Zwiebelgewächse sind Blumen, die typischerweise in Töpfen und Übertöpfen kultiviert werden. Sie besitzen eine Zwiebel, die als Basis dient. Aus dieser Zwiebel wächst ein Trieb, der später Blätter und Blütenstängel trägt. Es gibt viele verschiedene Arten, darunter Amaryllis, Hyazinthen, Clivien und andere. Sie sind aufgrund ihrer Vielfalt, ihrer (größtenteils) einfachen Pflege und ihrer Schönheit beliebt.
Lassen Sie uns 5 Vorteile hervorheben:
- Artenvielfalt: Erhältlich in einer großen Artenvielfalt, sodass Sie die für Sie passende Pflanze auswählen können.
- Pflegeleichtigkeit: Sie benötigen keine aufwendige Pflege und können auch von Gartenneulingen angebaut werden.
- Langlebigkeit: Sie leben viele Jahre, und manche werden sogar zu Familienerbstücken.
- Wunderschöne Blüte: Sie blühen oft sehr schön und lange, was sie zu einer hervorragenden Dekoration für Zuhause macht.
- Umweltfreundlichkeit: Hilft, die Raumluft zu reinigen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Merkmale von Zwiebelpflanzen für den Innenbereich
Pflanzen, die gemeinhin als Zwiebelpflanzen bezeichnet werden, unterscheiden sich stark, aber sie alle besitzen eine Zwiebel, in der sie Nährstoffe speichern. Aus der Zwiebel wachsen Blätter, die eine Rosette bilden. Für normales Wachstum und die Blüte benötigen sie gefiltertes Licht.
Die meisten von ihnen haben eine ausgeprägte Ruhephase, in der sie für kurze Zeit alle Blätter abwerfen. Einige wenige Blumen, die ein dichtes Wurzelsystem entwickeln, behalten ihr Laub das ganze Jahr über.
Wie die meisten Zimmerpflanzen vertragen auch Zwiebelpflanzen keinen Frost. Sobald das Laub abstirbt, bleibt die Zwiebel im Topf. Während dieser Zeit erhalten die Pflanzen wenig bis gar kein Wasser und keinen Dünger.
Manche Blumen, wie zum Beispiel Canna-Pflanzen, benötigen im Winter jedoch eine ganz andere Pflege. Zimmerpflanzen haben mehrjährige Zwiebeln, die jedes Jahr neue Blütenstängel hervorbringen.
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Zwiebelblumen lassen sich leicht und schnell in Innenräumen anbauen. Dank der großen Artenvielfalt finden Sie bestimmt die passende Pflanze für Ihre Wohnung.
Amaryllis und Sanddorn
Für einen Hobbygärtner sind diese beiden Pflanzen schwer voneinander zu unterscheiden, da sie sich sehr ähnlich sehen, was auf dem Foto deutlich zu erkennen ist.
Beide Exemplare besitzen recht große Zwiebeln, trichterförmige Blüten von kräftiger Farbe und gürtelförmige Blätter.
Hippeastrum bildet eine längliche oder runde Zwiebel mit einem Durchmesser von bis zu 11 cm. An kräftigen Stängeln wachsen bis zu sechs Knospen. Die Blüten sind trichterförmig mit nach außen gebogenen Blütenblättern. Die Blütezeit ist im Winter und Frühling. In seltenen Fällen kann Hippeastrum auch im Sommer blühen. Die kräftigen Stängel sind innen hohl.
Die Amaryllis wächst aus einer birnenförmigen Zwiebel mit einem Durchmesser von bis zu 5 cm. Ihre dunkelgrünen Blätter erreichen eine Länge von 0,5 m. Die Blütenstängel sind recht hoch und tragen imposante Blüten (bis zu 12 cm Durchmesser). Eine einzelne Pflanze kann während einer Blütezeit, die von April bis Mai dauert, bis zu 12 Blüten hervorbringen.
Vallota
Vallota ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die ovale Zwiebel ist mit einer dünnen Schicht trockener, brauner Schuppen bedeckt. Die dunkelgrünen Blätter sind an der Basis violett gefärbt. Die Blättchen können bis zu 60 cm lang werden. Am oberen Ende des Stängels bildet sich eine Dolde mit 3 bis 9 Blüten.
Diese Blume lässt sich anhand folgender Merkmale von anderen Verwandten unterscheiden:
- Nur Vallota hat Blätter mit einer satten violetten Farbe an der Basis;
- Die inneren Schuppen der Zwiebel sind hellkarmesinrot gefärbt.
