Wann pflanzt man Pelargonien, damit sie im Sommer blühen?

Pelargonie

Pelargonien (Geranien) sind bei vielen Gärtnern sehr beliebt. Diese pflegeleichte Blume blüht von März bis in den späten Herbst hinein mit roten, orangen, rosa und weißen Blüten.

Eine ganze Sammlung duftender Pelargonien anzulegen ist ganz einfach. Man muss nur den besten Pflanzzeitpunkt kennen, damit sie schnell blühen, und ein paar einfache Pflegeregeln befolgen.

Interessanterweise verdankt die Pelargonie ihren Namen der Ähnlichkeit ihrer Samen mit einem Storchenschnabel. Pelargos bedeutet im Griechischen „Storch“.

Regeln und Bedingungen der Zucht

Tatsächlich gibt es keinen festgelegten Pflanzzeitpunkt für Pelargonien. Sie können ganzjährig angebaut werden, aber der Pflanzmonat bestimmt ihren Blütezeitpunkt. Auch die Vermehrungsmethode beeinflusst die Blütezeit.

Anmerkung: Carl von Linné beschrieb als Erster 25 Arten dieser Pflanze und nannte sie Geranien.

Wenn Sie Pelargonien zu Hause anbauen möchten, müssen Sie wissen, wie man diese Blume vermehrt. Es gibt verschiedene Methoden zur Vermehrung junger Geranienblüten.

Vermehrung durch Stecklinge

Diese Methode ist wohl die einfachste, kürzeste und effektivste. Sie ermöglicht es Ihnen außerdem, alle sortentypischen Eigenschaften der Mutterpflanze zu erhalten.

Der Schlüssel zum erfolgreichen Betrieb liegt in der Erfüllung zweier Bedingungen: der Aufrechterhaltung einer optimalen Temperatur und einer konstanten Beleuchtung.

Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass man mehrmals im Jahr Stecklinge schneiden kann. Allerdings ist zu beachten, dass die Pflanze in den Monaten November bis Januar ruht, sodass aus Stecklingen keine kräftige Pflanze gezogen werden kann. Wenn Ihre Pelargonie dieses Jahr blühen soll, sollten Sie bereits im März mit der Vermehrung beginnen, da zu diesem Zeitpunkt die Lebensenergie der Pflanze aktiviert wird und der Saftfluss einsetzt. Geranien, die im April gepflanzt werden, blühen erst im Folgejahr.

Tipp: Es wird nicht empfohlen, Pelargonien vor März zu vermehren, sondern eher im Januar oder Februar, da die Pflege der Sämlinge zeitaufwendig und mühsam ist. Junge Pflanzen benötigen zusätzliches Licht, Dünger und optimale Wachstumsbedingungen.

Pelargonien lassen sich auch im Herbst (September/Oktober) durch Stecklinge vermehren, wenn man sie nach der Blüte zurückschneidet. Diese Stecklinge wachsen gut über Herbst und Winter und blühen im darauffolgenden Sommer zum ersten Mal.

Schnitttechnik:

  • Zur Vermehrung eignen sich Triebspitzen mit 3-4 Blättern. Die Stecklinge sollten etwa 7 Zentimeter lang sein.
Bitte beachten Sie: Wenn sich noch eine Knospe oder Blütenknospe am Steckling befindet, wird der Trieb lange Zeit keine Wurzeln schlagen. Daher müssen alle Blüten und Knospen entfernt werden.

