
Es ist unmöglich, ein Haus vollständig zu dämmen, indem man sich nur auf die Wände konzentriert. Sowohl der Boden als auch der Dachboden müssen gedämmt werden. Dies gilt insbesondere für den Dachboden. Wir alle kennen das physikalische Gesetz, dass warme Luft eine geringere Dichte als kalte Luft hat. Deshalb steigt sie immer nach oben.
Dasselbe Prinzip gilt auch für Wohnhäuser. Warme Luft steigt zum Dachboden auf, während kalte Luft sich in Bodennähe konzentriert. Ist der Dachboden also nicht ausreichend gedämmt, entweichen 30 % der warmen Luft ungehindert.
Als nächstes werden wir die Besonderheiten der Dachbodendämmung eines Holzhauses, die benötigten Materialien und die richtige Vorgehensweise bei der Dachbodendämmung besprechen.
Merkmale der Dachbodendämmung
Eine ordnungsgemäße Wärmedämmung eines Hauses erfordert stets die Einhaltung einer Reihe von Anforderungen:
- Warme Luft ist stets mit Haushaltsdampf gesättigt. Das bedeutet, dass erwärmte Luft immer Spuren von Wasser enthält. Holz, das hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, neigt zu Fäulnis und Schimmelbildung. Daher ist es ratsam, eine wasserdichte Schicht in Betracht zu ziehen.
- Die Dämmung muss zudem wasserdicht sein, da Holz atmungsaktiv ist und Luft durchlässt. Holz hat eine geringere Tragfähigkeit als Ziegel oder Metall. Daher darf das Dämmmaterial keine zusätzliche Belastung auf dem Fußboden verursachen. Um Brände zu vermeiden, muss die Dämmung den Brandschutzbestimmungen entsprechen.
Dämmarbeiten sollten erst durchgeführt werden, nachdem sich das Haus vollständig gesetzt hat. Das bedeutet, dass Sie 18 Monate warten sollten, bevor Sie den Dachboden dämmen. Bis dahin ist der größte Teil der Schrumpfung abgeschlossen, und eventuelle spätere Veränderungen sind weniger bedeutend und führen nicht zu Verformungen des Dämmmaterials.
Welche Materialien werden zur Dachbodendämmung verwendet?
Normalerweise wird nur die Decke gedämmt. Soll der Dachboden jedoch als Wohnraum genutzt werden, muss auch das Dach gedämmt werden.
Zur Dämmung des Dachbodens werden folgende Wärmedämmstoffe verwendet:
- Mineralwolle und Glaswolle;
- Polyurethanschaum;
- expandiertes Polystyrol.
Mineralwolle und Glaswolle
Mineralwolle und Glaswolle sind umweltfreundliche Materialien. Diese Dämmstoffe sind zudem feuerbeständig und leicht. Ein weiterer Vorteil ist ihre einfache Verarbeitung.
Der einzige Nachteil ist die übermäßige Wasseraufnahme. Daher benötigen Mineralwolle und Glaswolle eine zusätzliche Abdichtung und eine Dampfsperre.
Polyurethanschaum
Es handelt sich um ein mit Gas gefülltes Kunststoffmaterial. Dieses Material wird in Druckdosen verkauft und mit einer Spritzpistole aufgetragen.
Zu seinen Vorteilen zählen die Nahtfreiheit und die damit einhergehende Vermeidung von Wärmebrücken. Polyurethanschaum haftet hervorragend auf Holz und benötigt keine zusätzlichen Befestigungssysteme.
Diese Dämmung ist leicht und belastet den Boden daher nicht zusätzlich. Polyurethanschaum bietet zudem hervorragende Wärme- und Schalldämmung sowie Beständigkeit gegen Fäulnis und aggressive Umwelteinflüsse. Sein einziger Nachteil ist der im Vergleich zu ähnlichen Produkten hohe Preis.
expandiertes Polystyrol
Expandiertes Polystyrol ist ein weiterverarbeiteter Schaumkunststoff. Das Material ist sehr widerstandsfähig und bietet bei sachgemäßer Anwendung hervorragende Dampfsperreneigenschaften. Allerdings hat expandiertes Polystyrol einen entscheidenden Nachteil: Es begünstigt die Brandausbreitung in Gebäuden.
Dachbodendämmungstechniken
Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt, sieht der Dämmprozess folgendermaßen aus:
- Zunächst muss die zu isolierende Oberfläche von Schmutz und Schimmel befreit werden;
- Dann müssen Sie den Boden mit einem Antiseptikum behandeln und gegebenenfalls Risse abdichten;
- Als Nächstes muss der Dachboden mit einer wasserdichten Schicht abgedeckt werden; diese muss dampfdurchlässig sein, um ein Verrotten der Decke zu verhindern.
- Anschließend werden die Balken, an denen der Bodenbelag befestigt werden soll, auseinandergezogen.
- Anschließend muss die Wärmedämmung gleichmäßig verlegt werden, wobei Lücken und Risse beseitigt werden müssen.
- Dann muss eine Abdichtung aufgebracht werden, die jedoch dampfdurchlässig sein darf.
- Soll der Dachboden zu Wohnraum ausgebaut werden, müssen außerdem alle Schichten mit Blähton gefüllt und anschließend verklebt werden.
- Der letzte Schritt ist die Fertigstellung.
Die Dämmung des Dachbodens ist einer der wichtigsten Aspekte der Hausdämmung. Daher ist es wichtig, der Materialwahl und der Ausführungsqualität besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
