Codiaeum und Kroton sind zwei Namen für dieselbe beliebte Zierpflanze. Sie wird wegen der leuchtenden Farbe ihrer dicken, fleischigen Blätter geschätzt. Die Pflege dieser Pflanze ist anspruchsvoll, und sie gilt als anspruchslos. Ohne Kenntnisse über ihre Wachstumsbedingungen kann die Haltung in Innenräumen schwierig sein. Bevor man sich also einen panaschierten Strauch zur Dekoration des Zuhauses zulegt, sollte man sich über alle Feinheiten informieren: von Licht und Temperatur bis hin zu Vermehrungsmethoden.
Kurzbeschreibung der Pflanze
In freier Natur ist der Kroton ein großer, ausladender Strauch, der bis zu 3 Meter hoch wird. Im Topf bleibt er bescheidener: Selbst bei sorgfältiger Pflege erreicht er selten mehr als 1,5 Meter. Die Pflanze ist wunderschön; aus der Ferne könnte man sie für eine künstliche Pflanze halten. Allgemein klassifiziert zählt der Kroton zu den Zierpflanzen.
Aufgrund seiner dekorativen Eigenschaften wird er zur Gestaltung großer Räume wie Hallen, Lobbys, Eingangshallen und Büros verwendet. Seine Blätter sind außergewöhnlich schön, manchmal mit gelben Flecken und mehrfarbigen Adern, deren Intensität vom Lichteinfall abhängt. Die immergrüne Pflanze ähnelt einem kleinen, kompakten Baum, doch die Formgebung ihrer dichten Krone ist anspruchsvoll und erfordert mehrere Jahre. Regelmäßiger Rückschnitt ist unerlässlich, damit der Kroton stets gepflegt aussieht.
In freier Natur blüht die Pflanze, doch ihre Knospen haben keinen Zierwert. Bei der Zimmerkultur von Codiaeum müssen die Blütenstängel entfernt werden, da unansehnliche Blüten der Pflanze nur Energie rauben und ihr Wachstum hemmen.
Gängige Sorten
Es gibt natürliche Varietäten des panaschierten Codiaeum und künstlich gezüchtete Sorten. Letztere sind das Ergebnis gezielter Züchtung einzelner Arten. Sie sind bei Gärtnern beliebt, da sie relativ pflegeleicht und kleinwüchsig sind und sich daher gut für die Zimmerkultur auf der Fensterbank oder im Topf eignen. Zu den beliebten Sorten gehören:
- Croton 'Mrs. Iceton'. Die Blätter wachsen dicht und sind quer entlang des gesamten Stammes angeordnet. Junge Blätter sind hellgrün, während ältere Blätter verschiedene Farben annehmen: Braun, Burgunderrot, Gelb und Dunkelgrün. Die Streifen sind nahtlos und wirken wie mit Wasserfarben gemalt.
- Die Sorte 'Sunny Star'. Sie wächst zu einem kompakten, dichten Strauch heran und bildet selbst ohne Rückschnitt des Hauptstamms bereitwillig Seitentriebe. Die Blätter sind ledrig, mit abgerundeten Rändern und variieren in der Farbe von Hellgrün über Zitronengelb bis zu einem tiefen Gelb. Auf älteren Blättern entwickeln sich rötliche Flecken.
- Croton 'Zanzibar'. Eine seltene Sorte mit schmalen, lanzettlichen, gebogenen Blättern. Ihre Färbung ist eine Mischung aus allen Grün-, Gelb-, Burgunder- und Violetttönen mit roten Mittelrippen. Bei guter Beleuchtung kommt ihre Schönheit voll zur Geltung.
- Codiaeum 'Tamara'. Eine Besonderheit dieser Krotonart ist ihre für Krotonarten ungewöhnliche Blattfärbung: Sie sind grün mit weißem Rand. Die Blattspreite ist zugespitzt, und die Blätter stehen dicht am Stängel. Ein Nachteil dieser Sorte ist ihr langsames Wachstum; selbst bei optimaler Pflege legt sie nur 5–7 cm pro Jahr zu.