 

  • Die Schnitte werden ausschließlich mit sterilen Instrumenten durchgeführt, und der gesamte Eingriff erfolgt mit Handschuhen, um eine versehentliche Infektion der Schnitte zu vermeiden.
  • Das entnommene Material wird für einige Stunden an einem schattigen Ort aufbewahrt, damit die Schnittfläche mit einem Film bedeckt wird.
  • Um zu verhindern, dass die Schnittstelle verfault, wird sie mit Holzkohle oder Kornevin bestreut.
  • Die Stecklinge werden in Wasser gestellt und warten, bis sich Wurzeln bilden. Anschließend wird der Trieb in Erde gepflanzt.
  • Sie können Staunässe vermeiden und den Steckling direkt in die Erde pflanzen. Die Erde sollte vorher angefeuchtet und desinfiziert werden.
  • Behälter mit Stecklingen werden mit einem Deckel oder anderem Schutzmaterial abgedeckt, wodurch ein Treibhauseffekt entsteht. In manchen Fällen ist dies nicht notwendig, beispielsweise wenn die Stecklinge kräftig und gesund sind.

Für die Pflanzen werden komfortable Bedingungen geschaffen: Die Raumtemperatur sollte +22-23 Grad betragen, die Luftfeuchtigkeit 80%.

Pelargonien, die durch Stecklinge vermehrt werden, bilden sehr schnell Wurzeln, und es entsteht praktisch kein Abfall.

Vermehrung durch Samen

Viele Gärtner haben große Freude daran, Pelargonien aus Samen zu vermehren. Diese Methode ist zwar nicht so verbreitet wie die Vermehrung durch Stecklinge, hat aber durchaus ihre Vorteile. So lassen sich beispielsweise neue, einzigartige Pflanzensorten mit besonderen Eigenschaften züchten.

Pelargoniensamen weisen zudem eine sehr gute Keimrate auf. Sie wachsen schnell und gleichmäßig. Aus Samen gezogene Pflanzen (die im Frühjahr gepflanzt werden) beginnen innerhalb von 5–6 Monaten zu blühen.

Geraniensamen können ganzjährig ausgesät werden. Im Winter ist jedoch zusätzlicher Aufwand nötig, wie z. B. künstliche Beleuchtung und Regulierung der Luftfeuchtigkeit. Daher gelten Frühling und Sommer als die optimale Pflanzzeit für Geranien.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie im Sommer oder Herbst aussäen, blüht die junge Pelargonie erst nach 10-11 Monaten.

Geraniensamen sind groß und lassen sich leicht aussäen. Für die Anzucht der Sämlinge eignet sich lockere, leichte Erde mit wenig Nährstoffen (um Überdüngung zu vermeiden). Die Erdmischung besteht üblicherweise aus zwei Teilen Gartenerde und einem Teil Torf oder Sand. Etwas Humus kann ebenfalls hinzugefügt werden, da Sämlinge in sehr nährstoffarmer Erde nicht gut gedeihen.

Vor der Aussaat muss der Boden unbedingt desinfiziert werden. Dies kann durch Backen im Backofen, Übergießen mit kochendem Wasser mit Manganzusatz oder Dämpfen erfolgen. Anschließend wird der Boden in flache Gefäße verteilt und großzügig angegossen.

Geraniensamen werden in ordentlichen Reihen im Abstand von zwei Zentimetern auf der Oberfläche verteilt. Die zukünftigen Blüten werden mit einem Zentimeter Erde bedeckt und vorsichtig mit warmem Wasser (am besten mit einer Sprühflasche) angegossen. Um die Keimung zu beschleunigen, werden die Sämlinge mit Frischhaltefolie oder einem transparenten Deckel abgedeckt, wodurch ein Treibhauseffekt entsteht.

Pflanzen benötigen zum Wachsen lediglich Wärme und Feuchtigkeit. Daher ist es wichtig, die Erde im Topf stets leicht feucht zu halten. Zu wenig Feuchtigkeit führt schnell zu einer Kruste an der Erdoberfläche, sodass die empfindlichen Sämlinge nicht mehr durchbrechen können. Auch zu viel Feuchtigkeit schadet den Pflanzen: Die Samen verfaulen in der Erde, bevor sie keimen können.

