Prachtscharte: Anpflanzung und Pflege im Freiland

Blumen

Die Prachtscharte (Liatris) ist eine in Nordamerika heimische Blume. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Da die Prachtscharte derzeit bei Gärtnern sehr beliebt ist, werden häufig Fragen zum Anpflanzen und Pflegen im Freien gestellt.

Merkmale der Prachtscharte

Diese Pflanze ist recht kompakt und wird aufgrund ihres einzigartigen und attraktiven Aussehens sowie des angenehmen Blütenduftes häufig von Landschaftsarchitekten zur Gartengestaltung verwendet.

Die Pflanze ist mehrjährig und daher ideal für die Gartenpflanzung. Die Blüte bildet Knollen, die den Winter über im Boden verbleiben.

Diese Blume erreicht in ihrer Wachstumsphase eine Höhe von 30 cm bis 1,5 m. Sie bildet einen kompakten Strauch mit aufrechten Stängeln, an denen flauschige Blütenstände sitzen. Die Blütenstände können lila, weiß, rot oder rosa sein. Die Blätter sind schmal und lang und ähneln Nadeln.

Möglichkeiten zur Blumenvermehrung

Diese Pflanze kann sich auf verschiedene Weise vermehren:

  • Knollen;
  • Rhizome;
  • verlängerte Wurzelkronen.

Um eine Pflanze zu ziehen, können Sie sie in einer spezialisierten Gärtnerei oder in einem Geschäft kaufen, das Blumensamen und Jungpflanzen verkauft. Es ist wichtig, hochwertiges Pflanzgut zu kaufen, da dies die Entwicklung einer gesunden Pflanze gewährleistet, die kräftig wächst und blüht.

Interessant!
Ein besonderes positives Merkmal dieser Blume ist, dass sie im Jahr der Pflanzung blüht, was für Stauden nicht immer typisch ist.

Die Blütezeit ist im Sommer. Sie dauert lange an und ist optisch sehr beeindruckend. Der Stängel ist an der Spitze flauschig, verjüngt sich aber allmählich und bildet eine leuchtende Kerze aus flauschigen Härchen. Neben der unverwechselbaren Blüte mit ihren leuchtenden, satten Farben zeichnet sich die Pflanze vor allem durch ihren zarten Duft aus. Seine Intensität verdankt sie dem in der Prachtscharte (Liatris) enthaltenen Cumarin.

Der Duft erinnert an eine Mischung aus Vanille und frisch gemähtem Gras.

Bitte beachten Sie!
Der Duft der Prachtscharte (Liatris) ist für Motten tödlich. Dieser Duft schreckt Insekten ab, weshalb er sich bei der Lagerung von Gegenständen zunutze macht. Zudem bleibt der Duft selbst im getrockneten Zustand erhalten.

Die Pflanze in die Erde säen

Da die Blume sowohl in der Pflege als auch beim Anpflanzen recht anspruchslos ist, kann sie mühelos durch direkte Aussaat in die Erde vermehrt werden.

Die Aussaat sollte selbstverständlich unter Berücksichtigung der regionalen Gegebenheiten erfolgen. Die Hauptpflanzzeit liegt jedoch im mittleren Frühling; in manchen Fällen wird auch im September oder Oktober gepflanzt.

Bei der Anzucht von Liatris aus Samen sind folgende Punkte zu beachten:

  • Um eine ausreichende Nährstoffzusammensetzung des Bodens zu gewährleisten, ist es notwendig, den Boden umzugraben und Humus hinzuzufügen;
  • Die Aussaat erfolgt durch einfaches Ausstreuen der Samen auf dem Boden, gefolgt vom Bestreuen mit einer maximal 2 cm dicken Schicht Erde;
  • Man kann die Samen auch mit einem Rechen aussäen und dabei vorsichtig über die verstreuten Samen fahren;
  • Anschließend sollte der Boden durch Besprühen ausreichend befeuchtet werden.

Wenn Sie Liatris aus Samen im Freiland anpflanzen, erhalten Sie bei guter Pflege der Pflanze schnell und einfach eine schöne Gartendekoration.

Aussaat einer Pflanze mithilfe von Setzlingen

Wer sich möglichst schnell an schönem Liatris-Grün auf seinem Rasen erfreuen möchte, dem empfehlen wir, die Pflanze im Freiland anzubauen und zu pflegen. Diese Methode eignet sich beispielsweise für den Anbau in Sibirien.

Hier kommt der Frühling viel später als in der zentralen Zone, daher beschleunigt die Anzucht aus Sämlingen den Wachstumsprozess der Pflanzen.

Dazu müssen Sie Folgendes tun:

  • Ende Februar/Anfang März die Samen in separate Töpfe pflanzen;
  • Die Samen sollten nicht tiefer als 1 cm gesät werden;
  • Befeuchten Sie den Boden gut mit einer Sprühflasche oder einem Rasensprenger.

