Grünlilie (Chlorophytum) ist eine krautige Pflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt und etwa 200 Unterarten umfasst. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie auch in Europa bekannt. Nur wenige Grünlilie-Hybriden werden als Zimmerpflanzen kultiviert; sie zeichnen sich nicht nur durch ihr einzigartiges Aussehen aus, sondern sind auch pflegeleicht.
Die Pflanze ist außerdem dafür bekannt, die Raumluft zu reinigen und schädliche Mikroorganismen zu neutralisieren. Sie erfreut zudem von Frühling bis Herbst mit wunderschönen Blüten. Grünlilien lassen sich leicht durch Teilung und Stecklinge vermehren und können nach Belieben zurückgeschnitten werden.
Für üppiges Wachstum benötigt die Blume gleichmäßige Feuchtigkeit. Sie kann nicht nur drinnen, sondern in den wärmeren Monaten auch draußen im Topf kultiviert werden. Oft wird sie auch als Dekoration zusammen mit anderen Zimmerpflanzen verwendet.
Eigenschaften der Zimmerpflanze Chlorophytum
In ihrem natürlichen Lebensraum wächst die Blume bevorzugt auf der Rinde schattiger Bäume. Chlorophytum gehört zur Familie der Spargelgewächse und ist eine Gruppe krautiger Zimmerpflanzen. Die Pflanze besitzt einen kurzen, verholzten Stängel, der unter den Blättern verborgen ist.
Die Blätter sind schmal und lang und können leuchtend grün oder mehrfarbig, beispielsweise cremefarben oder hellgrün, sein. Die Blüte hat Ranken mit Rosetten an den Enden. Die Blätter der Pflanze hängen nach unten und können 60–80 cm lang werden. Die Pflanze lebt etwa 8–10 Jahre im Haus. Bei wärmerem Wetter wird sie oft in einen Topf gepflanzt und ins Freie gestellt.
Die Blütezeit der Blume erstreckt sich vom Spätwinter bis zum Spätherbst, die Blütezeit ist von März bis November zu beobachten. Die Blüten bilden sich an den Enden der Ranken. Aus kleinen Knospen entwickeln sich kleine weiße Blüten mit sechs langen, schmalen Blütenblättern. Die trichterförmigen Knospen bilden kleine Blütenstände. An einer einzelnen Ranke können sechs bis zehn Knospen wachsen.
Pflege von Chlorophytum zu Hause
Chlorophytum ist pflegeleicht, aber um eine üppige Blüte und ein kräftiges Wachstum zu gewährleisten, sollten Sie einige Empfehlungen befolgen.
Grundregeln des Anbaus
Die Wachstumsbedingungen der Pflanze hängen von der Jahreszeit ab. Im Frühling und Sommer muss häufiger gegossen werden, und das Abwischen und Besprühen der Blätter sollte regelmäßig erfolgen. Die durchschnittliche Raumtemperatur beträgt etwa 22 Grad Celsius, und der Topf wird morgens und abends auf den Balkon oder ins Freie gestellt. Die Sonneneinstrahlung bleibt dabei konstant.
Im Winter und Herbst sollte weniger gegossen werden; die Pflanze benötigt kein ständiges Besprühen, und die Blätter werden nur einmal wöchentlich abgewischt. Nach der Ruhephase wird der Topf in einen kühlen Raum gestellt, um das Wachstum anzuregen.
Boden
Zunächst einmal muss der Boden locker sein, damit Wasser und Luft gut eindringen können. Der pH-Wert des Substrats sollte neutral sein. Für die Herstellung dieses Substrats mischen Sie Rasensoden, Laubkompost, Humus und Sand. Geben Sie vor dem Einfüllen der Erde immer eine dicke Schicht Drainagematerial in den Topf.
Bewässerung und Düngung
Grünlilie (Chlorophytum) ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze. Im Sommer sollte sie mehrmals wöchentlich gegossen werden. In den kälteren Monaten reicht es, alle 7–10 Tage zu gießen. Wichtig ist jedoch, die Pflanze je nach Bedarf und Feuchtigkeitsgehalt der obersten Substratschicht zu gießen. Zu viel Wasser kann zu Wurzelfäule führen, während Trockenheit das Austrocknen und Abfallen der Blattspitzen verursacht.

