Gemüse und Kräuter lassen sich auf Ihrer Datscha nicht nur im Freiland, sondern auch in einem Gewächshaus anbauen. Die Wahl der Gewächshauskonstruktion ist entscheidend für eine reiche Ernte. Polycarbonat-Gewächshäuser gelten als besonders praktisch und funktional. Vor dem Kauf sollten Sie jedoch die Auswahlkriterien sorgfältig prüfen.
Rahmenmaterial und -konstruktion
Der Rahmen ist das wichtigste Strukturelement, das das Polycarbonat an seinem Platz hält. Typischerweise werden Metallrohre oder verzinkte Profile für den Bau des Tragrahmens verwendet.
Früher wurde für diesen Zweck oft Holz verwendet, doch das ist unwirtschaftlich, da das Material mit der Zeit verrottet und die Stabilität und Tragfähigkeit des Rahmens abnehmen. Metallprofile sind kostengünstiger: Sie sind robust und preiswert, gleichzeitig aber langlebig und halten hohen Belastungen stand.
Verzinktes gebogenes Profil
Verzinktes Biegeprofil ist hinsichtlich Preis und Qualität das beste Material für den Rahmenbau. Es ist preiswert und leicht, hält aber sehr hohen Belastungen nicht stand.
Dieses Problem wird wie folgt gelöst:
- Um den aus verzinktem Profil gefertigten Rahmen zu verstärken, wird eine erhöhte Anzahl von Elementen verwendet.
- Die Verbindungen der Rahmenelemente erfordern ebenfalls eine separate Verstärkung.
- Die Dicke von verzinkten Metallprofilen beträgt maximal 0,8 mm, daher ist dieses Material nicht für alle Regionen geeignet.
Ein Gewächshaus mit einer solchen Rahmenkonstruktion kann nur in Gebieten ohne starke Winde oder schneereiche Winter errichtet werden. Andernfalls hält das Material dem Gewicht von Schnee oder Windböen nicht stand, und die Stabilität des Gewächshauses wird beeinträchtigt.
Rechteckiges oder quadratisches Stahlprofil
Ein praktischerer Rahmen wäre einer aus quadratischem oder rechteckigem Stahlprofil. Er ist zwar gut belastbar, das Material selbst erfordert jedoch eine zusätzliche Behandlung mit speziellen Korrosionsschutzmitteln.
Aluminiumrahmen
Ein Aluminiumrahmen wird aus Rohren oder Profilen zusammengesetzt. Dieses Material bietet viele Vorteile. Erstens ist es einfach zu montieren, und die Konstruktion selbst ist leicht, aber dennoch stabil genug, um Wind- und mechanischen Belastungen standzuhalten. Zweitens sind solche Rahmen rostbeständig und benötigen keine zusätzliche Behandlung.
Vergessen Sie aber nicht die Nachteile. Ein Aluminiumrahmen ist teurer als eine vergleichbare Konstruktion aus Stahlprofilen, und das Gewächshaus selbst bietet keine ausreichende Wärmedämmung, wodurch es für den Wintereinsatz ungeeignet ist.
Welche Art von Polycarbonat sollte für ein Gewächshaus verwendet werden?
Die Rahmenbeschichtung, in diesem Fall Polycarbonat, spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für die einwandfreie Funktion der Konstruktion. Bei der Wahl der Beschichtung sollten die Polycarbonatart, ihre Dicke und das Vorhandensein einer lichtstabilisierenden Schicht berücksichtigt werden.
Polycarbonat gibt es in zwei Ausführungen: zellulär und massiv. Für Gewächshäuser ist zelluläres Polycarbonat am besten geeignet. Dank der internen Vernetzungen ist dieses Material widerstandsfähig gegen Beschädigungen und hat eine lange Lebensdauer.