Bis die Sämlinge keimen, sollten die Anzuchtschalen an einem hellen Ort, aber nicht in der direkten Sonne stehen. Sobald die grünen Triebe gleichmäßig wachsen, entfernen Sie die Plastikfolie und stellen Sie die Schalen zum Wachsen und Aufgehen in die Sonne auf eine Fensterbank.

Wurde die Aussaat Ende März vorgenommen, reicht die Anzahl der Sonnenstunden für das Wachstum der Sämlinge aus. Geranien, die im Februar gepflanzt wurden, benötigen jedoch zusätzliches künstliches Licht.

Es ist faszinierend, die Entwicklung der Sämlinge zu beobachten. Die ersten saftigen, aber zarten Triebe erscheinen innerhalb einer Woche. Und schon nach 14 bis 18 Tagen entwickeln die Triebe 3 bis 4 Blätter. Das zeigt an, dass die Sämlinge groß genug sind, um in einem separaten Topf weiterzuwachsen.

Die allermeisten Pflanzen mögen es nicht, gepflückt zu werden (Geranien übrigens auch nicht), daher muss man bei diesem Vorgang verantwortungsbewusst vorgehen.

Für die Anzucht von Geranien-Sämlingen eignen sich größere Töpfe mit einem Fassungsvermögen von 200 Millilitern (8 Zentimeter Durchmesser). Die Geranien werden in frische Erde umgetopft, der etwas mineralische Zusätze beigemischt sind. Setzen Sie die Sträucher vorsichtig mit einer Pflanzkelle oder einem Teelöffel in den neuen Topf und achten Sie darauf, die empfindlichen weißen Wurzeln nicht zu beschädigen. Gießen Sie die Sämlinge nach dem Umtopfen und stellen Sie sie an einen sonnigen Platz.

Hinweis: Durch die Aussaat in Torfquelltöpfen entfällt das Pflügen. Zum Umpflanzen in größere Töpfe werden die Jungpflanzen zusammen mit dem Muttertopf an den neuen Standort gesetzt.

Nach dem Wiedereinpflanzen heißt es nun nur noch abwarten, bis die üppige und farbenprächtige Blüte einsetzt, die das Auge monatelang erfreuen wird.

Neben Stecklingen und Samen gibt es zwei weitere einfache Möglichkeiten, die Anzahl der Pelargonienblüten zu Hause zu vermehren. Eine davon ist die Teilung des Strauchs. Dabei wird der Geranienstrauch beim Umtopfen, beispielsweise im Herbst vom Freiland in einen Topf (oder einfach beim Umpflanzen in einen anderen Topf), vorsichtig in einzelne Teile geteilt. Die neuen Sträucher werden in frische, lockere Erde gepflanzt, gegossen und wie jede andere Pflanze gepflegt.

Pelargonien vermehren sich, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, gut vegetativ. Sie können mit Blättern einen ganzen Blumengarten anlegen. Der Trick dabei ist, das richtige Blatt als Vermehrungsmaterial auszuwählen. Wählen Sie das gesündeste und größte Blatt mit einem kräftigen Stiel. Schneiden Sie es vorsichtig schräg an und stellen Sie das Ende in Wasser. Nach einigen Tagen bilden sich weiße Wurzeln. Sobald das Wurzelsystem ausreichend entwickelt ist, pflanzen Sie das Blatt in die Erde.

Pflegehinweise für Pelargonien

Pelargonien gehören zu den pflegeleichtesten Blumen. Sie ziehen schnell üppige Sämlinge und sorgen für eine üppige Blüte. Mit etwas Mühe und Pflege können Geranien sogar das ganze Jahr über blühen.

Interessanterweise sind Trockenheitstoleranz und hohe Lebensfähigkeit charakteristische Merkmale vieler Pelargonienarten. Es ist ein Fall bekannt, in dem eine getrocknete Pelargonie, die über sechs Monate in einem Herbarium aufbewahrt wurde, Wurzeln bildete und in feuchter Umgebung zu wachsen begann.

