Wintervorbereitung: So konservieren Sie Ihre Ernte optimal
Die meisten Hobbygärtner, die sich im Herbst über die beeindruckenden Ernten freuen und voller Stolz sind, fragen sich schon zu Beginn des nächsten Frühlings, wie viele der Ernten der letzten Saison unberührt bleiben und nicht verschenkt werden.
Und dann nehmen sich die Hausfrauen vor, nächstes Jahr nicht mehr so viel anzubauen. Aber… eine neue Saison beginnt, und dasselbe passiert wieder. Das Merkwürdige daran: Obwohl die Vorratskammern mit Gläsern aller Art gefüllt sind, gehen manche Gemüsesorten oder Konserven schnell aus, und sie müssen trotzdem im Laden gekauft werden. Wie lässt sich das vermeiden? Wie kann man seine Ernte so planen, dass man seine Energie im Sommer besser einteilen und im Winter Geld sparen kann, um das Potenzial des Sommerhauses oder Gartens optimal zu nutzen? Planung und Verteilung, genaue Buchführung und das konsequente Verfolgen der gewählten Strategie. Dieser Artikel erklärt Ihnen, was Sie bei der Ernteplanung beachten sollten, wie Sie die Kosten optimieren und wie Sie Ihre Erntemenge so bewirtschaften, dass Sie trotzdem Zeit zum Entspannen in der Hängematte oder für Picknicks haben.
Historischer Ausflug
In den Anfängen unserer jungen Russischen Föderation, als die meisten von uns noch Kinder waren, hatten wir unzählige Gläser mit Gemüse zu Hause … und unzählige Säcke mit Wurzelgemüse. Ein Großteil davon wurde schließlich aufgegessen, manches hielt sich ein weiteres Jahr, manches sogar mehrere Jahre. Heute hat sich die Situation geändert; die Auswahl in den Geschäften ist viel vielfältiger geworden, und saisonales Obst und Gemüse aus den benachbarten warmen Ländern ist keine Seltenheit mehr.
In der Sowjetzeit kauften die Menschen große Mengen an Salz, Zucker, Öl und Essig, die dann während der Einmachsaison verwendet wurden. Alternative Methoden der Konservierung und Lagerung von Lebensmitteln kamen auf, viele pflegten einen gesünderen Lebensstil, und der Austausch verschiedener Weltküchen intensivierte sich.
Auch wenn Sie keinen Keller oder einen separaten Lagerraum mit einer bestimmten Temperaturregelung haben, ist es durchaus möglich, Ihre Ernte mit minimaler Verarbeitung oder dem Zusatz großer Mengen an Konservierungsmitteln haltbar zu machen.
Der moderne Slogan für selbst zubereitete Speisen lautet: so wenige Konservierungsstoffe wie möglich!
In einer durchschnittlichen Wohnung gibt es üblicherweise einen Kühlschrank im Flur, einen Kühlschrank mit Gefrierfach und Stauraum auf dem Balkon. Natürlich sind auch Variationen möglich. Man kann beispielsweise einen zusätzlichen Gefrierschrank oder einen separaten Kühlschrank zum Einmachen nutzen oder eine Schublade unter dem Fensterbrett zur Aufbewahrung von Gemüse. Aber selbst mit einer minimalen Ausstattung an Aufbewahrungsmöglichkeiten oder -systemen lassen sich große Mengen an Gemüse, Obst und Beeren auf gesunde Weise für später aufbewahren.
Große Dürre!
Wie sich herausstellt, ist Trocknen die einfachste, müheloseste und effektivste Methode. Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Geräten verschiedener Marken. Ob eckig oder rund, mit fünf oder zehn Trockenfächern – entscheidend ist allein die Temperatureinstellung des jeweiligen Geräts. Je mehr Temperaturstufen und je höher die Temperatur, desto größer die Möglichkeiten.
In den Haushalten derjenigen, die das Trocknen als Konservierungsmethode bevorzugen, dauert die Saison typischerweise von Mai bis Dezember. Sie beginnt mit dem Trocknen junger, aromatischer Blattgemüse und endet mit dem Trocknen von Scheiben spät reifender Äpfel, die nicht frisch verzehrt, sondern in Kompott und Kuchen verwendet werden.
