Viele Hobbygärtner träumen davon, eine Kaffeepflanze in ihrer Sammlung zu haben. Manche glauben, der Anbau sei nur etwas für Profis. Das ist jedoch ein Irrtum. Arabica-Kaffee ist eine Zimmerpflanze, die sich bei richtiger Pflege problemlos auf der Fensterbank zu Hause anbauen lässt.
Arabica-Kaffee ist ein mehrjähriger Strauch oder kleiner Baum aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Er stammt ursprünglich aus Afrika und Asien und wird heute in vielen Ländern der Welt angebaut.
Die Blume zeichnet sich durch ihr dichtes, hellgrünes, glänzendes Laub aus. Die Blattspreiten sind an den Spitzen zugespitzt und weisen deutlich sichtbare Blattadern auf. Die Zweige sind schlank, dünn und dennoch sehr biegsam. Sie können eine Höhe von 15 cm erreichen.
Die Kaffeepflanze ist aber vor allem für ihre Blüten beliebt, die kleinen Sternen ähneln und stark an Jasmin erinnern. Diese weißen Blütenblätter mit ihrem unglaublich angenehmen Duft sind im Frühling zu sehen, wenn sich die Knospen öffnen.
Sie blühen nur wenige Tage. Sechs Monate später erscheinen an ihrer Stelle rote oder schwarze Früchte. Sie ähneln in ihrer Form Kirschen, sind aber länglich. Jede „Kirsche“ enthält zwei Kaffeebohnen. Diese sind es, die Kaffeeliebhaber morgens erfreuen.
Pflege von Arabica-Kaffeeblüten zu Hause
Die Pflege einer Kaffeepflanze zu Hause erfordert die Einhaltung der richtigen Temperatur, ausreichendes Gießen sowie die richtige Licht- und Luftfeuchtigkeit. Wichtig ist außerdem, die Pflanze regelmäßig zu düngen und sie frei von Schädlingen zu halten.
Lage und Beleuchtung
Afrikanische Gäste werden eine helle Seite der Wohnung zu schätzen wissen, die jedoch vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Ein Fenster nach Osten oder Westen ist ideal. In den wärmeren Monaten kann die Kaffeepflanze auf den Balkon gestellt werden, wo sie vor Sonne und Regen geschützt ist.
Temperatur
Im Winter ist es wichtig, die Lufttemperatur zu überwachen. Sie sollte nicht unter 15 °C fallen. Kaffee verträgt keine Kälte. Zugluft, plötzliche Temperaturschwankungen und zu trockene Luft schaden der Pflanze. All diese Faktoren können zum Absterben der Pflanze führen.
Das könnte Sie auch interessieren:Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Hohe Luftfeuchtigkeit ist für die Pflanze nicht empfehlenswert, da sie Schädlinge anlockt und ihnen ein ideales Umfeld bietet. Auch sehr trockene Luft ist schädlich. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht unter 40 % fallen. Besprühen ist nur nötig, wenn es sehr heiß ist und die Pflanze nicht auf den Balkon gestellt werden kann. Im Winter und bei heißem Wetter können elektrische Luftbefeuchter verwendet werden. Das wichtigste Anzeichen für trockene Raumluft sind vergilbte Spitzen an den Kaffeeblättern.
Arabica-Kaffee ist auch beim Gießen anspruchsvoll. Verwenden Sie kein Leitungswasser, da es viel Chlor, Kalk und andere Verunreinigungen enthält, die den Wurzeln schaden können. Am besten eignet sich abgestandenes Wasser. Um das Wasser nährstoffreicher zu machen, können Sie ein paar Tropfen Zitronensaft oder Essig hinzufügen. Dies hilft, den richtigen Säuregehalt des Bodens zu erhalten. Vermeiden Sie Staunässe, da die Pflanze diese nicht verträgt.
