Blumen gelten als die schönste Dekoration für Wohnräume. Viele benötigen jedoch spezielle Kenntnisse, Geschicklichkeit und ständige Pflege. Daher bevorzugen Gartenanfänger pflegeleichte Zimmerpflanzen, die das ganze Jahr über blühen und nur wenig Pflege benötigen. Diese Blumen erfreuen das Auge immer wieder mit ihrer leuchtenden Blütenpracht und sind dabei äußerst anspruchslos.
Anspruchslose Zimmerpflanzen, die das ganze Jahr über blühen.
Zu den pflegeleichtesten und schönsten Zimmerpflanzen zählen Primeln, Fleißige Lieschen, Geranien, Abutilon, Hibiskus, Zimmerrosen, Fuchsien, Begonien, Kalanchoen und Anthurien. Diese Blumen werden am häufigsten für die Zimmerkultur gewählt.
Primel
Die Primel, auch bekannt als Nachtkerze, beginnt im Spätwinter zu blühen, daher ihr zweiter Name. Sie kann sowohl im Haus als auch im Garten kultiviert werden. Die mehrjährige Primel wird am häufigsten in Innenräumen gehalten. Sie hat runde, raue, hellgrüne Blätter, die über Blattstiele am Stängel befestigt sind und Rosetten bilden. Die Blüten sind klein, in verschiedenen Farben erhältlich und bilden Dolden.

Primeln können je nach Sorte einjährig oder mehrjährig sein. Hybrid-Sorten werden in Innenräumen kultiviert und sind daher pflegeleicht.
Damit Primeln optimal gedeihen, benötigen sie indirektes Licht, eine konstante Temperatur über 20 Grad Celsius und regelmäßige, ausreichende Bewässerung. Die Pflanze benötigt außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Darüber hinaus lässt sich die Blume sehr leicht durch Teilung vermehren.
Balsam
Das Springkraut (Impatiens balsamus) verdankt seinen Beinamen „Licht“, da die Blätter während der Blütezeit hinter der Blütenpracht verborgen sind und aus der Ferne an ein Licht erinnern. Die Pflanze besitzt kleine, ovale Blätter mit gewellten Rändern und einer zugespitzten Spitze. Auch die Blüten sind klein und tragen jeweils einen grünen Sporn am Blütenansatz. Ihr Hauptmerkmal ist die lange Blütezeit, die vom Frühsommer bis zum ersten Frost reicht.

Impatiens balsamica verträgt keine direkte Sonneneinstrahlung, da diese zu Verbrennungen führen kann. Sie gedeiht zudem in feuchter Umgebung und muss daher bei heißem Wetter regelmäßig besprüht und reichlich gegossen werden. Floristen weisen darauf hin, dass Lichtmangel und niedrige Temperaturen zum Blattfall führen können.
Die Pflanze lässt sich am besten durch Stecklinge vermehren. Ausgewachsene Exemplare sollten im Alter von 4–5 Jahren umgetopft werden, um die Blüte anzuregen. Gärtner weisen darauf hin, dass Fleißige Lieschen Allergien auslösen können; daher sollten beim Umtopfen Handschuhe getragen werden.
Pelargonie (Geranie)
Pelargonien haben runde, hellgrüne Blätter mit gewellten Rändern an langen Blattstielen. Die Blüten besitzen sechs Blütenblätter und können je nach Sorte unterschiedliche Farben aufweisen. Sie verströmen einen unangenehmen Duft, der Insekten fernhält und die Luft von schädlichen Mikroorganismen reinigt. Experten weisen darauf hin, dass Pelargonien nicht im Schlafzimmer aufgestellt werden sollten, da ihr charakteristischer Geruch Kopfschmerzen verursachen kann.

Es ist wichtig zu wissen, dass Geranien im Haus Wärme, viel Sonnenlicht und regelmäßiges Gießen bevorzugen. Staunässe kann jedoch zu Wurzelfäule führen. Am einfachsten lassen sie sich durch Samen oder Stecklinge vermehren. Da die Pflanze mit der Zeit stark wächst, muss sie regelmäßig zurückgeschnitten werden. Pelargonien blühen vom Frühling bis zum Spätsommer und können bei guter Pflege auch im Herbst und Winter blühen.
Abutilon (Ahorn für den Innenbereich)
Die Pflanze wird aufgrund ihrer baumähnlichen Blätter auch als Zimmerahorn bezeichnet. Ein weiterer Name für den Abutilon ist „Glücksblume“, da er so schön ist und mit seinem Anblick Freude schenkt. Der Strauch trägt große, glockenförmige, nach unten gerichtete Knospen. Jede Knospe besteht aus fünf großen, meist orange oder roten Blütenblättern. Der Abutilon blüht vom Frühling bis Ende Oktober, kann aber bei regelmäßiger Pflege und Düngung auch im Winter blühen.

