Kalanchoe ist eine weit verbreitete Pflanze, doch nur wenige kennen ihre Herkunftsgeschichte. Zu wissen, woher die Kalanchoe ursprünglich stammt und wo sie ihren Ursprung hat, hilft Ihnen bei der richtigen Pflege und vermeidet Fehler. Die Pflanze dient in Wohnungen oft nicht nur dekorativen Zwecken; sie findet breite Anwendung in der Volksmedizin und ist reich an wertvollen Spurenelementen.
Heimat und Geschichte des Anbaus der Kalanchoe-Zimmerpflanze
Die Pflanze stammt ursprünglich aus den warmen Tropen Madagaskars. Dort bevorzugt Kalanchoe Bergregionen, wo sie eine Höhe von bis zu anderthalb Metern erreichen kann. Man findet sie außerdem in Australien, Indien, Neuguinea, auf den Molukken sowie in den amerikanischen und asiatischen Tropen.
Die erste Erwähnung der Kalanchoe stammt aus dem 18. Jahrhundert. Aufzeichnungen über die Pflanze fanden sich in Logbüchern von Seeleuten. Ein Seemann erkrankte an tropischem Fieber. Da diese Krankheit als unheilbar galt, wurde er auf einer nahegelegenen Insel seinem Schicksal überlassen.
Auf ihrer Rückreise beschloss eine Seemannsmannschaft, auf der Insel Halt zu machen, um ihres gefallenen Kameraden zu gedenken. Die Seeleute staunten nicht schlecht, als sie einen völlig gesunden Mann vorfanden. Der wie durch ein Wunder geheilte Mann erzählte voller Begeisterung von seiner Genesung. Die Inselbewohner nahmen ihn auf und behandelten ihn mit einer besonderen Pflanze namens Kalanchoe. Im lokalen Dialekt bedeutet dieses Wort auch „Gesundheit“.
So wurde Kalanchoe dank seiner heilenden Eigenschaften weltweit bekannt. Eine Seemannsgruppe brachte die grüne Heilpflanze zur weiteren Verbreitung mit.
Merkmale der Kalanchoe-Blume und Artenvielfalt
Kalanchoe ist eine sukkulente, mehrjährige Pflanze. Die Gattung Kalanchoe wird in krautige Pflanzen, Kletterpflanzen und Halbsträucher unterteilt. Einige Arten sind Epiphyten.
Die Blätter sind saftig und fleischig. Sie können fest am Stängel angewachsen oder durch Blattstiele befestigt sein. Einige Arten weisen eine Behaarung auf den Blattspreiten auf. Die Blattfarbe variiert je nach Pflanzenart. Meist ist sie einheitlich und in verschiedenen Grüntönen gehalten. Es gibt auch panaschierte Kalanchoen mit violetten oder roten Akzenten auf grünem Grund oder mit marmorierten Blättchen.
Es gibt einige wunderschön blühende Arten. Die bezaubernden Kalanchoe-Blüten können Sie auf dem Foto unten bewundern.
Die Blüten stehen in vielblütigen, doldenförmigen Blütenständen. Diese befinden sich meist an der Spitze der Pflanze, seltener an den Seiten. Die Blütenfarbe variiert je nach Art: weiß, gelb, violett und in verschiedenen Rottönen. Die Blütezeit ist typischerweise im Herbst und Winter, einige Arten blühen jedoch auch im Frühling.
Folgende Pflanzenarten werden unterschieden:
- Der Behar-Rhododendron ist eine krautige Pflanze, die sich durch ihre kahlen, unverzweigten Stängel auszeichnet. Abgefallene Blätter hinterlassen Narben. Die Blattspreiten sind wachsartig überzogen und behaart. Die Blätter sind keilförmig. Die Blütenstände sind endständig und klein. Die gelben Blütenblätter sind ebenfalls behaart.

Beharsky - Blossfeldiana ist ein niedrig wachsender Strauch mit glatten, eiförmigen Blättern. Das Laub ist rot-grün gefärbt. Es handelt sich um eine wunderschöne, üppig blühende Art. Je nach Sorte können die Blütenblätter rot, weiß, violett oder gelb sein.

Blossfeld - Benta (Borstenblättriger Halbstrauch) ist ein robuster Halbstrauch mit dicken, runden Blättern. Er blüht im Frühling. Die Blüten sind groß und weiß.