Die meisten Zwiebelblumen vermehren sich durch Tochterzwiebeln, die sich am Zwiebelgrund bilden und durch die Oberfläche brechen. Diese Art hat jedoch eine recht ungewöhnliche Vermehrungsmethode. Winzige „Beinchen“ wachsen im Inneren der Zwiebel und helfen dabei, die Tochterzwiebeln herauszuschieben.
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Hymenocallis completa ist eine recht ungewöhnliche Pflanze, die sich durch ihre spektakulären Blüten von ihren Verwandten abhebt. Die Blüte ähnelt einer langbeinigen Spinne. Der Kelch besitzt sechs schmale Kelchblätter, die bis zu 20 cm lang werden können. Ihre Basis ist hellgrün.
Es gibt Sorten mit nach hinten gebogenen Kelchblättern an den Spitzen. Andere Arten besitzen frei hängende Kelchblätter. Staubblätter und Kronblätter sind verwachsen und bilden eine etwa 5 cm tiefe, trichterförmige Krone. An einem einzelnen Blütenstiel können bis zu fünf duftende Blüten sitzen.
Die Zwiebel dieser Pflanze ist recht groß und birnenförmig. Ihr Durchmesser beträgt im ausgewachsenen Zustand 10 cm. Die sitzenden Blätter sind wechselständig angeordnet und bilden eine Ebene. Das Laub ist grün und glänzend.
Zephyranthes grandiflora
Diese Zephyranthes-Art ist seit dem 19. Jahrhundert die beliebteste Zimmerpflanze. Die Zwiebel ist eiförmig und erreicht einen Durchmesser von etwa 3 cm. Die dunkelgrünen Blätter werden bis zu 0,5 m lang.
Mit dem Frühlingsbeginn bildet die Pflanze rasch hohe Stängel mit leuchtend rosa Blüten. Eine voll erblühte Blüte kann einen Durchmesser von bis zu 10 cm erreichen. Die Blütezeit beschränkt sich jedoch nicht auf den Frühling. Gießt man die Pflanze einige Tage später als gewöhnlich, kann sie den Frühling als Zeichen der Blütezeit interpretieren und ebenfalls blühen.
Zephyranthes wird auch als „Aufsteiger“ bezeichnet. Dies liegt an der unglaublichen Geschwindigkeit, mit der ihr Blütenstiel wächst. Nach der Keimung dauert es nur 24 Stunden, bis der Stiel vollständig ausgewachsen ist und Knospen bildet.
Veltheimia
Veltheimia ist ein ungewöhnliches Mitglied der Familie der Hyazinthengewächse. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre kompakte Größe aus. Ihre riemenförmigen, grünen Blätter sind rosettenförmig angeordnet. Die Blätter haben gewellte Ränder.
Mit Beginn des Winters bildet sich der Blütenstiel. Er trägt hängende, rosafarbene Blüten. Ihre Form erinnert an Feuerwerkskörper, weshalb die Pflanze auch „Winterrakete“ genannt wird. Die Blütezeit dauert 8–12 Wochen.
Veltheimia wird selten in Innenräumen kultiviert, da sie zum Blühen Temperaturen um 10 °C benötigt. Im Winter ist diese Temperatur in Innenräumen fast doppelt so hoch. Töpfe mit der Pflanze werden an einem kühlen Ort aufgestellt, beispielsweise auf einem überdachten Balkon oder im Wintergarten.
Hämanthus
Im Gegensatz zur Veltheimia ist der Haemanthus eine recht verbreitete Zimmerpflanze, die aus den tropischen Klimazonen Afrikas stammt. Aufgrund ihrer Form ist sie auch unter den Namen „Hirschzunge“ oder „Elefantenohr“ bekannt.
Die charakteristischen Merkmale dieser Blume sind ihre doldenförmigen Blütenstände und ihr breites, überhängendes Laub. Jeder Blütenstand ist von leuchtend gefärbten Hochblättern umgeben. Der Name Haemanthus bedeutet wörtlich „Blutblume“, doch unter den vielen Arten finden sich auch Exemplare mit weißen Blüten. Haemanthus kann entweder immergrün sein oder eine ausgeprägte Ruhephase aufweisen.
