Zimmerpalmen sind in Gewächshäusern, Büros und Wohnungen weit verbreitet. Da verschiedene Arten unterschiedliche Wachstumsbedingungen benötigen, ist es wichtig, sich vor dem Kauf einer Palme anhand eines Fotos nicht nur mit den Namen, sondern auch mit den Eigenschaften der jeweiligen Sorte vertraut zu machen, um die Eignung dieser exotischen Pflanze für die Zimmerkultur beurteilen zu können.
Merkmale der Zimmerpalme, Namen und Sorten
Obwohl diese Pflanzen relativ einfach zu kultivieren sind, gedeihen einige Arten nicht in Wohnungen und benötigen Gewächshausbedingungen. Zu den Sorten, die sich leicht an Innenräume anpassen, gehören:
- Rapis;
- Dattelpalme;
- Howea;
- Washingtonia;
- Livistona;
- Chamaedorea;
- Caryota;
- Yucca.
Allen Arten gemeinsam sind ihre länglichen, schmalen Blätter, deren Farbe und Form je nach Sorte variieren. Die genannten Arten werden nicht höher als zwei Meter und eignen sich zur Bepflanzung von Wohnungen und Häusern. Sie gedeihen am besten in der Nähe von Fenstern mit Süd- oder Ostausrichtung, einige Arten wachsen aber auch an Westfenstern gut. Ausnahmslos alle benötigen regelmäßiges Gießen und eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 %. Palmen blühen selbst bei guter Pflege selten.
Dattelpalme
Diese Palme, ein Mitglied der Familie der Palmengewächse (Arecaceae), zeichnet sich durch ihre dichte Krone und ihre gefiederten, schmalen Blätter aus. Die Krone kann bis zu 30 Blätter tragen, die alle nach unten gebogen sind. Je nach Art (Roebelen- oder Kanarische Palme) kann der Stamm säulenförmig oder kurz, kräftig und unverzweigt sein. An der Stammoberfläche befinden sich steife Stümpfe.

Dattelpalmen lieben die Sonne und gedeihen am besten in Innenräumen in der Nähe von Südfenstern. Sie behalten ihr gesundes Aussehen bei hoher Luftfeuchtigkeit und regelmäßiger Bewässerung während der Wachstumsphase.
Unterscheidungsmerkmale:
- sehr resistent gegen Krankheiten und Schädlinge;
- Die Wurzeln sind kälteempfindlich: Stellen Sie den Topf nicht auf einen kalten Boden oder eine kalte Fensterbank;
- Sie brauchen frische Luft, werden aber krank, wenn sie Zugluft ausgesetzt sind.
Das Foto zeigt die Robelena-Palme und die Kanarische Palme.
Rapis
Es gibt zwei Rhapis-Arten: eine hohe und eine niedrige. Letztere wird häufiger von Wohnungsbesitzern gekauft, da sie pflegeleicht und kompakt wächst. Eine ausgewachsene niedrige Rhapis erreicht eine Höhe von 1,5 Metern, während eine hohe Rhapis bis zu 3 Meter hoch wird.
Beide Arten sind mehrstämmig und strauchartig. Die breiten, länglichen Blätter sitzen an dünnen, faserigen Blattstielen und haben eine glänzende Oberfläche. An den Trieben von Rhapis elata sind kurze Blattstiele sichtbar. Die Blätter sind durchschnittlich 20 cm lang und 2 cm breit. Sie haben glatte Ränder und eine zugespitzte Spitze.

Die Pflanze bevorzugt einen Raum mit mäßiger Luftfeuchtigkeit. Der beste Standort ist in der Nähe eines West- oder Südfensters. Direkte Sonneneinstrahlung ist unproblematisch. Selbst bei sorgfältiger Pflege blüht sie nur sehr selten. Der Blütenstand ist verzweigt und hat wenig Zierwert.
Howea
Howea ist ein buschiger Strauch, der auf den Pazifikinseln heimisch ist. Sein Stamm ist gerade und schlank, an der Basis verbreitert und erreicht eine Höhe von 2,5 m. Die Krone des Stammes besteht aus weit ausladenden, gefiederten Blättern, die beidseitig der Mittelrippe im Abstand von 1–2 cm angeordnet sind. Die Blätter sind sattgrün.
Ein geräumiger Flur mit gefiltertem Licht ist ein geeigneter Standort. Auch in Räumen mit Fenstern nach Süden und Osten gedeiht die Howea gut. Für ein optimales Wachstum und eine gesunde Entwicklung sollte sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Vorteile von Howea:
- Benötigt keine hohe Luftfeuchtigkeit;
- Verträgt Temperaturen bis zu 18 °C und Lichtmangel;
- Unkomplizierte Pflege während der Kälteperiode.
Washingtonia
Das charakteristische Merkmal der Washingtonia ist ihre fächerförmige Krone, die aus Blättern an kahlen Blattstielen besteht. Die Blätter enden in scharfen, steifen Dornen. Der hellbraune Stamm ist gerade, dünn und rau und mit Resten von Blattstielen und Filz bedeckt. Die Blütenstände sind verzweigt und rispenförmig.

