Dipladenia, auch Mandevilla genannt, ist eine Kletterpflanzengattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Die Pflanze stammt ursprünglich aus den amerikanischen Tropen. Briten, die in Bolivien arbeiteten, brachten die Blumen nach Europa und entdeckten dort die ungewöhnlichen, wunderschön blühenden Kletterpflanzen. Dipladenia ist auch unter den Namen Chilenischer Jasmin, Brasilianischer Jasmin, Brasilianisches Fleißiges Lieschen, Bolivianische Rose und Mexikanischer Liebesbaum bekannt. Floristen schätzen das kräftige Wachstum und die lange Blütezeit der Dipladenia.
Die Pflege von Dipladenien zu Hause umfasst zwei deutlich unterschiedliche Phasen: die Wachstums- und die Ruhephase. Wenn Sie alle Regeln und Empfehlungen für den Anbau dieser Blume befolgen, wird es keine Probleme geben.
Pflanzenmerkmale und Artenvielfalt
Dipladenia ist eine immergrüne, mehrjährige Pflanze. Ihre biegsamen, windenden Stängel verholzen mit der Zeit. Sie tragen gegenständige, hellgrüne, ledrige Blättchen. Die Blättchen sind oval und glänzend. Beim Brechen der Blätter und Stängel tritt ein giftiger Milchsaft aus.
Die Blüten sind fünfblättrig und trichterförmig. Ihre Farben reichen von Weiß über Rosa und Rot bis hin zu Burgunderrot. Sie sind recht groß und erreichen einen Durchmesser von bis zu 10 cm. An einer einzigen Pflanze können bis zu 80 Knospen gleichzeitig blühen.
Mandevilla Splendid bietet folgende Merkmale:
- Große Größe.
- Es gibt eine Randgruppe junger Nachwuchsschauspieler.
- Der Blütenbüschel besteht aus 3 oder 6 Blütenständen.
Die Blüte der Prachtsorte „Brilliant Species“ hat eine zweifarbige Blütenröhre: außen weiß und innen leuchtend orange. Die Blütenblätter sind von einem satten Rosa.

Folgende Merkmale sind charakteristisch für Mandevilla Boliviana:
- Verlängerte Triebe mit kleinen Blättern.
- Achselständige Blütenstiele mit 3-4 Blüten.
Die Blüten der bolivianischen Arten zeichnen sich durch ihre asymmetrischen Blütenblätter aus. Je nach Sorte können sie weiß oder zartrosa sein.

Mandevilla Superb zeichnet sich durch ihre rötlichen Stängel aus. Die Blüten dieser Art sind meist leuchtend rot, es gibt aber auch rosafarbene Hybriden. Die Blüten stehen in Trauben, die jeweils etwa acht kleine Blüten enthalten.

Dipladenia sanderiana zeichnet sich durch ihr schnelles Wachstum aus. In den Blattachseln stehen bis zu sieben leuchtend rosa, fast rote Blüten. Die Blütenblätter dieser Art sind durch ihre ungewöhnlich scharfen Ränder gekennzeichnet.

Mandevilla Loose bietet folgende Eigenschaften:
- Warzige Sprossen.
- Behaarung auf der Blattunterseite.
- Große, weiß-cremefarbene Blüten, jeweils 5-6 Stück in einem Blütenstand.

Im Gegensatz zu anderen Dipladenia-Arten verliert die Lockere Mandevilla jährlich ihre Blätter.
Regeln für die Pflege von Dipladenia zu Hause
Dipladenia ist pflegeleicht und angenehm. Allerdings sollten Sie Handschuhe tragen, da der Pflanzensaft hochgiftig ist.
Beleuchtung
Dipladenia benötigt viel helles, indirektes Licht. Während der aktiven Wachstumsphase sind 14–16 Stunden Tageslicht für die Pflanze optimal.
Mandevilla an einem Südstandort zu kultivieren, kann schwierig sein. Starke Sonneneinstrahlung kann die Blätter verbrennen. Daher sollte die Pflanze mit einem lichtdurchlässigen Vorhang beschattet oder in Fensternähe platziert werden. Dipladenia an einem Nordstandort zu kultivieren, ist nur mit zusätzlicher Beleuchtung durch Pflanzenlampen möglich. Andernfalls streckt die Pflanze ihre Stängel und bildet deutlich weniger Knospen.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Während der Wachstumsperiode benötigt die Pflanze eine Temperatur von 18 °C bis 25 °C. Je höher die Temperatur, desto leuchtender und satter die Farbe der Blütenblätter. Die Blütezeit hängt von der Temperatur ab. Bei einer konstanten Raumtemperatur von 25 °C blüht die Dipladenie das ganze Jahr über.

