Zimmerpflanzen zählen zu den wichtigsten Elementen der Wohnraumgestaltung. Es gibt unzählige farbenprächtige Blumenarten in verschiedenen Formen, Farben und Größen, die jeden Raum deutlich aufwerten. Besonders auffällig sind Zimmerpflanzen mit roten Blättern. Sie bestechen durch ihre intensive Farbe und ungewöhnliche Form. Auch Pflanzen mit roten Blüten sind ein echter Hingucker – jede Blüte gehört zwar einer anderen Art an, aber sie verschönern garantiert jeden Raum.
Namen, Beschreibungen und Fotos von Zimmerpflanzen mit roten Blättern
Zu den beliebtesten Zimmerpflanzen mit scharlachroten Blättern zählen Weihnachtsstern, Cordyline, Iresine, Buntnessel, Aglaonema und Königsbegonie. Beschreibungen und Fotos helfen Ihnen bei der Auswahl der passenden Pflanzen für Ihre Wohnung.
Weihnachtsstern oder Poinsettie
Der Weihnachtsstern ist ein auffälliges Mitglied der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und besticht durch seine scharlachroten Blätter. Seinen Beinamen „Weihnachtsstern“ verdankt er seiner Blütezeit im Winter (Dezember bis Januar). Die Blume stammt ursprünglich aus Mittelamerika und Mexiko. Neben ihrer Schönheit zeichnet sich die Pflanze auch durch ihre heilenden Eigenschaften aus.
Der Weihnachtsstern besitzt einen unscheinbaren kleinen weißen Blütenstand, unter dem sich große scharlachrote Blätter befinden, die die Schönheit der Blüte unterstreichen.
Temperaturschwankungen schaden der Pflanze, daher sollten Sie Zugluft und die Nähe zu Heizkörpern vermeiden. Die optimale Temperatur liegt bei 18 Grad Celsius. Es ist außerdem wichtig, die Blätter regelmäßig mit warmem Wasser zu besprühen und abzuwischen. Gießen Sie die Pflanze erst, wenn das Substrat vollständig ausgetrocknet ist.
Cordyline
Die Cordyline, auch bekannt als Scheinpalme, ist eine wunderschöne Tropenpflanze. Ihre langen, großen Blätter bilden eine dichte, üppige Krone. Nach einiger Zeit fallen die unteren Blätter ab, sodass der Stamm kahl bleibt, während der obere Teil erhalten bleibt. Die Pflanze bildet kleine, rötlich gefärbte Blütenstände in Ährenform. Der obere Teil der Cordyline ist in einem satten Burgunderrot gehalten, was sie so auffällig macht.

Für ein kräftiges Wachstum benötigt die Pflanze indirektes Licht, da direkte Sonneneinstrahlung Verbrennungen verursachen kann. Gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht vollständig trocken ist. Cordyline-Pflanzen müssen jedes Frühjahr umgetopft werden. Floristen empfehlen zudem leicht saure Erde für optimales Wachstum.
Coleus
Das Hauptmerkmal der Buntnessel (Coleus), einer in heißen Tropen beheimateten Blume, sind ihre burgunderroten, grün geränderten Blätter. Die Buntnessel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist für ihre Pflegeleichtigkeit bekannt. Im Volksmund wird sie auch als „Kroton des armen Mannes“ bezeichnet, da ihre Färbung der eines armen Mannes sehr ähnelt.
Die Blätter der Blume sind länglich und herzförmig mit gewellten, gesägten Rändern. Sie können je nach Sorte in Größe und Form variieren. Coleus bildet außerdem kleine, ährenförmige Blütenstände mit winzigen blauen Blüten.
Die Buntnessel verträgt direktes Sonnenlicht; im Sommer benötigt sie jedoch regelmäßiges und reichliches Gießen. Sie verträgt keine Hitze, daher empfiehlt es sich, im Sommer den Raum gut zu lüften und die Buntnessel mit kühlem Wasser zu besprühen.
Aglaonema
Aglaonema ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die schattige Flussufer bevorzugt. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 80 cm und hat einen kurzen, fleischigen und breiten Stängel. Die Blätter stehen wechselständig an langen Blattstielen. Sie können 10–15 cm lang werden und sind länglich-oval. Das Hauptmerkmal dieser Art sind ihre Blätter, die in verschiedenen Grüntönen mit leuchtend rosa Adern vorkommen.