Benta - Filzkraut – auch bekannt als Katzenohr. Ein Strauch mit dicht behaarten, aufrechten Stängeln. Er hat sitzende, längliche Blätter. Er blüht mit kleinen, dunkelroten Blüten. Die Blütenstände sind ebenfalls behaart.

Gefühlt - Degremona ist eine krautige Pflanze mit länglichen, fleischigen Blättern. Die Blattspreiten sind entlang der Mittelrippe gefaltet und haben einen zugespitzten Rand. Die Art kann an den Blatträndern neue Ausläufer bilden.

Degremona - Die Marmor-Sorte (auch großblütig oder Somali-Sorte genannt) ist ein etwa einen halben Meter hoher Strauch mit ungewöhnlichen Blättern. Diese sind verkehrt-eiförmig mit gekerbten Rändern. Sie treiben grün aus, nehmen aber mit der Zeit einen bläulichen Schimmer an, und auf der Blattoberfläche bilden sich lila Flecken. Die Art bildet kleine weiße Blüten.

Marmor - Der Großblütige Rhododendron ist ein Halbstrauch mit sitzenden, gelappten und gezähnten Blättern. Diese sind zunächst grün und nehmen in der Sonne einen rötlichen Schimmer an. Er blüht im Mai mit großen roten oder gelben Blüten.

Großblumig - Mangina ist ein Strauch, der als Hängepflanze kultiviert wird. Diese Art zeichnet sich durch hängende Blütenstände mit zahlreichen rosaroten Blüten aus. Die Blütezeit ist im Frühling.

Mangina - Paniculata ist eine krautige Kalanchoe-Art mit einer dichten Blattrosette am Grund. Die grünen, verkehrt-eiförmigen Blätter entwickeln mit der Zeit einen purpurfarbenen Rand. Die Blütezeit ist im April. Die Blütenstände bestehen aus kleinen gelben Blüten.

rispenförmig - Die Flammenblume (auch bekannt als Feuerrote oder Blaugrüne Flammenblume) ist eine krautige Blühpflanze. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 30 cm. Ihre Blätter sind dunkelgrün und verkehrt-eiförmig. Die Blüten sind groß und leuchtend rot.

Feuriges Rot - Gefiedert – erkennbar an den unterschiedlich geformten Blättern eines einzelnen Strauchs. Die unteren Blätter sind eiförmig, die oberen gefiedert. Die Blütenstände hängen herab. Die Blütenblätter sind rot gefärbt. Diese Art ist fortpflanzungsfähig.

Gefiedert - Die Trompetenblume (Calmus trompetica) ist ein Halbstrauch mit zahlreichen schmalen Blättern, die viele Ausläufer bilden. Ihre Farbe ist grün mit einem gräulichen Schimmer. Es gibt viele Hybriden. Die Blütenblätter weisen unterschiedliche Farben auf.

Röhrenblütig - Lobate (eingeschnitten) – im Volksmund auch als Hirschhorn bekannt. Diese krautige Sorte besitzt saftige, fleischige Triebe, die zum Hängen neigen. Die Blattspreiten sind fleischig und tief eingeschnitten. Die salatfarbene Blattoberfläche ist wachsartig überzogen. Sie blüht üppig. Die Blüten sind gelb-orange.