Da die Pflanze aus den Tropen stammt, benötigt sie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie sie daher während der Wachstumsphase regelmäßig mit Wasser. Am besten stellen Sie einen Luftbefeuchter direkt auf den Topf. Falls Sie keinen haben, können Sie ein Gefäß mit Wasser hinter den Topf stellen, um die Verdunstung zu ermöglichen.
Bewässerung und Düngung
Während der Wachstumsperiode sollte die Mandevilla gegossen werden, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben 1–1,5 cm antrocknen. Normalerweise gießt man 2–3 Mal pro Woche, bei heißem Wetter kann jedoch eine Bewässerung alle zwei Tage erforderlich sein.

Die Pflanze benötigt Dünger. Düngen Sie wöchentlich von März bis August. Für Dipladenien eignet sich am besten ein flüssiger Mineraldünger für Zimmerpflanzen, der beim Gießen ausgebracht wird.
Zu Beginn der Wachstumsperiode empfiehlt sich die Verwendung stickstoffreicher Dünger, da diese das Wachstum der grünen Biomasse fördern. Sobald die Dipladenie Knospen bildet, werden stickstoffhaltige Dünger durch kalium-phosphorhaltige Dünger ersetzt, die die Blütenbildung anregen.
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Dipladenien haben eine kurze Ruhephase. Diese findet im Winter statt, aber die Vorbereitungen für die Stagnation beginnen bereits Ende August.
Die Pflege von Dipladenia im Winter umfasst folgende Schritte:
- Temperatur. Im Winter wird die Temperatur allmählich auf +15°C gesenkt.
- Standort. Um die Mandevilla vor dem Einfrieren zu schützen, stellen Sie sie mitsamt ihrem Topf in einen mit Schaumstoff ausgelegten Karton.
- Bewässerung. Gießen Sie die Pflanze höchstens einmal pro Woche mit kleinen Wassermengen.
- Topping.

In Zeiten der Stagnation wird die Mandevilla nicht gedüngt. - Rückschnitt. Im Herbst wird die Pflanze verjüngt. Alle alten Triebe werden entfernt. Junge Triebe werden um zwei Drittel ihrer Länge gekürzt.
- Luftfeuchtigkeit. Während der Ruhephase benötigt die Dipladenia keine hohe Luftfeuchtigkeit, daher sollte das Besprühen in dieser Zeit eingestellt werden. Die Luft sollte jedoch auch nicht zu trocken sein, daher sollte die Pflanze nicht in der Nähe von Heizgeräten stehen.
- Umtopfen. Die Pflanze sollte während ihrer Ruhephase nicht umgetopft werden.
Was bedeutet es, wenn Blätter gelb werden oder abfallen?
Wenn die Blätter Ihrer Mandevilla gelb werden und abfallen, sollte sie umgehend von anderen Zimmerpflanzen isoliert werden. Diese Symptome können auf eine Krankheit oder einen Schädlingsbefall hindeuten.
Schädlinge und Bekämpfungsmethoden
Schädliche Insekten wie Weiße Fliegen und Spinnmilben verursachen erhebliche Schäden an Pflanzen. Ein Befall mit diesen Schädlingen lässt sich an folgenden Anzeichen erkennen:
- Weiße Fliegen. Sie sind auf grünen Blättern gut zu erkennen. Es handelt sich um kleine weiße Fliegen, etwa so groß wie Larven. Weiße Fliegen können Blüten befallen, wenn diese im Freien stehen. Alle oberirdischen Pflanzenteile sollten gründlich unter fließendem Wasser abgespült werden. Lässt sich ein Befall nicht vermeiden, behandeln Sie die Blüte mit einem Insektizid.

