Sedum ist eng mit dem Geldbaum verwandt und gehört zur großen Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Die Gattung Sedum umfasst über 500 Arten, von Halbsträuchern über krautige Pflanzen bis hin zu Sukkulenten. Darunter befinden sich einjährige, zweijährige und mehrjährige Arten. Sedum wächst natürlich in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Asiens und Europas.
Sedum-Arten gehören zu den am häufigsten angebauten Sukkulenten im Garten. Die meisten Sedum-Arten eignen sich für Hängeampeln, da sie in der Natur anmutig auf Felsen und Klippen wachsen. Sedum-Arten sind weit verbreitet und pflegeleicht, doch gerade Gartenneulinge können angesichts der zahlreichen Arten und Sorten leicht den Überblick verlieren. Daher ist es wichtig, die Beschreibungen und Fotos sorgfältig zu studieren, um die richtige Wahl zu treffen.
Beschreibung der Pflanze und Geschichte ihres Anbaus
Die Fetthenne (Sedum) fasziniert die Menschen seit jeher mit ihrem interessanten Aussehen. Ihre matten Blätter sind saftig und knarren, was ihr Namen wie Hasenkohl und Quietscher eingebracht hat. In der Antike war die rotblühende Fetthenne am weitesten verbreitet. Die Naturforscher Plinius und Dioskurides beschrieben die Fetthenne als Heilmittel zur Wundheilung, bei Hauterkrankungen und sogar Knochenbrüchen. Auch heute noch werden in der traditionellen Medizin Zubereitungen aus dieser Pflanze zur Behandlung verschiedenster Wunden, darunter auch schwerer Verbrennungen, eingesetzt.
Die meisten Gärtner bevorzugen es, Sedum als Hängepflanze zu kultivieren, da sich seine Stängel anmutig am Boden ausbreiten. Die Blüten können bis zu zwei Meter lang werden. Das gestielte Laub ist rundlich bis leicht länglich mit zugespitzten Rändern und ähnelt Wassertropfen. Es gibt auch Arten mit kugelförmigen und flachen Blättern. Die Blütezeit beginnt im Mai und dauert bis Oktober. Die Blüten leuchten in Lila, Gelb, Violett, Weiß oder Rosa.
Im Gartenbau werden Arten kultiviert, die sich durch ihre Kältetoleranz auszeichnen. Es gibt viele weitere Sedum-Sorten für den Innenbereich, sodass jeder die für seine Bedürfnisse am besten geeignete Sedum-Art auswählen kann.
Bodendecker (kriechende) Arten und Sorten von Sedum mit Fotos
Bodendecker eignen sich hervorragend für jeden Gartenstil. Sie werden neben Stauden, Blumen und kompakten Sträuchern mit ähnlichen Wachstumsbedingungen gepflanzt. Sedum kann in kleinen Töpfen oder sogar als Rasenfläche verwendet werden; der einzige Nachteil ist, dass der Boden vollständig bedeckt und nicht begehbar ist.
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Die kriechenden Triebe wurzeln leicht. Die Blüte hat bläulich-grüne Blätter und rosafarbene Blütenstände. Die Blütenblätter färben sich zum Ende der Blütezeit violett.

Die Höhe eines einzelnen Blütenstiels variiert zwischen 15 und 20 cm, der Durchmesser der kompakten Blüte beträgt 0,7 cm. Die Blütezeit dauert von Juli bis August.
Weiß (Sedum-Album)
Diese immergrüne Pflanze zeichnet sich durch ihre geringe Größe aus. Ihre kriechenden Stängel erreichen eine Höhe von maximal 7 cm. Ihre fleischigen, lineal-ovalen Blätter werden bis zu 1 cm lang. Während der Wachstumsphase ist das Laub grün, verfärbt sich aber im Frühherbst rötlich.

Die kleinen weißen Blüten verströmen einen angenehmen Duft. Sie stehen in doldenförmigen Blütenständen, die bis zu 10 cm groß werden können. Diese Sorte blüht vom Frühsommer bis zum Hochsommer.
Blassgelb (Sedum ochroleucum)
Die grünlich-weißen oder cremefarbenen Blütenstände der Fetthenne (Sedum) weisen an den Kelchblättern eine drüsige Behaarung auf. Diese Art wächst eher langsam. Das Laub ist bläulich-grün bis bräunlich.