Es ist wichtig, den Boden im Auge zu behalten. Ist er zu nass, welkt die Pflanze und wirft ihre Blätter ab. Auch zu viel Trockenheit schadet dem Kaffee. Daher ist es am besten, die Pflanze sparsam, aber regelmäßig zu gießen.
Topdressing
Düngung spielt eine entscheidende Rolle für die richtige Kaffeepflege. Sie ist unerlässlich für ein kräftiges und gesundes Wachstum der Pflanze. Experten empfehlen flüssige Mineraldünger mit Phosphor, Kalium und Stickstoff. Alternativ können auch natürliches Knochenmehl oder Hornspäne im Verhältnis 200 g pro 10 kg Erde verwendet werden.
Kaffeepflanzen sollten am besten während der Wachstumsphase, mindestens alle sechs Wochen, gedüngt werden. Dies sollte auch in verschiedenen Entwicklungsstadien erfolgen. Beispielsweise benötigen die Knospen beim Erscheinen viel Stickstoff und Phosphor, die für die Fruchtreife notwendig sind. Während der Blütezeit ist ein Mineraldüngerkomplex optimal. Es empfiehlt sich, den pH-Wert des Bodens zu testen, um den korrekten Nährstoffbedarf sicherzustellen. Dies kann in einem Blumenladen durchgeführt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Wie jede andere Pflanze kann auch Kaffee von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Ein monatliches, warmes Abduschen ist sehr wohltuend für die Pflanze. Achten Sie dabei darauf, dass kein Wasser in den Topf gelangt. Dies sorgt nicht nur für glänzende und schöne Blätter, sondern beugt auch Spinnmilbenbefall vor, dem häufigsten Schädling an Kaffeepflanzen. Typische Anzeichen für Spinnmilbenbefall sind kleine Gespinste und helle Flecken auf den Blättern.

Schildläuse und Blattläuse schädigen die Pflanze häufig. Um diese Schädlinge zu bekämpfen, behandeln Sie die befallenen Blätter zunächst mit einer Seifenlauge und verwenden Sie anschließend handelsübliche Insektizide. Am häufigsten werden Karbofos oder Aktellik 0,15 % verwendet. Diese werden im Verhältnis 10 Tropfen auf einen halben Liter Wasser verdünnt. Gegebenenfalls sind mehrere Sprühvorgänge im Abstand von einigen Tagen erforderlich. Auch normaler Alkohol hilft gegen Blattläuse.
Pilzbefall kann die Pflanze zerstören. Er ist leicht an seinen rostähnlichen, rötlichen Flecken zu erkennen. Ihn zu bekämpfen ist recht schwierig. Bordeauxbrühe, Kupfersulfat oder Fungizide für Zimmerpflanzen können helfen. Diese Mittel sollten jedoch nur nach sorgfältiger Lektüre der Gebrauchsanweisung verwendet werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Arabica-Kaffee kann auch von bakteriellen oder viralen Infektionen befallen werden. Gelbe Blätter und Stängel sind die Hauptanzeichen einer Infektion. Um diese zu bekämpfen, behandeln Sie den Kaffee mit einer Lösung aus Kaliumpermanganat oder Kupfersulfat und entfernen Sie die befallenen Stellen.
Des Weiteren können die Blätter der Pflanze aufgrund unsachgemäßer Pflege, unzureichender Temperatur und Luftfeuchtigkeit schwarz oder gelb werden und austrocknen. Aus demselben Grund und aufgrund ungeeigneter Bodenwahl kann die Pflanze möglicherweise nicht blühen.
Vermehrung und Umpflanzen von Arabica-Kaffeeblüten zu Hause
Kaffeebäume lassen sich auf zwei Arten vermehren: durch Samen und Stecklinge. Die Vermehrung ist zu jeder Jahreszeit möglich.
Samen
Die Samen können direkt nach der Ernte ausgesät werden. Sie werden geschält und 0,5 bis 1 cm tief in die Erde gelegt. Am besten pflanzt man sie mit der gewölbten Seite nach oben. Dadurch keimen die Samen schneller. Experten empfehlen außerdem, die Samen vor der Aussaat in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung einzuweichen und anschließend mit derselben Lösung zu gießen.