- Kroton 'Gold Sun'. Elliptische Blätter, grüner Grund mit gelben Flecken. Die Exemplare erreichen eine Höhe von bis zu 50 cm. Der Stamm ist massiv und lässt sich leicht zu einem Hochstamm erziehen.
- Die Sorte 'Petra' ist eine beliebte Sorte mit gelappten Blättern. Der Baum bildet eine formschöne Krone und wächst schnell. Die Blattadern und -ränder weisen einen gelblichen Schimmer auf, während die übrige Blattspreite sattgrün, burgunderrot und rot ist. Bei wenig Sonnenlicht verfärben sich die Blätter grün mit weißen Adern. Eine gute Beleuchtung trägt dazu bei, das natürliche Aussehen wiederherzustellen.
- Codiaeum 'Excellent'. Das charakteristische Merkmal dieser Sorte sind ihre Blätter. Sie ähneln in ihrer Form einem Eichenbaum, daher der Name „eichenblättrig“. Junge Blätter sind gelb oder grün, ihre volle Schönheit entfalten sie jedoch erst später. Sie färben sich purpurrot, burgunderrot und tiefrot.
Alle aufgeführten Sorten gehören zwar zur selben Gattung, unterscheiden sich aber deutlich in Blattstruktur, Wachstumsgeschwindigkeit und Kronenbildung. Vergleicht man zwei verschiedene Sorten mit lanzettlichen und gelappten Blättern, lassen sich kaum Gemeinsamkeiten feststellen. Das einzige verbindende Merkmal ist die mehrfarbige Färbung und die charakteristische, ausgeprägte Mittelrippe.

Besonderheiten der häuslichen Pflege
Der Zustand einer Pflanze beim Kauf im Geschäft beeinflusst ihr weiteres Wachstum. Achten Sie daher beim Kauf auf ihr Aussehen. Die Blätter sollten glänzend, fest und strahlend sein. Der Stängel sollte keine Dellen oder Vertiefungen durch abgefallene Blattstiele aufweisen. Untersuchen Sie auch die Blattunterseiten auf Schädlinge. Abweichungen von diesen Kriterien sollten Anlass geben, die Pflanze auszutauschen, um späteren Aufwand zu vermeiden.
Beleuchtung
Krotonpflanzen gedeihen am besten auf hellen Fensterbänken. Sie eignen sich sowohl für West- als auch für Ostfensterbänke. Südfensterbänke sollten im Sommer beschattet werden, da die Blätter sonst verbrennen können. Nordfensterbänke sind für Krotonpflanzen ungeeignet, da ihre Farbe dort verblasst.
Große, ausgewachsene Exemplare können in Töpfen maximal einen Meter von der Lichtquelle entfernt platziert werden. Dadurch wird ihr Wachstum verlangsamt, und die Blattfarbe sollte bei regelmäßiger Düngung nicht verblassen. Künstliche Lichtquellen sind geeignet: Junge Pflanzen benötigen mindestens 14 Stunden, ausgewachsene Pflanzen 10–12 Stunden zusätzliches Licht pro Tag.

Temperaturbedingungen
Kroton ist kälteempfindlich. Während der Wachstumsphase sollte die Temperatur nicht unter 20 °C fallen. Diese tropische Pflanze verträgt höhere Temperaturen bis zu 26–27 °C, regelmäßiges Gießen ist jedoch unerlässlich. Ein kurzzeitiger Temperaturabfall auf 16 °C ist unproblematisch: Die Pflanze verlangsamt ihr Wachstum, stirbt aber nicht ab. Die kritische Temperatur für Kroton liegt unter 10–12 °C; unter diesen Bedingungen wirft sie ihre Blätter ab.