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Pflege von Kalanchoe zu Hause
Fast alle Kalanchoe-Arten gedeihen gut. Die Pflege zu Hause dürfte nicht schwierig sein, wenn man grundlegende Pflegehinweise beachtet.
Beleuchtung
Kalanchoe liebt helles Licht, ermüdet aber, wenn sie zu lange der Sonne ausgesetzt ist. Die Pflanze benötigt maximal 10–12 Stunden Tageslicht. Im Sommer decken viele Gärtner sie nachts mit einem Vorhang ab und entfernen diesen erst um die Mittagszeit. So kann sich die Pflanze von der Lichteinwirkung erholen.
Es empfiehlt sich, den Topf auf der West- oder Ostseite aufzustellen. Im Winter wird sie auf die Südseite verlegt. Ist dies nicht möglich, kann alternativ zusätzliche Beleuchtung installiert werden.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Kalanchoe liebt Wärme. Die kritische Mindesttemperatur für die Pflanze beträgt +10 °C. Bei niedrigeren Temperaturen beginnt sie zu erfrieren. Die Pflanze fühlt sich bei normalen Temperaturen zwischen +18 °C und +28 °C wohl. Im Winter kann sie bei +14 °C gehalten werden.
Die Blume ist bezüglich der Luftfeuchtigkeit nicht besonders anspruchsvoll. Sie gedeiht sowohl bei mittlerer als auch bei hoher Luftfeuchtigkeit gleichermaßen gut. An heißen Sommertagen, wenn die Luft jedoch sehr trocken ist, empfiehlt sich zusätzliches Besprühen.
Bewässerung und Düngung
Während der Wachstumsperiode gießen Sie die Pflanze nach Bedarf, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Verwenden Sie weiches, abgestandenes Wasser. Experten empfehlen, die Pflanze durch den Untersetzer zu gießen. Im Winter, während der Ruhephase, reduzieren Sie die Wassergaben. Es genügt, die Pflanze 3–4 Tage nach dem Abtrocknen der obersten Erdschicht erneut zu befeuchten.
Obwohl Kalanchoe eine Sukkulente ist – also eine Pflanze, die Feuchtigkeit in ihren Blättern speichert –, ist sie in Bezug auf die Wasserversorgung sehr anspruchsvoll. Unregelmäßiges Gießen führt zu Krankheiten. Zu trockene Kalanchoe wirft ihre Blätter ab, während zu viel Wasser Wurzelfäule verursacht.
Düngen Sie die Pflanze im Sommer und während der Knospenbildung. Am besten wechseln Sie zwischen mineralischen und organischen Düngemitteln ab. Mineralische Düngemittel sollten bis zu viermal, organische Düngemittel bis zu zweimal monatlich angewendet werden. Flüssigdünger für Kakteen ist ideal für diese Pflanze.
Beschneiden und Stutzen
Pflanzen werden nach Bedarf beschnitten, wofür es zwei Gründe gibt:
- Die Sträucher durch Zupfen in Form bringen.
- Entfernen der vertrockneten Blütenstängel.
Beide Schnittarten sind wichtig. Viele Gärtner schneiden beim Formen eines Strauchs überhängende Triebe ab und bewurzeln diese sofort im Muttertopf. Solche Töpfe sehen besonders schön während der Blütezeit aus.

Krankheiten, Schädlinge und Bekämpfungsmethoden
Kalanchoe kann anfällig für folgende Krankheiten sein:
- Grauschimmel. Ein klebriger, grauer Belag auf den Blättern, der deren Struktur zerstört. Er entsteht durch unzureichende Bewässerung und mangelnde Belüftung.

Graufäule - Krautfäule. Ein brauner oder gelblicher Belag auf den Blättern. Verursacht durch mangelnde Luftzirkulation und Überwässerung.
- Echter Mehltau. Weiße, pudrige Flecken auf Pflanzenblättern. Verursacht durch übermäßig hohe Temperaturen und trockene Luft.
- Ringfleckenkrankheit. Stängel- und Stängelfäule sowie kleine, ringförmige braune Flecken auf der Blattoberfläche. Eine Viruserkrankung.

Ringfleck - Stängelfäule. Schwarzfärbung des Stängels, gefolgt von Fäulnis. Tritt auf, wenn die Blume niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist.
Grauschimmel, Krautfäule und Mehltau werden durch Austausch der Erde und Behandlung der Pflanze mit Fungiziden bekämpft. Dasselbe gilt bei beginnender Stängelfäule. Alle beschädigten Pflanzenteile werden entfernt. Schnittstellen werden antiseptisch behandelt. Ringfleckenkrankheit ist unheilbar.
Kalanchoe wird häufig von Schädlingen wie Wollläusen, Blattläusen, Schildläusen und Milben befallen. Diese Schädlinge lassen sich durch die Behandlung der Pflanze mit Insektiziden oder einer milden Seifenlösung bekämpfen.
Wie man Blumen zu Hause vermehrt und umpflanzt
Die Pflanze lässt sich auf drei Arten vermehren: durch Stecklinge, durch Samen und durch Stecklinge. Die Anzucht einer neuen Blüte aus einem Steckling ist ganz einfach. Dazu schneidet man ein Blatt mit Steckling von der Mutterpflanze ab und steckt es zur Bewurzelung in nährstoffreiche Erde.
Um die Bewurzelung zu beschleunigen, decken Sie den Steckling mit einer durchsichtigen Abdeckung ab. Ein Glas oder eine abgeschnittene Plastikflasche eignen sich dafür. Besprühen Sie die Erde unter dem Steckling am besten mit Wasser, anstatt ihn zu gießen. Sobald der Steckling Wurzeln geschlagen hat und kräftig genug ist, pflanzen Sie ihn wie eine ausgewachsene Pflanze in einen separaten Topf um.

