Der üppig blühende Sommerflieder (Buddleja) stammt ursprünglich aus China. Obwohl sich diese exotische Pflanze an das raue russische Klima angepasst hat, ist sie in Gärten selten anzutreffen. Dies liegt an der schwierigen Pflege der Pflanze im Herbst. Um den Halbstrauch erfolgreich bis zum Frühjahr zu erhalten, muss er sorgfältig geschützt und vorher zurückgeschnitten werden. Auch Umtopfen oder Vermehren erfolgen in dieser Zeit.
Allgemeine Tipps und Empfehlungen zur Herbstpflege und Wintervorbereitung
Die üppigen Buddleia-Sträucher während der Blütezeit ähneln lilaDiese Phase fällt in den Herbst, wenn die meisten Gartenpflanzen bereits in die Winterruhe gehen. Buddleia davidii ist für das russische Klima bestens geeignet. Diese Art zeichnet sich durch schnelles Wachstum und frühe Blüte aus. Doch auch sie benötigt im Herbst sorgfältige Vorbereitung, um den Winter gut zu überstehen. Buddleia davidii braucht nicht nur einen fachgerechten Rückschnitt, sondern auch regelmäßiges Gießen und Düngen.
Richtiger Triebschnitt
Die meisten Sträucher in Russland werden im Herbst einfach ausgedünnt. Das ist für den Sommerflieder (Buddleja) nicht geeignet. Er sollte bis auf den Stumpf zurückgeschnitten werden. Dadurch kann der Sommerflieder auch in nördlichen Klimazonen erfolgreich angebaut werden, da der verbleibende Teil, der nicht höher als 20 cm wird, leichter für den Winter abgedeckt werden kann.
Bewässerung und Düngung
Der Sommerflieder verträgt längere Trockenperioden gut, benötigt aber bei Trockenheit im Herbst rechtzeitig Wasser. In diesem Fall sollte der Boden nach dem vollständigen Austrocknen mit abgestandenem Wasser befeuchtet werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Für eine üppige Blüte sollte die letzte Düngung des Sommerflieders reich an Kalium und Phosphor sein. Der Dünger wird vor Beginn der Blütezeit ausgebracht. Anschließend wird die Düngung eingestellt, um die Pflanze aufgrund des Nährstoffmangels in eine Ruhephase zu versetzen.
Herbstschnitt
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Bei schnellwachsenden Sträuchern ist ein regelmäßiger Rückschnitt unerlässlich. Ein rechtzeitiger Herbstschnitt ist der Schlüssel zu einer üppigen Blüte.
Die Notwendigkeit des Beschneidens
Regelmäßiges Beschneiden der Strauchzweige fördert eine verlängerte und üppige Blüte. Dieses Vorgehen ist aus mehreren Gründen empfehlenswert:
- Die Zweige des Sommerflieders (Buddleja) wachsen stark in die Länge, wenn sie nicht rechtzeitig zurückgeschnitten werden, sodass der Strauch schnell seine Attraktivität verliert;
- Regelmäßiger Rückschnitt fördert die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und ermöglicht der Pflanze, sich schneller an das Klima anzupassen;
- Nach dem Rückschnitt blüht der Sommerflieder üppig;
- Bei Pflanzen, die als Hecken gezogen werden, bestimmt das Beschneiden der Zweige die gewünschte Form.
Der richtige Zeitpunkt zum Beschneiden
Die Zweige des Strauchs werden im Oktober oder November entfernt, nachdem sich die Blätter schwarz verfärbt haben. Eine zu diesem Zeitpunkt zurückgeschnittene Pflanze lässt sich viel leichter überwintern. Dies ist wichtig, um den Sommerflieder in Zentralrussland und den nördlichen Regionen erfolgreich über den Winter zu bringen.
Optimales Beschneidungsschema
Zuerst sollten Sie alle verblühten Blütenstände entfernen. Sie beeinträchtigen das Aussehen der Pflanze erheblich. Schneiden Sie den Strauch anschließend bis zum Stumpf zurück. Bei jungen Sommerfliedersträuchern lassen Sie maximal 20 cm Trieb mit drei Knospen über dem Boden stehen. Bei älteren Sträuchern lassen Sie ein Drittel der Trieblänge stehen. Dies genügt, damit die Pflanze im Frühjahr wieder austreibt und schnell ihr dekoratives Aussehen zurückerlangt. Außerdem lassen sich kurz geschnittene Sträucher im Winter leichter abdecken.
