Zierpflanzen sind in Wohnungen und Büros weit verbreitet und dienen nicht nur ästhetischen Zwecken, sondern reinigen auch die Luft und geben lebenswichtigen Sauerstoff ab. Einige Pflanzen haben jedoch einen schlechten Ruf und werden aufgrund von Volksglauben und Aberglauben oft ignoriert. Die tropische Kletterpflanze Monstera eignet sich hervorragend zur Dekoration von Büros oder Fluren, doch es ranken sich viele Mythen darüber, warum man sie niemals in Innenräumen anbauen oder halten sollte.
Die Pflanze gilt als Vorbote familiärer Probleme und Energieräuber und wird aufgrund ihres Giftes auch als potenzielle Gefahr angesehen. Natürlich halten diese Aberglauben einer kritischen Prüfung nicht stand und entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage. Ob man daran glaubt oder nicht, ist jedoch eine persönliche Entscheidung. Darüber hinaus sind nicht alle mit der Kletterpflanze verbundenen Überzeugungen negativ.
Beschreibung der Monstera-Ranke
Die Monstera wurde ursprünglich in Asien eingeführt und gelangte dann zu uns. Ihre Heimat sind die tropischen Wälder Guatemalas und Brasiliens, wo sie wild wächst. Sie ist eine mehrjährige Kletterpflanze und gehört zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Es gibt über 30 verschiedene Arten, von denen einige als Zimmerpflanzen kultiviert werden. Der Name der Blume bedeutet so viel wie „erstaunlich, bizarr“ und sie ist im Volksmund auch als „Heulsuse“ bekannt.
Die Monstera zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- große grüne Blätter, die je nach Alter ihre Form verändern: Bei jungen Pflanzen sind sie herzförmig, bei ausgewachsenen Pflanzen weisen sie Löcher in verschiedenen Formen auf;
- wachsartige Oberfläche der Blätter;
- das Vorhandensein von Hydratbildnern auf den Blättern;
- Der Wachstumspunkt, der sich an der Spitze des Stängels befindet;
- Luftwurzeln, die mit dem Alter verholzen;
- kleine, weißgrüne Blüten, die einen Blütenstand mit Abstand bilden;
- Eine nach Ananas duftende Frucht, die nach der Blüte erscheint.
Bei Zimmerkultur kann die Monstera, vorausgesetzt sie hat ausreichend Platz und einen großen Topf, 3–6 Meter hoch werden. Als tropische Pflanze bevorzugt sie indirektes Licht und hohe Luftfeuchtigkeit. Stellen Sie sie daher nicht auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung und besprühen Sie sie regelmäßig, besonders im Sommer. Während der Wachstumsperiode sollte die Pflanze reichlich gegossen und mehrmals im Monat gedüngt werden.
Warum kann man keine Monstera zu Hause halten?
Obwohl diese Kletterpflanze schon lange in vielen Haushalten zu finden ist, fragen sich viele immer noch, ob man sie auch zu Hause anbauen kann. Dieses Dilemma entstand vor dem Hintergrund zahlreicher Aberglauben, die mit der Pflanze verbunden sind.
Negative Vorzeichen und Aberglaube rund um die Blume
Obwohl die Pflanze bei Gärtnern sehr beliebt ist, ranken sich um sie widersprüchliche Überzeugungen und Aberglauben. Die bekanntesten davon sind:
- Nachts absorbiert die Blume viel Sauerstoff, und eine Person, die sich im selben Raum wie sie aufhält, kann im Schlaf ersticken.
- Da die Pflanze ein Energievampir ist, schädigt sie die Aura einer Person und es treten verschiedene Probleme und Krankheiten in ihrem Leben auf.

Hinweise auf Monstera - Unverheirateten Mädchen und Frauen wird vom Anbau der Monstera abgeraten, da sie eine negative Wirkung auf Männer hat: Sie vertreibt sie und zerstört Beziehungen.
- Das Aussehen der Pflanze und ihre verdrehten Wurzeln offenbaren ihren bösartigen Charakter und verheißen nichts Gutes für diejenigen, die sie zu Hause anbauen.
Schädlich für die menschliche Gesundheit
Die Kontroverse um die Schädlichkeit der Blume für den Menschen entstand durch Berichte von Reisenden, die sie in ihrem natürlichen Lebensraum gesehen hatten. Man fand Schädel und Skelette in tropischen Dschungeln, durch deren Knochen leuchtend bunte Monstera-Blätter wuchsen. Dies führte zu dem Glauben, dass diese Pflanze tödlich sei.

