Beliebte Myrtenarten und Tipps zur Pflege von Myrtenbäumen zu Hause

Blumen

Die Myrte ist ein wunderschöner, immergrüner Baum, der Ruhe und Frieden symbolisiert. Sie verschönert sowohl Wohnhäuser als auch Straßen, kann aber in Büros oder öffentlichen Räumen eingehen. Es wurde festgestellt, dass dieser Baum eine familiäre Atmosphäre liebt, weshalb er als Zimmerpflanze gilt.

Beschreibung und Ursprungsgeschichte

Die Myrte ist ein immergrüner Baum mit angenehm duftenden Blüten. Sie besitzt heilende Eigenschaften und wird in Parfums verwendet. Im Herbst trägt dieser Baum dunkelblaue Beeren an den Zweigen. Einige Arten haben weiße oder gelbe Beeren.

Die Myrte stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Sie wächst in Italien, Ägypten, Frankreich, Griechenland und Spanien. Zahlreiche Legenden und Traditionen ranken sich um diese uralte Pflanze. So pflanzte beispielsweise Königin Victoria persönlich einen Myrtenstrauch und flocht bei jeder Hochzeit ihrer Töchter und Enkelinnen einen Zweig des Baumes in den Brautkranz ein. Diese Tradition wird bis heute fortgeführt.

Auf Fotos wirkt die Myrte genauso schön und ungewöhnlich wie in Wirklichkeit. Deshalb wird sie beim Kauf von Zimmerpflanzen oft ausgewählt.

Vorteile der Myrte

Unsere Vorfahren nutzten Myrte zu Heilzwecken, um Krankheiten zu bekämpfen. Diese ungewöhnliche Pflanze findet auch heute noch Verwendung. Da der Myrtenbaum reich an ätherischem Öl ist, wird er zur Herstellung von Präparaten mit entzündungshemmenden, schmerzlindernden, wundheilungsfördernden und entgiftenden Eigenschaften verwendet. Myrtenaufgüsse werden bei Husten, Diabetes, chronischer Bronchitis und Lungenentzündung empfohlen.

Notiz!
Myrte soll Glück und Wohlstand in das Haus bringen, in dem sie wächst. Verwelkt die Pflanze jedoch, schwindet auch der Wohlstand.

Die Pflanze hat aber auch negative Auswirkungen. Wenn der Baum beispielsweise in einem Schlafzimmer steht, kann er Schlaflosigkeit verursachen.

Beliebte Typen

Dieser ungewöhnliche Baum umfasst viele Arten, von denen die folgenden jedoch von besonderem Interesse sind:

  1. Die Gemeine Myrte, auch Kleinblättrige Myrte genannt, ist ein immergrüner Strauch mit wunderschönen weißen oder cremefarbenen Blüten. Sie wächst in Eichenwäldern und erreicht eine Höhe von etwa 4 Metern. Ihre Blätter sind klein und dunkelgrün.
  2. Sumpfmyrte. Ein ähnlicher Strauch, der jedoch nicht höher als einen Meter wird. Er besitzt eine ausladende Krone mit geraden Stämmen. Die weißen Blüten stehen in Büscheln. Eine Besonderheit dieser Art ist ihre Fähigkeit, die kalten russischen Winter zu überstehen. Unter Schnee trocknen die Zweige der Myrte aus, doch wenn man einen Zweig abschneidet und in Wasser pflanzt, treibt er wieder grün aus. Wichtig: Blätter und Triebe der Sumpfmyrte sind giftig und dürfen daher nicht an Tiere verfüttert werden.
  3. Bunte Myrte. Diese Art hat panaschierte Blätter. Um eine leuchtende Farbe zu entwickeln, benötigt der Baum viel Licht an seinem Standort. Unter den richtigen Bedingungen blüht er, die Blüten duften angenehm und reinigen die Luft.

Myrte gedeiht sowohl im Haus als auch im Garten und ist daher eine beliebte Zierpflanze. Sie bevorzugt gut durchlässigen Boden und benötigt während der Wachstumsphase regelmäßiges Besprühen. Aus dem Baum werden ätherische Öle gewonnen, die zur Herstellung von Räucherwerk und medizinischen Präparaten verwendet werden.