Die am häufigsten angebauten bläulichen Sorten sind die bläulichen. Sie werden an sonnigen Standorten oder Hängen gepflanzt. Hellgelbe Fetthennen zeichnen sich durch eine ausgezeichnete Frostbeständigkeit aus.
Kornblume (Sedum cyaneum)
Die Kornblumen-Fetthenne bildet bis zu 10 cm hohe Stängel. Ihr Laub ist blaugrün und mit rötlichen Punkten bedeckt.

Im August und September bildet die Pflanze kleine, rosaviolette Blüten. Ein besonderes Merkmal dieser Art ist ihre gute Frostbeständigkeit. Beliebte Sorten sind Rose Carpet und Rosenteppich.
Sedum dasyphyllum
Die dichtblättrige Fetthenne bildet einen breiten, dichten Bodendecker. Ihre grünen Blätter stehen dicht an kriechenden Stängeln. Im Spätsommer blühen hellgelbe Blüten an bis zu 25 cm langen Blütenstielen.

Nach der Blüte bildet die Pflanze braune Früchte, deren dekorative Eigenschaften häufig in Blumenarrangements genutzt werden. Zu den gängigen Sorten gehören Lloyd Praeger, Opaline und Lilac Mound.
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Diese Sorte besitzt ein kurzes Wurzelsystem mit relativ dicken Wurzeln. Die Pflanzen sind bis zu einem Jahr lang dicht belaubt und blühen nicht. Im zweiten Jahr nehmen Anzahl und Größe des Laubs deutlich ab, und es bilden sich zahlreiche goldgelbe Blüten an aufrechten Stängeln. Je nach Standortklima blüht die Pflanze den ganzen Sommer über.

Siebolds (Sedum sieboldii)
Sedum sieboldiana zeichnet sich durch grün-rosa Blätter aus. Die schlanken, rötlichen Stängel erreichen eine Länge von bis zu 10 cm. Das Laub kann graublau oder grün mit einem bläulichen Schimmer sein. Einige Sorten weisen rötliche Blattränder auf. Die dichten Blütenstände sind purpurfarben oder rosa. Die am häufigsten angebauten Sorten sind Dragon und Mediovariegatum.

Kamtschatka (Sedum kamtschatikum)
Diese krautige Staude zeichnet sich durch ihre geringe Größe und ihre stark verzweigten, verholzten Wurzeln aus. Ihre dichten Triebe werden in der Regel nicht länger als zwanzig Zentimeter. Das feste, gezähnte Laub ist flach anliegend. Die Blütezeit erreicht ihren Höhepunkt im Juni. Die Pflanze bildet zahlreiche kleine gelbe Blüten, die etwa 30 Tage lang blühen. Beliebte Sorten sind beispielsweise Tekari Dyke und Variegatum.

Sedum rubrotinctum
Diese niedrig wachsende Staude bildet kriechende Stängel, die mit der Zeit leicht über den Boden hinauswachsen. Das runde Laub ist dunkelgrün. Die Blattspitzen nehmen mit zunehmendem Alter einen rötlichen Schimmer an. Die Pflanze blüht mit leuchtend roten Blüten.

Falsch (Sedum spurium)
Die kriechenden und leicht aufsteigenden Triebe der Fetthenne können bis zu 25 cm lang werden. Das verdickte Laub ist eiförmig-keilförmig. Es ist dunkelgrün, und die Blätter sind nicht länger als 2 cm. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August. Die Blütenstände erreichen einen Durchmesser von 10 cm und sind purpurrosa gefärbt. Die gängigsten Sorten sind Album, Elizabeth und Tricolor.

Spatelblättrig (Sedum spathulifolium, Sedum pruniosum)
Die Blüten bilden dichte, etwa zehn Zentimeter hohe Teppiche. Das grüne Laub schimmert silbrig mit einem bläulichen Schimmer. Bei Sonneneinstrahlung nimmt es oft einen rosafarbenen Ton an. Gelbe Blüten erscheinen im Mai und Juni. Die beliebtesten Sorten sind Harvest Moon und Aureum.

