Nicht jeder hat die Mittel, für jede Gemüsesorte ein Gewächshaus zu bauen. Daher werden mehrere Pflanzenarten in einem einzigen Gewächshaus angebaut, was Platz im Garten spart. Jede Gemüsesorte benötigt eine bestimmte Menge an Licht, Feuchtigkeit und Wärme. Tomaten und Paprika können im selben Gewächshaus angebaut werden, wenn bestimmte Regeln befolgt und die notwendigen Bedingungen erfüllt werden.
Tomaten neben Paprika pflanzen: Vor- und Nachteile
Bevor Sie sich für bestimmte Pflanzen entscheiden, sollten Sie einige Faktoren berücksichtigen, die das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen beeinflussen:
- Höhe eines ausgewachsenen Strauchs. Für alle Jungpflanzen sollte ausreichend Licht vorhanden sein.
- Erreichen der erforderlichen Feuchtigkeitsmenge.
- Die Temperatur sollte für beide Pflanzen angenehm sein.
Da Tomaten und Paprika zur selben Familie, den Nachtschattengewächsen (Solanaceae), gehören, sind ihre Wachstumsbedingungen im Wesentlichen gleich. Mit der richtigen Pflege lässt sich jedoch ein hoher Ertrag erzielen.
Gegenseitige Beeinflussung von Gemüse
Tomaten und Paprika benötigen nahezu die gleiche Temperatur: 22–28 °C. Auch der Feuchtigkeitsbedarf ist vergleichbar. Ein Vorteil von Tomaten gegenüber Paprika ist die Produktion von Phytonziden, die verschiedene Schädlinge im Gewächshaus abwehren können. Zudem hemmen Tomaten die Ausbreitung von Blattläusen.
Beide Pflanzenarten benötigen viele Nährstoffe und nützliche Substanzen. Daher ist es wichtig, diese regelmäßig und gleichmäßig im Boden zu verteilen. Die Wurzeln der einzelnen Pflanzen sollten sich nicht mit den Wurzeln benachbarter Pflanzen berühren.
Vor- und Nachteile der Nachbarschaft
Ein Vorteil eines Gewächshauses ist die Platzersparnis. Ein weiterer positiver Aspekt dieser Gewächshauskonstruktion ist die Möglichkeit, gleichzeitig eine gute Ernte von beiden Kulturpflanzen zu erzielen, da diese ähnliche Ansprüche an den Anbau stellen.
Ein Nachteil des gemeinsamen Anbaus ist die Schwierigkeit, unterschiedliche Luftfeuchtigkeitswerte aufrechtzuerhalten. Regelmäßige Belüftung ist für Tomaten unerlässlich, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Zu starke Belüftung hingegen ist schädlich für Paprika.
Wachstumsbedingungen
Obwohl die Pflanzen zur selben Familie gehören, haben sie leicht unterschiedliche landwirtschaftliche Ansprüche.
| Bedingungen | Tomaten | Paprika |
| Luftfeuchtigkeit | Für Sämlinge ist keine hohe Luftfeuchtigkeit erforderlich. Bis zu 60 % sind ausreichend. | Die Sämlinge sind nicht wählerisch und tragen bei jeder Luftfeuchtigkeit Früchte. |
| Bewässerung | Tomaten sollten nicht zu viel gegossen werden, da Wasser, das auf die oberirdischen Pflanzenteile gelangt, einen negativen Einfluss auf die Pflanze hat. | Wenn Wasser auf die Blätter gelangt, schadet das dem Gemüse nicht; es mag häufiges Gießen. |
| Belüftung | Sie lieben häufiges Lüften und haben keine Angst vor Zugluft. | Sie vertragen Zugluft nicht gut. |
| Temperaturbedingungen | Angenehme Lufttemperatur ab +22 °C | Die optimale Temperatur beträgt +27 °C. Diese Temperatur eignet sich auch für den Anbau von Paprika im Freiland. |
Vorbereitende Aktivitäten
Um sicherzustellen, dass die Pflanzen gut gedeihen und sich nicht gegenseitig im normalen Wachstum behindern, ist es wichtig, die richtigen Sorten auszuwählen, den Boden vorzubereiten und das richtige Pflanzmuster für Paprika und Tomaten zu wählen.
Lage und Anordnung der Pflanzung mit Gewächshausabteilung
Paprika kann neben Tomaten in einem Gewächshaus aus Folie oder Polycarbonat angebaut werden. Es sollte eine geeignete Höhe (bis zu 2 Meter) haben, damit sich die Tomatenpflanzen optimal entwickeln können.