Die Plattenstärke spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie bestimmt, wie viel Licht ins Gewächshaus gelangt und ob die Abdeckung der Schneelast im Winter standhält. Typischerweise wird für Gewächshäuser Polycarbonat mit einer Stärke von 4–10 mm verwendet. Dünnere Platten sind weniger windbeständig, und dickere Materialien lassen weniger Licht durch.
Das Vorhandensein einer lichtstabilisierenden Schicht und deren Dicke
Hochwertiges Polycarbonat mit Zellstruktur absorbiert alle ultravioletten Strahlen, lässt aber nur sichtbares Licht und Infrarotstrahlung in den Raum eindringen. Diese Strahlen gewährleisten das optimale Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen.
Zum Schutz der Polycarbonat-Oberfläche vor schädlicher UV-Strahlung wird eine spezielle lichtstabilisierende Substanz aufgetragen. Das Vorhandensein dieser Beschichtung wird durch spezielle Aufkleber angezeigt. Fehlen diese Aufkleber, sollte dieses Polycarbonat nicht für die Gewächshausverkleidung verwendet werden.
Festlegung der Form des Gewächshauses
Es gibt verschiedene Arten von geschlossenen Erdbauten, je nach Bogenform. Jede hat ihre eigenen Merkmale, Vorteile und Nachteile, daher lohnt es sich, die gängigsten Typen genauer zu betrachten.
Bogengewächshaus mit hochklappbaren Seitenwänden (Schmetterlingsgewächshaus)
Das Schmetterlingsgewächshaus eignet sich ideal für kleine Gartenparzellen und wird zum Anbau kleiner Mengen an Gemüse und Kräutern für den Eigenbedarf einer Familie genutzt.
Der größte Vorteil dieser Gewächshausart liegt darin, dass sich die Seitenwände wie Schmetterlingsflügel hochklappen lassen. Dadurch hat der Besitzer leichten Zugang zu jedem Teil des Beetes.
Gewächshaus mit tropfenförmigem Bogen
Das Gestell des Tropfgewächshauses besteht aus zwei Bögen, die an ihrer Verbindungsstelle eine scharfe Kante bilden. Diese besondere Form verhindert Schneeansammlungen. Zusätzlich verläuft eine weitere Versteifungsrippe entlang der Oberseite und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Wind und mechanische Belastung.
Tropfbewässerungsgewächshäuser sind in der Regel recht geräumig, aber aufgrund ihrer ungewöhnlichen Bogenform schwierig selbst zu bauen. Daher bevorzugen viele Gärtner fertig montierte Gewächshäuser.
Giebelgewächshaus
Es handelt sich um ein klassisches Gewächshaus in Form eines kleinen Hauses. Es hat einen rechteckigen Grundriss und gerade, senkrechte Wände, die in einem Giebeldach enden.
Erfahrungsgemäß eignet sich diese Art von Gewächshaus am besten für den Selbstbau. Man markiert einfach den Standort, errichtet das Fundament, befestigt die Stützen und baut das Dach auf. Für dieses Gewächshaus können beliebige Materialien verwendet werden, auch solche, die gerade zur Hand sind. Allerdings sollte man bedenken, dass sich im Winter Schnee auf dem Dach ansammeln kann, der das Polycarbonat beschädigen kann.
Benötigt ein Gewächshaus ein Fundament?
Die meisten kleinen Gewächshäuser, die nur in den wärmeren Monaten genutzt werden, haben kein Fundament. Das hat Vorteile: Sie sind kostengünstig zu bauen und erfüllen ihre grundlegenden Funktionen dennoch recht gut. Für Menschen in windreichen Regionen ist diese Option jedoch nicht ideal. Gewächshäuser ohne Fundament sind windanfälliger, sodass starker Wind die Konstruktion umkippen kann.
Soll das Gewächshaus nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter genutzt werden, ist das Fundament ein zwingender Bauabschnitt. Typischerweise wird ein Streifenfundament errichtet, an dem später die vertikalen Rahmenstützen angeschweißt werden.