Die Regeln für die richtige Pflege von Pelargonien sind einfach. Sie beinhalten:

  • Bewässerung;
  • Kontrolle externer Faktoren;
  • Beschneidung;
  • Oberflächenbehandlung;
  • Schutz vor Krankheiten und Schädlingen.

Bewässerung

Wie alle Pflanzen benötigen auch Geranien Wasser. Auf Besprühen und die Regulierung der Luftfeuchtigkeit kann verzichtet werden, jedoch ist eine gleichmäßige Feuchtigkeitsversorgung der Wurzeln unerlässlich. Wichtig beim Gießen ist Disziplin und Staunässe. Geranien überleben eine zu hohe Luftfeuchtigkeit nicht, da ihr Wurzelsystem, insbesondere im Winter, schnell von Schimmel und anderen gefährlichen Pilzkrankheiten befallen wird. Obwohl Geranien im Allgemeinen trockenheitsverträglich sind, bedeutet dies nicht, dass sie dauerhaft unter Wassermangel leiden dürfen. Je weniger Wasser die Pflanze erhält, desto schwächer und kleiner werden die Blüten. Daher empfiehlt sich ein Gießrhythmus von einmal alle vier bis fünf Tage.

Fakt ist: Wenn sich Fäulnis an einer Pflanze auszubreiten beginnt, ist es leider nicht mehr möglich, die Pflanze zu retten.

Externe Faktoren

Geranien sind ideale Zimmerpflanzen. Sie gedeihen bei Zimmertemperaturen von 20–25 Grad Celsius und überstehen sogar kühlere Temperaturen im Winter. Einzige Voraussetzung: möglichst wenig Zugluft.

Während der Winterruhe gedeiht die Pflanze am besten bei Temperaturen unter 14 Grad Celsius. Am besten stellt man eine geschwächte Pflanze in einen Raum mit einer Temperatur von 6–8 Grad Celsius. Wird eine blühende Geranie jedoch mehrere Tage lang der niedrigsten Temperatur ausgesetzt, stellt sie die Blüte ein.

Fakt: Geranien fühlen sich in der Nähe von Heizkörpern und anderen Wärmequellen unwohl.

Man muss kein erfahrener Gärtner sein, um zu wissen: Alle Blumen lieben Licht. Pelargonien bilden da keine Ausnahme. Am besten stellt man das Blumenbeet auf eine Fensterbank, damit die Blumen gleichmäßig Licht bekommen. Lichtmangel beeinträchtigt jedoch schnell die Blütenqualität: Die Knospen bleiben klein und wirken blass. Bei extremem Lichtmangel kann die Pelargonie sogar ihre Blätter abwerfen.

Das reichliche Licht durchdringt die Blätter mit Saft und Farbe. Die Pflanze sieht gesund aus (und wächst gesund), blüht üppig und verströmt den für diese Blume typischen starken Duft.

Tipp: Viele Gärtner glauben, Pelargonien könnten bedenkenlos in der vollen Sonne stehen. Und tatsächlich ist das auch nicht der Fall. Wichtig ist nur, den Topf regelmäßig zu drehen, damit die Pflanze sich von allen Seiten gut entwickeln kann.

Der Topf sollte klein sein. Geranien benötigen nicht viel Erde. Je schneller die Wurzeln um den Wurzelballen wachsen, desto eher blüht die Pflanze, und je kleiner der Topf, desto üppiger die Blüten. In größeren Töpfen blüht die Pflanze möglicherweise gar nicht; das ist aber auch nicht nötig – sie ist schließlich schön, warum also unnötig blühen? Man kann sogar mehrere Stecklinge in einen Topf pflanzen.

Trimmen

Nach der Blüte wird die Pflanze zurückgeschnitten. Zuerst werden Stecklinge für die spätere Vermehrung geschnitten, und alle verblühten Teile werden entfernt. Die Zweige sollten rigoros zurückgeschnitten werden, sodass nur noch 5–7 cm lange Stümpfe stehen bleiben. Diese treiben bald dicht neue Triebe aus. Je kürzer der Rückschnitt, desto niedriger die Krone und desto besser die Verzweigung.

