Clivia: Pflege, Anbau und Umtopfen zu Hause

Blumen

Die Clivia nimmt unter den Amaryllisgewächsen einen Ehrenplatz ein. Sie zeichnet sich nicht nur durch ihre wunderschönen Blüten, sondern auch durch ihre Pflegeleichtigkeit aus. In ihrem natürlichen Lebensraum ist die Clivia im südlichen Afrika beheimatet. Die Blütenknospen ähneln Lilien, was der Pflanze ihren zweiten Namen – Kaffernlilie – eingebracht hat.

Diese immergrüne Staude ist nicht nur wegen ihrer leuchtenden Blütenpracht beliebt. Auch ihre krautigen Blätter sind dekorativ. Lange, sattgrüne Blätter, die eine elegante Rosette bilden, schmücken den Raum das ganze Jahr über. Die Clivia, deren Schönheit auf dem Foto zu sehen ist, eignet sich ideal für die Zimmerkultur, da sie wenig Pflege benötigt.

Merkmale der Clivien und Artenvielfalt

Das Besondere an dieser Blume ist ihr fehlender Stängel. Die Blätter bilden direkt aus dem Wurzelsystem, das eine Mischung aus Zwiebel und Rhizom darstellt, eine dichte Rosette. Die dichte Belaubung an der Basis bildet einen Scheinstängel. Die schwertförmigen, dunkelgrünen Blätter können bis zu 75 cm hoch und maximal 8 cm breit werden. Das Wachstum der Blätter verläuft relativ langsam, die einzelnen Blättchen zeichnen sich jedoch durch eine lange Lebensdauer aus.

Eine einzelne Pflanze kann mehrere gerippte Blütenstiele hervorbringen, die jeweils bis zu 40 cm hoch werden. Jeder Stiel bildet einen schirmförmigen Blütenstand. Die Anzahl der Blüten in einem einzelnen Blütenstand beträgt maximal 30. Die glockenförmigen Blüten können rot, rosa oder orange sein.

Folgende Arten sind in der Zimmerpflanzenzucht beliebt:

  • Bei guter Pflege kann die Clivia gardena eine Höhe von einem halben Meter erreichen. Die schwertförmigen Blätter laufen spitz zu. Die Blattbreite beträgt in der Regel nicht mehr als 4 cm. Die glatte Oberfläche weist parallel verlaufende, strukturierte Streifen auf. Der hohe Blütenstiel (bis zu 50 cm) trägt etwa 16 glockenförmige Knospen. Die üppigen Blütenstände, die im Winter blühen, sind rot-orange gefärbt.

    Gardena
    Gardena
  • Die Zinnober-Clivia erreicht eine Höhe von maximal 0,5 m. Ihr schwertförmiges Laub wird bis zu 60 cm hoch und etwa 6 cm breit. Am etwa 50 cm langen Blütenstiel sitzen 10–20 recht große Knospen (ca. 4 cm Durchmesser). Die Blüten sind trichterförmig. Die Farbe der Blütenblätter variiert je nach Sorte von hellockerfarben bis kirschrot mit einem gelben oder orangen Schimmer. Die Blütezeit beginnt im Februar und kann bis Mai andauern. Bei guter Pflege kann diese Art zweimal jährlich blühen.

    Clivia cinnabara
    Clivia cinnabara
  • Clivia magnifica ist eine eher kleine Pflanze, die nicht höher als 30 cm wird. Ihre dichte Rosette aus schwertförmigen Blättern ist dunkelgrün. An einem fleischigen Stängel, der 30 bis 50 cm hoch wird, können bis zu 60 Knospen blühen. Die Blüten sind relativ klein und von rötlich-orangefarbener Färbung. Die Spitze jedes Blütenblatts ist grünlich überhaucht.

    Clivia splendid
    Clivia splendid

Bei richtiger Pflege erfreut diese langlebige Blume jahrzehntelang mit ihrer Blütenpracht. Unter Blumenliebhabern ist die zinnoberrote (orangefarbene) Clivia die beliebteste.