Um den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats zu bestimmen, stecken Sie ein Streichholz für eine halbe Stunde hinein. Wie stark das Streichholz aufquillt, zeigt den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats an. Gießen Sie die Pflanze außerdem nur mit warmem, gefiltertem Wasser. Leitungswasser ist hart, und die darin enthaltenen Ionen können der Grünlilie schaden.
Die Pflanze gedeiht auch bei hoher Luftfeuchtigkeit. Um dies zu gewährleisten, wischen Sie die Pflanze regelmäßig mit warmem Wasser ab, um Staub zu entfernen, der sich gerne in der Blattmitte ansammelt. Sie können die Pflanze auch abduschen.
Bauen Sie dazu eine Konstruktion aus Nylonschnur und einem kleinen Plastikbehälter. Bohren Sie ein Loch in den Boden des Behälters und füllen Sie ihn mit Wasser. Ziehen Sie dann mithilfe eines Holzstabs die Nylonschnur durch die Abflusslöcher in den Topf, bis sie die oberste Erdschicht erreicht. Gießen Sie die Pflanze gründlich, bis die Schnur gesättigt ist und die Pflanze mit Feuchtigkeit versorgt.
Düngen Sie die Pflanze während der Wachstumsphase mehrmals im Monat, um ihr Wachstum zu beschleunigen. Sie können jeden beliebigen Dünger verwenden. Die Pflanze wird häufig mit Aquarienwasser gegossen, um ihren Nährstoffhaushalt auszugleichen. Ausgewachsene Pflanzen benötigen keine Düngung mehr.
Licht und Temperatur
Grünlilie (Chlorophytum) ist bezüglich der Lichtmenge anspruchslos. Sie kann auf jeder Fensterbank oder im Halbschatten im hinteren Teil des Zimmers platziert werden. In den wärmeren Monaten bevorzugt die Pflanze Morgen- und Abendsonne, da direkte Sonneneinstrahlung die Blätter verbrennen kann. Im Frühling und Sommer sollte der Topf nur morgens ins Freie gestellt oder in den Schatten platziert werden. Ausreichend Licht sorgt für eine intensivere Blattfarbe und eine üppigere, buschigere Pflanze.
Im Winter sollte der Topf kühl gelagert werden, die Temperatur sollte nicht unter 10 Grad Celsius fallen. Achten Sie darauf, dass der Topf nicht im Zug steht und nicht zu nah an heißen Heizkörpern.
Reproduktion
Chlorophytum lässt sich durch Aussaat vermehren. Dazu sammelt man die Samen, trocknet sie und bewahrt sie bis zur Aussaat auf. Am besten sät man sie im Dezember aus. Weicht man die Samen 24 Stunden lang in Kaliumpermanganat oder einem Wachstumsförderer ein, sät man sie anschließend in ein Substrat aus Torf und Sand.

Man füllt Erde in ein flaches Gefäß, legt die Samen darauf und drückt sie leicht an, ohne sie mit Erde zu bedecken. Anschließend deckt man das Gefäß mit Plastikfolie oder einem Deckel ab und stellt es für einige Monate an einen warmen Ort, bis die Keimlinge erscheinen.
Während dieser Zeit werden die Pflanzen mit Wasser besprüht und zur Belüftung geöffnet. Sobald die Jungpflanze mehr als zwei bis drei Blätter hat, kann sie umgetopft werden. Diese Methode wird aufgrund der geringen Keimrate selten angewendet, ist aber für die Vermehrung effektiv.
Floristen vermehren Pflanzen am häufigsten durch Stecklinge. Dazu wählt man einen kleinen Steckling mit einigen Blättern und Wurzeln und trennt ihn vorsichtig von der Mutterpflanze. Der Steckling wird bis zur Hälfte in ein Glas warmes Wasser gestellt, bis sich ein vollständiges Wurzelsystem entwickelt hat. Das Wasser sollte wöchentlich gewechselt werden. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, wird die Pflanze in einen Topf mit Blumenerde umgepflanzt. Diese Vermehrungsmethode kann zu jeder Jahreszeit angewendet werden.
Überweisen
Junge Pflanzen müssen nur einmal jährlich in einen größeren Topf umgetopft werden; bei ausgewachsenen Pflanzen reicht es, dies alle paar Jahre zu tun. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist der Spätwinter oder das zeitige Frühjahr, bevor die Pflanze aktiv zu wachsen beginnt und Knospen bildet.

Zum Umtopfen die Pflanze im alten Topf gründlich wässern, damit sie sich leichter herausnehmen lässt. Die Pflanze vorsichtig herausnehmen und lose Erde abschütteln. Anschließend die Wurzeln sorgfältig auf Beschädigungen untersuchen. Eine dicke Schicht Blähton auf den Boden des neuen Topfes geben und diesen dann mit vorbereiteter Erde füllen.
Graben Sie ein kleines Loch in die Erde und setzen Sie die Grünlilie hinein. Gießen Sie die Pflanze nach dem Umpflanzen. Experten raten davon ab, den Topf direkt in die Sonne zu stellen, damit sich das Chlorophytum an die Sonne gewöhnen kann.
Ursachen der Blattvergilbung bei Chlorophytum und Behandlungsmethoden
Es gibt mehrere Gründe für die Gelbfärbung von Chlorophytum-Blättern. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die Vergilbung und das Abwerfen der unteren Blattschichten ein normaler, altersbedingter Prozess ist. Besonders aufmerksam sollte man auf die Vergilbung der oberen Blätter achten.
Wenn die Blätter zunächst verblassen und ihre leuchtend grüne Farbe verlieren, bevor sie gelb werden, könnte dies an unzureichendem Licht liegen. Um dieses Problem zu beheben, stellen Sie den Topf an einen sonnigen Platz und sorgen Sie für ausreichend Licht. Im Winter können Sie Lampen verwenden. Achten Sie jedoch im Sommer darauf, dass die Blätter nicht verbrennen.