Zum Abschneiden der Triebe verwenden Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere. Sterilisieren Sie das Werkzeug am besten vorher. Behandeln Sie die Schnittstelle anschließend mit Gartenharz.
Wie man einen Sommerflieder nach dem Rückschnitt pflegt
Buddleia benötigt nach dem Rückschnitt keine besondere Pflege. Sammeln Sie einfach die abgeschnittenen Triebe ein und entsorgen Sie sie. Während dieser Zeit benötigt die Pflanze keinen Dünger, da sie in eine Ruhephase eintritt.
Winterunterkunft
Viele Gartenpflanzen werden traditionell im Winter abgedeckt, um ihr Überleben in anhaltenden Kälteperioden zu verbessern. Dies gilt insbesondere für wärmeliebende exotische Pflanzen wie den Herbstflieder, da diese von Natur aus nicht an strengen Frost angepasst sind.
Um einen Unterschlupf zu bauen, benötigen Sie eine geräumige Holzkiste oder mehrere Bögen sowie etwas Abdeckmaterial. Mulch wird ebenfalls benötigt.
Der Bedarf an Winterunterkünften
Der natürliche Lebensraum des Sommerflieders (Buddleja) sind die Tropen und Subtropen mit ihrem konstant warmen und feuchten Klima. In Russland sinken die Wintertemperaturen jedoch deutlich. Daher erfrieren die Triebe dieser südlichen Schönheit bereits bei Temperaturen bis zu -20 °C. Bei noch tieferen Temperaturen stirbt die Pflanze ab.
Technologie und Zeitplanung abdecken, notwendige Materialien
Nach dem Herbstschnitt, wenn die Pflanze in die Winterruhe geht, kann man den Sommerflieder (Buddleja) abdecken. Dies sollte nur bei trockenem Wetter und ohne starken Wind geschehen. Sind die Zweige während der Überwinterung feucht, beginnen sie zu faulen und der Strauch stirbt ab.
Pflanzen, die jünger als ein Jahr sind, sind selbst bei gutem Schutz noch nicht robust genug, um den Winter erfolgreich zu überstehen. Daher werden solche Sträucher ausgegraben, wobei der Wurzelballen erhalten bleibt, in einen Plastikbehälter gesetzt und zum Überwintern in den Keller gebracht.
Ausgewachsene Sträucher sind wie folgt isoliert:
- Nach dem Beschneiden der Pflanze ist der verbleibende Teil vollständig mit trockener Erde bedeckt.
- Darauf wird eine Holzkiste oder ein anderer Behälter geeigneter Größe gestellt.
- Das Bauwerk ist mit Dachpappe oder Schiefer gedeckt.
- Im Winter wird regelmäßig Schnee auf das Dach der Hütte gehäuft.
Bei dieser Art der Abdeckung des Sommerflieders empfiehlt es sich, keine Polyethylenfolie oder Holzspäne als Isolierung zu verwenden. Diese Materialien führen zu Fäulnis an der Pflanze.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Art Mini-Gewächshaus zu errichten. Die Pflanze wird ebenfalls vollständig mit trockener Erde bedeckt. Der Bereich um den Stamm wird anschließend mit Torf oder verrottetem Mist gemulcht. Darauf werden Holz- oder Metallbögen in einem Abstand von 30 cm zur Erdoberfläche platziert. Die Konstruktion wird mit einem geeigneten Abdeckmaterial wie Folie, Spinnvlies oder Lutrasil abgedeckt. Zum zusätzlichen Schutz bei starkem Temperaturabfall wird Heu oder Laub darüber gehäuft.
Mögliche Fehler
Viele unerfahrene Gärtner bauen Winterschutzvorrichtungen falsch, was zum Absterben der Pflanzen oder zum Erfrieren der Äste führt. Häufige Fehler sind:
- Der Bau eines Schutzdaches bei feuchtem Wetter führt zum Verfaulen der Knospen und zum Absterben des Wurzelhalses;
- mangelnde Belüftung während des Auftauens;
- Durch die Düngung im Herbst wird die Vegetationsperiode verlängert.