Die Geheimnisse und Herausforderungen der Pflege von Clivia zu Hause

Clivien anzubauen ist auch für Anfänger kein Problem. Diese pflegeleichte Pflanze benötigt nur wenig Aufmerksamkeit: regelmäßiges Gießen, ausreichend Licht und niedrigere Temperaturen während der Ruhephase. Für eine üppige Blütenpracht sollten Sie einige Pflegehinweise beachten.

Beleuchtung

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend, da sie die Farbintensität des Laubs und die Knospenbildung beeinflusst. Der Raum sollte hell, aber nicht direkt beleuchtet sein. Ein Fensterbrett mit West- oder Ostausrichtung ist ideal. Ist dies nicht möglich, kann die Pflanze auch an einem Nordfenster oder im hinteren Bereich eines nach Süden ausgerichteten Zimmers platziert werden.

Pflege
Direkte Sonneneinstrahlung ist unerwünscht, daher sollte das Laub beschattet werden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Diese pflegeleichte Blume gedeiht bei normalen Zimmertemperaturen von 20–25 °C. Im Sommer ist es wichtig, den Raum häufiger zu lüften und Zugluft zu vermeiden. Mit Beginn des Herbstes sollte die Clivia auf ihre Ruhephase vorbereitet werden. Düngen Sie nicht mehr, reduzieren Sie das Gießen und stellen Sie die Pflanze an einen Ort mit einer Temperatur von 12–15 °C.

Pflege
Sobald der Blütenstiel erscheint, wird der Topf wieder an seinen endgültigen Standort gestellt und die Pflege wieder aufgenommen.

Clivia benötigt keine zusätzliche Luftbefeuchtung. Sie gedeiht in jeder Wohnumgebung, daher ist Besprühen überflüssig. Im Sommer empfiehlt es sich, den Topf auf einen Balkon, eine Loggia oder in den Garten zu stellen. Dies stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze und verbessert ihre dekorative Wirkung.

Bewässerung und Düngung

Gießen Sie die Pflanze mit abgestandenem oder abgekochtem Wasser bei Zimmertemperatur, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. An heißen Tagen gründlich und regelmäßig gießen. Vermeiden Sie Staunässe, da dies zu Fäulnis des fleischigen Rhizoms führen kann. Im Winter, wenn die Temperaturen niedriger sind, muss die Pflanze weniger häufig gegossen werden; gießen Sie sie daher alle 10 Tage.

Bewässerung
Nach dem Eingriff wird überschüssiges Wasser aus der Schale abgelassen, was dazu beiträgt, Wurzelerkrankungen vorzubeugen.

Dünger wird nur im Frühling und Sommer ausgebracht. Manche Gärtner empfehlen, die Pflanze im Winter während der Blütezeit zu düngen. Während der Ruhephase sollte man auf Dünger verzichten, da die Pflanze sonst absterben kann. Man kann Komplexdünger für blühende Pflanzen verwenden oder zwischen mineralischen und organischen Düngern abwechseln.

Krankheiten und Schädlinge

Wird die Pflanze nicht richtig gepflegt, kann sie von Grauschimmel und Mehltau befallen werden. Diese Pilzkrankheiten entwickeln sich in feuchter Erde, stehendem Wasser und bei niedrigen Lufttemperaturen. Die Behandlung besteht darin, die Pflanze umzutopfen und die Erde komplett auszutauschen. Pflanze und frische Erde werden mit einem Fungizid behandelt.

Auch Clivien können von Schädlingen befallen werden. Am häufigsten treten Blattläuse, Schildläuse und Wollläuse auf. Um die Schädlinge zu entfernen, tauchen Sie ein Wattestäbchen in Alkohol und tupfen Sie die Pflanzen damit ab. Waschen Sie anschließend die oberirdischen Pflanzenteile gründlich mit Seifenwasser und lassen Sie sie trocknen.

