Gärtner, die Rosen im Freien anbauen, wissen, dass die Pflege dieser Blume nicht einfach ist. Dünger spielt dabei eine wichtige Rolle; er variiert in seiner Zusammensetzung und wird zu bestimmten Zeitpunkten ausgebracht.
Bei richtiger Pflege blüht Ihre Rose das ganze Jahr über üppig. Dünger sollte sparsam und niemals überdüngt werden, da eine Überdüngung irreversible Folgen haben und zum Absterben des gesamten Beetes führen kann.
Düngemittelarten und Anwendungszeitpunkt
Beim Anlegen von Rosengärten werden häufig organische und mineralische Dünger mit Kalium, Mangan, Bor und Zink sowie stickstoffhaltige Zusätze wie Ammoniumnitrat und Nitrophoska verwendet. Rosen reagieren gut auf das Gießen mit frischem oder verrottetem Hühner- und Kuhmist. Auch Hausmittel wie Zwiebelaufgüsse und Hefe werden oft eingesetzt.
Rosen werden üblicherweise einmal im Frühjahr und zwei- bis dreimal im Sommer gedüngt. Im Herbst erfolgt eine zusätzliche Düngung nach Ermessen des Gärtners. Die Herbstdüngung hilft der Pflanze, den Winter besser zu überstehen und stärkt zudem ihre Widerstandsfähigkeit.
Bei der Verwendung von Zusatzstoffen gibt es eine ungeschriebene Regel. Stickstoffdünger werden nur im Frühjahr, also während der Austriebsphase der Rose, ausgebracht. Stickstoff fördert ein gesundes Triebwachstum, grüne Triebe und regt das Blattwachstum an. Im Sommer kommen phosphor- und kaliumhaltige Zusatzstoffe zum Einsatz. Sie fördern die Knospenbildung, die Farbintensität und stärken die allgemeine Abwehrkraft der Pflanze. Komplexdünger und Hausmittel werden im Sommer zwei- bis dreimal auf den Boden ausgebracht. Dieser Düngeplan reicht oft aus, um eine üppige und langanhaltende Blüte zu gewährleisten. Der Düngeplan für Rosen ist in Tabelle 1 dargestellt.
Tabelle 1. Düngeplan für Rosen
| Name des Düngemittels | Marsch | April | Mai | Juni | Juli | August | September |
| Stickstoffdünger | + | + | |||||
| Organische Zusatzstoffe | + | + | |||||
| Komplexdünger | + | + | + | + | |||
| Kalium-Phosphor-Dünger | + | + | + | + | |||
| Königskerze, Hühnermist | + | + | + | + | + | + |
Wie man Dünger ausbringt
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Dünger auszubringen:
Trockenanwendung
Ziehen Sie eine Furche um die Rose herum, sodass sie die Pflanze vollständig umschließt. Der Abstand zum Stamm sollte mindestens 5 Zentimeter betragen. Geben Sie eine dünne Schicht Dünger in die Furche und bedecken Sie diese anschließend mit Erde. Regen oder das nächste Gießen lösen den Dünger auf und versorgen die Rosenwurzeln mit Nährstoffen.
Besprühen mit Düngemitteln
Die Blattdüngung ermöglicht die Nährstoffaufnahme über Blätter und Stängel der Pflanze. Diese Methode ist unbedenklich, da das Wurzelsystem nicht direkt mit den unter Umständen aggressiven Chemikalien in Kontakt kommt.
Standardmethode
Dünger wird mit Wasser verdünnt und regelmäßig an die Pflanzenwurzeln gegeben. Diese einfache Methode versorgt die Wurzeln direkt mit wichtigen Mikronährstoffen. Aufgrund der hohen Nährstoffkonzentration birgt diese Methode jedoch mitunter Risiken. Dünger muss daher unbedingt im angegebenen Verhältnis mit Wasser verdünnt werden.
Mit Salpeter und Mineraldünger bestreuen
Im Frühjahr, sobald der Boden 10 Grad Celsius oder mehr erreicht hat, sollte mit dem Düngen begonnen werden. Die erste Düngung erfolgt mit Ammoniumnitrat. Dieses wird mit 20–30 Gramm Trockenpulver pro Quadratmeter Boden in den Boden eingearbeitet. Nitrat ist besonders vorteilhaft für ältere Rosen, die in den Vorjahren mehrfach geblüht haben.
Harnstoff (Carbamid) wird im Frühjahr ausgebracht, da er viel Stickstoff enthält. Phosphorhaltige Zusätze eignen sich gut in Kombination mit Harnstoff. Das Pulver kann einfach mit einer Menge von 20 Gramm pro Quadratmeter in den Boden eingearbeitet werden.
Zusätzlich zu Salpeter sollte Ende Mai, vor Beginn der Knospenbildung, ein weiterer Dünger mit Kalium und Phosphor ausgebracht werden. Mischen Sie 10–15 Gramm Superphosphat mit der gleichen Menge Kaliumsulfat oder einem anderen Kaliumsalz. Lösen Sie die Pulvermischung in 10 Litern Wasser auf und düngen Sie die Rose damit. Wiederholen Sie die Düngung im Juni.