Bitte beachten Sie: Frisch geschnittene Pflanzen müssen mit einem Fungizid behandelt und mit Holzkohle bestreut werden, um einen Pilzbefall zu verhindern.

Um einen niedrigen, buschigen Strauch zu erhalten, ist der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt im Frühjahr nach dem Winter, solange sich die Pflanze noch in der Ruhephase befindet. In dieser Zeit treiben kräftigere und gesündere Triebe aus. Beim Frühjahrsschnitt werden schwache Zweige entfernt und zu lange Triebe gekürzt. Vermeiden Sie es, wahllos alles abzuschneiden: An den zu beschneidenden Zweigen sollten einige Knospen verbleiben.

Tipp: Kneifen Sie den Stängel ab, sobald das sechste Blatt erscheint, und Sie erhalten einen üppigen, kompakten Busch.

Schädlings- und Krankheitsbekämpfung

Bei richtiger Pflege können Geranien lange und gesund leben. Manchmal können jedoch Blätter und Wurzeln befallen werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist, wenn Probleme auftreten und die Geranie kurz vor dem Absterben steht.

Wie die meisten Pflanzen sind auch Pelargonien anfällig für Krankheiten, wenn sie ständig im Schatten stehen oder Staunässe herrscht. Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen setzen ihnen zu, und die Blumen werden von Pilzen befallen. Zu den häufigsten Krankheiten der Pelargonien zählen Grauschimmel, Blattrost, Mehltau und Nematodenbefall.

Grauschimmel befällt Pflanzen am häufigsten im Winter, wenn es am einfachsten ist, sie zu übergießen und sie auf der Fensterbank abkühlen zu lassen. Um dieser heimtückischen Krankheit vorzubeugen, sollte man die Pflanze sparsam gießen und gut lüften, da Sauerstoffmangel zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln und der gesamten Pflanze führt.

Auf den Blütenblättern bilden sich oft kleine gelbe Flecken. Solche Schäden an der Blattspreite deuten auf eine weitere heimtückische Krankheit hin – den Blattrost. Dieser entsteht durch unsachgemäße Pflanzenpflege.

Um zu verhindern, dass Pilzkrankheiten zu einem ständigen Begleiter der Blume werden, wird die Pflanze regelmäßig mit Fungiziden (z. B. Topaz, Topsin, Skor) behandelt und die grundlegenden Regeln für die Pflege der empfindlichen Blume werden befolgt.

Geranien werden häufig von verschiedenen kleinen Insekten befallen, die das Aussehen der Pflanze beeinträchtigen und ihr nach und nach die Vitalität rauben, sodass sie abstirbt. Die wichtigsten Schädlinge der Pelargonien sind:

  • Weiße Fliege – ernährt sich von Pflanzensäften und hält sich am unteren Ende des Stängels auf;
  • Blattläuse – befallen Blätter und vermehren sich schnell;
  • Thripse, Milben, Wollläuse – treten an allen Teilen der Pflanze auf.

Es ist wichtig, Ihre Sträucher regelmäßig auf Schädlinge zu untersuchen. Sollten welche auftreten, kann die Behandlung der Pflanze mit einem Insektizid Abhilfe schaffen.

Fütterungsregeln

Pelargonien benötigen nur im Frühling und Sommer während der Blütezeit Dünger. Im Winter, wenn die Pflanze ruht, ist keine zusätzliche Düngung erforderlich. Düngen Sie zweimal im Monat, jeweils zusammen mit dem Gießen.

Tipp: Düngen Sie die Pflanze nicht, wenn sie in der prallen Sonne steht. Sorgen Sie zuerst für Schatten und Wasser. Erst dann sollten Sie mit dem Düngen beginnen.

