Düngung von Obstbäumen und Sträuchern im Herbst

Bäume

Starker Frost kann für liebevoll gepflanzte Bäume und Sträucher gefährlich werden. Gärtner fragen sich daher: Wie können sie ihre Gärten verlustfrei durch die kalte Jahreszeit bringen? Die Herbstdüngung von Obstbäumen und -sträuchern (also ab dem ersten Kältetag) ist hierfür entscheidend. Denn wer seine Pflanzen rechtzeitig pflegt, wird im nächsten Jahr mit einer reichen Ernte belohnt.

Sie beginnen damit, Gartensträucher und -bäume in der Zeit zu düngen, in der diese bereits Früchte getragen haben, und zwar bis Ende September/Anfang Oktober.

[sc name=»info» text=»Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Düngung von Obst- und Beerensträuchern praktisch nutzlos, da diese in eine Ruhephase eintreten und die Nährstoffe nicht mehr vollständig aufnehmen können.» ]

Oberflächendüngung mit Mineraldüngern

Mineraldünger sind anorganische Verbindungen mit einem begrenzten Wirkungsspektrum. Jede bestimmte Düngerart löst ein spezifisches Problem. Die wichtigsten Arten von Mineraldüngern sind: Stickstoff, Kalium und Phosphor.

Bei der Auswahl von Düngemitteln für Ihre mehrjährigen Kulturen ist es wichtig, bestimmte Regeln zu beachten:

  1. Wählen Sie Spezialdünger, der speziell für Sträucher, Nadelbäume, Stauden oder Obstpflanzen entwickelt wurde. Dann finden Sie den perfekten Dünger für Ihre Pflanzen.
  2. Wenn Sie Ihren Garten im Herbst düngen möchten, wählen Sie einen Dünger mit möglichst wenig Stickstoff. Stickstoff fördert zwar ein kräftiges Wachstum, wird aber am besten im Frühjahr ausgebracht. Beachten Sie dies bei der Auswahl.

Typischerweise werden Nahrungsergänzungsmittel mit der Bezeichnung „Herbst“ versehen. Diese Präparate enthalten praktisch keinen Stickstoff, aber sie enthalten andere Nährstoffe, die Pflanzen benötigen, um die Kälte zu überstehen. Kalzium, Kalium und PhosphorSie unterstützen die Immunität der Pflanzen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber plötzlichen Lufttemperaturabfällen.

  • Phosphor Dies stärkt die Wurzeln und erhöht den Zucker- und Proteingehalt des Pflanzensafts. Das wirkt sich zweifellos positiv auf die Fruchtbarkeit aus.
  • Kalium Es entzieht Gartenpflanzen überschüssige Feuchtigkeit und bereitet sie so auf kaltes Wetter vor. Bäume und Sträucher, die im Herbst mit Kalium gedüngt werden, überstehen selbst strengen Frost problemlos.

Phosphor und Kalium können gemeinsam in den Boden eingearbeitet werden; sie ergänzen sich optimal. Organische Substanz erhöht zudem die Phosphorwirkung. Mischen Sie 300 Gramm Doppelsuperphosphat pro 10 kg Torf (Humus) mit Torf. Geben Sie etwas Wasser hinzu und lassen Sie die Mischung einige Monate ruhen. Im Herbst düngen Sie die Baumstämme gründlich und achten Sie darauf, dass der Dünger tief in den Boden eindringt, um eine vollständige Durchfeuchtung der Wurzeln zu gewährleisten.

[sc name=»info-attention» text=»Beim Ausbringen von Herbstdünger für Obstbäume und Sträucher unbedingt die Anweisungen befolgen. Niemals überdüngen! Das kann sehr schädlich sein.»]

 

Oberflächendüngung mit organischen Düngemitteln

Es gibt Düngemittel, die ausschließlich aus organischen Verbindungen bestehen. Dazu gehören beispielsweise: Torf, Kompost, Vogelkot, Mist. Durch die Zersetzung entstehen wertvolle Mikroelemente und der Boden wird zudem mit Kohlendioxid angereichert, was die Photosynthese fördert.