Die Vermehrung einer Blume durch Samen umfasst folgende Schritte:
- Der Behälter ist mit torfangereicherter Erde gefüllt.
- Säen Sie die Samen in feuchte Erde, ohne sie zu bedecken. Drücken Sie sie leicht mit den Fingern oder einem Lineal an, damit sie nicht weggespült werden.
- Der Behälter ist mit Glas abgedeckt und mit Papier beschattet. Er steht in einem Raum mit einer Temperatur von 16 °C bis 20 °C. Die Saatgutpflege umfasst tägliches Besprühen und Lüften.
- Glas und Papier werden entfernt, sobald die Keimlinge erscheinen.
- Drei bis vier Wochen nach der Aussaat werden die Sämlinge in größere Töpfe umgepflanzt.
- Sobald an einer jungen Kalanchoe 3-4 Blätter erscheinen, wird sie wie eine ausgewachsene Pflanze in einen separaten Topf umgepflanzt.
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Einige Kalanchoe-Arten bilden Ableger. Diese bilden in der Regel eigene Luftwurzeln aus. Die Ableger werden vorsichtig von der Mutterpflanze getrennt und in separate Töpfe gepflanzt. Die Pflege der Ableger ähnelt der Pflege ausgewachsener Kalanchoen.
Junge Kalanchoen werden jährlich umgetopft. Bei ausgewachsenen Pflanzen kann die Erde alle zwei bis drei Jahre gewechselt werden. Es empfiehlt sich, die Pflanze im Frühjahr umzutopfen. Vom Umtopfen einer blühenden Kalanchoe wird abgeraten.
Für diese Blume ist Sukkulentenerde ideal. Sie können Ihre eigene Erde herstellen. Sie benötigen folgende Zutaten:
- Rasenboden (1/2);
- Lauberde (1/4);
- Sand (1/8);
- Torf oder Kiefernnadeln (1/8).

Die Pflanze hat ein sehr ausgeprägtes Wurzelsystem, daher muss der Topf ausreichend groß sein. Kalanchoe wird von unten gegossen, daher sollte der Topf einen herausnehmbaren Untersetzer und Abflusslöcher haben.
Die wohltuenden Eigenschaften von Kalanchoe und seine Verwendung in der Volksmedizin
Kalanchoe besitzt eine Vielzahl an positiven Eigenschaften. Insbesondere hat die Pflanze folgende medizinische Eigenschaften:
- Wundheilung;
- entzündungshemmend;
- hämostatisch;
- Antiseptikum;
- Tonic;
- regenerativ;
- Reinigung;
- Immunstimulierend.

In der traditionellen Medizin wird die Zimmerpflanze zur Behandlung folgender Krankheiten verwendet:
- Wundliegen, Geschwüre, schwer heilende Wunden.
- Abszesse, Furunkel.
- Hautausschlag.
- Brennt.
- Ekzem.
- Folgen von Insektenstichen.
- Chronische Müdigkeit.
- Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, einschließlich Magengeschwüre.
- Eingeschränkte Nierenfunktion.
- Zervikale Erosion.
Die Pflanze ist besonders bei Menschen mit Erkältungen und Schnupfen beliebt. Früher war Naphthyzinum das gängigste Erkältungsmittel, das jedoch für Kleinkinder nicht geeignet war. Mütter begnügten sich daher mit Kalanchoe-Saft, weshalb viele diese Blume heute mit Niesen und der Kindheit in Verbindung bringen.
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Die traditionelle Medizin erkennt ebenfalls die medizinischen Eigenschaften dieser Pflanze an, verwendet aber im Gegensatz zur Volksmedizin die Bestandteile der Pflanze nur zur äußerlichen Anwendung.
Häufig gestellte Fragen zu Zimmerpflanzen
Kalanchoe ist eine mehrjährige Pflanze mit heilenden Eigenschaften. Es gibt eine recht große Artenvielfalt. Die meisten Arten sind pflegeleicht und lassen sich problemlos in Innenräumen kultivieren.






















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