Dank ihrer Vielfalt an Formen und Farben ist die Peperomia zu einer beliebten Bereicherung für botanische Gärten und Wohnhäuser geworden. Diese immergrüne Staude umfasst über 1000 Arten, die seit vielen Jahren als Zimmerpflanzen kultiviert werden.
Die Gattung umfasst sowohl Kletterpflanzen als auch Sträucher, die sich in ihrem Aussehen deutlich unterscheiden. Die Pflege der Peperomia (oder Zwergpaprika) ist unkompliziert, da man mit wenigen einfachen Regeln eine gesunde Pflanze in Innenräumen ziehen kann.
Beschreibung der Peperomia: Ist Zwergpfeffer giftig oder nicht?
Peperomia ist eine große Gattung immergrüner, krautiger Pflanzen aus der Familie der Pfeffergewächse. Die tropischen Wälder Südamerikas gelten als Heimat dieser beliebten Zierpflanze. In ihrem natürlichen Lebensraum wachsen Zwergpfeffer bevorzugt auf Bäumen, Treibholz, Steinen und lockeren, torfigen Böden.
Ein besonderes Merkmal dieser Gattung ist der zarte Duft ihrer Blätter, der sich durch Berühren der Blüte mit warmen Händen wahrnehmen lässt. Die Gattung umfasst etwa 1000 verschiedene Arten, die sich in Blattgröße, -form und -farbe unterscheiden. Alle Sorten werden anhand ihres Wuchsverhaltens in drei Hauptgruppen unterteilt: hängende, buschige und aufrechte Peperomien.
Peperomien sind typischerweise niedrig wachsende Pflanzen mit leuchtendem Laub in vielfältigen Formen und Farben. Charakteristisch für alle Arten dieser Gattung sind ihre fleischigen Stängel, die dicht mit gegenständigen, ungeteilten Blättern besetzt sind. Obwohl sie als Zierpflanze kultiviert werden, bilden sie oft Blütenstände, die anmutigen Ährchen oder Rattenschwänzen ähneln.
Der Strauch enthält keinerlei Giftstoffe und ist daher auch für Kinder und Tiere völlig unbedenklich. Selbst versehentliches Verschlucken von Pflanzenteilen führt zu keinen Vergiftungserscheinungen.
Namen der Peperomia-Sorten mit Beschreibungen
Kennt ein Gärtner die Namen der Arten und kann sich Fotos verschiedener Vertreter dieser artenreichen Gattung ansehen, kann er sich die für ihn ideale Pflanze für den Anbau zu Hause aussuchen.
Meißelförmig
Peperomia sabina ist ein niedrig wachsender, sukkulenter Strauch mit mehreren dichten Stängeln, die wechselständig angeordnete, fleischige, schmale Blätter tragen. Die Blattspreiten ähneln leicht geöffneten, hellgrünen Erbsenschoten. Aufgrund dieser Ähnlichkeit mit Hülsenfrüchten trägt die Pflanze den Spitznamen „Happy Bob“.

Die Blätter des Strauchs bilden eine sternförmige Rosette. Die Pflanze blüht mit kleinen, anmutigen weißgrünen Blüten. Die aufrechten Triebe dieses Zimmerstrauchs erreichen selten eine Höhe von 60 cm. Bei der Auswahl dieser Sorte ist zu beachten, dass die sukkulenten Triebe mit zunehmendem Alter verholzen.
Faltig
Die Runzel-Peperomie unterscheidet sich von ihren Verwandten durch ihre geringe Größe und die Blätter mit zahlreichen erhabenen Adern, die ihnen ein runzeliges Aussehen verleihen. Die Pflanze erreicht selten eine Höhe von 15 cm. Die Blattfarbe variiert je nach Hybride von Grün bis Purpurrot.