Eine Vergilbung kann auch durch einen Mineralstoffmangel verursacht werden, der durch Düngung ausgeglichen werden kann. Auch ein zu kleiner Topf kann zu einer Vergilbung führen.
Wenn die unteren Blätter plötzlich gelb werden, sollten Sie Ihre Bewässerung überdenken. Dies deutet höchstwahrscheinlich auf Übergießen hin. Es könnte aber auch Wurzelfäule sein. Um das Problem zu beheben, nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf, schneiden Sie die beschädigten Wurzeln ab und pflanzen Sie sie in frische Erde um.
Vergilbte und vertrocknete Blattspitzen deuten auf unzureichende Luftfeuchtigkeit im Raum hin. Daher sollte diese Grünlilie-Art häufiger abgewischt und mit warmem Wasser besprüht werden.

Wenn die Blätter nach dem Vergilben austrocknen, deutet dies auf unzureichende Bodenfeuchtigkeit hin. Die Bewässerungshäufigkeit sollte vom Feuchtigkeitsgehalt des Bodens abhängen; lassen Sie ihn daher nicht austrocknen.
Die Blätter können sich auch aufgrund zu hoher Raumtemperaturen gelb verfärben. Die optimale Temperatur liegt bei 18–24 Grad Celsius. Diese Pflanze sollte auf einen Balkon gestellt und häufiger mit warmem Wasser besprüht werden.
Zudem könnte dies ein Anzeichen für eine mechanische Beschädigung des Blattes sein. In diesem Fall sollte es einfach vorsichtig entfernt werden.
Kann man eine Grünlilie (Chlorophytum) zu Hause halten?
Chlorophytum wird aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaften oft als Zimmerpflanze gehalten.
Vorteile für das Zuhause
Es ist wichtig zu wissen, dass die Grünlilie auch als „Hausfilter“ bezeichnet wird. Dank ihrer chemischen Zusammensetzung neutralisiert sie Staub und schädliche Mikroorganismen in der Raumluft. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass sie die Luft in einem Umkreis von mehreren Metern reinigen kann. Daher reichen schon wenige Pflanzen aus, um die Wohnung sauber zu halten.
Darüber hinaus besitzt die Pflanze die Fähigkeit, Schadstoffe zu binden. Je schneller sie wächst, desto mehr Schadstoffe werden in die Luft abgegeben. So ist beispielsweise wissenschaftlich erwiesen, dass die Luft um die Pflanze herum vollständig steril ist. Nikotin und Teer, die im Zigarettenrauch enthalten sind, werden von der Pflanze besonders gut absorbiert. Chlorophytum gedeiht auch in Umgebungen mit einem Überschuss an Kohlendioxid und Kohlenmonoxid.
Grünlilie reinigt und befeuchtet die Luft. Um diese Wirkung zu verstärken, geben Sie zerkleinerte Aktivkohle in den Untersetzer. Die Blätter sollten außerdem gründlich gewaschen und besprüht werden, insbesondere der mittlere Teil.
Grünlilie (Chlorophytum) bekämpft negative Energien im Haus. Laut Feng Shui absorbiert die Pflanze nicht nur Energie, sondern fördert auch die persönliche Entwicklung und verändert das Leben ihrer Besitzer. Experten behaupten, dass die Blume dank ihrer reinigenden Eigenschaften die negativen Auswirkungen von Giftstoffen und Mikroorganismen auf den Menschen beseitigt und so für Ausgeglichenheit, Ruhe und ein verbessertes emotionales Wohlbefinden sorgt.
Mögliche Schäden
Vermeiden Sie den Verzehr der Blätter dieser Pflanze, da sie die Mundschleimhaut schädigen können. Katzen fressen die Blätter, um Haarballen zu lösen. Um dieses Problem zu vermeiden, pflanzen Sie spezielles Katzengras, da die Dreimasterblume für Tiere giftig ist.
Häufig gestellte Fragen zum Blumenanbau
Grünlilie (Chlorophytum) ist eine Zimmerpflanzenart, die mit ihrem leuchtenden Grün und den zarten weißen Blüten besticht. Sie ist nicht nur eine schöne Dekoration für Zuhause, sondern auch ein hervorragender Luftreiniger, der Staub und Bakterien filtert. Umgetopft wird sie im Sommer auch gerne in Ferienhäusern und auf Veranden.







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