Ein Gärtner besprüht Bäume im Herbst mit Eisensulfat Eisen(II)-sulfat wird zur Vorbeugung und Therapie eingesetzt. Das Produkt ist als kleine Kristalle oder grünes Pulver erhältlich und kann im Baumarkt erworben werden. Die Nennpackungsgröße beträgt 250 g. Eisen(II)-sulfat der Güteklasse I eignet sich zum Sprühen. Sein Sulfatgehalt liegt bei 53 %.
Anwendungsgebiete
Das Produkt wird im Herbst im Garten zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt. Die grünen Kristalle oder das Pulver lösen sich schnell in Wasser auf. Die Lösung sollte sofort nach der Zubereitung verwendet werden, da sich sonst die Konzentration des Wirkstoffs verringert. Botaniker empfehlen, Grünflächen 1-3 Mal zu besprühen, um folgende Probleme zu beheben:
- Weißeln des Stammes;
- Fleckenentfernung;
- Schädlingsbekämpfung;
- Vorbeugung von Rebkrankheiten;
- dem Boden fehlendes Eisen zuführen;
- Behandlung von Krankheiten: Schorf, Mehltau, Anthraknose, Graufäule usw.;
- Beseitigung mechanischer Schäden;
- Wiederherstellung der Rinde an alten Bäumen;
- Pilzbekämpfung im Gewächshaus oder zu Hause;
- Beseitigung von Schimmelpilzen bei der Lagerung von Gemüse.
Die Behandlung erfolgt, nachdem die Blätter abgefallen oder noch nicht ausgetrieben sind. Eisensulfat ist eine stark saure Substanz. Während der Behandlung muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Blätter nicht berührt werden.
Für und Wider
Gärtner verwenden Eisensulfat im Frühjahr und Herbst zur Behandlung ihrer Pflanzen aus mehreren Gründen. Erstens ist es preiswert. Zweitens bietet es zahlreiche Vorteile.
| Vorteile | Mängel |
| Breites Anwendungsspektrum. | Nur anwenden, wenn der Baum keine Blätter trägt. |
| Fast alle Feldfrüchte werden verarbeitet. | Nahezu nutzlos zur Insektenbekämpfung. |
| Es wirkt nur auf die äußeren Elemente der Pflanze. | Schon ein leichter Regen wäscht es von den Zweigen. |
| Dringt nicht ein. | Nach der Behandlung müssen mindestens 24 Stunden vergehen, damit das Medikament seine Wirkung entfalten kann. |
| Zerstört nahezu alle Pilzinfektionen. | |
| Minimaler Toxizitätsgrad. |
Der größte Nachteil besteht darin, dass die restliche Lösung nach Gebrauch sofort entsorgt werden muss. Nach wenigen Stunden verliert die Mischung ihre vorbeugenden und therapeutischen Eigenschaften.
Regeln für die Erstellung der Lösung
Verwenden Sie hierfür Behälter aus Emaille, Kunststoff oder Glas. Andere Materialien sind ungeeignet. Zweite Regel: Überprüfen Sie vor dem Besprühen von Gartenbäumen den Beutel mit Eisensulfat. Die Eisensulfatkristalle dürfen nicht verklebt sein, da sonst die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigt wird. Die Konzentration richtet sich nach dem Verwendungszweck.
|
Ziel |
Lösungskonzentration (%) |
Dosierung (g/ 10 l Wasser) |
| Oberflächenbehandlung von Baumrinde zur Entfernung von Flechten und Moos | 3 | 30 |
| Insektenbekämpfung | 5 | 50 |
| Desinfektion von Rissen und anderen mechanischen Schäden | 10 | 100 |
| alte Bäume weißeln | 10 | 100 |
| Vorbeugende Behandlung junger Bäume | 3 | 20 |
| Verarbeitung von Steinobstbäumen wie Pfirsichen und Kirschen | 3 | 30 |
| Verarbeitung von Kernobstbäumen (Birne, Apfel) | 5 | 40 |
| Bekämpfung von Flechten und Fäulnis (durchgeführt im Herbst) | 3 | 30 |
| Vorbeugung von Flechten und Fäulnis (wird im Herbst durchgeführt) | 1 | 20 |
| Düngung (Frühling, Herbst) | 3 | 50 |
| Verzögerter Knospenaustrieb aufgrund eines starken Temperaturabfalls | 6 | 10 |
Gärtner halten sich bei der Verwendung von Kupfersulfat an die empfohlene Dosierung. Schon ein geringer Überschuss kann die Pflanzen schädigen.