Es gibt auch panaschierte Sorten, deren Laub mehrere Farben gleichzeitig zeigt. Die Pflanze hat keine ausgeprägte Ruhephase und erfreut bei richtiger Pflege das ganze Jahr über mit ihren ährenförmigen Blüten. Die Blüten sitzen an weißen, aufrechten Stängeln, die deutlich über das Laub hinausragen.
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Die Peperomia capitata ist eine kriechende Pflanze mit herabhängenden oder niederliegenden Stängeln, die wechselständig angeordnete, kurz gestielte, ovale Blätter tragen. Die Blattspreiten sind hellgrün, besonders bei halbschattigen Standorten. Diese Art wird nicht besonders groß und erreicht eine Höhe von maximal 25 cm.

Der Blütenstand ist eine dichte Ähre, an deren Oberfläche kleine, kaum sichtbare Blüten ohne Zierwert sitzen. Viele Gärtner entfernen die unansehnlichen Blütenstängel absichtlich, da sie der Pflanze Energie entziehen.
Stumpfblättrig
Peperomia obtusifolia ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit dicken, kräftigen Stängeln, die bis zu 40 cm hoch werden können. Diese Art zeichnet sich durch ihre ungewöhnlichen, ovalen, gestielten Blätter mit gestutzten Spitzen aus. Die dichten, ledrigen Blätter sind meist dunkelgrün, es gibt aber auch panaschierte Sorten.

Die Blattoberfläche glänzt dank einer leichten Wachsschicht. Die Triebe wachsen zunächst aufrecht, kriechen aber mit zunehmendem Wachstum am Boden entlang. Diese Art gilt als blühende Zierpflanze, doch ihre unscheinbare, ährenförmige Blütenstände sind kein erstrebenswertes Kultivierungsziel.
Caperata Lilian
Die Sorte 'Caperata Lilian' ist ein kompakter Strauch, der sich nicht nur durch sein fleischiges Laub, sondern auch durch seine schneeweißen Blüten auszeichnet. Die schneeweißen Blütenstände, die sich über das grüne Laub des Strauchs erheben, werden oft mit Lilienknospen verglichen. Diese Ähnlichkeit mit den Liliengewächsen gab dieser Zwergpaprika ihren Namen.

Die Blüten sitzen auf leuchtend purpurroten Stängeln. Mit zunehmender Reife der Blütenstände bilden sich an deren Spitzen kleine, trockene Beeren, die sich leicht von der Pflanze lösen lassen. Die dunkelgrünen, runzeligen Blätter haben eine leicht abgerundete Herzform.
Wassermelone
Die Silberne Paperomia, auch Wassermelonen-Paperomia genannt, ist eine der auffälligsten Vertreterinnen ihrer Gattung. Diese Miniaturpflanze mit kurzen roten Stängeln besticht durch die ungewöhnliche Färbung ihrer Blätter. Die abwechselnden silbernen und hellgrünen Streifen lassen das Laub an eine Wassermelonenschale erinnern, daher der Name.

