Die Vermehrung von Rosen durch Stecklinge im heimischen Garten stellt viele Hobbygärtner nach wie vor vor eine Herausforderung, da diese Blume bekanntermaßen recht anspruchsvoll ist. Mit ihrer bezaubernden Schönheit und ihrem Duft bleibt die Rose die Königin der Blumen und ist in nahezu jedem Blumenarrangement zu finden. Weltweit renommierte Wissenschaftler züchten Rosen und kreieren einzigartige Sorten.
Der Anbau dieser Zierpflanze ist nicht einfach, und die Rose selbst ist recht anspruchsvoll in der Pflege, doch die Zahl derer, die einen Rosengarten anlegen möchten, wächst stetig. Neben ihrem bezaubernden Aussehen wird die Blume auch für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt. Rosen finden Verwendung in der Volksmedizin, der Aromatherapie, der Kosmetik und sogar in der Küche. Und das kostbare Öl, das aus ihren Blütenblättern gewonnen wird, findet Verwendung in der Parfümindustrie.
Wie man Rosen zu Hause durch Stecklinge vermehrt
Die gängigste Methode zur Rosenvermehrung ist die Stecklingsvermehrung. Mit dieser Methode lassen sich bereits im zweiten Jahr Jungpflanzen gewinnen. Der Steckling sollte aus der Mitte eines bereits blühenden Triebs geschnitten werden und zwei bis drei ausgebildete Knospen aufweisen. Alle Arbeiten an den Stecklingen sollten morgens durchgeführt werden, wenn die Rosen noch gut durchfeuchtet sind. Nach dem Schneiden werden die Stecklinge in Wasser gestellt.
Diese Zierpflanze lässt sich am besten im Gewächshaus bewurzeln. Töpfe eignen sich ebenfalls. Bereiten Sie das Substrat vor: Verwenden Sie eine 20–25 cm dicke Humusschicht, darauf eine Schicht Rasensoden und abschließend eine Schicht Flusssand. Die Stecklinge werden schräg bis zu einem Drittel der Pflanztiefe eingesetzt und gut angegossen. Anschließend werden sie mit Frischhaltefolie abgedeckt. Die Pflanze sollte innerhalb eines Monats Wurzeln schlagen. Sobald sich 2–3 Blätter gebildet haben, empfiehlt sich eine Düngung mit Kalziumnitratlösung. Um Mehltau vorzubeugen, können Sie die Pflanze mit Fundazol besprühen.
So präparierte Stecklinge halten sich in feuchtem Sand bis zum Frühjahr gut. Vor dem Einpflanzen ins Freiland sollte das Wurzelsystem zur Desinfektion mit einer Kaliumpermanganatlösung behandelt werden.

Rosen zu Hause pflanzen
Die beste Pflanzzeit für Rosen ist Frühling und Herbst. Einige Tage vor dem Pflanzen heben Sie Pflanzlöcher (50 x 50 x 50 cm) aus und füllen diese mit Wasser. Sobald das Wasser versickert ist und sich die Erde gesetzt hat, füllen Sie die Löcher mit einem 50/50-Gemisch aus Humus und nährstoffreicher Erde. Falls die Sämlinge lange, freiliegende Wurzeln haben, kürzen Sie diese auf 30 cm. Alternativ können Sie die Rose auch aus ihrem Topf umpflanzen. Nehmen Sie in diesem Fall den Sämling vorsichtig mitsamt dem Wurzelballen heraus und setzen Sie ihn in das Pflanzloch. Nach dem Einpflanzen strecken Sie die Rosensträucher leicht und drücken die Erde um sie herum fest. Anschließend gießen Sie gründlich. Für eine bessere Wurzelbildung bedecken Sie die Sämlinge sofort mit Erde. Dies schützt sie vor Austrocknung bei heißem Wetter und vor Frost im Herbst. Im ersten Jahr werden austreibende Knospen zurückgeschnitten, damit die Rose kräftig wachsen kann.
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Die Verwendung von Rosen in der Volksmedizin und Kosmetik
Die Blütenblätter dieser königlichen Blume sind eine wahre Fundgrube an wohltuenden Substanzen. Aufgüsse daraus wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend, adstringierend und stärkend. Bei Erkältungen und Halsschmerzen werden sie als Gurgelmittel verwendet: Zwei Esslöffel Blütenblätter werden in einem Glas kochendem Wasser ziehen gelassen. Bei Magen-Darm-Beschwerden werden die Aufgüsse innerlich eingenommen. Rosenwasser hilft bei Haut- und Augenerkrankungen. Rosentee ist wohltuend für die Frauengesundheit. Rosenöl wird nicht nur bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, sondern findet auch in der Kosmetik Anwendung. Es wirkt verjüngend und stärkend. Seine Verwendung in ätherischen Ölmischungen für das allgemeine Wohlbefinden ist sehr wirksam.

Kulinarische Genüsse
Aus Rosen lassen sich sehr schmackhafte und gesunde Marmeladen und Liköre herstellen.
Bernstein-Rosenblütenmarmelade
Eine Tasse Blütenblätter mit einer Tasse Zucker fein pürieren. Separat einen Sirup zubereiten (400 g Zucker, 200 ml Wasser). Nach 7–8 Minuten Kochzeit das Blütenblattpüree hinzufügen. Alles zusammen 15 Minuten kochen lassen. Die Marmelade in Gläser füllen und verschließen.
Rosa Likör
Vermischen Sie eine Tasse Blütenblätter mit einer Tasse Zucker und zerstoßen Sie beides. Geben Sie einen Esslöffel Zitronensäure hinzu. Füllen Sie die Mischung in ein Glas und stellen Sie sie für drei Tage in den Kühlschrank. Für den Sirup benötigen Sie drei Tassen Zucker und die gleiche Menge Wasser. Nach dem Aufkochen abkühlen lassen und über die Blütenblätter gießen. Alles gut vermischen und für zehn Tage in den Kühlschrank stellen. Nach Ablauf der Zeit durch ein Passiertuch abseihen, die Blütenblätter ausdrücken und ein halbes Glas Wodka hinzufügen. Alles gut vermischen und ziehen lassen. Der so entstandene Likör hat die Farbe einer Teerose, ein außergewöhnliches Aroma und einen exquisiten Geschmack.
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