Kirschbäume zählen zu den attraktivsten Obstbäumen. Neben ihrer Schönheit liefern sie auch eine reiche Ernte, benötigen aber besondere Pflege. Der richtige Zeitpunkt und die richtige Pflanztechnik sind entscheidend. Informieren Sie sich über den optimalen Zeitpunkt und Standort für die Nachpflanzung von Kirschen im Herbst.
Der für eine Transplantation geeignete Zeitraum
Die Anpassung von Bäumen an den Boden erfolgt deutlich schneller, wenn die richtigen Wachstumsbedingungen strikt eingehalten werden. Professionelle Gärtner empfehlen hierfür bestimmte Regeln. Der optimale Zeitpunkt zum Umpflanzen von Sträuchern, Setzlingen und Stauden ist der Herbst.
Kirschen lassen sich frisch genießen, eignen sich aber auch hervorragend für die Zubereitung von köstlicher Marmelade oder Gelee für den Winter, für Kompott und als Zutat in Kuchen und Torten. Wareniki (gefüllte Teigtaschen) mit Kirschen sind ein beliebtes Gericht in vielen Haushalten. Kirschen im eigenen Garten anzubauen ist recht einfach. Manchmal muss man einen Kirschbaum jedoch umpflanzen. Was ist in diesem Fall zu tun? Wie kann man den Baum erhalten und sicherstellen, dass er auch in Zukunft Früchte trägt? Die folgenden Empfehlungen helfen Ihnen dabei, einen Kirschbaum richtig umzupflanzen, ohne ihn zu riskieren.
Bewässerung, Düngung, Rückschnitt, Pflege und andere wichtige Arbeiten müssen rechtzeitig und unverzüglich durchgeführt werden. Andernfalls lassen sich negative Folgen nicht vermeiden.
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Wie wählt man einen neuen Standort aus?
Wenn Sie planen, Ihren Kirschbaum im Herbst umzupflanzen, sollten Sie sich gut überlegen, ob sich das lohnt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Baum, insbesondere ein älterer als fünf Jahre, an seinem neuen Standort keine Früchte mehr trägt.
Es gibt jedoch Situationen, in denen das Umpflanzen eines Baumes notwendig ist. Dies ist in der Regel der Fall, weil der ursprüngliche Standort dafür ungeeignet ist:
- neben der Hauswand;
- Es gibt zu viele andere Bäume oder Sträucher in der Nachbarschaft;
- Das Gebiet muss geräumt werden.
[sc name=»info-dashed» text=»Beim Umpflanzen ist es wichtig, alle Regeln zu befolgen. Der beste Zeitpunkt dafür ist das frühe Frühjahr oder der Herbst. Es sei nochmals betont, dass Kirschbäume nur dann umgepflanzt werden sollten, wenn es unbedingt notwendig ist. Professionelle Gärtner raten davon ab, das Wurzelsystem einer ausgewachsenen Pflanze unnötig zu stören.»]
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Alter des Baumes. Je jünger der Kirschbaum, desto leichter gelingt die Anpassung. Beim frühen Umpflanzen sollten alle langen Äste zurückgeschnitten werden. So verschwendet das Wurzelsystem keine Nährstoffe für deren Versorgung, sondern kann sich stattdessen auf natürliche Weise entwickeln.
Die einzige Kirschbaumart, die unbedingt neu gepflanzt werden muss, ist ein Ausläufer. Diese Ausläufer stören oft die Fruchtbildung des Mutterbaums, indem sie dessen Wurzeln alle Nährstoffe entziehen. Da ein Ausläufer keine eigenen Wurzeln besitzt, lässt er sich relativ leicht ausgraben. So kann der ausgewachsene Strauch erhalten und ein neuer, fruchttragender Baum gezogen werden.
Bei der Wahl eines neuen Standorts für einen Kirschbaum sind einige Regeln zu beachten:
- Der Bereich sollte ausreichend beleuchtet sein, da diese Art Sonnenlicht liebt.
- Am besten wählt man einen Platz auf einem Hügel mit fruchtbarem Boden mit neutralem pH-Wert.
- Von einer Verpflanzung in sumpfigen Boden wird abgeraten, da dies zu Wurzelfäule führen und die Pflanze absterben lassen kann.
- Es wird empfohlen, Kirschbäume im Herbst nur zu vorher vereinbarten Terminen an einen neuen Standort zu verpflanzen.
- Die beste Zeit zum Umpflanzen, insbesondere von Kirschbäumen mit Unterlagen, ist September bis Anfang Oktober. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Blätter bereits abgefallen, aber die Lufttemperatur ist optimal für die notwendige Anpassung der Sträucher.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Herbstpflanzung deutlich effektiver ist als die Frühjahrspflanzung. Die Pflanze beginnt wesentlich früher Früchte zu tragen und produziert mehr Früchte.
Wie führt man eine Transplantation richtig durch?
Jede Art von Gartenarbeit hat ihre eigenen Anweisungen und Regeln. Besonders wichtig ist es, sich damit vertraut zu machen, wenn man zum ersten Mal einen Kirschbaum umpflanzt. Werden diese Anweisungen nicht befolgt, kann dies die Pflanze schädigen und das gewünschte Ergebnis verhindern. Damit der neue Baum gut anwächst, ist es wichtig, folgende Richtlinien zu beachten:
- Die Tiefe und der Durchmesser des Pflanzlochs werden anhand der Größe des Wurzelsystems der ausgewählten Pflanze berücksichtigt.