Livistona
Zimmerpflanzen wie die Livistona erreichen eine Höhe von bis zu 1,5 Metern und besitzen fächerförmige Blätter. Diese Blätter wachsen ausschließlich an der Spitze der Palme. Sie sind in der Mitte geteilt, abgerundet und sitzen an einem kräftigen Blattstiel mit scharfen Rändern. Ausgewachsene Palmen weisen am Blattstiel einen kleinen Dorn auf.

In geräumigen Räumen breiten sich Livistonas dank ihrer Blätter, die einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen können, üppig aus. Sie wachsen schnell und sind sehr dekorativ. Im Haus benötigt die Pflanze sorgfältige Pflege, da die Krone bei unzureichender Bewässerung schnell austrocknen kann.
Chamaedorea
Die Zimmerpalme Chamaedorea wird auch oft Bambuspalme genannt. Sie wächst buschartig und hat zahlreiche dünne, kahle Stängel. Jeder Stängel kann bis zu sieben Blätter mit langen Blattstielen tragen. Die Palme kann im Haus bis zu einem Meter hoch und im Freien bis zu zwei Meter hoch werden.
Die Pflanze blüht bereits in jungen Jahren. Die Blüten der Chamaedorea stehen in rispenförmigen Blütenständen. Sie sind klein und gelb. Die Pflanze wächst langsam und bildet jährlich nur ein bis zwei neue Blätter. Das Laub konzentriert sich an der Spitze des Stängels. Jedes Blatt ist etwa 40 cm lang.
Caryota
Die Palme stammt ursprünglich aus dem tropischen Asien. Es gibt zwölf Arten der Gattung Caryota. Zimmerpflanzen erreichen eine Höhe von maximal 1,5 Metern. Die Pflanze kann einen oder mehrere Stämme haben und wächst strauchartig. Die asymmetrischen Blätter sind groß und eingeschnitten, meist dreieckig. Das Laub junger Pflanzen ist sattgrün, dunkelt aber mit zunehmendem Alter nach. Caryota-Palmen blühen in Innenräumen nicht, und selbst in botanischen Gärten ist dies selten.

Die beliebteste Sorte ist die Fischschwanzrose. Sie zeichnet sich durch die gezackten Ränder ihrer herabhängenden Blätter und ihre leuchtende Farbe aus.
Yucca
Diese exotische Pflanze erreicht eine Höhe von 1 bis 1,5 Metern. Ihr Stamm ist dick, verdickt sich nach oben und endet in kurzen Ästen. Die Blätter der Yucca sind hellgrün und schwertförmig. Sie sind 8 cm breit und bis zu 75 cm lang.
Neben dem Anbau in Innenräumen findet die Yucca vielfältige Verwendung: Aus ihren Blättern lassen sich strapazierfähige Fasern für Seile, Jute und Denim herstellen. Getrocknete Blätter werden zum Flechten von Körben verwendet, und aus den Wurzeln wird ein natürlicher Farbstoff gewonnen.
Palmenpflege zu Hause: Geheimnisse und Schwierigkeiten
Die Pflege von Palmen in Innenräumen kann je nach Art variieren. Subtropische Palmen benötigen jedoch immer einen geräumigen, hellen Raum. Bei besonders starker Sonneneinstrahlung sollten die Blätter durch Anbringen von Jalousien oder Rollos vor Sonnenbrand geschützt werden. Die Raumluft sollte sauber und frisch sein, Zugluft jedoch vermieden werden.
Beleuchtung
Der Standort für die Töpfe sollte hell, aber nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein, obwohl Palmen gelegentlich helles Licht vertragen. Die Pflanzen sollten vorzugsweise in der Nähe von Fenstern mit Südwest- oder Südostausrichtung platziert werden. Im Winter ist eine zusätzliche Lichtquelle erforderlich. Pflanzenlampen sollten nicht zu nah an den Pflanzen angebracht werden, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Sechzehn Stunden Tageslicht sind ausreichend.
Grundierung
Hochwertige Erde ist für das gesunde Wachstum von Palmen unerlässlich. Palmenerde sollte locker und leicht sein und Feuchtigkeit schnell aufnehmen. Leicht saure Erde ist optimal. Achten Sie beim Kauf von Fertigsubstrat auf folgende Inhaltsstoffe:
- Torf;
- Sand;
- Dolomitmehl;
- Blähton-Drainage;
- Wurmkompost;
- Mineraldünger.