Weiße Fliege - Spinnmilben. Die Milben selbst sind kaum zu erkennen, doch das Ergebnis ihrer Aktivität – ein feines Gespinst – ist gut sichtbar. Sie verfangen sich typischerweise an den Blattunterseiten und Blattstielen. Spinnmilben gedeihen in trockener Luft und lassen sich nur mit Insektiziden bekämpfen.
Krankheiten und Behandlung
Mandevilla wird am häufigsten von Wurzelfäule und Mehltau befallen. Wurzelfäule entsteht durch Überwässerung und Staunässe im Topf. Die Krankheit äußert sich durch Vergilbung und Austrocknung der Blätter und Stängel. Befallene Blütenknospen fallen ab, ohne sich zu öffnen. Die Wurzeln der Pflanze faulen. Wurzelfäule lässt sich im Frühstadium behandeln. Entfernen Sie zunächst alle befallenen Pflanzenteile und behandeln Sie die Pflanze anschließend mehrmals mit einem Fungizid.
Echter Mehltau ist eine ebenso unangenehme Krankheit. Er zeigt sich als weißer, pudriger Belag, der schließlich die gesamte Blattoberfläche bedeckt. Im Frühstadium empfehlen erfahrene Gärtner, die befallenen Blätter mit Zitronensaft abzuwischen. Hilft dies nicht, sind Fungizide erforderlich.
Vermehrung und Transplantation von Dipladenia
Die Blume vermehrt sich auf drei Arten: durch Stecklinge, Samen und Ausläufer. Stecklinge sind die gebräuchlichste Methode.
Landung und Umpflanzung
Dipladenia benötigt einen fruchtbaren, lockeren, mäßig sauren Boden. Experten empfehlen folgende Bodenmischung:
- Rasenerde - 2 Teile;
- Lauberde – 1 Teil;
- Humus – 1 Teil;
- Sand (Perlit, Vermiculit) – 1 Teil.

Dipladenien pflanzt und topft man am besten im Frühjahr. Dann beginnt die Pflanze ihren neuen Wachstumszyklus. Umtopfen ist nur nötig, wenn die Pflanze in ihrem Topf zu wenig Platz hat. Dies erkennt man daran, dass die Wurzeln aus den Abzugslöchern herauswachsen. Fühlt sich die Pflanze in ihrem Topf wohl, genügt es, jährlich die oberste Erdschicht auszutauschen.
Vermehrung durch Stecklinge
Die Vermehrung von Dipladenia durch Stecklinge umfasst mehrere Schritte. Der Stecklingsalgorithmus:
- Von einer ausgewachsenen Pflanze schneidet man ein Stück eines Triebes mit 2-3 Blättern ab. Am besten eignen sich junge Triebe.
- Füllen Sie den Anzuchtbehälter mit einem Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Etwas Moos kann ebenfalls hinzugefügt werden.
- Die Stecklinge werden bis zum ersten Blattpaar vertieft.

Für eine erfolgreiche Bewurzelung ist eine Temperatur von +25 °C erforderlich. Die Erde sollte täglich besprüht werden. Sobald die Stecklinge einige neue Blätter gebildet haben, werden sie in normale Dipladenia-Erde umgepflanzt. Die Vermehrung der Stecklinge gelingt am besten von Mitte Frühling bis Frühsommer. In dieser Zeit haben die Stecklinge die besten Chancen, Wurzeln zu schlagen.
Vermehrung durch Samen und Ausläufer
Dipladenia wird mithilfe einer speziellen Methode aus Samen vermehrt. Das Vermehrungsverfahren ist wie folgt:
- Die Samen werden in einem Behälter mit fruchtbarer, feuchter Erde ausgesät.
- Der Behälter ist mit Polyethylen umhüllt.

Die Samen keimen an einem warmen, hellen Ort. Sie sollten täglich gelüftet und besprüht werden. Sobald die ersten Blätter erscheinen, werden die Keimlinge pikiert. Die Anzuchtbedingungen sind die gleichen wie bei Stecklingen.

Dipladenien lassen sich über Ausläufer vermehren. Diese werden so in Erde gesteckt, dass die Basis an der Mutterpflanze verbleibt und die Spitze frei liegt. Die Pflege der Ausläufer unterscheidet sich nicht von der üblichen Dipladenienpflege. Nach der Bewurzelung werden sie von der Mutterpflanze abgetrennt.
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Dipladenia ist eine wunderschöne, blühende Zierkletterpflanze. Sie ist pflegeleicht, doch Gärtner sollten Vorsicht walten lassen, da ihr Pflanzensaft hochgiftig ist.






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