Der letzte Bekämpfungsschritt besteht in der Behandlung des Laubs mit einem speziellen Insektizid. Das Produkt wird gemäß der Packungsanleitung mit Wasser verdünnt, auf die Blätter gesprüht und dem Bewässerungswasser beigemischt. Das Insektizid dringt in die Pflanze ein und macht die Blätter für Schädlinge giftig.

Grundierung

Clivien gedeihen am besten in lockerem, leicht saurem Boden. Als fertiges Substrat eignet sich Orchideenerde, die ideal für die Clivienzucht ist.

Grundierung
In einem solchen Boden bildet sich ein kräftiges Wurzelsystem aus und die Blütezeit beginnt schneller.

Sie können Ihr eigenes Nährsubstrat aus folgenden Komponenten herstellen:

  • 1 Teil Sand;
  • 2 Teile Lauberde;
  • 2 Teile Rasenerde.

Die zweite Blumenerde besteht aus Torf, Sand, Humus und Rasenerde im Mischungsverhältnis 1:1:1:2. Der Topfboden wird mit einer Schicht Drainagematerial ausgelegt, und der Topf selbst sollte Abflusslöcher haben.

Hygiene

Die Pflege von Clivien umfasst regelmäßiges Lüften und feuchtes Wischen. Zusätzliche Feuchtigkeit ist nicht nötig, aber denken Sie daran, die Blätter sauber zu halten, indem Sie sie mit einem feuchten Tuch abwischen, um Staub zu entfernen. Sie können das Laub auch gelegentlich besprühen.

Notiz!
Gutes Licht ist der Schlüssel zu einer prächtigen Blütenpracht, daher sollten die Fensterscheiben sauber sein und das Sonnenlicht gut durchlassen.

Clivien zu Hause anbauen und umpflanzen

Die Clivia ist eine pflegeleichte Pflanze, doch das Umtopfen kann für sie sehr stressig sein. Oft stirbt die Pflanze danach einfach ab. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Grundregeln zum Umtopfen sorgfältig lesen.

Wie man transplantiert

Umtopfen ist nur bei Bedarf nötig, da bereits eine einzige beschädigte Wurzel zum Absterben der Pflanze führen kann. Dies sollte höchstens alle drei Jahre nach der Blüte oder zu Frühlingsbeginn erfolgen. Wählen Sie vor dem Umtopfen einen neuen Topf. Sein Durchmesser sollte nur wenige Zentimeter größer sein als der des vorherigen Topfes, da die Pflanze in einem kleinen Gefäß besser gedeiht.

Überweisen
Ist der Topf zu geräumig, beginnt die Pflanze aktiv Laub und Wurzeln zu bilden und vergisst dabei die Ausbildung eines Blütenstiels.

Die Transplantation erfolgt wie folgt:

  1. 30-40 Minuten vor dem Eingriff wird der Boden gut bewässert, um das Herausnehmen der Pflanze zu erleichtern.
  2. Der Topf wird auf die Seite gekippt, wobei die Blume an der Blattrosette gehalten wird, und die Wurzeln werden zusammen mit dem Erdklumpen herausgenommen.
  3. Das Rhizom wird sorgfältig untersucht, wobei trockene oder beschädigte Teile entfernt werden. Schnittstellen und beschädigte Stellen werden mit Aktivkohle bestreut.
  4. Geben Sie etwas Erde und Drainage in den neuen Topf und stellen Sie die Blume in die Mitte.
  5. Die so entstandenen Hohlräume werden mit frischer Erde aufgefüllt und anschließend leicht verdichtet.

Bitte beachten Sie!
Vor dem Umpflanzen ist es wichtig, sich zu merken, welche Seite der Pflanze dem Licht zugewandt war, damit man sie nach dem Umpflanzen wieder in die gleiche Richtung stellen kann.
Bei allen Manipulationen ist Vorsicht geboten, da die Wurzeln leicht beschädigt werden können.