Morgana (Sedum morganianum)
Die dicht belaubten Stängel dieser Blume können bis zu einem Meter lang werden. Die fleischigen Blätter sind rundlich bis länglich mit leicht zugespitzten Spitzen. Die trauben- oder doldenförmigen Blütenstände sind rot- und rosafarben. In Innenräumen blüht die Pflanze im Spätwinter.

Sedum divergens
Die niedrig wachsende Pflanze besitzt grünes Laub, das sich bei Sonneneinstrahlung oft rot färbt. Gelbe Blüten wachsen an Stängeln, die nicht höher als 0,1 m werden. Die Pflanze ist für ihre Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Bodenverhältnisse bekannt.

Forsters (Sedum forsterianum)
Sedum forsteriana ist eine schnellwüchsige Pflanze. Ihre dicht beblätterten Stängel erreichen eine Höhe von maximal 0,1 m. Gelbe Blüten bilden sich an hohen Blütenstielen. Das Laub ist grün, bläulich-grün oder violett. Sie wird sowohl im Garten als auch im Topf kultiviert. Zu den gängigen Sorten gehören 'Elegance', 'Purpureum' und 'Oracle'.

Evers (Sedum ewersii)
Diese niedrig wachsende Staude hat verholzte Stängel und runde, bläulich-grüne Blätter. Sie blüht im Juli und August. Die doldenförmigen Blütenstände sind rosa. Diese Sorte gedeiht sowohl im Garten als auch in der Wohnung gut.

Strauchartige (hohe) Arten und Sorten der Fetthenne (Sedum) mit Fotos
Hohe Fetthennen sind im Gartenbau besonders beliebt, da sie sehr anspruchslos gegenüber unterschiedlichen Bodenverhältnissen sind und wenig Pflege benötigen. Im Gegensatz zu Bodendeckern müssen strauchartige Pflanzen häufiger gegossen werden.
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Der Strauch erreicht eine Höhe von 30–70 cm. Sein grünes Laub kann blau oder bereift sein. Die Blütenstände können purpurrot, weiß, rosa oder violett sein. Die Blütezeit ist im Spätsommer. Beliebte Sorten bei Gärtnern sind Iceberg, Carmen, Brilliant und Neon.

Sedum aizoon
Die winterharte Fetthenne zeichnet sich durch ihre kräftigen, aufrechten Stängel aus, die nicht höher als 45 Zentimeter wachsen. Das längliche, rautenförmige Laub ist am Rand fein gesägt. Die Blüten sind gelb. Am häufigsten wird die Fetthenne 'Aurantium' kultiviert.

Rotgefleckte Fetthenne (Sedum eruthrostictum)
Unter den vielen Sorten heben Gärtner Frosty Morn und Mediovariegatum besonders hervor. Die blaugrünen Sträucher erreichen eine Höhe von 0,6 m. Im September erscheinen an der Spitze des Strauchs hellrosa oder weiße Blüten, manchmal mit tiefrosa Stempeln.

Middendorf (Sedum middendorfianum)
Die Pflanze bildet einen ausladenden Strauch von maximal 0,3 m Höhe. Zahlreiche gelbe Blüten wachsen an dicht belaubten Stängeln. Das schmale Laub ist grünlich überhaucht.

Gemeine Fetthenne (Sedum telephium)
Diese Art zeichnet sich durch eine beachtliche Wuchshöhe (0,8 m) und purpurrote bis rosafarbene Blütenstände aus. Das Laub kann grün, purpurrot, rosa, bläulich-grün oder braun sein. Die Pflanze blüht im Hochsommer und bis in den Herbst hinein. Beliebte Sorten sind Red Globe, Bon-Bon und Jennifer.

Dickblättrige Fetthenne (Sedum pachyphyllum)
Sedum crassifolia ist ein Halbstrauch, dessen Stängel bis zu 0,3 m lang werden. Die dicken, zylindrischen Blätter haben rötliche Spitzen, was der Pflanze ein besonders dekoratives Aussehen verleiht. Die Blütenstände bestehen aus gelben oder grünlich-gelben Blüten.