Sie können den Boden selbst vorbereiten, indem Sie Rasensoden, Laubkompost, Torf und Sand mischen. Das Substrat für Jungpflanzen sollte weniger Rasensoden enthalten als für ausgewachsene Palmen. Die Drainageschicht unter dem Boden sollte mindestens 3 cm dick sein.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Palmen verschiedener Herkunft benötigen optimale thermische Bedingungen. Die Innentemperaturen sollten im Sommer tagsüber und nachts zwischen 18 und 25 °C liegen, mit einer Höchsttemperatur von 27 °C. Im Winter sollte die Temperatur auf 16 °C gesenkt werden, was insbesondere für subtropische Pflanzen wichtig ist.
- hohe Raten für Chamaedorea, Livistona, Caryota und Yucca;
- mäßig – für Howea, Rhapis und Dattelpalme;
- reduziert – für Washingtonia.
Bewässerung und Düngung
Die Erde von Zimmerpalmen sollte stets feucht gehalten werden, Staunässe ist jedoch unerwünscht. Im Sommer sollte häufig gegossen werden – etwa alle zwei Tage. Im Winter sollte weniger gegossen und die Erde nur bei Bedarf befeuchtet werden. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben und gut durchfeuchtet sein. Lockern Sie nach dem Gießen regelmäßig die oberste Erdschicht auf.
Palmen sollten im Frühjahr und Sommer gedüngt werden; während der Ruhephase sollte nicht gedüngt werden. Mineraldünger sollte alle 16 Tage ausgebracht werden. Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff und Phosphor. Die Wirkung der Düngung ist innerhalb von 2–3 Tagen sichtbar.
Trimmen
Ein Rückschnitt ist nur nötig, wenn die Palme sehr lang und dünn geworden ist. Dadurch bildet sich eine dichte Krone, und die Pflanze erhält ein gepflegtes Aussehen. Kranke Pflanzen sollten nicht beschnitten werden, und gesunde Palmen sollten im Winter nicht gestutzt werden. Zimmerpalmen schneidet man am besten im Sommer oder Frühling. Eine Ausnahme besteht, wenn die Pflanze abgebrochen ist. In diesem Fall sollten nur beschädigte oder abgestorbene Blätter entfernt werden.

Pflanzen sollten zu Beginn der Wachstumsperiode mit einem scharfen, sterilen Gartengerät zurückgeschnitten werden. Schneiden Sie die Triebe nicht zu nah am Stamm ab; lassen Sie etwa 3 cm stehen. Behandeln Sie die Schnittstellen anschließend mit Gartenpech oder Holzkohle.
Vorbereitung auf den Winter
Zu Beginn der Heizperiode sollte die Raumtemperatur auf 12 °C gesenkt werden. Palmen können auf einen isolierten, aber unbeheizten Balkon gestellt werden. Im Winter lässt sich die Tageslichtdauer mit Lampen verlängern. Das Gießen sollte schrittweise auf einmal wöchentlich reduziert werden, wobei die Erde nach Bedarf befeuchtet wird.
Krankheiten und Hauptprobleme beim Anbau
Bei unsachgemäßer oder unzureichender Pflege werden Handflächen anfällig für Infektionskrankheiten. Zu den häufigsten Krankheiten gehören:
- Pilzbefall. Es bilden sich braune Flecken mit gelbem Rand auf den Blättern; unbehandelt welken diese allmählich. Ursachen der Krankheit sind unter anderem Staunässe, Kälte und zu hohe Luftfeuchtigkeit. Der Pilzbefall lässt sich durch reduziertes Gießen und dreimalige Behandlung der Pflanze mit Fungiziden im Abstand von zwei Wochen bekämpfen.