Calciumnitrat in Kombination mit Superphosphat liefert Rosensträuchern einen kraftvollen Nährstoffschub. Geben Sie 10 Gramm Superphosphat in kochendes Wasser und lassen Sie es abkühlen. Lösen Sie die Mischung in 10 Litern Wasser auf und geben Sie 10 Gramm Calciumnitratpulver hinzu. Düngen Sie die Rosenblätter und -stängel mit dem Dünger.
Im Sommer, zur heißesten Zeit des Jahres, wenn sich die Rosenknospen bilden, können Sie einen Dünger auf Basis von Ofenasche verwenden. Seine reichhaltige organische Zusammensetzung fördert die Blüte und sorgt für ein langes Leben. Lösen Sie eine halbe Tasse Asche in einem Eimer mit kaltem Wasser auf und gießen Sie die Rose damit an den Wurzeln. Die Asche eignet sich auch zur Blattdüngung: Lösen Sie eine Tasse Asche in einem Eimer Wasser auf und besprühen Sie die Rose damit.
Verwendung komplexer Zusatzstoffe
Ausgewogene Düngemittel sind in letzter Zeit immer häufiger anzutreffen. Sie sind sehr praktisch in der Anwendung, da kein Abwiegen oder genaues Abmessen der Nährstoffe erforderlich ist. Fast alle Zusatzstoffe sind in flüssiger Form erhältlich und lösen sich leicht in Wasser auf, wodurch eine gleichmäßige Nährstoffzusammensetzung entsteht.
Das Präparat muss genau nach Anleitung verdünnt werden, die sich üblicherweise auf der Rückseite der Flasche oder des Behälters befindet. Zu den beliebtesten Rosendüngern zählen Agricola, Bud Plus, Zircon, Pokon und Leika. Diese Dünger enthalten bereits wichtige und nützliche Elemente wie Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalium, Kalzium, Stickstoff und Bor. Bei der Verwendung von Mehrnährstoffdüngern sollten Sie auf die zusätzliche Gabe anderer Düngemittel verzichten, um eine Übersättigung des Bodens zu vermeiden.
Verwendung von organischen Düngemitteln
Dünger mit Königskerze und Hühnermist kann unabhängig von der Jahreszeit jährlich ausgebracht werden. Rosen reagieren gut auf organische Dünger und gedeihen prächtig mit üppiger Blüte. Wichtig ist gut verrottete Königskerze. Der Mist wird als Mulch neben die Rosenstängel gegeben und anschließend in die oberste Bodenschicht eingearbeitet. Er kann im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt und dann gegossen werden. Lassen Sie den Mist 1–2 Wochen einwirken, bevor Sie gießen.
Hühnermist sollte vorsichtiger verwendet werden als Königskerzenmist, da er die Wurzeln schädigen kann. Frischer Mist sollte im Verhältnis 1:20 mit Wasser verdünnt werden. Gut verrotteter Mist kann doppelt so stark verdünnt werden: ein Teil Mist auf zehn Teile Wasser. Düngen Sie morgens bis mittags.
Anwendung von Volksheilmitteln
Neben chemisch wirksamen Zusätzen erfreuen sich traditionelle Heilmittel weiterhin großer Beliebtheit. Sie werden seit Jahrzehnten angewendet. Gärtner gießen ihre Rosenbeete oft vor der Blüte mit Kräuteraufgüssen. Frisch geschnittenes Gras und Grünzeug werden bis zur Hälfte in ein Fass gegeben und mit Wasser aufgefüllt. Anschließend werden 20–30 Gramm zerstoßene Eierschalen hinzugefügt und die Mischung zwei Wochen lang ziehen gelassen. Die Rosen werden einmal wöchentlich morgens mit dem abgeseihten Aufguss gegossen.
Manche Gärtner, die seit Jahrzehnten erfolgreich Rosen anbauen, sind überzeugt, dass Hefe das Wachstum der Blumen besonders fördert. Lösen Sie 1 Gramm Trockenhefe in einem Liter Wasser auf und geben Sie einen Teelöffel Zucker hinzu. Stellen Sie die Mischung an einen warmen Ort und lassen Sie sie eine Stunde lang quellen. Gießen Sie die Flüssigkeit dann vormittags, aber nicht morgens, unter die Wurzeln der Rosen. Verwenden Sie Hefedünger maximal zweimal pro Saison, da er dem Boden mit der Zeit die Mineralien entzieht.
Überraschenderweise ist Wodka wirksam für Blumen, da er ihnen hilft, Frost zu überstehen und ihr Immunsystem stärkt. Neben dem Frostschutz wirkt Wodka antibakteriell und beugt Pilzkrankheiten an Pflanzen vor. Für die Zubereitung benötigen Sie ein Glas Wodka. Lösen Sie diesen in 10 Litern Wasser auf und gießen Sie die Pflanze damit. Wodka verlängert zudem die Blütezeit der Knospen um einige Tage.
Düngen sorgt für einen prächtigen Garten, sollte aber sparsam eingesetzt werden. Ist Ihr Gartenboden nährstoffreich, ist Dünger überflüssig oder deutlich weniger notwendig. Im ersten Lebensjahr einer Rose ist es ratsam, auf Düngung zu verzichten oder nur Sommerdünger zu verwenden, der die Blüte anregt. Ausgewachsene Rosen sollten jährlich gedüngt werden, jedoch nicht öfter als drei- bis viermal pro Saison. Mit diesen einfachen Tipps gedeihen Ihre Rosen prächtig und werden alle Blicke auf sich ziehen.

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Lyubos
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