Die Zwiebel des Haemanthus ist rund oder birnenförmig. Sie befindet sich meist vollständig im Boden, obwohl der obere Teil leicht herausschauen kann. Die verdickten Blätter sind riemenförmig. An der Spitze des Blütenstiels bildet sich eine eiförmige Knospe, die korallenrot oder weiß sein kann. Die Pflanze kann eine Höhe von 40 cm erreichen. Die Blütezeit beginnt im Frühling und kann bis fast zum Hochsommer andauern.
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Die Hyazinthe ist ein beeindruckendes Beispiel für eine blühende Pflanze. Ihr Name bedeutet wörtlich übersetzt „Regenblume“, da sie in ihrer Heimat während der Frühlingsregenzeit blüht. Sie wird meist im Freien kultiviert, aber manche Gärtner halten sie auch im Haus. Dort blüht sie im Winter.
Hyazinthen erreichen eine Höhe von 20–25 cm. Ihre Zwiebeln sind langlebig und halten etwa 10 Jahre. Aus der Zwiebel wächst ein einzelner Blütenstiel, der zahlreiche kleine Blüten in einem Blütenstand hervorbringt. Die Blütezeit der Hyazinthe beträgt 2–3 Wochen. Unter den verschiedenen Arten gibt es einfache und gefüllte Sorten, die weiß, rosa, lila, violett, blau, rot oder hellblau blühen können.
Beim Umgang mit Hyazinthenzwiebeln ist Vorsicht geboten, da diese Oxalsäure enthalten, die die Haut reizt.
Gloriosa
Gloriosa ist eine krautige, mehrjährige Pflanze. Ihre Klettertriebe wachsen aus einem knollenartigen Rhizom und erreichen eine Höhe von 1,5 bis 2 Metern. Da ihre Triebe recht dünn und zerbrechlich sind, benötigt die Pflanze eine Rankhilfe. An den Blättern bilden sich kleine Ranken, mit denen sie sich an Stützen festhält.
Das Laub ist breit lanzettlich und sattgrün. Aus den Blattachseln entspringen hohe Blütenstiele. Beim Formschnitt dieser Kletterpflanze ist große Vorsicht geboten, da sich die Blütenknospen nur in den Blattachseln der oberen Blätter bilden.
Die herabhängenden Blütenstände sind von blütenblattartigen Hochblättern umgeben, die sich nach oben biegen und eine Krone bilden. Die recht langen Hochblätter (bis zu 10 cm) haben gewellte Ränder und sind orange-rot gefärbt.
Die Gloriosa ist eine anspruchslose Pflanze. Zum Gedeihen benötigt sie jedoch einen kühlen Winter, in dem das Laub abstirbt. Außerdem gilt die Blume als giftige Zimmerpflanze und sollte daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufbewahrt werden.
Clivia
Die Clivia zeichnet sich durch ihre langen, rosettenförmig angeordneten Blätter aus. Das glänzende Laub ist dunkelgrün. Ein besonderes Merkmal der Blume ist das Fehlen einer Zwiebel. Die Blätter stehen zwar dicht an der Basis, wodurch die Blume wie eine Zwiebel wirkt, tatsächlich wächst sie aber aus einem Rhizom.
Am oberen Ende des Blütenstiels bilden sich kleine Blüten. Diese Blütenstände sind typischerweise rot, orange oder gelb. Ein einzelner Blütenstand kann 10 bis 20 Knospen hervorbringen, die sich nach und nach öffnen.
Junge Clivien blühen nur einmal im Jahr. Bei guter Pflege können ältere Exemplare zweimal jährlich Knospen bilden. Die Blütezeit ist im Februar oder März. Die Pflanze ist pflegeleicht und anpassungsfähig an nahezu alle Bedingungen. Im Winter empfiehlt sich eine kühle Temperatur (10–15 °C). Die Pflanze verträgt jedoch auch eine Ruhephase bei Zimmertemperatur, sollte dann aber deutlich weniger gegossen und nicht gedüngt werden.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Umtopfen sollte in gut erwärmter Erde erfolgen, wenn die durchschnittliche Tagestemperatur mindestens 15 °C beträgt. Wählen Sie den Standort sorgfältig, da Zwiebelpflanzen weder pralle Sonne noch zu viel Schatten vertragen. Es empfiehlt sich, die Blumentöpfe im Sommer ins Freie zu stellen – dies stärkt das Immunsystem der Pflanzen.
Zwiebelpflanzen bereichern jedes Interieur. Ihre leuchtenden, üppigen Blüten sind ein echter Blickfang. Die Pflege dieser Blumen erfordert keine besonderen Kenntnisse oder Fähigkeiten.
























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