Sie können das Gewächshaus mithilfe einer Folie in zwei Zonen unterteilen, in denen jeweils zwei Pflanzen gleichzeitig angebaut werden können. Die Folie sollte über die gesamte Höhe des Gewächshauses, vom Boden bis zur Decke, gespannt werden. Dadurch entstehen in jeder Zone optimale Mikroklimata.
Pflanzung ohne Trennung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Tomaten und Paprika im Gewächshaus anzubauen, ohne es in Zonen zu unterteilen. Eine Möglichkeit ist, die Paprika an den Wänden zu pflanzen, wo sie mehr Wärme erhalten und weniger Zugluft ausgesetzt sind. In der Mitte des Gewächshauses wird beim Lüften mehr Luft zirkuliert, sodass dort Tomatenbeete angelegt werden können. Außerdem werden die kleineren Paprikapflanzen dort nicht beschattet.
Man kann Gemüse auch versetzt anpflanzen. Zuerst Tomaten pflanzen und 14–20 Tage später Paprikasetzlinge dazwischen. Durch das Entfernen der unteren Triebe der Tomatenpflanzen wird sichergestellt, dass jede Pflanze ausreichend Licht erhält.
Auswahl einer Vielfalt
Beim Anpflanzen benachbarter Pflanzen empfiehlt es sich, Hybrid-Gemüsesorten zu verwenden. In kleinen Gewächshäusern pflanzt man am besten hochwachsende Tomatensorten und niedrigwachsende Paprikasorten nebeneinander.
Zu den Paprikasorten gehören Fakir, Apricot Favorite, Lastochka, Albatross, Isabella, Lisichka und Timoshka. Folgende Tomatensorten können mit Paprika kombiniert werden: Typhoon, Evpator, Aksinya, Pablo und Zhenaros.
Bodenvorbereitung
Für ein erfolgreiches Anwachsen der Sämlinge muss der Boden vorbereitet werden. Dazu gehört die Düngung mit allen notwendigen Mikronährstoffen und Mineralien. Es empfiehlt sich außerdem, Torf beizumischen, da dieser die Wärme speichert – ein wichtiger Faktor für das Wachstum dieser beiden Pflanzen.
Die Erde sollte lehmhaltig sein und zu gleichen Teilen aus Humus, Torf und Sägemehl bestehen. Die Substratmenge hängt von der Größe des Gewächshauses ab: Drei Eimer reichen für ein Gewächshaus. Die Erde selbst sollte leicht angefeuchtet und aufgelockert werden.
Schädlings- und Krankheitsbekämpfung
Gefährliche Parasiten und Krankheiten können das normale Wachstum und die Entwicklung von Gemüsepflanzen beeinträchtigen. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Probleme beim Anbau auftreten können und wie man sie richtig bekämpft.
Das könnte Sie auch interessieren:Blattlausbefall
Diese Schädlinge lieben saftige Sträucher mit hohem Wassergehalt. Blattläuse beginnen im Spätsommer Schaden anzurichten. Sie saugen alle wichtigen Pflanzensäfte aus, hemmen so das Wachstum und führen schließlich zum Welken und Absterben der Sämlinge. Blattläuse locken außerdem Ameisen an und können die Sträucher mit Viren infizieren.
Bei sorgfältiger Untersuchung der Sämlinge lassen sich die Schädlinge frühzeitig erkennen und bekämpfen. Blattläuse leben auf der Blattunterseite, an jungen Stängeln oder in den Spitzen der Sträucher.
Wirksame Schädlingsbekämpfungsmittel sind beispielsweise „Healthy Garden“ oder „Fitoverm“. Die Anwendungshinweise finden Sie auf der Verpackung. Diese Produkte wirken innerhalb von zwei Tagen. „Fitoverm“ stärkt zudem die Pflanzenabwehr, indem es über den Pflanzensaft aufgenommen wird. Es kann auch zur Bekämpfung anderer Schädlinge eingesetzt werden und wirkt bis zu drei Wochen.
Schneckenangriff
Nacktschnecken und Nacktschnecken gedeihen prächtig in der feuchten, schattigen Umgebung von Gewächshäusern. Diese Insekten schädigen Stängel, Blätter und Früchte und übertragen verschiedene Pilz- und Infektionskrankheiten.