Reproduktion

Die Pflanze vermehrt sich auf zwei Arten: durch Ausläufer und durch Samen. Eine ausgewachsene Pflanze ab einem Alter von 5 Jahren bildet bei guter Pflege Ausläufer. Diese sollten jedoch nicht sofort abgetrennt werden. Dies sollte erst geschehen, wenn der Ausläufer mindestens 4 Blätter entwickelt hat.

Die vegetative Vermehrung erfolgt am besten beim Umpflanzen, um das Risiko einer Beschädigung der Mutterpflanze zu minimieren. Zum Abtrennen des Seitentriebs benötigen Sie ein scharfes, sterilisiertes Messer. Schneiden Sie das Rhizom vorsichtig durch, trennen Sie den Trieb ab und bestreuen Sie die Schnittstellen mit Aktivkohle.

Die Bewurzelung junger Pflanzen sollte bei einer Temperatur von 18 °C und hoher Luftfeuchtigkeit erfolgen. Die abgetrennten Teilstücke werden in kleine Töpfe gepflanzt und im ersten Monat nicht gedüngt. Die Vermehrung aus Samen ist weniger verbreitet, aber die Anzucht einer Pflanze aus Samen ist durchaus zu Hause möglich.

Füllen Sie einen Behälter mit gleichen Teilen Sand, Torf und Gartenerde und vermischen Sie alles gründlich. Setzen Sie die Setzlinge darauf und bedecken Sie sie etwa zur Hälfte mit Erde. Ist die Raumluft zu trocken, decken Sie den Topf mit Frischhaltefolie ab und halten Sie die Erde mäßig feucht.

Sprossen
Bei einer Temperatur von mindestens 22˚C erscheinen nach 7 Wochen junge Triebe.

Häufig gestellte Fragen zum Anbau

Welcher Topf eignet sich für Clivien?
Wenn Sie die Pflanze aufgrund übermäßigen Wurzelwachstums umtopfen möchten, wählen Sie einen Topf, der 3–4 cm größer im Durchmesser ist als der vorherige. Es ist in Ordnung, wenn die Pflanze sich etwas beengt fühlt, aber ein zu großer Topf kann die Blüte verhindern. Wenn Sie aus anderen Gründen umtopfen, können Sie denselben Topf behalten, sollten ihn aber vorher desinfizieren. Der Pflanztopf sollte Abzugslöcher haben.
Wie wählt man beim Kauf eine gesunde Pflanze aus?
Untersuchen Sie die Blätter vor dem Kauf sorgfältig, da sie Aufschluss über Krankheiten geben können. Eine gesunde Pflanze hat feste, lange, sattgrüne Blätter. Die Blattoberfläche sollte frei von verdächtigen Flecken, Beschädigungen oder weißen Belägen sein. Kontrollieren Sie auch die Blattunterseiten, da sich dort Insekten verstecken können.
Stimmt es, dass die Pflanze giftig ist?
Die Clivia ist eine giftige Zimmerpflanze. Sie enthält das Alkaloid Lycorin und ist daher für andere gefährlich. Der Topf sollte daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufgestellt werden.
Warum verfärben sich Blätter gelb?
Die Blätter können durch Sonnenbrand gelb werden und trockene, braune Flecken aufweisen. Eine Vergilbung der oberirdischen Pflanzenteile kann auf falsche Bewässerung oder Nährstoffmangel hindeuten. Nach dem Kauf oder Umtopfen einer Pflanze gibt es eine Eingewöhnungsphase, in der das Laub einen gelblichen Schimmer annehmen kann.

Dank ihrer Pflegeleichtigkeit genießt die Clivia einen Ehrenplatz in vielen Gärtnersammlungen. Diese Eigenschaft macht sie selbst für Anfänger leicht zu kultivieren. Bei richtiger Pflege wird ihre üppige Blütenpracht jede Wohnung verschönern.

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