Trotz seiner kompakten Größe, die nur knapp 12 cm beträgt, können seine ledrigen, eiförmigen Blätter bis zu 8 cm lang werden. Die Blütenstände dieser Art erscheinen unerwartet und sehen aus wie dünne, weißgrüne Ährchen.
Pereskilistnaya
Peperomia pereskiifolia ist eine recht große Zierpflanze, die sich durch ihre robusten, ledrigen, elliptischen Blätter mit drei bogenförmigen Blattadern auszeichnet. Die wechselständigen, kleinen Blätter mit leicht zugespitzten Spitzen sind in Wirteln von 3–5 angeordnet. Jedes Blatt ist selten länger als 5 cm.
Die glänzenden Blätter sind typischerweise grün, es gibt aber auch panaschierte Sorten, die jedoch selten in Innenräumen kultiviert werden. Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Strauchs sind seine fleischigen, aufrechten, rötlichen Stängel, die an den unteren Knoten Wurzeln bilden.
Pflege von Peperomia-Blumen zu Hause
Die Peperomia ist eine beliebte Zimmerpflanze, und selbst Gartenneulinge können sie richtig pflegen. Um ihre dekorative Schönheit jedoch über viele Jahre zu erhalten, empfiehlt es sich, sich mit einigen Pflegetipps vertraut zu machen.
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Peperomien gedeihen am besten im Halbschatten. Rein grüne Sorten vertragen jedoch auch den Schatten, da zu viel Licht die Blätter ausbleichen lässt. Bunte Sorten hingegen benötigen helleres Licht, um ihre dekorative Wirkung zu entfalten.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Die Peperomia ist eine wärmeliebende Pflanze mit einem optimalen Temperaturbereich von 20–25 °C. Floristen empfehlen, die Raumtemperatur ganzjährig konstant zu halten. Ist dies nicht möglich, sollte die Pflanze bei einer Temperatur von mindestens 16 °C stehen. Da die Peperomia Zugluft nicht verträgt, empfiehlt es sich, sie im Winter möglichst weit vom Fenster entfernt aufzustellen.
Die Peperomia ist bezüglich der Luftfeuchtigkeit völlig anspruchslos. In besonders trockenen Perioden kann der oberirdische Teil der Pflanze gelegentlich mit warmem Wasser besprüht werden, um ihr dekoratives Aussehen zu verbessern.
Bewässerung und Düngung
Diese Pflanze ist trockenheitsverträglich und verträgt keine Staunässe. Das gilt insbesondere für Arten mit fleischigen Blättern, die Feuchtigkeit speichern. Gießen Sie den Strauch, sobald die Erde trocken ist, um Staunässe zu vermeiden. Verwenden Sie am besten gut abgestandenes Wasser, das einige Grad wärmer als Zimmertemperatur ist.
Der Strauch benötigt regelmäßige Düngung mit einem mineralischen Komplexdünger. Während der Wachstumsphase empfiehlt sich eine Düngung alle zwei Wochen. Im Winter kann die Düngehäufigkeit halbiert werden.
Pflege während der Blütezeit
Peperomien blühen typischerweise im Sommer. Während dieser Zeit benötigt die Pflanze zusätzliche Feuchtigkeit, die durch reichliches (aber nicht zu viel) Gießen und regelmäßiges Besprühen gewährleistet werden kann. Die Blütenbildung und -pflege zehren an der Pflanze und können zu einem Verlust von Laub führen.

Aus diesem Grund entfernen die meisten Gärtner die Blütenstängel, sobald sie sich bilden. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanze ihre Blätter abwirft, und das dekorative Aussehen des Strauchs bleibt erhalten. Viele sind außerdem der Ansicht, dass die Blütenstände der Pflanze nur wenig ästhetischen Wert besitzen.
Beschneiden und Stutzen
Die Vorgehensweise beim Rückschnitt variiert je nach Blumensorte. Bei hängenden Sorten empfiehlt es sich, die mittleren Triebe zu kürzen, die äußeren jedoch unberührt zu lassen. Nach dem Rückschnitt sollten die mittleren Triebe auf ein Drittel ihrer ursprünglichen Länge gekürzt werden.

Dieses Verfahren fördert das kräftige Wachstum junger Triebe und verbessert so das Erscheinungsbild der Pflanze. Das Stutzen des längsten Triebs aufrecht wachsender Sorten kann deren Buschigkeit deutlich steigern. Einmaliges Stutzen regt das Wachstum von 2–4 neuen Trieben an. Buschige Sorten benötigen keinen Rückschnitt.
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Werden grundlegende landwirtschaftliche Praktiken beim Anbau von Peperomia nicht befolgt, kann die Blume erkranken:
- Die häufigste Krankheit, die die Pflanze befällt, ist Wurzelfäule, die zum Verfaulen des Wurzelsystems führt. Ursachen sind Überwässerung und niedrige Raumtemperaturen. Zur Behandlung sollte die Pflanze in frische Erde umgetopft werden, nachdem alle befallenen Wurzelteile entfernt wurden. Grauschimmel lässt sich durch die Behandlung der Pflanze mit einem Fungizid dauerhaft beseitigen.