Für ein vollständiges Leben benötigt die Pelargonie vier grundlegende Elemente:

  • Stickstoff;
  • Kalium;
  • Phosphor;
  • Jod.

Alle diese Elemente können als Einzelkomponenten hinzugefügt werden, aber es ist am besten, Cocktails aus mehreren Mikroelementen gleichzeitig zu kreieren.

Für die Entwicklung einer üppigen, grünen Krone – bestehend aus Stängeln, Blättern und Wurzeln – benötigt der Strauch zunächst Stickstoff. Dieser wird in den ersten Frühlingsmonaten dem Boden zugeführt. Fehlt der Pflanze Stickstoff, wächst sie sehr langsam, und das Laub wird glanzlos.

Stickstoff kommt in organischen Verbindungen vor, die Pelargonien nur mit äußerster Vorsicht gedüngt werden sollten, da sie der Pflanze schaden können. Um die Blüte anzuregen, gießt man Geranien mit einer Lösung aus Vogelkot und Kuhmist (nur alter Mist verwenden).

Tipp: Sollten Sie zwischen Hühnermist und Kuhdung wählen müssen, ist letzterer die bessere Wahl – seine Zusammensetzung ist weniger aggressiv.

Sobald sich die Knospen öffnen, kommt ein weiteres Element ins Spiel: Kalium. Es ist nun der Hauptnährstoff der Pelargonie, genauer gesagt, der Schöpfer ihrer Blüten. Phosphor hingegen stärkt Blätter und Stängel.

Die Blüte verbraucht enorm viel Energie. Um diese Energie wieder aufzufüllen, benötigt die Pflanze Multivitamine, die verschiedene Mineralstoffe wie Eisen, Schwefel, Mangan, Bor, Magnesium, Kupfer, Zink und Kalzium enthalten. Versorgt man die Geranie mit allem, was sie braucht, funktionieren alle ihre Systeme mehrere Monate lang einwandfrei und erfreuen ihren Besitzer mit immer neuen Blüten.

Wichtig! Jod ist eines der wichtigsten Elemente für eine üppige Blüte von Pelargonien.

Gärtner geben oft eine Lösung aus Jod und Wasserstoffperoxid in den Boden, um die Blütenbildung anzuregen. Dieser Dünger ist sehr einfach herzustellen, und die Wirkung ist bereits nach zwei bis drei Anwendungen sichtbar.

Technik zur Ausbringung von Joddünger:

  1. Der Boden ist gut durchfeuchtet.
  2. Stellen Sie eine Lösung aus 1 Tropfen Jod, 1 Liter Wasser und 1 Milliliter Wasserstoffperoxid her.
  3. Bewässern Sie die Erde entlang der Topfwände mit der Nährlösung und achten Sie darauf, dass keine Flüssigkeit auf die Blätter oder den Stamm gelangt.
  4. Düngemittelverbrauch: 50 Gramm auf einmal.
  5. Nach 3-4 Wochen kann der Eingriff wiederholt werden.
  6. Das Verfahren sollte vor Beginn der üppigen Blüte durchgeführt werden.
  7. Von der häufigen Anwendung dieses Düngemittels wird abgeraten, da das Konzentrat die Wurzeln der Blume verbrennen kann.

Übrigens können Sie für eine besonders kräftige Farbe dem Dünger B-Vitamine hinzufügen – B1, B6, B12, die Sie in der Apotheke kaufen können.

Natürliche Ernährung

Für Geranien findet sich immer eine geeignete Düngelösung im Haushalt. Milch ist beispielsweise ein gutes Beispiel. Sie enthält Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium, Aminosäuren und Fettsäuren. Im Grunde genommen liefert sie alles, was unsere Pflanze zum Wachsen und Blühen benötigt.