Um eine schnelle Keimung der Pflanzen zu gewährleisten, müssen geeignete Bedingungen geschaffen werden. Dazu gehören ein ausreichend heller Raum und mäßiges Gießen, sobald der Wurzelballen austrocknet.

Sobald die Sämlinge besser angewachsen sind, müssen sie abgehärtet werden. Dazu werden sie tagsüber ins Freie gestellt. Dies sollte bei geeigneten Wetterbedingungen geschehen.

Im Mai, wenn sich das Wetter weitgehend stabilisiert hat, wird die Pflanze ins Freiland umgepflanzt. Dabei muss sie vorsichtig bewegt werden, um das Wurzelsystem nicht zu beschädigen.

Interessant!
Der Abstand zwischen benachbarten Sträuchern sollte 15 bis 20 cm betragen.

Die Vermehrungsmethode mittels Trieben

Bei der Vermehrung durch Stecklinge ist es wichtig, bewurzelte Triebe zu verwenden. Mit dieser Methode erhält man recht schnell eine gesunde, ausgewachsene Pflanze.

Um diese Pflanzmethode für Liatris durchzuführen, ist es notwendig, die folgende Abfolge von Arbeitsschritten zu befolgen:

  • Den Trieb vorsichtig von der Mutterpflanze trennen;
  • Es muss sorgfältig ausgewählt werden, damit es über ein eigenes, gut entwickeltes Wurzelsystem verfügt;
  • Für jeden Trieb wird ein etwa 20-25 cm tiefes Loch gegraben;
  • Als Nächstes muss Humus auf den Boden des Lochs gegeben werden, und zwar bis zu etwa 20-25 % seiner vollen Tiefe.
  • Setzen Sie dann den Setzling so in das Loch, dass es 10-15 cm tiefer ist.

Tatsache!
Wenn Sie regelmäßig Sämlinge entfernen und neue pflanzen müssen, beachten Sie bitte, dass es nicht empfehlenswert ist, regelmäßig Stecklinge von derselben Mutterpflanze zu nehmen, da dies die Pflanze abtötet. Stecklinge können alle zwei bis vier Jahre geschnitten werden, ohne der Mutterpflanze nennenswerten Schaden zuzufügen.

Anpflanzung von Liatris mithilfe von Knollen

Man kann sie dort auch mithilfe einer Knolle anpflanzen. Dazu muss man die Hauptknolle in mehrere Einzelknollen teilen.

Nur mal so als Information!
Für ein gutes Wachstum der Pflanze muss der Knollendurchmesser mindestens 3 cm betragen. Dies gewährleistet eine schnelle Keimung und die Entwicklung einer gesunden Pflanze.

Arbeitsablauf beim Pflanzen von Knollen:

  • Es wird ein 10-12 cm tiefes Loch gegraben;
  • Man kann Humus oder Mist auf den Boden geben;
  • Suchen Sie eine kleine Einkerbung an der Knolle – aus dieser Stelle wächst ein Trieb.
  • Setzen Sie die Knolle in das Loch ein, aber so, dass die Kerbe senkrecht nach oben zeigt;
  • Streue etwas Erde darüber und gieße.

Die Keimlinge erscheinen in etwa 20 bis 40 Tagen, abhängig von den Temperaturbedingungen und der erforderlichen Luftfeuchtigkeit.

Wie man den richtigen Pflanzort auswählt

Man sollte bedenken, dass die Prachtscharte (Liatris) einen gewissen Platz benötigt, um zu einer schönen und kräftigen Pflanze heranzuwachsen. Ihre Ansprüche sind jedoch sehr gering.

Um das Wohlbefinden der Pflanze zu gewährleisten, wählen Sie einfach einen sonnigen oder schattigen Standort. Vermeiden Sie jedoch unbedingt tiefliegende Gebiete mit hohem Grundwasserspiegel.

Wichtig ist auch, regelmäßig Dünger in Form von Humus oder Mist zuzuführen.

Bewässerungssystem

Die Pflanze gedeiht in trockeneren Klimazonen. Daher verträgt sie kurzfristige Trockenperioden besser als übermäßig nasse Böden.

Zu nasser Boden schadet der Pflanze und führt zu Wurzelfäule. Um dies zu vermeiden, sollte eine ausreichend dicke Drainageschicht vorhanden sein.

Die Pflanze sollte sparsam, aber häufig gegossen werden. Das ist besser, als selten zu gießen, dafür aber einen Strauch auf einmal mit viel Wasser zu übergießen.

Wenn sich die Pflanze also bereits ausgebildet hat, können Sie unter einem ausreichend hohen Busch bei trockenem Wetter, sobald der Boden ausgetrocknet ist, bis zu 10 Liter Wasser pro Pflanze hinzufügen.

Richtige Pflege

Die Pflanze benötigt Dünger. Mist oder Kompost eignen sich dafür sehr gut.