Bewässerung und Besprühung
Gießen Sie die Pflanze mit weichem, stehendem Wasser, sobald die Erde trocken ist. Staunässe schadet dem Kroton, und Austrocknung kann dazu führen, dass die Blätter ihre Spannkraft verlieren. Der Kroton verträgt Besprühen und warme Duschen gut, die jedoch nach einem bestimmten Verfahren erfolgen sollten:
- Die Vase wird in die Badewanne gestellt und das Wasser so eingestellt, dass die Temperatur für die Haut angenehm ist, ohne sie zu verbrühen (bis zu 37 Grad).
- Der Boden wird mit Plastikfolie oder einem Sack abgedeckt;
- Waschen Sie die Pflanze 5 Minuten lang von allen Seiten;
- Lassen Sie die Blätter im Badezimmer stehen, bis das Wasser verdunstet ist.
Der Eingriff wird alle zwei Wochen wiederholt.
Landung
Die Pflanze wächst sehr langsam, daher sollte sie nicht in zu viel Erde gepflanzt werden. Für einen etwa 30–40 cm hohen Kroton ist ein Topf mit 1,0–1,2 Litern Fassungsvermögen geeignet. Bei der Wahl der Erde ist Sorgfalt geboten: Sie sollte feuchtigkeits- und luftdurchlässig sein, um eine ausreichende Belüftung des Wurzelsystems zu gewährleisten. In den Topfboden sollten Abzugslöcher gestochen und eine 2 cm dicke Schicht aus feinem und grobem Blähton eingefüllt werden.
Für Zierpflanzen können Sie handelsübliche Blumenerde verwenden, diese sollte jedoch nährstoffreich sein. Alternativ können Sie Ihre eigene Erde aus Gartenerde und Laubkompost im Verhältnis 1:1 mischen. Geben Sie zusätzlich Perlit, Sand und Torf hinzu, um eine gute Wasserdurchlässigkeit zu gewährleisten.
Neu gekaufte Pflanzen sollten am besten direkt in frische Erde umgetopft werden. Bei Jungpflanzen sollte die Erde jährlich gewechselt werden, bei älteren Pflanzen, sobald der Topf zu eng wird. Große Topfpflanzen sollten etwa alle drei bis fünf Jahre komplett umgetopft werden. Für eine optimale Nährstoffversorgung regelmäßig düngen und die oberste Substratschicht einmal jährlich austauschen.

Topdressing
Eine Blume mit farbenprächtigen Blättern benötigt regelmäßige Mineraldüngung. Auch während der Winterruhe benötigt die Pflanze Nährstoffe, allerdings in geringerer Menge. Von März bis Oktober sollte alle 10 Tage die Nährstoffmischung gemäß Packungsanweisung ausgebracht werden. Im Winter wird die Dosis auf die Hälfte der empfohlenen Menge reduziert und über das Gießwasser zugeführt. Stickstoffhaltige Dünger fördern die Blattfärbung trotz geringer Lichtverhältnisse und niedriger Temperaturen. Die rechtzeitige Gabe von Mineralstoffen hilft der Pflanze, den Winter zu überstehen und ihr dekoratives Aussehen zu bewahren. Eine Blattdüngung wird ebenfalls empfohlen.
Formen und Beschneiden
Um eine schöne, dichte Krone zu erzielen, wird die Pflanze regelmäßig gestutzt. Das erste Mal sollte dies bei einer Höhe von 15–30 cm geschehen. Dadurch wird die Krotonpflanze angeregt, Seitentriebe zu bilden, buschiger zu werden und nicht so hoch zu wachsen. Dieser Vorgang wird wiederholt, sobald die Pflanze 20 cm hoch ist.
Um einen Hochstamm zu ziehen, wird die Formgebung anders durchgeführt. Die Pflanze lässt man bis zur gewünschten Höhe von 60–80 cm wachsen. Anschließend werden nach und nach Äste im unteren Bereich des Stammes entfernt (diese können zur Vermehrung verwendet werden). Die Krone wird gestutzt, um das Kronenwachstum anzuregen. Jeder nachwachsende Ast wird ebenfalls gekürzt. Die Formung eines jungen Strauchs zu einem Hochstamm sollte im Sommer erfolgen, wenn die Tage am längsten sind.