Wurzelfäule - Das Zwergwuchsvirus ist eine spezifische Krankheit, die die normale Entwicklung der Pflanze verhindert, ihren Lebenszyklus stört und zu Blattverformungen führt. Diese Krankheit ist unheilbar.
- Wenn die Pflanze in einem warmen Raum steht, kann es zu einem Thripsbefall kommen. Braune Flecken auf den Blättern deuten auf die Insekten hin. Eine Behandlung mit Fungiziden und das Umtopfen in frische Erde helfen, die Schädlinge zu beseitigen.
- Zu trockene Raumluft kann zu Spinnmilbenbefall führen. Die Schädlinge erkennt man an den feinen Gespinsten, die die Pflanze bedecken. Werden die Insekten frühzeitig entdeckt, lassen sie sich durch eine Behandlung der Pflanze mit einer Seifenlösung bekämpfen.
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Wie man Peperomia vermehrt und verpflanzt
Die Blume kann auf verschiedene Weise vermehrt werden: durch Triebspitzen oder Stängeltriebe, Blattstecklinge, Samen und durch Teilung des Strauchs:
- Die Vermehrung durch Teilung ist eine der einfachsten und schnellsten Methoden, um eine neue Pflanze zu erhalten. Dazu teilt man einfach das Wurzelsystem der Pflanze von Hand in zwei Teile und pflanzt jeden Teil in einen separaten Topf.
- Stecklinge können von Triebspitzen oder Stängeltrieben mit einem einzigen Knoten geschnitten werden. Vor dem Einpflanzen sollten die Stecklinge 48 Stunden in Wasser eingeweicht werden, um die Wurzelbildung anzuregen. Nach zwei Tagen werden die Sämlinge zur weiteren Bewurzelung in Anzuchterde umgepflanzt.

Blumenvermehrung - Die Pflanze lässt sich sehr leicht durch Blattstecklinge vermehren. Wichtig ist, ein kräftiges, gesundes Blatt zum Einpflanzen auszuwählen. Ein Blatt mit Blattstiel wurzelt in sauberem, stehendem Wasser recht schnell. Sobald sich die ersten Wurzeln gebildet haben, kann das Blatt gefahrlos in einen endgültigen Topf umgepflanzt werden.
- Die Blume wird selten durch Samen vermehrt, da dies ein recht zeitaufwändiger Prozess ist. Am besten sät man die Samen in ein feuchtes Erdgemisch aus Sand und Laubkompost. Die Samen keimen nur unter Gewächshausbedingungen; daher sollte der Anzuchtbehälter mit Frischhaltefolie oder Glas abgedeckt werden. Regelmäßiges Befeuchten der Erde und gelegentliches Lüften der Sämlinge fördern das Keimen.
Phasen der Transplantation:
- Legen Sie eine 2–4 cm breite Drainageschicht auf den Boden des Topfes. Als Drainagematerial können Sie Kieselsteine, Blähton, Schotter oder Holzkohle verwenden.
- Füllen Sie 2/3 des Topfes mit einer Erdmischung aus Torf, Sand und Humus, jeweils zu gleichen Teilen.
- Setzen Sie die Blume vorsichtig in den neuen Behälter.
- Füllen Sie die Hohlräume im Topf mit Erde.
- Gieße die Blume.
Es wird empfohlen, für die Peperomia einen breiten, flachen Topf zu verwenden, dessen Durchmesser 1,5-2 cm größer ist als der des vorherigen.
Häufig gestellte Fragen zum Anbau
Beim erstmaligen Anbau von Peperomia stoßen Gärtner oft auf Fragen zu den Besonderheiten des Anbaus.
Zwergpaprika sind kleine Zimmerpflanzen, die bei richtiger Pflege viele Jahre lang schön aussehen. Sanftes Gießen ohne Staunässe, Schutz vor Zugluft und eine gleichmäßige Raumtemperatur sind entscheidend für gesundes Wachstum.
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