Bei der Auswahl des Pflanzsubstrats ist Sorgfalt geboten. Es sollte locker, durchlässig und aus Laubkompost und gewaschenem Flusssand bestehen. Experten empfehlen, das Substrat zu sterilisieren, indem man es mit einem Deckel abgedeckt einige Minuten über einen Topf mit kochendem Wasser hält.
Sobald alle Samen in der Erde sind, decken Sie sie mit einem Glas ab und stellen Sie sie für ein bis anderthalb Monate an einen warmen Ort. In dieser Zeit sollten die ersten Keimlinge erscheinen. Ausgepflanzt werden können sie jedoch erst, wenn sich Blätter gebildet haben.
Das könnte Sie auch interessieren:Stecklinge
Kaffee lässt sich viel einfacher durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie vorsichtig den halbverholzten Teil der Pflanze ab und stellen Sie ihn, mit einer Plastiktüte abgedeckt, zum Bewurzeln in Wasser. Es ist wichtig, dass der Steckling gut anwächst.
Es gibt noch eine andere Methode. Stecklinge können im Fachhandel erworben und kurz vor dem Einpflanzen in einer dort erhältlichen Speziallösung eingeweicht werden. Dabei kann es sich um eine Heteroauxinlösung handeln (1 Tablette pro Liter). Nach drei Stunden werden die vorbereiteten Stecklinge an ihrem endgültigen Standort in Azaleenerde gepflanzt. Einige Experten empfehlen, Kaffeepflanzen in Zitronenerde zu pflanzen.

Manche glauben auch, dass ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand für die Vermehrung von Kaffee durch Stecklinge geeignet ist. Innerhalb von zwei Monaten bilden sich Wurzeln. Eine durch Stecklinge vermehrte Pflanze trägt im Folgejahr Früchte, wächst und entwickelt sich jedoch langsamer. Die richtige Bodenwahl ist entscheidend, daher sollte man bei dieser Angelegenheit mit großer Sorgfalt vorgehen.
Überweisen
Ein entscheidender Schritt bei der Kaffeepflege ist das Umtopfen. Junge Pflanzen (bis zu 3 Jahre alt) werden jährlich und danach nach Bedarf umgetopft. Dies ist eine sehr wichtige Aufgabe, die mit großer Sorgfalt ausgeführt werden muss. Das Wurzelsystem der Pflanze ist sehr empfindlich und kann leicht beschädigt werden.
Die Wurzeln können lang und verwickelt sein. Nehmen Sie die Pflanze daher vorsichtig aus dem Topf. Das Wurzelsystem muss nicht abgespült werden; entfernen Sie lediglich überschüssige Erde. Gießen Sie die Pflanze nach dem Umtopfen und beobachten Sie ihren Zustand einige Tage lang.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Wiederanpflanzen liegt in der Wahl des richtigen Bodens. Er sollte leicht sauer sein. Zum Beispiel diese Mischung: 40 % Rasenerde, 30 % Laubkompost, 20 % Flusssand und 10 % Torf – ideal für Arabica-Kaffee.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Ein aus Stecklingen gezogener Kaffeebaum wächst buschig und niedrig. Es empfiehlt sich, den obersten Trieb an einer Stütze festzubinden, damit er nicht herunterhängt und besser in die Höhe wächst. Sobald die Pflanze größer ist, wird die Stütze entfernt. Dies ist der Schlüssel zur Ausbildung einer schönen Krone.
Arabica-Kaffee ist eine exotische Pflanze, die bei richtiger Pflege und optimalen Bedingungen nicht nur das Zuhause verschönert, sondern den Gärtner auch mit wunderschönen Blüten und Früchten belohnt. Und welch ein Genuss, ein Getränk aus selbst zubereiteten Kaffeebohnen zu genießen!










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