpfung des Schädlings werden zwei Arten von Chemikalien eingesetzt: Kontakt- und systemische Mittel. Die Wahl hängt vom Stadium des Zeckenbefalls ab. Die Behandlung erfolgt entweder abends oder an einem bewölkten Tag.

Wichtig!
Das Infektionsrisiko kann durch eine zweimal jährliche vorbeugende Behandlung – im Frühjahr und im Herbst – verringert werden.

Ein weiterer Schädling ist die Wolllaus. Wie Milben saugt sie den Pflanzensaft aus, was allmählich zum Absterben der Pflanze führt. Am wirksamsten lässt sie sich durch Besprühen mit einem Kontaktinsektizid bekämpfen. Alle in der Nähe befindlichen Sukkulenten sollten ebenfalls behandelt werden.

Die Wurzelwolllaus ist ein Insekt von nur 1–3 mm Größe. Sie parasitiert die Wurzeln von Kakteen. Ein Befall äußert sich durch verlangsamtes Wachstum und ausbleibende Blüte. Die Bekämpfung erfolgt einfach mit Kontaktinsektiziden.

Trockenfäule und Nassfäule sind die häufigsten Krankheiten. Sie werden durch Pilze verursacht.

Die Ursachen für Nassfäule sind übermäßige und stehende Feuchtigkeit. Das Risiko ist besonders in der kalten Jahreszeit hoch, ebenso wie bei unsachgemäßem Umtopfen. Die Pflanze kann gerettet werden, indem man die befallenen Wurzelteile abschneidet, sie anschließend in heißem Wasser erwärmt, trocknen lässt und in frische, kultivierte Erde umtopft.

Zur Vorbeugung von Wurzelfäule empfiehlt sich die erste Bewässerung im Frühjahr und die letzte vor dem Winter mit einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung.

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