Winterpflege
Sobald es kälter wird und die Tage kürzer werden, sollte der Kroton an einen sonnigen Standort gestellt werden. Die Pflanze hat keine ausgeprägte Ruhephase und behält daher das ganze Jahr über ihre Schönheit, das Wachstum kann sich jedoch etwas verlangsamen. Im Winter sollte sie regelmäßig besprüht werden; die optimale Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 50 %. Wird dieser Wert nicht eingehalten, trocknen die Blattränder aus. Sie können den Topf auf eine mit Blähton gefüllte Schale stellen und diesen regelmäßig befeuchten. Gießen Sie erst, wenn die oberste Schicht trocken ist; Staunässe kann zu Wurzelfäule führen.
Beliebte Zuchtmethoden
Die Vermehrung von Kroton erfolgt durch Samen und Stecklinge. Die Aussaat gestaltet sich schwierig, da die Samen nur schwer keimen und die Pflanze selbst sehr langsam wächst. Am häufigsten wird Kroton durch Stecklinge vermehrt. Dazu wird ein 10–15 cm langer Trieb mit Blättern von einer gesunden, ausgewachsenen Pflanze abgeschnitten.
Vorbereitete Stecklinge werden sofort in ein Substrat (z. B. ein Gemisch aus Perlit und Torf) gepflanzt oder in Wasser mit Aktivkohle gestellt, um die Wurzelbildung zu fördern. Im letzteren Fall verläuft die Bewurzelung langsamer, und das Pflanzgut kann verfaulen. Daher verwenden erfahrene Gärtner Erde. Da die Bewurzelung langsam ist, werden häufig Bewurzelungsförderer eingesetzt. Der Prozess dauert ein bis drei Monate.
Krankheiten und Schädlinge von Nutzpflanzen
Kroton wird selten von Schädlingen befallen, da er zur Gattung der Wolfsmilchgewächse (Euphorbia) gehört, deren Mitglieder alle giftig sind. Probleme treten meist im Zusammenhang mit Krankheiten auf und werden durch unsachgemäße Pflege und Wartung verursacht. Folgende Probleme können beim Anbau auftreten:
- Anthraknose ist eine schwerwiegende Pilzkrankheit, die bei Überwässerung von Pflanzen auftritt. Sie äußert sich durch die Bildung roter oder grauer Flecken auf der Blattunterseite. Der Pilz breitet sich in den Pflanzenzellen aus und führt zum Absterben der Pflanze. Zur Bekämpfung der Krankheit werden Fungizide eingesetzt. Außerdem muss jegliche Wurzelfäule entfernt werden.
- Austrocknende Blattspitzen. Dies ist auf unzureichende Luftfeuchtigkeit und Bewässerung zurückzuführen. Der Zustand alter Blätter lässt sich nicht wiederherstellen, aber die Indikatoren müssen sich normalisieren. Ist die Pflanze stark beschädigt, muss sie neu bewurzelt werden.
- Braune Flecken auf der Außenseite des Tellers. Dies sind Sonnenbrände, die entstehen, wenn die Pflanze im Sommer ohne Schatten auf nach Süden ausgerichteten Fensterbänken steht.
- Kronenschrumpfung. Tritt bei niedrigen Temperaturen auf. Dies führt dazu, dass die Pflanze ihr Wachstum und ihre Entwicklung einstellt.
- Wurzelfäule. Die Blätter werden weich und fallen vom Stamm ab. Der Strauch kann durch eine umgehende Behandlung mit Breitbandfungiziden gerettet werden.
Die Kroton-Zimmerpflanze sieht bei richtiger Pflege prächtig aus. Werden die grundlegenden Pflegehinweise nicht beachtet, verliert die Pflanze ihren dekorativen Reiz. Zu wenig Licht lässt die Blattmusterung verblassen und die Blätter stumpf werden. Werden die richtige Temperatur und regelmäßiges Gießen nicht eingehalten, kann die Pflanze sogar absterben.


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