Erfahrene Gärtner empfehlen, auf die Temperatur der Pflanze zu achten. Im Winter bevorzugt die Aglaonema eine Raumtemperatur von 20–24 Grad Celsius, während im Winter eine Durchschnittstemperatur von 17 Grad Celsius ideal ist. Im Sommer benötigt die Pflanze häufiges Gießen, im Winter reicht es, dies auf 2–3 Mal pro Woche zu reduzieren. Die Aglaonema sollte regelmäßig mit warmem Wasser besprüht und abgewischt werden.
Königliche Begonie
Die Begonie, auch bekannt als Königsbegonie, ist berühmt für ihre üppigen, großen Blätter, deren Form je nach Sorte variiert. Die Pflanze bildet keine Blüten. Die Blätter haben eine rote Mitte und einen gestreiften Rand. Der Rest der Blätter ist grün oder zartrosa.

Begonien vertragen es nicht, besprüht oder gegossen zu werden, da sich sofort dunkle Flecken auf den Blättern bilden. Experten empfehlen eine Raumtemperatur von 20–24 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Niedrige Temperaturen und Zugluft schaden der Pflanze ebenfalls und können sogar zum Welken führen. Begonien benötigen indirektes Licht, da direkte Sonneneinstrahlung Verbrennungen verursachen kann.
Iresine
Die Iresine ist eine Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und stammt ursprünglich aus Australien und Amerika. Sie kann verholzend, buschig oder krautig wachsen. Die Zweige der verholzten Iresine winden sich. Die Blätter sind länglich-oval mit gewellten, gesägten Rändern. Kleine Blüten stehen in ährenförmigen Blütenständen. Die Blüten werden von den Blättern, die burgunderrot sein können, während die Blattadern zartrosa schimmern, fast verdeckt.

Iresine kann sowohl drinnen als auch draußen angebaut werden. Direkte Sonneneinstrahlung kann Sonnenbrand verursachen, daher empfiehlt sich indirektes Licht. Iresine ist zudem tolerant gegenüber unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten.
Caladium
Caladium gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae) und ist auch unter den Namen Elefantenohr und Christusherz bekannt. Diese Namen beziehen sich auf die großen, farbenprächtigen Blätter mit grünem Rand. Die Blätter können bis zu 25–30 cm lang werden. Die Blüten sind klein, unscheinbar weiß mit einem grünen Schimmer und bilden nur Blütenkolben.

Experten empfehlen, die Pflanze an nach Nordwesten ausgerichteten Fenstern zu platzieren, um diffuses Licht zu erhalten. Die Temperatur sollte nicht unter 15 Grad Celsius fallen, optimal sind 22–24 Grad Celsius. Wichtig ist außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum; stellen Sie den Topf dazu auf einen mit Moos gefüllten Ständer.
Zimmerpflanzen mit roten Blüten
Zimmerpflanzen mit roten Blüten gelten als ebenso schön. Sie fügen sich perfekt ein und werden zum Blickfang in jedem Interieur. Die leuchtende Farbe kann Vitalität ausstrahlen und eine festliche Atmosphäre im Haus schaffen.
Chinesischer Hibiskus
Der Chinesische Hibiskus (Hibiscus sinensis) ist ein immergrüner Strauch, der bis zu 3 Meter hoch wächst. Seine länglichen, sattgrünen Blätter haben gewellte, gesägte Ränder. Die Blüten sind groß, leuchtend rot und trichterförmig. In der Mitte befindet sich ein langes Staubblatt mit gelbem Pollen. Anstelle der Blüte bildet sich eine Samenkapsel. Die Blütezeit erstreckt sich vom frühen Frühling bis Oktober.

Floristen empfehlen, den Hibiskustopf an einen hellen Ort zu stellen. Die Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 23 Grad Celsius liegen. Zugluft sollte vermieden werden. Aus Hibiskusblüten wird Hibiskustee zubereitet.
Hippeastrum
Die großen, roten Blütenstände des Zwiebel-Hippeastrums sind unverwechselbar. Die Blüte besitzt massive, längliche, dunkelgrüne Blätter, die bis zu 45–50 cm lang werden. Aus der Zwiebel wachsen Stiele, an deren Enden Knospen entspringen.

Die Blüten des Hippeastrums erreichen einen Durchmesser von 20–25 cm und sind trichterförmig. Die Pflanze bildet im Frühling und Winter Knospen.
Pentas lanceolata
Pentas ist eine für die Zimmerkultur geeignete Hybride mit buschigem Wuchs. Ihre Blätter sind klein, bis zu 7 cm lang. Charakteristisch für Pentas sind die kleinen, sternförmigen Blüten, die in üppigen Dolden angeordnet sind. Die Pflanze blüht vom Frühling bis zum Frühherbst.