Dosierung
Die richtige Dosierung von Eisensulfat minimiert das Fehlerrisiko. Grundsätzlich gilt: 1 Esslöffel entspricht 15–16 Gramm, 1 Teelöffel 5 Gramm. Verwenden Sie zur Dosierung ausschließlich einen Plastiklöffel. Dieser reagiert nicht mit Eisensulfat.
| Wirkstoffkonzentration (%) | Erforderliches Volumen |
| 0,5 | 50 g |
| 1 | 100 g |
| 3 | 300 g |
| 5 | 500 g |
| 10 | 1 kg |
| 15 | 1,5 kg |
Eine Lösung mit einer Konzentration von über 1 % wird erst nach Ende der Vegetationsperiode angewendet. Hierbei sind zwei gegensätzliche botanische Ansichten zu berücksichtigen. Eine verdünnte Lösung verringert zwar das Risiko von Baumschäden, bietet aber keine hundertprozentige Garantie. Je schwächer die Mischung, desto höher die Wahrscheinlichkeit für pathogene Pflanzen. Ein anderer Ansatz besteht darin, eine 10 % stärkere Lösung als nötig zu verwenden. Ein optimales Verhältnis konnte bisher nicht gefunden werden. Die einzige Empfehlung lautet, sich an der Schwere der Symptome zu orientieren.
Verwendung von Geldern als Düngemittel
Gärtner verwenden neben Eisensulfat auch Eisenchelat zur vorbeugenden Behandlung ihrer Bäume. Dieser Dünger dient der Behandlung und Vorbeugung nicht-infektiöser Chlorose. Seine Wirksamkeit beruht auf dem hohen Gehalt an zweiwertigem Eisen, das von den Pflanzenzellen leichter aufgenommen werden kann. Dosierung und Zubereitung lauten wie folgt:
- 2 Liter Wasser;
- 5 g Zitronensäure;
- Die beiden aufgeführten Komponenten in einem separaten Behälter vermischen;
- Gießen Sie 2 Liter warmes Wasser in einen separaten Behälter;
- Füge dort 8 g Eisen(II)-sulfat hinzu;
- Gründlich vermischen;
- Die Flüssigkeit mit gelöstem Kupfersulfat wird mit Wasser vermischt, in dem Zitronensäure gelöst ist.
Im letzten Schritt wird die entstandene Lösung mit 1 Liter sauberem Wasser verdünnt. Der Gärtner erhält so 5 Liter Dünger mit einer Wirkstoffkonzentration von 0,5 %.
Vorsichtsmaßnahmen beachten
Gärtner tragen im Frühjahr und Herbst beim Besprühen von Bäumen mit Eisensulfat eine Schutzbrille und einen Schutzanzug. Weitere Sicherheitsvorkehrungen sind folgende:
- Die Behandlung wird unter Verwendung von Gummihandschuhen durchgeführt;
- Es ist verboten, Kupfersulfat mit Kalk zu mischen;
- Falls die Lösung auf die Haut gelangt, spülen Sie die betroffene Stelle gründlich mit Wasser ab.
- Der Stoff wird getrennt von Küchenutensilien aufbewahrt;
- Unmittelbar vor Einbruch der kalten Jahreszeit wird Kupfersulfat zur Desinfektion eingesetzt.
Trockene Kristalle oder Pulver an einem dunklen, vor Feuchtigkeit geschützten Ort aufbewahren.
Verträglichkeit mit anderen Substanzen
Eisen(II)-sulfat darf nicht mit kalk- oder alkalihaltigen Substanzen vermischt werden. Andernfalls kommt es zu einer Neutralisationsreaktion. Eine weitere Regel: Eisen(II)-sulfat darf nicht mit Fungiziden gemischt werden.