Pflege von Sedum in der Wohnung
Wie die meisten Sukkulenten ist Sedum pflegeleicht. Es ist recht robust und gedeiht daher selbst unter Bedingungen, die für andere Pflanzen ungeeignet sind. Durch regelmäßiges Stutzen erhält die Pflanze ein dekoratives Aussehen. Dies hilft, das Wachstum zu kontrollieren und eine dichte Krone zu fördern. Grüne Triebe werden bei panaschierten, mehrfarbigen Pflanzen entfernt, um die charakteristischen Merkmale zu erhalten.
Beleuchtung und Temperatur
Sedum-Arten werden als Zierpflanzen mit schönem Laubwerk kultiviert, daher ist ein heller Standort empfehlenswert. Während der Mittagshitze sollten die Sträucher vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Während der Wachstumsphase liegt die optimale Lufttemperatur bei 24–27 °C; im Winter sinkt sie auf 8–10 °C. Freilandpflanzen benötigen vor dem ersten Frost zusätzlichen Schutz.
Bewässerung und Düngung
Sedum benötigt nicht viel Wasser, da es in seinen Blättern und Trieben viel Feuchtigkeit speichert. Gießen ist nötig, sobald die obersten Zentimeter des Substrats vollständig trocken sind. Im Winter genügt es, einmal im Monat zu gießen, und bei hoher Luftfeuchtigkeit sollte man ganz darauf verzichten. Besprühen ist nicht empfehlenswert; wischen Sie die Blätter einfach gelegentlich ab, um Staub zu entfernen.
Düngen Sie die Pflanze vom Frühlingsbeginn bis Mitte Herbst. Die Düngung sollte höchstens ein- bis zweimal alle 30 Tage erfolgen. Verwenden Sie hierfür einen Sukkulentendünger.
Krankheiten, Schädlinge und Bekämpfungsmethoden
Sedum ist recht widerstandsfähig gegen Krankheiten, doch seine Widerstandsfähigkeit nimmt ab, wenn es nicht richtig gepflegt wird. Zu viel Bodenfeuchtigkeit kann zu Stammfäule an der Basis führen, daher sollte mäßig gegossen werden. Wenn die Pflanze ihre Blätter abwirft, sollte die Lufttemperatur gesenkt werden, da zu hohe Temperaturen ihr schaden können. Schrumpelige und gelbe Blätter deuten auf Wassermangel hin.
Schädlinge sind bei dieser Pflanze selten von Interesse. Wollläuse, Blattläuse und Pilze können die oberirdischen Pflanzenteile befallen. Diese Insekten lassen sich mit Insektiziden wie Actellic oder einer Seifenlösung bekämpfen.
Vermehrung und Transplantation
Sedum lässt sich auf drei Arten vermehren: durch Samen, Stecklinge und Teilung. Die erste Methode wird nicht in Innenräumen angewendet. Samen werden ausschließlich zu Züchtungszwecken verwendet.

Die Vermehrung von Sedum durch Stecklinge ist ganz einfach. Schneiden Sie den Trieb einer ausgewachsenen Mutterpflanze ab und bewurzeln Sie ihn in einem Gemisch aus Sand und Torf. Gärtner bewurzeln die Pflanzen auch in einem Wassergefäß. Nur ausgewachsene, gut entwickelte Pflanzen eignen sich zur Teilung. Ein Trieb (samt Wurzel) wird von der Mutterpflanze abgetrennt und in einen separaten Topf umgepflanzt. Diese Triebe wachsen gut an und können bereits im Pflanzjahr blühen.
Bei ausgewachsenen Pflanzen sollte dieser Vorgang höchstens alle drei Jahre wiederholt werden. Am besten eignet sich zum Umtopfen ein Umpflanzvorgang, da die Wurzeln der Pflanze sehr empfindlich sind. Sedum-Arten werden in neutraler Erde gepflanzt. Gärtner empfehlen, die Erdmischung selbst zusammenzustellen und folgende Zutaten zu verwenden:
- zwei Teile Laub und Grasnarbe;
- ein Teil Sand und ein Teil Torf;
- ein halber Teil Holzkohle.
Als Drainagematerial werden Schotter, Blähton oder Ziegelbruch verwendet.
Häufig gestellte Fragen
Die pflegeleichte Fetthenne (Sedum) gedeiht sowohl im Garten als auch in der Wohnung und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit. Hängende Sorten bilden wunderschöne, dichte Teppiche, zwischen denen sich andere Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen ansiedeln lassen.




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