Floristen betonen, dass Pentas eine sonnenliebende Pflanze ist und direktes Sonnenlicht gut verträgt. Sie benötigt außerdem eine Temperatur von 20–25 Grad Celsius. Da diese feuchtigkeitsliebende Pflanze im Sommer unempfindlich gegenüber kalten Luftströmungen ist, kann sie überall platziert werden. Die Blütenspitzen werden oft abgeknipst, sobald sie sich verlängern und verkahlen. Der Rückschnitt erfolgt zwischen den Blütezeiten, wobei der Strauch auf eine Höhe von 40–50 cm zurückgeschnitten wird.
Guzmania
Die immergrüne, buschige Guzmanie trägt kleine weiße Blüten, die von zahlreichen scharlachroten Blättern an einem Blütenstiel umgeben sind. Die Blütezeit erstreckt sich vom Frühling bis zum Frühwinter.

Guzmania ist eine schattenverträgliche, wärmeliebende Pflanze und benötigt reichlich Wasser, das gezielt auf die Rosetten gegeben werden sollte. Wichtig: Staunässe kann zu Wurzelfäule und zum Absterben der Pflanze führen.
Azalee
Die Azalee ist eine kleine Blume, die bis zu einem halben Meter hoch wird und eine stark verzweigte Krone besitzt. Ihre Blätter sind klein, glatt, glänzend und dunkelgrün. Die Blüten können einfach, gefüllt oder gewellt sein und erreichen einen Durchmesser von 5–7 cm. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte Januar bis Ende April.
Die Temperatur für Azaleen sollte 15 Grad Celsius nicht überschreiten, und die Beleuchtung muss diffus sein, um Verbrennungen zu vermeiden. Hohe Luftfeuchtigkeit und ständige Belüftung sind ebenfalls wichtig.
Dipladenia
Dipladenia zeichnet sich durch ihren biegsamen, windenden Stängel aus. Die Blüten haben eine röhrenförmige Basis, die sich zur Spitze hin verbreitert und in geteilte Blütenblätter übergeht. Die Pflanze blüht vom späten Frühling bis Oktober.

Die Dipladenie gedeiht am besten bei Wärme und benötigt daher eine Raumtemperatur von 23–24 Grad Celsius. Sie braucht außerdem viel Licht und reichlich Wasser. Experten raten davon ab, den Topf Zugluft auszusetzen, da diese das Wachstum der Pflanze beeinträchtigt. Der Pflanzensaft der Dipladenie ist für Menschen giftig, daher sollten beim Umtopfen Handschuhe getragen werden.
Vallota
Vallota ist eine Zwiebelpflanze mit großer, schwertförmiger, bis zu 60 cm langer, tiefvioletter Farbe. Aus der Zwiebel wächst ein 40–45 cm hoher Blütenstiel mit einer doldenförmigen Blütenstandsform. Die großen, trichterförmigen, scharlachroten Blüten besitzen Staubblätter in der Mitte. Vallota blüht zweimal jährlich – im späten Frühling und im frühen Herbst.

Vallota benötigt viel Sonnenlicht, mittags jedoch unbedingt Schatten, und eine Raumtemperatur von 23 Grad Celsius. Mäßig gießen, sobald die oberste Substratschicht austrocknet. Vallota ist giftig, daher sollten beim Umtopfen Handschuhe getragen werden.
Blumen mit roten Blättern in der Innenarchitektur
Anders als typische grüne Pflanzen fallen Sorten mit roten Blättern sofort ins Auge. Bei der Auswahl einer Blume sollte man zunächst überlegen, ob man ihr alle notwendigen Wachstumsbedingungen bieten kann.
Anschließend sollte man sich Gedanken über den Standort des Topfes machen. Am besten platziert man diese Blumen in Räumen mit gedeckten Wandfarben, um einen schönen Kontrast zu schaffen. Viele Blumen mit roten Blättern sind pflegeleicht und lassen sich gut mit anderen Zierpflanzen kombinieren.
Häufig gestellte Fragen
Pflanzen mit ungewöhnlichen, warmen Blattfarben von leuchtendem Rot bis Rosa wurden zunächst in heißen Klimazonen kultiviert und verbreiteten sich erst später weltweit. Rotblühende Pflanzen sind eine wunderbare Bereicherung für jedes Zuhause, vorausgesetzt, sie erhalten die richtigen Bedingungen und einen geeigneten Standort.









Die angesagtesten Blumen des Jahres 2025
Große Keramiktöpfe und Pflanzgefäße: Worin liegt der Unterschied und wie wählt man den richtigen für seine Pflanzen aus?
Schönheit und Pflegeleichtigkeit: Die 10 schönsten und pflegeleichtesten Zimmerblumen
Die 15 schönsten Blumen, die in der Vase lange halten