Die Blume liebt Sonnenlicht, verträgt aber keine Temperaturen über 25 Grad Celsius. Daher empfiehlt es sich, sie in heißen Perioden auf einen Balkon zu stellen. Zimmerahornbäume benötigen im Sommer regelmäßiges Gießen. Aufgrund ihres schnellen Wachstums müssen sie außerdem jedes Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Hibiskus (Chinesische Rose)
Der Hibiskus ist ein Strauch, der im Haus mehrere Meter hoch werden kann. Die Pflanze bezaubert mit ihren großen Blüten in verschiedenen Rottönen. Die Knospen sind trichterförmig und enthalten in ihrer Mitte ein Staubblatt mit gelbem Pollen. Die Blütezeit des Hibiskus erstreckt sich von März bis in den Spätherbst.

Hibiskus bevorzugt warme, sonnige Standorte und benötigt im Sommer regelmäßige, reichliche Bewässerung und mineralischen Dünger. Im Winter sollte die Pflanze an einen kühlen Ort gestellt werden, an dem die Temperatur unter 15 Grad Celsius gehalten werden sollte.
Die Chinesische Rose wird durch Stecklinge vermehrt. Ein großzügiger Anteil an Rasen und Humus im Substrat fördert eine üppige Blüte. Junge Pflanzen müssen jedes Frühjahr umgetopft werden. Zu Beginn der Wachstumsphase wird der Hibiskus zurückgeschnitten, um die Krone zu formen und das seitliche Wachstum anzuregen.
Zimmerrosen
Zimmerrosen sind kleine Sträucher, die bis zu 50 cm hoch werden können. Ihre Blüten ähneln denen von Gartenrosen. Die beliebteste Sorte für die Zimmerkultur ist die Polyanthus-Rose.
Für eine üppige Blütenpracht benötigt die Pflanze ausreichend Sonnenlicht. Floristen empfehlen, den Topf an ein Westfenster zu stellen, um Sonnenbrand zu vermeiden. Die Rose bevorzugt hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 20 Grad Celsius.
Die Rose sollte regelmäßig und nach Bedarf gegossen werden, sobald die oberste Substratschicht trocken ist. In warmen Perioden sollte sie alle paar Wochen gedüngt werden, um das Wachstum anzuregen. Unter günstigen Bedingungen und bei konsequenter Pflege blüht die Pflanze alle zwei Monate. Rosen werden durch Stecklinge vermehrt und regelmäßig zurückgeschnitten, um vergilbte Blätter und Knospen zu entfernen.
Fuchsie
Fuchsien werden aufgrund ihrer nach unten hängenden Blüten oft auch Ballerina- oder japanische Laternenblumen genannt. Meist werden Fuchsien nicht in einem normalen Topf, sondern in einem Übertopf gepflanzt, um ein ansprechenderes Erscheinungsbild zu erzielen. Fuchsien haben kleine Blüten in verschiedenen Farben, wobei eine einzelne Blüte zweifarbig sein kann. Die Blüten sind glockenförmig mit nach außen gerichteten Blütenblättern.
Lichtmangel lässt Fuchsien noch größer wachsen. Die Blütezeit beginnt im März und dauert bis Mitte Herbst. Fuchsienblätter sind klein und länglich. Anstelle der Blüten bilden sich kleine, runde Früchte.
Fuchsien mögen keine Hitze, daher sollte die Raumtemperatur 20–22 Grad Celsius nicht überschreiten. Im Sommer kann die Pflanze vor dem Mittagessen und abends ins Freie gestellt werden. Während dieser Zeit benötigt sie reichlich Wasser und sollte besprüht werden. Mehrmals jährlich sollte mit Mineraldünger gedüngt werden. Fuchsien sollten nur umgetopft werden, wenn der alte Topf zu klein ist. Um üppiges Wachstum und eine reiche Blüte zu fördern, sollten die Triebspitzen regelmäßig gestutzt werden.
Begonie
Die Begonie wird oft als „immerblühend“ bezeichnet, weil die Pflanze reichlich und lang anhaltende Blüten hervorbringt und bei richtiger Pflege das ganze Jahr über blühen kann.
Begonien können je nach Sorte unterschiedliche Formen annehmen, sind aber meist krautig. Alle Sorten bilden kleine Samen in einer Kapsel, die nach der Blüte erscheint. Begonien besitzen sukkulente, dicke Stängel, an denen asymmetrische Blätter mit langen Blattstielen sitzen. Die kleinen, fünfblättrigen Blüten wachsen in den Blattachseln und sind in Blütenständen angeordnet.

