Gladiolen sind Zwiebelblumen, die ursprünglich aus Afrika und dem tropischen Mittelmeerraum stammen. Sie schaffen eine festliche Atmosphäre und schmücken Zierrasen und Blumenbeete in Gärten und Parks. Floristen präsentieren eine fantastische Vielfalt an Gladiolensorten und -farben.
Doch leider kann diese Pracht durch eine große Schar von Insektenschädlingen zerstört werden.
Wie man Thripse an Gladiolen bekämpft
Der Hauptschädling der Gladiole ist der pflanzenfressende Gladiolenthrips. Diese kleinen, länglichen, dunkel gefärbten Insekten, nicht länger als 1,5 mm, besitzen an den Außenrändern gefranste Flügel. Sie vermehren sich über Larven. Sie legen beträchtliche Strecken zurück und vermehren sich bei heißem, sonnigem Wetter besonders intensiv. Im Laufe eines Sommers können sie bis zu sieben Generationen hervorbringen und ein beträchtliches Gebiet befallen. Diese Schädlinge ernähren sich vom Pflanzensaft, schädigen so das Laub und die Blütenstände der Gladiole, übertragen verschiedene Krankheiten und verursachen dadurch erhebliche Schäden an den Blumenkulturen.
Ein Befall lässt sich an den Blüten erkennen. Befallene Pflanzen wirken geschwächt, die Blüten verfärben sich und vertrocknen, Knospen öffnen sich nicht und die Blütenstiele werden dünn und verkrümmt. Unter diesen Bedingungen genügt es, in die Blattachseln zu schauen oder die Knospe zu öffnen, um Larven und Thripse zu entdecken.
Um Thripsbefall zu bekämpfen, sollten die Schädlinge mit Insektiziden besprüht werden. Die Behandlung sollte alle zwei bis drei Wochen erfolgen, beginnend vor dem Erscheinen der ersten Blütenstängel und endend zwei Wochen vor der Knollenernte. Zur Thripsbekämpfung im Herbst gehört es, alle Pflanzenreste zu sammeln und zu verbrennen sowie den Boden im Gladiolenbeet tief umzugraben. Es wird nicht empfohlen, Gladiolen am selben Standort erneut anzupflanzen.
Wie man Gladiolenzwiebeln behandelt, um Thripse abzutöten
Gladiolen sind nicht nur während der Wachstumsperiode, sondern auch während der Lagerung anfällig für Thripse. Die Knollen werden im Herbst vor einem anhaltenden Kälteeinbruch ausgegraben, bevor die Insekten von den Stängeln in den Boden gewandert sind und sich an der Basis der Knolle unter den Schuppen versteckt haben. So können die Parasiten mit den ausgegrabenen Knollen ins Lager gelangen und das gesamte Pflanzgut infizieren. Im Winter saugen die Thripse unter den Schuppen den Saft der Knollen und machen diese dadurch unbrauchbar für die Pflanzung.
Bei der Einlagerung der Rohstoffe für den Winter werden alle Knollen sorgfältig geprüft und verdorbene Knollen aussortiert und vernichtet. Um einem Schädlingsbefall vorzubeugen, werden die verbleibenden Knollen 30–40 Minuten lang in einer Lösung des Insektizids und Akarizids „Karbofos“ (40 g auf 10 Liter Wasser) eingeweicht. Anschließend werden die Knollen mit klarem Wasser abgespült und gründlich getrocknet. Erst dann dürfen die Rohstoffe gekühlt werden. Die empfohlene Lagertemperatur liegt bei 5–7 °C.
Eine vorbeugende Maßnahme gegen Thripse ist das Einweichen der Knollen in 50 °C warmem Wasser für 5 Minuten. Anschließend gründlich abtrocknen. Dabei ist darauf zu achten, die richtige Temperatur einzuhalten, um ein Verbrennen des Pflanzguts zu vermeiden.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Insekten vollständig beseitigt wurden, können Sie die Blumenzwiebeln auch mit einem Insektenschutzspray (z. B. Dichlorvos) behandeln. Legen Sie die Blumenzwiebeln in einen Plastikbeutel, sprühen Sie das Spray darauf und lassen Sie es 30 bis 60 Minuten einwirken. Verschließen Sie den Beutel anschließend fest.
Im Frühjahr, vor dem Pflanzen, sollten die Knollen erneut sortiert und vorbeugend behandelt werden. Eine Wurzelbehandlung mit dem biologischen Präparat „Fitosporin-K“ schützt Gladiolen vor bakteriellen Erkrankungen.
Antithripspräparate
Zur Bekämpfung von Gladiolenthripsen werden Chemikalien eingesetzt, die eine Vielzahl von Insektenschädlingen, deren Eier und Larven vollständig vernichten. Folgende Pestizide haben sich als wirksam erwiesen: Karate, Karbofos, Confidor, Inta-Vir, Fitoform und Actellik. Decis gilt derzeit als das wirksamste Mittel.
Um zu verhindern, dass Thripse Resistenzen gegen Insektizide entwickeln, sollten diese abwechselnd eingesetzt werden. Besonders wirksam ist eine Spritzung am frühen Morgen bei warmem, windstillem Wetter. An kühlen, bewölkten Tagen ist der Nutzen einer solchen Behandlung gering, da die Thripse nicht auf der Blattoberfläche erscheinen.
Andere Verarbeitungsmethoden
Neben industriellen Insektiziden werden auch pflanzliche Präparate zur Behandlung von Gladiolen und ihren Zwiebeln gegen Thripse eingesetzt. Diese Präparate sind ebenso wirksam und völlig unbedenklich für Mensch und Umwelt.
- Vor dem Pflanzen können die Knollen 2-3 Stunden in Knoblauchsaft eingeweicht werden.
- Ein mit Alkohol getränktes Tuch wird zusammen mit den Knollen in den Behälter gegeben und dieser für mehrere Stunden luftdicht verschlossen. Aufgrund des Sauerstoffmangels kriechen die Thripse unter den Schuppen hervor und sterben ab.

- Pflanzen mit Aufgüssen aus Tabakstaub und Schilf besprühen.
Mit einfachen landwirtschaftlichen Praktiken und Schädlingsbekämpfungsmethoden lassen sich wunderschöne, attraktive Gladiolen züchten.
Rezensionen
Ich hatte mit einer Thripsplage zu kämpfen. Leider halfen keine der von mir erwähnten Hausmittel, aber der Knoblauchgeruch hing mir noch lange in der Nase. Die Behandlung der Blumen mit Decis erwies sich jedoch als wirksam; die Ergebnisse waren schon nach dem ersten Sprühen sichtbar. Ich bin absolut überzeugt, dass dies das beste Insektenschutzmittel ist, das es derzeit gibt.


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