Pflege einer Pflanze zu Hause

Wichtige Aspekte bei der Pflege von Myrten zu Hause: Düngung, reichliches Gießen, Aufrechterhaltung eines optimalen Klimas und rechtzeitiger Rückschnitt.

Temperatur und Beleuchtung

Der Strauch benötigt viel Licht und Wärme und sollte daher an einem sonnigen Standort stehen. Die meisten Myrtenarten vertragen keine Kälte, daher sollte der gewählte Standort möglichst windgeschützt sein.

Notiz!
Myrte gedeiht am besten bei Temperaturen von +21…+25℃.

Trockene und heiße Luft führt jedoch dazu, dass der Strauch seine Blätter schneller abwirft. Zugluft kann sogar das Wachstum hemmen. Daher sollte der Standort für den Baum sorgfältig unter Berücksichtigung dieser Faktoren gewählt werden.

Bewässerungsmodus

In den ersten beiden Jahren, wenn der Strauch aktiv wächst, muss er regelmäßig gegossen werden. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben nicht mehr als 2 cm antrocknen. Es ist wichtig, die Erde feucht, aber nicht nass zu halten.

Es ist wichtig zu wissen, dass Leitungswasser Chlor enthält, das für Pflanzen sehr schädlich ist. Daher sollte man das Wasser am besten 24 Stunden vor dem Gießen stehen lassen.

Der Baum wird während Wachstums- und Entwicklungsphasen alle zwei Wochen gedüngt, jedoch erst nach dem Umpflanzen in seinen endgültigen Topf. Vorher ist keine zusätzliche Düngung erforderlich.

Blühbedingungen

Sind alle Bedingungen erfüllt, beginnt der Myrtenbaum zu blühen. Jedes Jahr sind an den Zweigen einer ausgewachsenen Pflanze wunderschöne rosa oder weiße Knospen zu sehen, die sich bald zu prächtigen fünfblättrigen Blüten öffnen.

Diese ungewöhnliche Pflanze blüht vom späten Frühling bis zum Hochsommer. Während der Blütezeit benötigt der Baum ausreichend Licht und feuchten Boden.

Doch selbst wenn alle Bedingungen erfüllt sind, kann es vorkommen, dass die Pflanze nicht blüht. Mögliche Gründe:

  • Mangel an Düngemitteln;
  • Bewässerung mit Leitungswasser, das noch nicht abgesetzt ist;
  • Insekten oder Schädlinge.

Kronenbildung

Pflanzen sollten nur dann in Form geschnitten werden, wenn sie bereits kräftig und gesund sind, da sie sonst geschwächt werden könnten. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling. Düngen Sie die Pflanzen vorher.

Um eine jährliche Blüte zu gewährleisten, wird die Myrte im Sommer nach der Knospenbildung zurückgeschnitten. Zuerst sollte man sich für eine Wuchsform entscheiden: einen kompakten, verzweigten Strauch oder eine schlichte Blühpflanze.

Wie man Myrte formt

Durch Baumschnitt lassen sich ein dekoratives Aussehen erzielen und die Pflanze nach den Wünschen des Gärtners formen. Am wichtigsten ist es, die Triebe richtig zu stutzen und zu beschneiden.

  • Die Ausbildung sollte während der Hauptwachstumsphase der Pflanze erfolgen;
  • Durch das Stutzen der unteren Äste erhält man eine einheitliche Form;
  • Wenn man die Triebspitzen einknickt, erhält man einen verzweigten Busch;
  • Ein Myrten-Bonsai entsteht, wenn die Pflanze drei Jahre alt ist; dazu müssen die oberen Blätter ständig gestutzt werden.

Im Winter ist kein Rückschnitt nötig. Unbeschnitten wächst die Pflanze pyramidenförmig. Durch einen Schnitt an der Spitze erhält man einen gedrungenen, dichten Busch. Schneidet man die Seiten zurück, entwickelt sich eine hohe Krone.

Reproduktionsmethoden

Um eine Myrte durch Stecklinge zu vermehren, verwenden Sie Triebe mit kurzem Stiel. Die Stecklinge sollten innerhalb von 6–8 Wochen Wurzeln schlagen. Zum Einpflanzen benötigen Sie ein Gemisch aus Torf und Flusssand. Die Stecklinge werden im Frühjahr oder Sommer geschnitten.

