Wie gießt man Veilchen richtig und wie oft?

Veilchen

Für eine schöne, lang anhaltende Blüte von Zimmerpflanzen Veilchen brauchen gute PflegeGeeignete Licht- und Temperaturverhältnisse sind wichtig. Am wichtigsten ist jedoch die richtige Bewässerung. Trockene Erde im Topf oder zu häufiges, übermäßiges Gießen können Krankheiten verursachen und die Blüte verhindern. Häufigkeit und Art des Gießens richten sich nach der Jahreszeit und der Wachstumsphase der Pflanze.

Anzeichen dafür, dass Gießen nötig ist

Zimmer-Saintpaulien leiden unter Wassermangel. Ihre Knospen fallen schnell ab. Geöffnete Blüten vergilben, vertrocknen und rollen sich ein. Auch die Blätter verlieren allmählich ihre Spannkraft, werden braun und sterben ab. Der Wasserbedarf hängt vom allgemeinen Zustand der Pflanze ab. Die übliche Empfehlung, Zimmerpflanzen einmal pro Woche zu gießen, ist für Veilchen möglicherweise nicht ausreichend.

Veilchen gießen

Saintpaulien vertragen Staunässe deutlich schlechter als trockene Erde. Oft trocknet die Erde an der Oberfläche aus, bleibt aber unten feucht. Um festzustellen, ob die Pflanze gießen muss, stechen Sie vorsichtig mit einem Holzstäbchen bis zum Boden in die Erde, ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen. Ist die Erde feucht, können Sie mit dem Gießen warten.

Zur Bestimmung der Bewässerungshäufigkeit werden folgende Kriterien herangezogen:

  1. Je mehr Licht eine Pflanze erhält, desto höher ist ihr Wasserbedarf. Bei kurzen Tagen verlangsamen sich alle Prozesse und es wird weniger Wasser benötigt.
  2. Je höher die Lufttemperatur im Raum ist, desto häufiger sollte das Veilchen gegossen werden.
  3. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50 % liegen. Bei trockener Luft muss die Pflanze häufiger gegossen werden.
  4. Junge Veilchen benötigen häufiges Gießen. Mit zunehmendem Alter sollte die Gießhäufigkeit reduziert werden.
  5. Während der Blütezeit benötigen Veilchen mehr Feuchtigkeit.
  6. Die Größe und das Material des Topfes beeinflussen ebenfalls die Häufigkeit des Gießens. Plastiktöpfe speichern Feuchtigkeit länger. Tontöpfe lassen durch die mikroskopisch kleinen Poren in den Wänden zusätzliche Verdunstung zu. Erde in einem kleinen Topf verliert schnell Feuchtigkeit und muss häufiger gegossen werden.
  7. Ist die Erde im Topf dicht, wird die Feuchtigkeit länger gespeichert als in lockerer Erde.
  8. Bei einem gut entwickelten Wurzelsystem, das das Volumen des Behälters vollständig ausfüllt, erfolgt die Verdunstung schneller.

Veilchen gießen

Bewässerungsmethoden

Für Saintpaulias verwendet man weiches, leicht erwärmtes Wasser. Dieses sollte einige Tage stehen gelassen und anschließend abgekocht oder mit einem Haushaltsfilter gefiltert werden. Zum Befeuchten kann man geschmolzenen Schnee oder Regenwasser verwenden. Im Notfall kann man Leitungswasser verwenden, nachdem man dessen Härtegrad reduziert hat. Dazu gibt man pro Liter Wasser einen Teelöffel Zitronensaft oder Essig hinzu.

Anders als bei vielen anderen Zimmerpflanzen ist das Gießen von oben für Veilchen ungeeignet. Gelangt Feuchtigkeit an die Triebspitzen oder Blätter, beginnt die Pflanze zu faulen und stirbt ab. Aus demselben Grund ist das Besprühen der Blätter für Saintpaulien nicht geeignet. Es gibt jedoch verschiedene Bewässerungsmethoden, die für Zimmerveilchen geeignet sind.

Docht

Für diese Bewässerungsmethode benötigen Sie ein Seil oder Band aus Naturfaser. Stecken Sie ein Ende des improvisierten Dochtes in das Abflussloch am Topfboden. Das andere Ende tauchen Sie in einen Eimer mit Wasser. Stellen Sie den Saintpaulia-Topf über den Wasserspiegel. Der Topfboden sollte das Wasser nicht berühren. Das Wasser steigt nun allmählich im Docht auf und durchfeuchtet die Erde im Topf.

Wichtig!
Diese Bewässerungsmethode kann auch bei schwankenden Temperaturen oder Luftfeuchtigkeiten angewendet werden. Die Pflanze nimmt je nach äußeren Bedingungen die benötigte Feuchtigkeitsmenge auf.