Diese Aussage enthält tatsächlich einen wahren Kern, der auf zwei Faktoren zurückzuführen ist: dem Laub der Trauerwanze und ihrem Gift. Aufgrund ihrer großen Blattoberfläche gibt die Pflanze während ihres Wachstums und ihrer Entwicklung viel Kohlendioxid ab, was ein normales und natürliches Phänomen ist. Manche Menschen befürchten jedoch, dass die Größe der Blätter die menschlichen Atemwege beeinträchtigen könnte.
Die zweite Sorge beim Anbau von Monstera betrifft das Gift in Blättern und Stängeln. Der Kontakt mit Schleimhäuten kann zu Erstickungsanfällen führen, und bei Hautkontakt können allergische Reaktionen wie Hautausschläge oder Juckreiz auftreten. Die Aufnahme des Giftes ist durch das Kauen der Blätter möglich.
Menschen mit ausgeprägter Fantasie erkennen in den Umrissen der Monstera möglicherweise Monster aus Filmen oder Kindheitsträumen. Die gewundenen Wurzeln und Blätter ähneln Händen mit gespreizten Fingern. Solche Visionen können sie abends und nachts beunruhigen. Natürlich sollte man die Blume nicht behalten, wenn sie solche negativen Assoziationen hervorruft, denn ein gesundes Nervensystem ist wichtiger.
Die Vorteile der Pflanze für den Menschen
Östliche Traditionen haben eine ganz andere Sicht auf diese Zierpflanze. In Asien gilt sie als mächtiger Talisman, der seinem Besitzer Wohlstand, ein langes Leben und Glück bringt. Lebt ein Kranker im Haus, kann das Aufstellen einer solchen Pflanze seine Genesung beschleunigen; sie gilt als wirksames Heilmittel.
Die Chinesen glauben, dass eine Monstera Ärger, schlechtes Wetter und sogar böse Menschen aus dem Haus fernhält, wenn man sie in der Nähe des Eingangs oder auf der Schwelle platziert.

Esoteriker glauben an die positive Energie der Pflanze und behaupten, dass die Gedanken eines Menschen in der Nähe einer Monstera klarer werden, wodurch es deutlich einfacher wird, Probleme zu lösen und Auswege aus schwierigen Situationen zu finden. Die esoterische Tradition betrachtet die Blume zudem als kraftvollen Absorber negativer Energie, der die Atmosphäre im Haus ausgleichen und deren Einfluss neutralisieren kann.
Auch Feng-Shui-Praktizierende kennen diese Blume, die traditionell dazu verwendet wird, Chaos zu beseitigen und Ordnung in verschiedene Lebensbereiche zu bringen. Darüber hinaus behaupten Experten dieser alten Tradition, dass die Monstera dazu beiträgt, harmonische und gleichberechtigte Beziehungen zwischen Partnern aufzubauen.
Wie man an den oben genannten Zeichen und Aberglauben erkennen kann, sind diese recht widersprüchlich und hängen sowohl von kulturellen Eigenheiten als auch von der Weltanschauung der Menschen ab.
Für diejenigen, die nicht an die Mythen und den Aberglauben glauben, die mit dieser Kletterpflanze verbunden sind, ist es interessant zu wissen, dass die Monstera dem Haus, in dem sie wächst, viele Vorteile bringen kann:
- fähig, schädliche Substanzen aus der Luft aufzunehmen;
- reichert den Raum mit Sauerstoff an;
- hat eine unterdrückende Wirkung auf Mikroorganismen, Viren und Pilze;
- befeuchtet die Luft im Raum;
- hat die Funktion eines „natürlichen Barometers“: Das Auftreten von Feuchtigkeitströpfchen auf seinen Blättern geht dem Regen stets voraus;
- absorbiert elektromagnetische Wellen von Mikrowellen, Kühlschränken und anderen Geräten;
- ionisiert die Luft im Haus;
- dient als dekoratives Element für jeden Raum;
- Nach östlicher Weisheit verbessert es die Gehirnfunktion und das Gedächtnis.

Im Gegensatz zu weit verbreiteten Aberglauben wurden diese Fakten durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt und belegt, dass die Pflanze nicht nur zur Dekoration des Raumes, sondern auch aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorteile angebaut werden sollte.
Regeln für die sichere Haltung von Monstera zu Hause
Aufgrund der giftigen Substanzen der Pflanze sollten Kleinkinder von der Blüte ferngehalten werden. Das Abbrechen eines Pflanzenteils kann zu Verbrennungen auf ihrer empfindlichen Haut führen, und auch das Kauen auf der Blüte ist für Kinder gefährlich. Dasselbe gilt für Haustierbesitzer. Das Gift der Monstera kann für Haustiere tödlich sein.

Da Monstera-Pflanzen mit zunehmendem Alter aufgrund ihrer verholzten Wurzeln und großen, voluminösen Blätter schwer und unhandlich werden, müssen sie an einer stabilen Stütze befestigt werden, damit sie nicht umfallen und Möbel oder Blumen beschädigen oder Personen verletzen. Es ist außerdem wichtig, die richtige Topfgröße zu wählen, damit die Pflanze nicht unter ihrem eigenen Gewicht umkippt.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Die Monstera ist eine hervorragende Begrünungslösung, nicht nur für Zuhause, sondern auch fürs Büro. Aberglaube um die Blume und ihre vermeintlich negativen Auswirkungen variiert je nach Religion, Kultur und Erziehung. Insgesamt kann die Pflanze jedoch sehr nützlich sein und die Raumluft reinigen.





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