Sie können Schneckenbefall verhindern, indem Sie Schieferplatten zwischen die Beete legen. Im Laufe eines Tages sammeln sich darauf genügend Schnecken an, die sich leicht durch Umdrehen der Platten entfernen lassen. Die toten Schnecken müssen nicht entfernt werden, da andere Schnecken sie fressen und so verhindern, dass sie die Blätter der Pflanzen erreichen.
Das könnte Sie auch interessieren:Pflegehinweise
Obwohl diese beiden Gemüsesorten zur Familie der Nachtschattengewächse gehören, benötigen sie unterschiedliche Pflege. Daher ist es wichtig, die jeweiligen Pflegeregeln zu kennen und zu befolgen.
Richtige Düngung und Bewässerung
Da Tomaten Staunässe nicht vertragen, reicht es, sie alle fünf Tage zu gießen. Paprika hingegen gedeiht in feuchter Erde, daher empfiehlt es sich, den Boden leicht feucht zu halten. Am besten gießt man morgens oder abends, wenn die Sonne nicht zu stark scheint.
Die Sämlinge sollten 14 Tage nach dem Einpflanzen ins Gewächshaus gedüngt werden. Folgende Düngemittel sollten verwendet werden:
- Phosphatdünger;
- Stickstoff- und Kaliumdünger;
- Nahrungsergänzungsmittel in Form von Volksheilmitteln.
Korrektes Kneifen und seitliches Sonnen
Seitentriebe werden bei Paprikapflanzen entfernt, sobald sie 15 cm hoch sind. Seitentriebe, die erste Blütenknospe und die Spitze gelten als überflüssig. Das Entfernen der Seitentriebe fördert kräftige Stängel, die Früchte tragen. Durch das Entfernen der Blütenknospe wird die Bildung eines Wachstumshemmers verhindert, der das Wachstum großer und saftiger Früchte beeinträchtigt. Der Rückschnitt der Spitze beschleunigt die Reifung und verlängert die Fruchtbildung. Dies sollte am Ende der Vegetationsperiode erfolgen.
Die seitlichen Triebe der Tomaten auskneifen Dadurch werden alle Nährstoffe gezielt in die Stängel geleitet, die später Früchte tragen. Gleichzeitig werden überschüssige Blätter entfernt, was für gute Luftzirkulation und ausreichend Licht sorgt. Der Rückschnitt erfolgt, sobald sich die Blüten des oberen Blütenstands öffnen. Fünf Blütenstände am Hauptstamm genügen. Nach dem Rückschnitt sollten zwei Blätter oberhalb des Blütenstands verbleiben.
Regeln zum Aufhängen und zur Auswahl einer Halterung
Bei hochwachsenden Tomatensorten ist es wichtig, eine Stützkonstruktion anzubringen, an der sie beim Wachsen befestigt werden können. Stecken Sie Stäbe in die Beetränder und binden Sie die Stängel mit Bindfaden daran fest. Das Stützen mit Stäben ist besonders empfehlenswert, wenn die Tomaten auf ungewöhnliche Weise angebaut werden (z. B. in Flaschen).
Rezensionen
Alexander
Ich habe noch nie Tomaten und Paprika nebeneinander angebaut. Normalerweise pflanze ich Paprika und Gurken. Ihre Wachstumsbedingungen sind ähnlicher als die von Tomaten. Aber ich experimentiere gern, deshalb werde ich in der nächsten Saison auf jeden Fall versuchen, diese beiden Gemüsesorten zu kombinieren und im selben Gewächshaus anzubauen. Ich werde das Gewächshaus gleich in Zonen einteilen; ich denke, so steigen die Chancen auf eine höhere Ernte.
Tamara
Ich habe zwei Gewächshäuser auf meinem Grundstück, in denen ich gerne verschiedene Gemüsesorten anbaue, auch wenn die Wachstumsbedingungen nicht immer gleich sind. Seit zwei Jahren baue ich Paprika und Tomaten an. Ich teile das Gewächshaus mit Plastikfolie in zwei Bereiche und hatte bisher keinerlei Probleme beim Anbau. Jede Pflanze bekommt die Bedingungen, die sie braucht, und wir ernten eine gesunde und schmackhafte Ernte.
Ein Gewächshaus bietet Platz für eine Vielzahl von Gemüsesorten. Manche harmonieren hinsichtlich ihrer Wachstumsansprüche perfekt, andere wiederum unterscheiden sich deutlich. Entscheidend ist die richtige Anordnung der Beete und die Auswahl der passenden Sorten. Tomaten und Paprika können problemlos im selben Gewächshaus gedeihen. Für einen hohen Ertrag benötigt jede Pflanze individuelle Pflege.

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