  • Mist und Einstreu werden beim Umgraben in den Boden eingearbeitet, um ihn fruchtbarer zu machen. Vermeiden Sie es, diesen Dünger direkt an die Pflanzenwurzeln zu bringen, da dies zu Schäden führen kann. Düngen Sie den Gartenboden alle zwei bis drei Jahre mit Mist, und zwar mit einer Menge von 300–400 kg pro 100 m².
  • Asche ist ein ebenso wertvolles Element zur Düngung von Obstbäumen und Sträuchern im Herbst. Sie wird durch Verbrennen von Unkraut, unerwünschten Ästen und Pflanzenresten gewonnen. Außerdem wird sie alle drei bis vier Jahre bei der Bodenbearbeitung ausgebracht. Pro Quadratmeter Boden wird bis zu 1 kg Asche benötigt.
  • Torf ist ein weiterer Herbstdünger für Obstbäume und Sträucher. Er besteht aus verrotteten und verdichteten Pflanzen- und Tierresten. Dieses Material sammelt sich in sumpfigen Gebieten an. Mit Torf angereicherte Böden sind durchlässig und lassen Luft und Wasser gut eindringen. Da Torf jedoch nur wenige Nährstoffe enthält, ist er nicht als alleiniger Dünger für Gartenpflanzen geeignet.
  • Kompost sichert die langfristige Bodenfruchtbarkeit und ist daher besonders für Gärtner wertvoll. Verwenden Sie 3–4 kg Kompost pro Quadratmeter.
  • Sägemehl ist ein weiterer Bestandteil, der die Bodenfruchtbarkeit fördert. Obwohl es selbst keine Nährstoffe enthält, lockert es verdichtete Böden auf. In sandigen Böden speichert Sägemehl die Feuchtigkeit lange und verhindert so das Austrocknen. Außerdem wandelt es sich mit der Zeit in wertvollen Humus um.
  • Gründüngung besteht aus Pflanzen, die die Bodenqualität im Garten verbessern. Dazu gehören Klee, Luzerne, Lupine, Hafer und Roggen. Erfahrene Gärtner säen sie im Spätsommer um Obstbäume herum aus.

Düngung einzelner Baum- und Straucharten

Verschiedene Pflanzenarten benötigen unterschiedliche Nährstoffe. Was für eine Gartenpflanze gut ist, kann einer anderen irreparablen Schaden zufügen. Deshalb ist die Wahl des richtigen Düngers so wichtig.

Apfelbäume werden üblicherweise mehrmals pro Saison gedüngt. Die Wurzeln des Baumes benötigen Phosphor, Kalium und Kalzium. Daher werden diese Nährstoffe dem Wurzelsystem zugeführt.

Saurer Boden beeinträchtigt das Wachstum von Apfelbäumen. Kalk kann diesem Problem entgegenwirken. Er wird beim Umgraben eingearbeitet.

Birnbäume benötigen außerdem Phosphor und Kalium. Diese werden traditionell an den Wurzeln ausgebracht. Auch Asche eignet sich gut als Dünger für diese Obstart.

Schwarze Johannisbeeren benötigen im Herbst ebenfalls hochwertige Nährstoffe. Geben Sie den Sträuchern im Herbst 4–6 kg organischen Dünger, 10–20 g Kalium und 50 g Superphosphat. Diese Mischung versorgt Ihre Sträucher mit allen notwendigen Nährstoffen. Es empfiehlt sich außerdem, im Herbst Leguminosen unter den Johannisbeersträuchern auszusäen. Dies trägt zu einer guten Sommerernte großer, gesunder Beeren bei.

Sanddorn reagiert auch gut auf eine Herbstdüngung. Die Düngung sollte alle zwei bis drei Jahre im Oktober erfolgen. Eine Mischung aus Kompost, Superphosphat und Kaliumsalz wird gleichmäßig auf der gesamten Pflanzenoberfläche verteilt und 10–15 Zentimeter tief in die Erde eingearbeitet.

Pflaumenbäume benötigen im Herbst ebenfalls Dünger. Organische Düngermischungen sind hier sehr hilfreich. Sie fördern die Regeneration und Entwicklung des Wurzelsystems. Um eine gute Ernte im nächsten Jahr zu gewährleisten, sollte der Baum mit Kaliumdünger versorgt werden. Und wenn Ihr Pflaumenbaum in sandigem Boden wächst, benötigt er unbedingt Phosphor.

Es gibt viele Möglichkeiten, Obstbäume und -sträucher im Herbst zu düngen. Jeder Gärtner entscheidet selbst, welche Methode er wählt. Wichtig ist jedoch, den Boden regelmäßig zu düngen. Nur so kann man eine reiche Ernte erzielen.

Außerdem müssen Bäume und Sträucher vor dem Winter gut gewässert werden. Dies sollte Ende Oktober geschehen, dann wird Ihr Garten Sie im nächsten Jahr mit einer Fülle von Beeren und Früchten erfreuen.

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