Krankheit von Zimmerpalmen - Wurzelfäule. Verursacht durch Überwässerung, schreitet sie schnell voran und befällt die Wurzeln. Die Blätter der Pflanze verfärben sich dunkel und welken. Sie lässt sich nur im Frühstadium behandeln, indem man die befallenen Wurzeln zurückschneidet und sie anschließend in einer Fungizidlösung einweicht. Danach sollte die Palme in frische Erde umgetopft und mäßig gegossen werden.
- Stammfäule. Auf den Blättern bilden sich braune Flecken mit weißem Belag, und die Stängel faulen schnell. Die Krankheit entsteht durch Temperaturschwankungen und Vitaminmangel. Um die Palme zu heilen, entfernen Sie die befallenen Blätter und topfen Sie die Palme um. Zur Vorbeugung der Krankheit lüften Sie den Raum regelmäßig und düngen Sie die Pflanze.
Gärtner stehen oft vor Problemen wie:
- Verdunkelung der unteren Blätter;
- braune Blattspitzen;
- das Auftreten von Schädlingen.
Um die Pflanze gesund zu erhalten, ist es notwendig, die Pflegehinweise zu befolgen, günstige Bedingungen im Innenbereich aufrechtzuerhalten und regelmäßig eine Schädlingsbekämpfung durchzuführen.
Vermehrung und Umpflanzung von Zimmerpalmen
Die Vermehrung durch Samen ist die einfachste und gebräuchlichste Methode. Wählen Sie für die Aussaat Samen, die nach der Ernte nicht lange gelagert wurden. Saatgutvorbereitung:
- Entfernen Sie die äußere Hülle.
- Ist die Schale zu dick, muss sie vorsichtig abgefeilt werden.
- Legen Sie die Samen für ein paar Tage in warmes Wasser, damit sie aufquellen können.

Holzkisten oder Plastikbecher eignen sich zum Anpflanzen. Füllen Sie das Anzuchtgefäß mit Erde und einer sandigen Deckschicht. Legen Sie die Samen 2–3 cm tief hinein. Befeuchten Sie die Erde anschließend mit einer Sprühflasche, damit der Sand nicht weggespült wird. Decken Sie das Gefäß mit Plastikfolie ab, um einen Gewächshauseffekt zu erzielen.
Die Töpfe sollten an einem warmen, dunklen Ort stehen. In den ersten zwei Wochen sollte mäßig alle zwei bis drei Tage gegossen werden. Danach kann die Gießhäufigkeit erhöht und die Erde jeden zweiten Tag gegossen werden. Die Raumtemperatur sollte konstant sein.
Sobald die Keimlinge erscheinen, sollten die Töpfe an einen helleren Ort gestellt werden. Die Sämlinge werden dann in einzelne Töpfe umgepflanzt und erneut mit Plastikfolie oder Glas abgedeckt. Mit der Zeit können die größeren Keimlinge an das Raumklima gewöhnt werden, indem die Plastikfolie entfernt und die Pflanzen anschließend an ihren endgültigen Standort gesetzt werden.

Junge Pflanzen müssen häufiger umgetopft werden als ältere: Schnell wachsende Palmen benötigen ein jährliches Umtopfen, während ältere Palmen nur alle drei Jahre umgetopft werden müssen. Pflanzen, die bereits 5–6 Jahre alt sind, sollten nur im Notfall umgetopft werden. Die beste Zeit zum Umtopfen ist April bis März.
Die neue Erde für die Pflanze sollte locker und nährstoffreich sein. Das gekaufte oder vorbereitete Substrat sollte folgende Bestandteile im Verhältnis 2:2:1:1:1 enthalten:
- Rasenboden;
- Laubboden;
- Torf;
- Kompost;
- Sand.

Die Wahl des Umtopftopfs hängt vom Wurzelsystem der Palme ab. Wächst das Wurzelwerk nach außen, sollte der Topf breit, aber flach sein. Wachsen die Wurzeln hingegen vertikal, benötigt die Palme einen tiefen Topf. Untersuchen Sie die Wurzeln vor dem Umtopfen und entfernen Sie beschädigte Stellen.

Das Gießen sollte einige Tage vor dem Umtopfen eingestellt werden. Sobald die Erde ausgetrocknet ist, die Pflanze mitsamt dem Wurzelballen aus dem alten Topf nehmen und in einen neuen, größeren Topf umsetzen. Eine Drainageschicht und Kompost auf den Boden des neuen Topfes geben. Bei Schädlingsbefall sollte die Erde komplett ausgetauscht werden. Die Pflanze direkt nach dem Umtopfen gießen.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Zimmerpalmen sind mehrjährige Pflanzen, die jedes Interieur verschönern. Mit einfachen Gieß- und Temperaturregeln sind sie pflegeleicht und bleiben das ganze Jahr über grün.
















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