Wintervorbereitungen je nach Region
Sobald die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind, wird die optimale Methode für den Winterschutz gewählt. Diese hängt maßgeblich vom regionalen Klima ab. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Wintertemperaturen, desto dicker die Mulchschicht und desto größer der Luftspalt.
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In Zentralrussland empfiehlt es sich, ein Gewächshaus über dem beschnittenen Strauch zu errichten. Hierfür werden Metall- oder Holzbögen und Plastikfolie verwendet.
Winterunterkunft in der Wolgaregion
In diesem Fall wird der Strauch mit einer Gewächshausfolie abgedeckt und mit dichtem Mulch bedeckt. Alternativ kann man den Stumpf mit abgeschnittenen Fichtenzweigen bedecken und eine Holzkiste daraufstellen.
Winterschutz für Sibirien und den Ural
In sibirischen Wintern wird der vorbereitete Strauch mit Sägemehl bedeckt, um ihn vor Frost zu schützen. Diese Methode eignet sich jedoch nur zur Konservierung von Sommerflieder in Sibirien oder im Ural. In Regionen mit milderen Wintern entzieht das Sägemehl dem Schmelzwasser Feuchtigkeit, wodurch die Knospen faulen.
Soll ich den Sommerflieder im Herbst pflanzen oder umpflanzen?
Es empfiehlt sich, den Sommerflieder im Frühjahr an seinen endgültigen Standort zu verpflanzen. Diese Pflanze besitzt eine tiefe Pfahlwurzel, die beim Umpflanzen leicht beschädigt werden kann.
Vorbereitung
Für den Sommerflieder (Buddleja) ist ein zugfreier Standort mit viel Licht oder Halbschatten wichtig. Der Boden sollte regelmäßig abtrocknen, da Staunässe zu Wurzelfäule führt. Um eine gesunde Entwicklung des ausgedehnten Wurzelsystems zu gewährleisten, sollten die Pflanzen nicht zu dicht beieinander gesetzt werden.
Die Transplantation wird wie folgt durchgeführt:
- Der Busch wird ausgegraben, wobei versucht wird, die Unversehrtheit der Wurzeln so weit wie möglich zu erhalten.
- Sie heben ein neues Pflanzloch aus, dessen Größe doppelt so groß ist wie die des Wurzelsystems.
- Am Boden wird eine 10 cm dicke Drainageschicht aufgebracht.
- Füge etwas Erde hinzu, die zu gleichen Teilen aus Schwarzerde, Lauberde und Humus besteht.
- Die Pflanze wird in ein Loch gesetzt, wobei der Wurzelhals mit dem Bodenniveau ausgerichtet wird, und mit vorbereiteter Erde bedeckt.
- Den Boden um den Stamm herum verdichten.
Nachsorge nach der Transplantation
Die umgepflanzte Pflanze wird großzügig mit abgestandenem, lauwarmem Wasser gegossen. Am besten gießt man das Wasser in einen um die Pflanze herum gegrabenen Graben. So wird das Wurzelsystem gleichmäßiger mit Wasser versorgt. Anschließend sollte die Pflanze erst wieder gegossen werden, wenn die Erde vollständig ausgetrocknet ist.
Fortpflanzung im Herbst
Buddleia wird im Herbst vegetativ vermehrt. Dazu werden nach dem Zurückschneiden Stecklinge genommen, sofort in nährstoffreiche Erde in Töpfe gepflanzt und im Keller aufbewahrt. Sie werden regelmäßig gegossen und gelüftet. Sobald es wärmer wird, werden die Pflanzen an ihren endgültigen Standort verpflanzt.
Abschließend
Der Vorteil des Herbstflieders liegt in seiner Anspruchslosigkeit. Die Pflanze verträgt Trockenheit gut und ist winterhart, wenn sie richtig auf den Winter vorbereitet wird. Die Hingabe und Geduld des Gärtners werden mit einer üppigen Blütenpracht belohnt.

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