Zu den Nachteilen der Dochtbewässerung gehören:

  • Kann nicht für alle Sorten verwendet werden;
  • Kann im Winter nicht verwendet werden, da die Flüssigkeit schnell abkühlt;
  • Für ausgewachsene Pflanzen in großen Töpfen ist es aufgrund des starken Wurzelwachstums und der schnellen Verdunstung von Feuchtigkeit nicht geeignet.

Durch Eintauchen

Um die Saintpaulia auf diese Weise zu gießen, stellen Sie den Topf in ein breites Gefäß mit warmem Wasser. Achten Sie darauf, dass das Wasser etwa zu einem Viertel im Gefäß steht. Nach wenigen Minuten ist das Substrat im Topf vollständig durchfeuchtet.

Anschließend wird die Blume entfernt und auf ein Drahtgitter gelegt, damit überschüssige Feuchtigkeit abtropfen kann. Diese Methode ist vorteilhaft, da das Substrat keine überschüssige Flüssigkeit aufnimmt.

Bei dieser Bewässerungsmethode sollten nicht mehrere Töpfe in dieselbe Schale gestellt werden. Sollte eine der Pflanzen krank sein, breitet sich die Infektion über das Wasser auf die anderen Blumen aus.

Im Tablett

Es ist praktischer, Pflanzen in einem Untersetzer zu gießen. Dazu gießt man warmes Wasser aus einer Gießkanne in den Untersetzer, in dem die Pflanze steht. Die Flüssigkeit sickert durch das Abflussloch und durchfeuchtet nach und nach die Erde. So reguliert die Pflanze selbst den benötigten Feuchtigkeitsgehalt. Nach einer halben Stunde gießt man das restliche Wasser aus dem Untersetzer.

Mit einer dünnen Gießkanne

In diesem Fall wird das Veilchen von oben gegossen. Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit auf die Blätter gelangt, verwenden Sie eine Gießkanne mit dünnem, langem Ausguss. Gießen Sie die Pflanze damit direkt an den Wurzeln und schützen Sie so das Laub vor Staunässe. Alternativ können Sie auch eine Spritze verwenden. Gießen Sie so lange, bis Wasser unten aus dem Untersetzer austritt. Nach 20 Minuten gießen Sie das restliche Wasser ab.

Merkmale der Bewässerung

Im Sommer werden Veilchen morgens gegossen. Dann ist die Sonneneinstrahlung schwächer, und das Wasser verdunstet langsam. In der kalten Jahreszeit gießt man tagsüber, am besten jeden Tag zur gleichen Zeit. Im Sommer, wenn es im Zimmer zu warm und die Luftfeuchtigkeit niedrig ist, gießt man täglich. Im Winter, je nach Bodenbeschaffenheit, gießt man ein- bis dreimal pro Woche.

Notiz!
Wenn die Blume unter künstlichem Licht wächst, spielt der Zeitpunkt des Gießens keine Rolle.

Wird die Pflanze umgetopft, wird die Erde gründlich durchfeuchtet. Die dabei zugeführte Wassermenge reicht für lange Zeit. Daher sollte man nach dem Umtopfen die Erde gründlich durchfeuchten. Transplantationen Veilchen sollten nach 7–10 Tagen zum ersten Mal gegossen werden. Danach gießen Sie sie nur noch, wenn die Erde im Topf trocken ist. Verwenden Sie die Dochtbewässerung nicht direkt nach dem Umtopfen. Die Pflanze benötigt 3–4 Wochen, um sich im neuen Topf zu etablieren.

Wenn sich Saintpaulien auf die Blüte vorbereiten, ändert sich ihr Gießverhalten. Die Pflanze benötigt viel Wasser. Daher muss häufiger gegossen werden, um eine lange und üppige Blüte zu fördern. Der Wasserbedarf lässt sich an der Farbe der Erde ablesen. Eine dunklere Farbe deutet auf ausreichend Wasser hin. Wird die Erde heller, sollte die Pflanze gegossen werden.

Neben Wasser benötigen Veilchen während der Blütezeit Flüssigdünger. Daher sollten sie zweimal monatlich mit einem mineralischen Komplexdünger für Veilchen gegossen werden. Manchmal wird zusätzlich eine schwache, rosafarbene Kaliumpermanganatlösung als Dünger und zur Vorbeugung von Krankheiten verwendet.

Richtiges Gießen ist für Zimmerveilchen unerlässlich. Fehler beim Gießen können zu Wachstumsstörungen, ausbleibender Blüte oder Krankheiten führen. Verwenden Sie zum Gießen von Zimmerveilchen ein Tauchbad oder eine Tropfschale mit weichem, warmem Wasser.

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