Was kann aus der Ernte getrocknet werden?
- junges Blattgemüse (Dill, Knoblauch, Zwiebeln);
- fermentiertes Weidenröschen und andere fermentierte Blätter;
- Heilkräuter, die wie Unkraut überall im Garten wachsen (früher wurden sie gnadenlos weggeworfen, heute können sie getrocknet, in schöne Gläser verpackt und im Winter zur Zubereitung von Abkochungen für Schönheit und Gesundheit verwendet werden);
- Äpfel, Aroniabeeren, Hagebutten;
- geschnittene Erdbeeren, junge Karotten, Rote Bete, Petersilienwurzel, Steckrüben für gesunde Snacks oder Chips, wenn man Salz und Gewürze hinzufügt;
- eine universelle Kochmischung (Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Paprika, Wurzel- und Blattpetersilie, Dill, Karottengrün, Sellerie und allerlei aromatische Kräuter), Rote Bete zum Würzen von Borschtsch hinzufügen;
- Pilze (diese stammen jedoch nicht aus dem Garten, sondern sind ein Nebenprodukt von Spaziergängen im Wald in der Nähe der Datscha) usw.

Zur Aufbewahrung eignen sich 3-Liter- oder 1-Liter-Gläser mit dicht schließenden Deckeln oder Gefrierbeutel in passender Größe. Wichtig ist die Luftdichtigkeit! So bleibt Ihre Ernte, die zehnmal kleiner ist und minimalen Platz benötigt, bis zur nächsten Saison mit frischem Gemüse aus dem Garten haltbar.
Pastila und andere gesunde Snacks lassen sich im Dörrgerät zubereiten. Allerdings sind sie meist schnell aufgegessen.
Was ist so toll am Trocknen? Ihre Ernte gilt nicht länger als „nicht brauchbar“. Alles, was groß oder unförmig ist, alles, was beim Ernten verformt wurde, und im Grunde alles, was sich nirgendwo anders lagern lässt, kann getrocknet werden. Sie können sowohl gemischtes als auch einzelne Gemüsesorten trocknen. Es ist auch ein tolles, selbstgemachtes Geschenk. Nehmen Sie ein hübsches Glas, mischen Sie verschiedene getrocknete Gemüsesorten, geben Sie Meersalz hinzu, verpacken Sie es ansprechend, und Sie können selbstbewusst zu jeder Party gehen – so ein Geschenk bekommt man sonst nirgendwo!
Hinsichtlich des Energieverbrauchs ist dies deutlich kostengünstiger als das Wegwerfen von nicht lange haltbaren, aber aufwendig zubereiteten Produkten und der Kauf geschmackloser Importwaren oder gar regionaler Produkte auf Bauernmärkten. Die Methode ist absolut gerechtfertigt.
Oh, Frost, Frost...
Dies ist die zweitbeliebteste Methode, da sie sich auch hervorragend zum Einmachen ohne Konservierungsstoffe eignet. Außerdem spart sie das ganze Jahr über enorm viel Zeit.
Minimaler Ernteaufwand. Es müssen lediglich die Rohstoffe gewaschen und getrocknet, gehackt oder püriert, verpackt und eingefroren werden.
Was kann eingefroren werden?
- Beeren (Erdbeeren, ganz und püriert, Blaubeeren, Preiselbeeren, alle drei Johannisbeersorten, Cranberries, Himbeeren usw.);
- Früchte (halbe Pflaumen, Aprikosen; Scheiben von Pfirsichen, Nektarinen);
- Gemüse (grüne Bohnen, ganze und in Scheiben geschnittene Paprika, halbierte und gewürfelte Tomaten, mit Zwiebeln gebratene Champignons, Mangold, Spinat, gewürfelter grüner Knoblauch, Dill und Petersilie, grüne Erbsen);
- Wenn Sie einen Dörrautomaten besitzen, sollten Sie Gemüse wie Karotten nicht einfrieren, da diese gut trocknen und beim Kochen wieder elastisch werden.