Pelargonien reagieren sehr gut auf Milchdünger. Bereiten Sie eine Lösung aus 1 Liter Wasser und 100 Millilitern Milch zu. Gießen Sie die Erde unter der Pflanze abwechselnd mit der vorbereiteten Mischung und wässern Sie sie regelmäßig.

Und natürlich gibt es den bekannten Hefedünger, der von vielen Pflanzen, darunter auch Pelargonien, gut angenommen wird. Typischerweise verwendet man eine Lösung aus Wasser (1 Liter) und Hefe (100 Gramm) bei der Vermehrung durch Stecklinge (zur Bewurzelung abgeschnittener Zweige) oder als Wurzelbehandlung, der etwas Zucker zugesetzt wird.

Was kann sonst noch als Dünger für Geranien verwendet werden?

  • Zucker. Um eine üppige Blüte zu fördern, kann eine Zuckerlösung als Wurzeldüngung angewendet werden. Zur Steigerung der Wirksamkeit können EM-Produkte (wie z. B. „Baikal EM-1“) hinzugefügt werden.
  • Asche. Sie enthält eine große Menge Kalium, das für die Blütenbildung von Pflanzen unerlässlich ist.
  • Eierschalen. Sie sind eine ausgezeichnete Kalziumquelle und werden oft zur Drainage oder zur Zubereitung von Aufgüssen verwendet.

Es gibt viele Möglichkeiten, Pflanzen zu düngen. Sie können herkömmlichen Dünger verwenden, im Handel erhältliche Produkte nutzen oder auf Hausmittel zurückgreifen und Ihre Blumen selbst herstellen. Wichtig ist jedoch, die richtige Dosierung zu beachten. Es ist entscheidend zu wissen, wann man die Pflanzen düngen und wann man sie in Ruhe lassen sollte.

Tipps für Gärtner:

  • Flüssigdünger sollte immer zusammen mit dem Gießen gegeben werden;
  • Nach dem Ausbringen von Dünger muss der Boden aufgelockert werden;
  • Geranien sollten vor und unmittelbar nach dem Umpflanzen nicht gedüngt werden;
  • Kranke Pelargonien lassen sich nicht mit Düngemitteln retten.

Empfehlungen für den Anbau von Pelargonien:

  • Junge Pflanzen haben mehr Blütenstängel, aber wenn man alte Pflanzen retten möchte, müssen sie im Herbst in kleinere Töpfe mit leichter Erde umgepflanzt und stark zurückgeschnitten werden.
  • Bevor sich die Knospen bilden, sollten Sie die Spitze der Pflanze einknipsen, um eine intensivere Farbe zu erzielen.
  • Geranien lieben Kaliumdünger, aber die Blume verträgt organische Substanzen nicht gut.
  • Wählen Sie kleine Töpfe für Ihren Blumenstrauch. Ist der Topf viel größer als die Pflanze, verdichtet sich die überschüssige Erde schnell und es sammelt sich Wasser an der Oberfläche. Dadurch erhöht sich das Risiko von Wurzelfäule. Wichtig ist, dass die Wurzeln die Erde im Topf vollständig durchdringen. Je schneller dies geschieht, desto eher blüht die Pflanze.
Fakt: Man kann sogar mehrere Stecklinge in einen Topf pflanzen.
  • Die Pflanzen gedeihen sowohl in alkalischen als auch in sauren Böden gut, am besten jedoch bei einem pH-Wert von 7.
  • Eine kontinuierliche Blüte kann durch Abbrechen verblühter Blütenstängel erreicht werden.
  • Pelargonien gedeihen bei jeder Temperatur und blühen selbst im heißen Sommer prächtig in der Sonne, bevorzugen aber kühlere Temperaturen. Im Herbst fühlen sie sich bei 10–12 Grad Celsius am wohlsten.
Kommentare zum Artikel: 2
  1. Vielen Dank an den Autor für die ausführliche Beschreibung. Ein sehr hilfreicher Artikel.

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  2. Wicke

    Toller Artikel!!!

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