Pfahl-Schraubfundament für ein Haus: Vor- und Nachteile

Konstruktion

 

Pfahl-Schraubfundament für ein Haus

Schraubfundamente eignen sich für dauerhafte Bauwerke und selbst für instabile Böden. Bei engem Zeitplan, Bauarbeiten unter widrigen Wetterbedingungen und knappem Budget ist dies die optimale Lösung. Die Technologie selbst ist recht einfach und erfordert nur wenige Maschinen und Geräte. Daher können alle Arbeiten von Hand ausgeführt werden.

Planung und Berechnung

Die Arbeiten können bei jedem Wetter durchgeführt werden. Das wichtigste Kriterium für die Stabilität ist jedoch die Verankerung der Schrauben in einer tragfähigen Bodenschicht. Daher ist es wichtig, vor Beginn der Arbeiten die entsprechenden Geodaten zu ermitteln oder Feldversuche durchzuführen. Experten empfehlen, zur Zeitersparnis eine Probeverschraubung durchzuführen.

Notiz!
Als Erstes müssen Sie das Gesamtgewicht des Bauwerks einschließlich der zukünftigen Möbel oder Geräte ermitteln.

Im Allgemeinen besteht der Prozess der Errichtung eines solchen Fundaments aus folgenden Schritten:

  • Gestaltung und Kennzeichnung;
  • Rammen von Pfählen;
  • Füllung;
  • Montage von Stirnwänden;
  • Bindung.

Es ist praktisch unmöglich, Schraubpfähle selbst zu installieren; Sie müssen einen Fachmann beauftragen. Das Fundament können Sie dann selbst gießen, nachdem Sie die benötigten Materialien berechnet haben.

Für ein Standardhaus eignet sich ein Pfahl mit einem Durchmesser von 89–114 mm, einer Wandstärke von 3–5 mm und einem bis zu 30 mm dicken Schäft. Die Pfahllänge sollte über der Frostgrenze liegen, mindestens 1,5 Meter in gemäßigten Klimazonen. Das Gesamtgewicht des Gebäudes wird durch die Tragfähigkeit jedes Pfahls geteilt, zuzüglich 20 % für Wind- und Schneelasten. Die Anzahl der Stützen wird auf dieser Grundlage ermittelt.

Schrauben und Gießen

Um ein gleichmäßiges Einschrauben ohne Spezialausrüstung zu gewährleisten, müssen zunächst Gruben ausgehoben werden. Diese sollten 0,5 bis 0,7 Meter tief sein. Dadurch können die Bohrer im gewünschten Winkel in den Boden eindringen. Anschließend werden die Pfähle positioniert und mithilfe eines Hebelsystems langsam gedreht. Hierfür sind nur zwei Personen erforderlich. Eine dritte Person muss sicherstellen, dass die Pfähle nicht kippen. Der Einschraubvorgang wird gestoppt, sobald die Tiefe unterhalb der Frostgrenze liegt und ein deutlicher Anstieg der mechanischen Kraft spürbar ist.

Alle Schraubpfähle werden mit einer Wasserwaage vermessen und einheitlich ausgerichtet. Anschließend werden sie auf eine einheitliche Höhe gekürzt, was für die spätere Verankerung und das Gießen des Rostes erforderlich ist. Danach werden die Pfahlkopfplatten montiert, je nachdem, ob das Gebäude in Holzrahmen-, Paneel- oder Blockbauweise errichtet werden soll. Platten in der gewünschten Größe werden an den Pfahlkörper geschweißt.

Vor dem Aufbringen der Pfahlkopfplatte wird Beton gegossen. Dies erhöht die Festigkeit, verlängert die Lebensdauer und schützt den Pfahlkörper vor Korrosion. Folgende Materialien können verwendet werden:

  • Trockenmischung aus Sandbeton M300;
  • Transportbeton;
  • Sandbeton M400.

Die zuverlässigste Mischung ist M400. Dank ihres feinen Zuschlagstoffanteils ist sie porenfrei, verfestigt sich im Inneren des Pfahls ohne Feuchtigkeit und erreicht innerhalb weniger Tage ihre endgültige Härte. Die Mischung wird einfach mithilfe eines Trichters in den Pfahl eingefüllt. Da keine nennenswerte Ausdehnung zu erwarten ist, muss der Hohlraum vollständig gefüllt werden, bevor die Mischung wieder herausfließt. Anschließend wird der Überschuss bündig entfernt, um Ausbeulungen zu vermeiden, die das Verschweißen der Pfahlkopfplatten beeinträchtigen könnten.

Konstruktion des Rostes

Dies ist ein zwingender Schritt. Schraubpfähle müssen zu einer einzigen Struktur verbunden werden, um ein Verrutschen des gesamten Fundaments zu verhindern. Die aufwendigste Technik ist die monolithische Abstützung, die für normale Wohnhäuser jedoch unpraktisch ist. Holz- oder Metallroste sind optimal.

Notiz!
Eine monolithische Umreifung ist zwingend erforderlich, wenn das Hauptmaterial aus Ziegeln oder Blöcken besteht.

Ein hölzernes Rostwerk eignet sich gut für Fachwerk-, Platten- und Blockbauten, die die Montage flacher, quadratischer Abdeckplatten erfordern. Der untere Scheitelpunkt des zukünftigen Hauses dient in diesem Fall oft als Rostwerk. Holzbalken werden mit Schrauben direkt an den Abdeckplatten befestigt. Optimalerweise besteht das fertige Gebäude aus einem Vollgeschoss und einem Dachgeschoss. Blockbohlen werden, falls verwendet, zu Halbstapeln zusammengefügt.

Für den Metallrost werden U-Profile verwendet. Diese werden mit dem Flansch nach unten verlegt und im 45-Grad-Winkel zugeschnitten. Die Befestigung an den Kappen erfolgt durch Schweißen; 4–5 Heftschweißungen sind ausreichend. Nach der Montage des gesamten Bereichs wird eine Doppelschweißung durchgeführt.

Eine Pfahl-Schraub-Gründung ist eine kostengünstige Lösung für den Selbstbau von Holzhäusern. Durch einfaches Anpassen des Stützenabstands lässt sich die Anzahl der Geschosse und die Gesamtlast erhöhen. Die endgültige Tragfähigkeit hängt von der Genauigkeit der Vorberechnungen, der Qualität des verwendeten Betons und sogar der Wahl des richtigen Rostsystems ab.

Pfahl-Schraubfundament für ein Haus
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