Gefrierbeutel mit Zippverschluss eignen sich ideal zum Verpacken. Sie werden in 1000er-Packungen und verschiedenen Größen angeboten, sodass jeder die passende Portionsgröße zum Einfrieren wählen kann. Durch geschicktes Schneiden oder Vorbereiten lässt sich Platz im Gefrierschrank sparen. Manche Obst- und Gemüsesorten, wie Pflaumen, Tomaten oder Paprika, werden halbiert oder für die spätere Verwendung portioniert. Andere werden püriert (z. B. Erdbeeren oder Tomaten). Das Püree oder die gehackte Kräutermischung wird in Eiswürfelformen eingefroren und anschließend in die gleichen Gefrierbeutel gefüllt.
Wo, wo, im Kühlschrank!
Diese Art der Lagerung eignet sich vor allem für Süßigkeiten und Beeren. Gemeint sind vor allem ungekochte Gelees und leichte Konfitüren mit Alkoholzusatz und wenig Zucker. Dazu gehören Gläser mit Johannisbeeren, frischen Erdbeeren oder einer Mischung aus saisonalem Obst. Und falls Platz vorhanden ist, auch dickflüssige Tomatensäfte und -saucen, halbierte Tomaten, Tomaten im eigenen Saft, Auberginen- und Zucchini-„Pilz“-Formen sowie grüner Tomatenkaviar (da jetzt Platz ist). Tomatenmark aus dem Brotbackautomaten kann ebenfalls im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Erwähnenswert ist auch, dass sterilisierte Produkte ohne Zucker- oder Salzzusatz, wie zum Beispiel Kirschen für Knödel und Kuchen, sich ebenfalls gut im Kühlschrank aufbewahren lassen.
Omas geliebter Kleiderschrank
Alles, was nicht in den Kühlschrank und den Gefrierschrank passte, wird in den Schränken gesammelt.
Erstens alles, was in einem Dörrgerät getrocknet und in Gläsern oder großen Dosen verpackt wird.
Die Hauptbewohner des Kühlschranks sind Gläser und Flaschen mit Saft. Ob frisch oder pasteurisiert, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass diese Getränke im Winter unglaublich gesund sind! Da kann kein Tetra Pak aus dem Supermarkt mithalten! Die Menge an Saft, die Sie lagern können, hängt entweder von der Erntemenge oder der Anzahl der Gläser ab, die in den Schrank passen.
Als Nächstes kommen eingelegte Gurken. Sie lassen sich gut in einem kühlen Schrank aufbewahren. Eingelegte braune Tomaten erfreuen sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit und sind daher oft neben Gurken zu finden.
Liebhaber von diversen Marinaden, Wintersalaten oder Marmeladen mit hohem Zuckergehalt bewahren ihre Schätze ebenfalls in solchen Schränken auf.
Zuckerfreies Apfelmus, das in einem Brotbackautomaten eingedampft wurde, um überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen, und verschiedene Tomatensaucen mit einem Minimum an Konservierungsstoffen lassen sich perfekt in einem Kühlschrank aufbewahren.
Eine weitere vielversprechende Konservierungsmethode ist das Einlegen von Obst und Beeren in leichten Sirup. Dies spart im Vergleich zu großen Kompottgläsern viel Platz. Apfelessig, pasteurisierter Kürbissaft, leicht eingelegter Kohl und andere leckere und gesunde Konserven lassen sich in einem kühlen Schrank aufbewahren.
Wurzelgemüse wird in den unteren Schubladen des Kühlraums aufbewahrt.
Mit dem richtigen Einsatz moderner Technologie ist es somit möglich, große Mengen an Gemüse, Obst und Beeren zu verarbeiten, dabei nur wenige Konservierungsmittel zu verwenden und sie in leicht zugänglichen Lagerräumen zu lagern.
Am wichtigsten sind jedoch die einfache Handhabung, die Zufuhr von Vitaminen und gesunden Ballaststoffen und damit eine hohe Lebensqualität. Diese ergibt sich sowohl aus produktiver Gartenarbeit als auch aus dem Verzehr hochwertiger Produkte, denen man vertrauen kann.