- Der ausgewählte Standort sollte gut mit Holzasche, Kompost, Phosphor- und Kaliumverbindungen gedüngt werden.
- Das Wurzelsystem des Kirschbaums ist fast so breit wie seine Krone. Dies sollte beim Ausgraben des Baumes berücksichtigt werden.
- Das Wurzelsystem des Strauchs sollte mit einem Tuch oder Zellophan geschützt werden, um Beschädigungen zu vermeiden.
- Wenn die Sämlinge trockene Wurzeln haben, müssen sie vor dem Einpflanzen an einem neuen Standort mehrere Stunden in Wasser getaucht werden.
- Setzen Sie den Kirschbaum mittig in das Pflanzloch und füllen Sie es anschließend mit Erde auf. Jede neue Schicht sollte gut angedrückt werden. Verwenden Sie unbedingt nur fruchtbare Erde.
- Ein an einem neuen Standort gepflanzter Baum kann vor dem Umfallen geschützt werden, indem man einen Pfahl in der Nähe einschlägt und die Pflanze daran festbindet.
- Nach dem Umpflanzen benötigt der Kirschbaum reichlich Wasser.
- Das Mulchen mit Laub verhindert das Austrocknen des Bodens. Dadurch wird nicht nur die Feuchtigkeit gespeichert, sondern auch das Wurzelsystem vor dem kommenden Winterfrost geschützt.
[sc name=»info-attention» text=»Für eine reiche und qualitativ hochwertige Ernte empfiehlt es sich, 4-5 Bäume in einem Bereich mit einem Abstand von 2,5 Metern zu pflanzen. Dieser Abstand gewährleistet, dass das Wurzelsystem jeder Pflanze ausreichend Wasser und Dünger erhält. Diese Pflanzung verbessert nicht nur Geschmack und Größe der Beeren, sondern erleichtert auch die Bestäubung.»]
Wichtige Merkmale
Gärtner und Hobbygärtner sollten beachten, dass die Verpflanzung von Kirschbäumen aus Wurzelstöcken oder sehr jungen, 3–5 Jahre alten Sträuchern am effektivsten ist. Sie passen sich viel schneller an als ausgewachsene Pflanzen, und man kann daher früher mit Früchten rechnen.
Das Umpflanzen ist im Sommer und Winter strengstens verboten. Vermeiden Sie es außerdem, die Pflanze während der Blütezeit zu stören. In heißen Perioden trocknet das Wurzelsystem des Kirschbaums beim Umpflanzen wahrscheinlich aus, und im Winter erfriert der Baum.
Die einzige Kirschsorte, die nicht neu gepflanzt werden sollte, ist die Filzkirsche. Dies liegt an ihrer Eigenschaft, die kürzeste Fruchtperiode zu haben. Filzkirschen haben nicht genügend Zeit, sich an einem neuen Standort zu etablieren, anzupassen und eine weitere Ernte zu produzieren. Daher ist von einer Neupflanzung dieser Sorte dringend abzuraten. Die fachgerechte Neupflanzung von Kirschen im Herbst sollte unbedingt gemäß den Empfehlungen erfolgen.
Wie Sie sehen, ist das Umpflanzen eines Kirschbaums weder zeitaufwendig noch mühsam und daher schnell und kostengünstig. Dennoch erfordert auch diese Aufgabe sorgfältige Überlegung. Es ist wichtig, die oben genannten Richtlinien zu beachten. Entscheidend sind die Wahl eines geeigneten Standorts, die Bodenqualität, das Alter des Baumes und der richtige Zeitpunkt für das Umpflanzen. Beim Umpflanzen eines ausgewachsenen Baumes ist es außerdem wichtig, die Unversehrtheit des Wurzelsystems zu gewährleisten. Wenn Sie all diese Faktoren berücksichtigen, wird der neue Baum schnell anwachsen und weiterhin Früchte tragen.
Tipps für Gärtner
Das richtige Umpflanzen von Kirschbäumen im Herbst kann hohe Erträge garantieren. Dies ist ein entscheidender Faktor, dem viele Experten große Bedeutung beimessen. Doch wie lassen sich gute Ergebnisse erzielen?
- Zuallererst geht es ums Düngen. Jede Pflanze braucht die richtige Pflege und mineralische Düngemittel. Natürlich reicht es, Kompost auszugraben und einzuarbeiten, aber man kann auch fertigen Dünger verwenden.
- Vergessen Sie nicht das Mulchen. Hobbygärtner übersehen diesen Aspekt oft, da sie ihn für unnötig halten. Mulch schützt den Boden nicht nur vor Frost, sondern dient durch das Wachstum von Mikroorganismen auch als guter Dünger. Beachten Sie diesen Rat.
- Vor dem Winter sollte der Baum großzügig gegossen werden. Pro Baum werden etwa 50–70 Liter Wasser benötigt. Dies ist entscheidend, um eine Nährstoffversorgung für den Kirschbaum zu gewährleisten.

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