Für eine ganzjährige Blüte benötigen Begonien ständigen Zugang zu gefiltertem Licht. Die Raumtemperatur sollte 22 Grad Celsius nicht überschreiten, und die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 60 % betragen. Während der Blütezeit benötigt die Pflanze reichlich Wasser. Im Winter reduziert sich der Wasserbedarf deutlich. Begonien werden durch Stecklinge vermehrt. Die Pflanze ist bezüglich des Pflanzsubstrats anspruchslos. Um einen buschigen Wuchs zu fördern, werden Begonien jedes Frühjahr zurückgeschnitten.
Kalanchoe
Kalanchoe ist weithin bekannt für seine vielfältigen medizinischen Anwendungen. Der Pflanzensaft wird häufig zur Behandlung von Erkältungen und in der Zahnmedizin eingesetzt. Zudem ist Kalanchoe eine pflegeleichte, langblühende Pflanze. Sie besitzt fleischige, dicke Blätter und einen ebenso dicken Stängel. Die kleinen, leuchtend rosa Blüten stehen in Büscheln, die schnell abfallen.
Die Pflanze verträgt keine Staunässe, daher sollte sie nur selten und gezielt an der Basis gegossen werden, um Wurzelfäule zu vermeiden. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte nicht zu hoch sein. Kalanchoe benötigt außerdem indirektes Licht, da sie leicht verbrennt.
Die Pflanze verträgt keine plötzlichen Temperaturschwankungen und benötigt daher eine konstante Temperatur von etwa 20 Grad Celsius. Zugluft und warme Heizkörperluft sollten vermieden werden. Kalanchoe wird in ein Substrat mit der gleichen Zusammensetzung wie zuvor umgetopft.
Anthurie
Die Anthurie besticht durch ihre leuchtenden Blüten. Die Blume kann bis zu einem Meter hoch werden und hat runde, glänzende, ovale Blätter an langen Blattstielen. Man unterscheidet zwischen Anthurien mit wunderschönen Blüten und solchen mit dekorativem Laub. Darauf sollten Sie beim Kauf im Geschäft achten.

Für eine kontinuierliche Blüte benötigen Anthurien eine konstante Temperatur von etwa 18 Grad Celsius. Sie bevorzugen außerdem viel Licht. Um Wurzelfäule vorzubeugen, sollte gleichmäßig und nach Bedarf gegossen werden. Regelmäßiges Abwischen und Besprühen mit warmem Wasser ist unerlässlich. Eine gute Drainage im Topf ist für Anthurien wichtig. Floristen empfehlen die Vermehrung durch Stecklinge.
Förderung der Blütenbildung und Pflege von Pflanzen
Um die Blüte von Zimmerpflanzen anzuregen, muss man ihnen ein Gefühl der Bedrohung vermitteln. Pflanzen bilden Knospen, wenn sie eine Gefahr für ihr Überleben wahrnehmen.
Darüber hinaus hängt die Blüte direkt von der Lichtmenge ab. Sommerblumen benötigen zusätzliches künstliches Licht, während Winterblüher fast vollständige Dunkelheit benötigen. Außerdem gibt es verschiedene chemische Substanzen, die die Blüte anregen können.
Jede Blume benötigt individuelle Bedingungen und Pflege, was sich direkt auf ihr Wachstum und ihre Blüte auswirkt.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau von Zimmerpflanzen
Pflanzen, die das ganze Jahr über blühen, eignen sich hervorragend als Dekoration für Zuhause und sind pflegeleicht. Dank der großen Sortenvielfalt findet jeder Gärtner eine pflegeleichte Blume nach seinem Geschmack.









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