Regeln für die Bearbeitung von Grünflächen
Verarbeitung von Zierfrüchten, Steinobst und Obstbäume durchgeführt unter Berücksichtigung des empfohlenen Konzentrationswertes.
| Anwendungsbereich | Konzentration | Empfehlungen |
| Sicherstellung der Winterhärte | 1% | Die Basis und der Stamm werden mit einem in der Präparation getränkten Pinsel behandelt. |
| Stärkung des Immunsystems | 3% | Die Behandlung erfolgt vor Beginn der Vegetationsperiode. |
| Behandlung von Pilzerkrankungen | 2% | Man nehme 30 g Harnstoff, 50 g Eisen(II)-sulfat, 20 g gelöschten Kalk und 10 Liter sauberes Wasser. Alles gut vermischen. Die Bäume besprühen, bevor die ersten Blätter erscheinen. |
| Organisation des saisonalen Schutzes | 0,5–1 % | Die erste Spritzung erfolgt im späten Frühjahr. Anschließend wird der Abstand alle 13 Tage eingehalten. Die letzte Spritzung findet Mitte Juni statt. |
| Düngung | 0,5 % | Gärtner verwenden Eisensulfat zur Behandlung von Bäumen und Böden im Frühjahr und Herbst, wenn Eisenmangel auftritt. Zur Behandlung wird die Lösung 45 Tage lang dreimal wöchentlich angewendet. Zur Vorbeugung wird sie einen Monat lang alle 10 Tage angewendet. Die Dosierung beträgt 2 Teelöffel pro Eimer Wasser. |
| Im Alltag (Frühherbst) | 1-6% | Die Substanz wird mit einem Pinsel oder Sprühgerät auf die Oberfläche aufgetragen. Der Raum wird für die nächsten 12 Stunden belüftet. |
| 15% | Zwei bis drei Spritzungen helfen, Pilzbefall im Gewächshaus zu bekämpfen. Diese sollten zu Beginn und in der Mitte der Vegetationsperiode erfolgen. |
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Es gibt keine allgemeingültigen Spritzzeiten. Gärtner richten sich nach dem regionalen Klima. Bewohner gemäßigter Klimazonen sollten zwei Wochen vor Kälteeinbruch spritzen. Außerdem sollte man warten, bis alle Blätter abgefallen sind. In südlichen Regionen gibt es keine Einschränkungen. Im Herbst erfolgt die vorbeugende Behandlung Ende November, im Frühjahr nach Stabilisierung der Temperaturen.
Rezensionen
Antonina
Kernobst behandle ich mit einer höheren Dosis. Ich verwende eine 5%ige Eisensulfatlösung. Dazu gebe ich 600 g der Lösung in einen Eimer mit etwa 10 Litern Wasser und rühre gründlich um. Anschließend fülle ich die Mischung in eine Sprühflasche und besprühe den Stamm vorsichtig. Die Äste bürste ich ab. Durch die Behandlung der Bäume mit Eisensulfat im Herbst schütze ich den Garten vor Krankheiten und Schädlingen.
Dmitry
In der südlichen Region erfolgt die Spritzung Mitte November. Der Zeitpunkt nach dem Laubfall ist ideal für die Behandlung und Krankheitsvorbeugung. Bei älteren Bäumen sollten Flechten vor dem Spritzen sorgfältig entfernt werden. Eine weiche Zahnbürste ist dabei hilfreich.
Wladimir
Vor dem Winter behandle ich die Bäume in meinem Garten. Ich bevorzuge Kalkfarbe. Diese trage ich vorsichtig mit einem Pinsel auf Stamm und Äste auf und achte darauf, dass nichts auf die Blätter tropft. Zusätzlich dünge ich die Stämme mit Eisensulfat. Nach zwei Behandlungen Anfang September und Mitte Oktober brauche ich mir keine Sorgen mehr um Schädlingsbefall oder Krankheiten zu machen.
Eisen(II)-sulfat ist ein im Baumarkt erhältliches Mittel. Jede Packung enthält bis zu 250 Gramm Kristalle oder Pulver. Es wird mit Wasser verdünnt, wobei die empfohlene Konzentration unbedingt einzuhalten ist. Eine höhere Konzentration kann den Baum verbrennen. Vermeiden Sie außerdem, dass die Lösung mit Haut oder Blättern in Berührung kommt. Die Lösung wird unmittelbar vor Gebrauch zubereitet und anschließend entsorgt. Nach einigen Stunden verliert die Mischung ihre Wirksamkeit.

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Irina
Der Artikel ist überflüssig. Er ist ein wirres Sammelsurium an Informationen aus dem Internet. Darin steht, dass man Eisensulfat nicht mit Kalk mischen darf, und dann wird ein Rezept für eine Spritzlösung gegen Pilzinfektionen angegeben: 30 g Harnstoff, 50 g Eisensulfat, 20 g Kalk auf 10 Liter Wasser. Und vor allem wird behauptet, es handele sich um eine 2%ige Lösung.