
Johannisbeeren sind eine einzigartige, vitaminreiche Pflanze. Sie sind pflegeleicht, und neben Gießen und Schneiden ist auch die richtige Düngung wichtig. Eine optimale Nährstoffversorgung steigert die Erntemenge und verbessert die Qualität. Im August bilden Johannisbeeren die Knospen für das kommende Jahr.
Warum ist Düngen im August notwendig?
Im Laufe eines Jahres investierte die Pflanze viel Energie in die Entwicklung der Beeren. Sie entzog dem Boden alle Nährstoffe und wertvollen Substanzen. Dadurch wurde der Boden um die Pflanze herum ausgelaugt und musste zusätzlich gedüngt werden.
Nach der Ernte muss der Boden gedüngt werden, um ihn auf den Winter vorzubereiten. Das ganze Jahr über entzieht der Strauch dem Boden Nährstoffe für die Bildung von Laub, Blüten und Früchten. Ein Teil dieser Nährstoffe geht durch Wurzelfäule verloren. Dies reicht jedoch nicht aus, um einen hohen Johannisbeerertrag zu gewährleisten.
Die Düngung eines Johannisbeerstrauchs im August erfolgt, wenn:
- Die Pflanze wächst seit über drei Jahren, und bis jetzt wurde dem Boden nichts hinzugefügt. In dieser Zeit hat der Strauch alle Nährstoffe aus dem Boden aufgenommen, und der Boden ist ausgelaugt.
- Starker Fruchtansatz, was bedeutet, dass viel Aufwand in die Bildung der Beeren investiert wurde.
Die reifen Beeren werden von Ende Juli bis Anfang August geerntet. Die Düngung nach der Fruchtreife wird jedoch als Herbstdüngung bezeichnet, da Gärtner sie Ende August oder Anfang September durchführen.
Wie man Johannisbeeren im August düngt
Um sicherzustellen, dass Johannisbeeren ausreichend Nährstoffe erhalten, müssen sie auf zwei Arten gefüttert werden:
- Mineralstoffpräparate;
- organische Substanzen.
Nur eine Kombination zweier Düngemittelarten lässt den Strauch optimal gedeihen. Für Hobbygärtner, die es unkompliziert mögen, gibt es Komplettdünger zur Strauchdüngung im August. Diese enthalten bereits Phosphor, Kalium und etwas Stickstoff.
Anwendung von Mineraldüngern
Superphosphate, Kaliumsalze oder Kaliumsulfat werden im August als Mineralmischungen zur Düngung von Johannisbeersträuchern verwendet.
Mineralischer Stickstoff sollte im August und September nicht verwendet werden, da er schnell in das Pflanzengewebe eindringt und dessen Wachstum anregt.
Superphosphat wird in flüssiger Form angewendet. Dazu löst man 10 Gramm Harnstoff oder Salpeter in einem Eimer Wasser auf. Anschließend gibt man 20 Gramm Kaliumsalz oder Kaliumsulfat und 40 Gramm Superphosphat hinzu. Für Sträucher über 3 Jahre benötigt man 5 Liter Flüssigkeit. Für junge Sträucher reichen 2 Liter.
Phosphorhaltige Düngemittel wie Rohphosphat oder Hornspäne können verwendet werden. Da diese Substanzen jedoch lange zum Abbau benötigen, müssen sie alle vier Jahre ausgebracht werden. Phosphor reduziert den Säuregehalt des Bodens und macht ihn neutral.
Anwendung von organischem Material
Organische Düngemittel dienen der Verbesserung der biologischen Eigenschaften des Bodens. In dieser Zeit sind Phosphor- und Kaliumdünger besonders geeignet. Zwei Wochen nach der Beerenernte können organische Düngemittel ausgebracht werden. Dazu gehören beispielsweise:
- Ascheaufguss;
- Humus;
- Kompost;
- Gründüngung.
Dünger, der Asche enthält, versorgt die Pflanze mit Kalzium, Bor, Zink, Kupfer und Magnesium.
Bei der Verbrennung von Laubbäumen entsteht Asche, die mehr Kalium enthält, bei der Verbrennung von Nadelbäumen enthält die Asche mehr Phosphor.
Im Spätsommer und Frühherbst wird von der Verwendung von frischem Humus abgeraten. Bringen Sie bis zu 6 kg hochwertigen Humus oder Kompost unter jedem Baum aus. Auch Hühnermist kann verwendet werden. Im trockenen Zustand genügt 1 kg pro Strauch; bei der Zubereitung einer Lösung verwenden Sie ein Mischungsverhältnis von 1:15.
Gründüngungspflanzen erfreuen sich im Hausgarten zunehmender Beliebtheit und sind bereits zwei Monate nach der Aussaat einsatzbereit. Erbsen, Weißer Senf, Phacelia oder Lupinen eignen sich als Gründüngungspflanzen. Sie werden um Sträucher herum gepflanzt.
Düngemittelanwendungsregeln
Mineralische Düngemittel werden zunächst in Wasser gelöst, dann wird ein Loch in den Boden gegraben, in das die Lösung gegossen und mit Erde bedeckt wird.
Organische Düngemittel werden sowohl trocken als auch als Lösung ausgebracht. Gründüngung wird auf vielfältige Weise eingesetzt:
- Die Pflanzen werden kreisförmig ausgesät. Nach zwei Monaten wird der Boden gemäht und umgegraben.
- Das gemähte Gras wird an anderer Stelle vergraben, sodass nur noch die Wurzeln für die Johannisbeeren übrig bleiben.
- Den Rasen nicht mähen. Im Winter verrottet er und dient als Dünger.
- Gründüngung wird als Mulch verwendet, indem man sie mit Laub, Stroh oder Sägemehl bedeckt.
Tipps für Gärtner
Es gibt auch volkstümliche Rezepte zum Füttern von Johannisbeeren. Beliebte Rezepte sind:
- Kartoffelschalen. Weichen Sie diese in Wasser ein und legen Sie sie dann in eine vorbereitete Furche in der Nähe der Büsche.
- Brotbrei. Für einen Eimer benötigen Sie etwa ein Drittel der Brotreste. Füllen Sie den Eimer mit Wasser und geben Sie 50 Gramm alte Marmelade oder normalen Zucker hinzu. Sobald die Mischung fermentiert ist, kann sie als Dünger verwendet und in eine vorbereitete Furche eingearbeitet werden.
- Hefe. Für je 10 Liter Wasser benötigen Sie 0,5 kg Back- oder Bierhefe. Um Maische herzustellen, geben Sie 50 Gramm Zucker zu der in einem Eimer aufgelösten Hefe. Sie benötigen 10 Liter pro Hefeansatz.
Abschluss
Junge Johannisbeersträucher benötigen nur wenig Dünger. Um jedoch bei über dreijährigen Sträuchern große Beeren zu gewährleisten, ist regelmäßiges Düngen wichtig. Dadurch erübrigt sich das Umtopfen. Bei richtiger Düngung trägt ein Johannisbeerstrauch 15 Jahre lang reiche Früchte.
Es gibt zwei Arten der Düngung: organische und mineralische Düngemittel. Gärtner empfehlen außerdem traditionelle Düngerezepte.
Die Düngung nach der Ernte stärkt die Widerstandsfähigkeit der Johannisbeeren gegen Frost und legt so den Grundstein für die Ernte im nächsten Jahr. Darüber hinaus kräftigt die Herbstdüngung das Wurzelsystem und fördert das Pflanzenwachstum.

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