Man kann auch komplexe Vitamin-Mineral-Dünger verwenden. Diese kommen am häufigsten während der Wachstums- und Blütezeit zum Einsatz.

Tatsache!
Wenn sich die Blätter von hellgrün zu weißlich verfärbt haben, muss dem Boden zusätzlicher Stickstoffdünger zugeführt werden. Verwenden Sie etwa 10–20 Gramm Dünger pro Quadratmeter. Die genaue Dosierung entnehmen Sie bitte der Packungsanleitung.

Der Prozess des Anhäufelns und Mulchens

Es ist wichtig zu beachten, dass sich das Wurzelsystem der Pflanze recht nah an der Bodenoberfläche befindet. Durch Anhäufeln kann verhindert werden, dass das Wurzelsystem freiliegt.

Wenn Sie den Boden nicht anhäufeln möchten, können Sie die Fläche um den Strauch einfach mit Torf mulchen. Torf speichert außerdem Feuchtigkeit und verhindert so, dass der Boden zu schnell austrocknet. Durch das Mulchen müssen Sie übrigens seltener gießen.

Stützen und Beschneiden der Liatrix. Die Pflanze erreicht normalerweise eine Höhe von 80 cm, kann aber auch bis zu 1 m hoch werden. Unter optimalen Bedingungen sind sogar bis zu 2 m möglich. Manchmal hängen die Stängel herab. Um Krankheiten vorzubeugen, kann die Pflanze gestützt werden. Hierfür wird meist eine spezielle Stützvorrichtung verwendet. Zwischen den Stützpfählen werden Stützstäbe angebracht, zwischen denen eine Schnur gespannt wird, um die Pflanze zu stützen.

Damit eine Pflanze in der mittleren Zone erfolgreich überwintern kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Triebe müssen direkt an der Wurzel abgeschnitten werden;
  • Es ist nicht nötig, einen speziellen Schutz zu bauen – die Pflanze übersteht den Winter gut.
  • Um sicherzustellen, dass die Blume den Winter übersteht, genügt es, die Stelle, an der die Knollen wachsen, mit trockenen Blättern oder einer etwa 10 cm dicken Humusschicht zu bedecken.

Arten von Liatrix und ihr Aussehen

Aktuell werden im Garten- und Landschaftsbau am häufigsten folgende Typen verwendet:

  • Liatris spicata.

Der Blütenstand der Prachtblume ähnelt tatsächlich einem Ährchen. Die Farben dieses Ährchens können sehr vielfältig sein – weiß, rosa, lila, rot, violett und lila. Die Prachtblume erreicht eine Höhe von 1 m.

Liatris spicata

Die Hauptblütezeit ist Juni/Juli. Zu dieser Zeit sind die Pflanzen am schönsten, und die Blüten sind am üppigsten und am stärksten gefüllt. Zu den gängigsten Liatrix-Sorten gehören Floristan Weiss, Floristan Violet, Kobold, Flamingo, Bengal, Blue Bird, Spiccato, Burning Star und Picador.

  • Liatris membranosa.

Diese Pflanze zeichnet sich durch ihren kürzeren, kompakteren Wuchs aus. Ihr Laub ist breiter und größer als das der Ähren-Liatris. Allerdings ist ihr Farbspektrum eingeschränkter und reicht von Rosa bis Violett. Zu den gängigsten Sorten der Liatris membranosa gehören 'Alba' und 'September Glory'.

Liatris Alba benötigt eine Anpflanzung und Pflege im Freiland, daher ist es am besten, sie mit fertigem Saatgut zu vermehren.

Die Liatris spicata- und die Liatris alba-Sorte ähneln sich. Pflanzung und Pflege im Freiland unterscheiden sich kaum.

Eine weitere Variante dieser schönen Pflanze ist die raue Sorte. Sie zeichnet sich durch ihre größere Wuchshöhe aus, die bis zu 2 Meter erreichen kann. Auch die Farbpalette dieser Sorte ist, wie bei Liatris membranosa, begrenzt.

Interessant!
Es gibt nur eine Sorte von Liatris aspera, die sich von allen anderen Sorten dieser Art dadurch unterscheidet, dass sie weiße Blütenstände hat. Sie wird „Weiße Spier“ genannt.

Was kann dieser Pflanze schaden?

Wenn wir über Schädlinge sprechen, dann kann der Busch höchstwahrscheinlich durch Schädlinge wie Maulwurfsgrillen, Schnecken und Nacktschnecken beschädigt werden.

Die Blume ist besonders anfällig für Krankheiten wie Grau- oder Braunfäule. Um diese unschöne Krankheit zu vermeiden, sollten Sie Fungizide oder Hausmittel mit Senf- oder Jodlösungen anwenden.

Wenn man dieser anspruchslosen Pflanze die minimal notwendige Pflege zukommen lässt, wird sie ihre Besitzer mit prächtigen, himmelwärts reckenden, gefüllten Blüten erfreuen.

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