Vermehrung durch Stecklinge:

  1. Die Stängel müssen auf jeweils 15 Zentimeter gekürzt werden.
  2. Da nur noch 1-2 Blattpaare zum Einpflanzen übrig sind, müssen die unteren Blätter abgeschnitten werden.
  3. Füllen Sie den Behälter mit einem Gemisch aus Torf und Sand.
  4. Bewässern Sie die Erdmischung sofort.
  5. Setzen Sie die Stecklinge an den Rand des Topfes und drücken Sie die Erde um sie herum fest.
  6. Den Behälter mit Folie abdecken.
  7. Eine Temperatur von etwa +15°C bei teilweiser Sonneneinstrahlung aufrechterhalten.
  8. Überprüfen Sie den Boden und bewässern Sie ihn gegebenenfalls.
Notiz!
Der bewurzelte Steckling sollte in einen separaten Topf mit einem Durchmesser von 8 cm umgepflanzt werden, der mit einem Substrat für ausgewachsene Pflanzen gefüllt ist.

Sobald der Strauch verblüht ist, bilden sich kleine Samenkapseln. Diese können bis zum Winter aufbewahrt werden, sollten aber am besten vor dem ersten Frost geerntet werden.

Myrtenstecklinge

Vermehrung durch Samen:

  1. Wenn sich die gesammelten Kapseln bereits öffnen, legen Sie die Samen an einen trockenen Ort. Öffnen sie sich nicht, können Sie den Zweig in Wasser stellen; die Samen sollten sich innerhalb einer Woche öffnen.
  2. Man kann die Samen jederzeit aussäen, aber der Frühling ist die beste Zeit dafür.
  3. Man nehme beliebige Blumenerde für Zimmerpflanzen, gieße sie an, gebe die Samen hinein und bedecke sie mit Erde oder Moos.
  4. Den Behälter mit Frischhaltefolie abdecken und an einen hellen Ort mit einer Temperatur von mindestens +24…+29°C stellen.
  5. Die Keimung dauert mehrere Wochen. Sobald die Sämlinge erscheinen, sollte die Folie entfernt werden.

Stellen Sie den Behälter mit den gekeimten Samen auf eine helle Fensterbank. Sobald sich zwei Blätter gebildet haben, pikieren Sie die Sämlinge in einzelne Töpfe und lassen Sie sie bis Mai im Haus. Stellen Sie die Pflanzen erst ins Freie, wenn die Nachttemperaturen nicht unter 20 °C fallen. Nach einigen weiteren Wochen können sie an ihren endgültigen Standort im Garten gepflanzt werden.

Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse sind ein häufiger Schädling an Myrten. Diese kleinen Insekten gibt es in verschiedenen Farben. Ihre Hauptnahrung ist Pflanzensaft. Die Gefahr besteht darin, dass Blattläuse nicht nur das Pflanzengewebe schädigen, sondern auch das Wachstum von Rußtaupilzen fördern.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Blattläuse zu bekämpfen: Entweder man spritzt den Baum mit einem kräftigen Wasserstrahl ab (unbedingt im Freien tun!) oder man besprüht Blätter und Zweige mit einer Seifenlauge. Manchmal muss man den Vorgang wiederholen.

Japanische Maikäfer sind kleine, kupferbraune Käfer, die sich von Blattgewebe ernähren. Ausgewachsene Käfer lassen sich von Hand entfernen, und gegen die Larven kann Imidacloprid, das auf den Boden gesprüht wird, wirksam sein.

Pflegefehler

Beim Anbau von Myrte kann man kaum etwas falsch machen. Trockener Boden, Schädlinge und zu geringe Luftfeuchtigkeit können zwar zu Problemen führen und die Pflanze schwächen. Befolgt man jedoch einige einfache Regeln, wird der Baum nicht leiden. Der Anbau dieser ungewöhnlichen Pflanze ist nicht sehr aufwendig; wichtig ist die richtige Pflege, ein angenehmes Klima und der Schutz vor Schädlingen und Krankheiten.

Myrte: Pflegehinweise für Zuhause, beliebte Sorten, Vermehrungsmethoden und mögliche Schwierigkeiten
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